Das Landestheater Linz präsentiert unter dem Motto ZEICHEN UND WUNDER die Spielzeit 2026/2027
Mit 40 Neuproduktionen − darunter zehn Uraufführungen, fünf österreichischen Erstaufführungen, zwei deutschsprachigen Erstaufführungen und vier Wiederaufnahmen – geht das Landestheater Linz in die Spielzeit 2026/2027. Für Intendant Hermann Schneid ist es mittlerweile die elfte Spielzeit am Landestheater.
Gemeinsam mit Geschäftsführer Thomas Königstorfer, Chefdirigent Markus Poschner, Schauspieldirektor David Bösch, der Künstlerischen Leiterin Tanz Roma Janus, der Künstlerischen Leiterin der Sparte Junges Theater Nele Neitzke und dem Künstlerischen Leiter Musical Matthias Davids präsentierte Hermann Schneid unter dem Motto ZEICHEN UND WUNDER die Produktionen 2026/2027 am Landestheater Linz. Für Markus Poschner ist es die letzte Spielzeit als Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz.
Thomas Stelzer (Land Oberösterreich – Landeshauptmann): „Das Motto ZEICHEN UND WUNDER passt sehr gut in unsere Zeit. Wir erleben große Veränderungen – wirtschaftlich, gesellschaftlich und geopolitisch. Gerade deshalb braucht es klare Zeichen: für Zusammenhalt, für Leistungsbereitschaft und für Vertrauen in die Zukunft. Und es braucht auch das, was man vielleicht als Wunder bezeichnen kann – nämlich das, was entsteht, wenn Menschen gemeinsam anpacken, Ideen entwickeln und Neues schaffen. Das Landestheater Linz verbindet beides auf besondere Weise: Es setzt künstlerische Zeichen und ermöglicht Momente, die berühren, inspirieren und den Blick weiten. Das Programm zeigt eindrucksvoll die ganze Bandbreite – von großen Klassikern wie ‚Lohengrin‘, ‚La Cenerentola‘ oder ‚Romeo und Julia‘ bis hin zu spannenden Premieren wie jener von Alanis Morissette’s Musical ,Jagged Little Pill‘ oder ‚Matilda‘ nach dem Roman von Roald Dahl. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Jungen Theater: Hier beginnt die Spielzeit mit ‚Troja!‘ – so wird gezielt ein junges Publikum angesprochen und früh für Kunst und Kultur begeistert. Gerade diese Arbeit ist von großer Bedeutung, weil sie kulturelles Interesse weckt und langfristig trägt. Kultur ist weit mehr als Unterhaltung: Sie schafft Orientierung, eröffnet neue Perspektiven und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Oberösterreich ist deshalb auch wirtschaftlich erfolgreich, weil wir ein Kulturland sind und Rahmenbedingungen vorgeben, die künstlerisches Schaffen auf höchstem Niveau ermöglichen. Das Landestheater Linz ist dabei ein unverzichtbarer Leuchtturm mit Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus. Gleichzeitig ist diese Spielzeit auch eine besondere: Für Markus Poschner ist es die letzte Saison als Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz. Er hat in den vergangenen Jahren entscheidende künstlerische Impulse gesetzt und das Musikleben in Oberösterreich nachhaltig geprägt. Dafür – und für viele wunderbare Kulturerlebnisse – möchte ich mich persönlich herzlich bedanken.“
Hermann Schneider (Landestheater Linz – Intendant): „Unsere Gegenwart wird komplexer, vielleicht sogar heilloser. Dadurch wandelt sich auch die Aufgabe unserer künstlerischen Arbeit als Selbsterkundung und theatrale Reflexion: Es geht immer noch um Aufklärung und Selbstvergewisserung, aber es geht auch darum, dass wir ZEICHEN der Hoffnung setzen, dass wir die Utopie der WUNDER formulieren und durch die ästhetische Erfahrung vermitteln, denn das Theater ist ein Ort des Miteinander und des Füreinander. Unsere Geschichten der kommenden Spielzeit erzählen von ZEICHEN UND WUNDER, wollen erfreuen, nachdenklich stimmen und auch trösten.“
Thomas Königstorfer (Landestheater Linz – Geschäftsführer): „Trotz oder vielleicht gerade wegen der weltweit politisch und wirtschaftlich turbulenten Zeiten freuen sich Österreichs Theater aktuell über großen Publikumszuspruch. So liegt auch das Landestheater Linz nach der Rekordspielzeit 2024/2025 heuer auf einem Kurs, der jedenfalls wieder über der Saison 2023/2024 liegen sollte. Für 2026/2027 versteht sich das Programm als Einladung, diese Entwicklung fortzusetzen. Ein kleines Detail, mit dem wir noch mehr auf unser Publikum zugehen wollen, wird ein quasi „neuer“ Sonntag für Familien und für weiter anreisende Gäste sein: konkret werden während der Winterzeit Sonntags-Vorstellungen von Eigenproduktionen spätestens um 17:00 Uhr beginnen. Der Zuspruch des Publikums ist für uns hinsichtlich der Investitionen am Standort Promenade eine große Unterstützung. Die Sanierungsarbeiten am Schauspielhaus werden im Theaterbereich im Sommer 2026 ihren Höhepunkt finden. Auch hier liegen wir zum heutigen Tag sowohl im finanziellen Rahmen als auch im Zeitplan.“
Markus Poschner (Bruckner Orchester Linz – Chefdirigent): „Zehn Jahre Chefdirigent des BOL und des Landestheaters Linz – das lässt sich leicht aussprechen, doch was das wirklich emotional für mich bedeutet, ist hier schwer in Worte zu fassen. In den vergangenen zehn Jahren geschah so viel mehr als eine intensive, erfüllende und zutiefst bewegende gemeinsame Reise. Durch unzählige Probenstunden, Diskurse, Vorbereitungs- und Planungsarbeit kreierten wir alle zusammen am Ende jene unvergesslichen und kostbaren Augenblicke auf der Bühne, in denen die Musik uns tief ergreift. Im gemeinsamen Musizieren durfte ich etwas erleben, was mich hier in Linz sehr bewegt und besonders geprägt hat: eine tiefe menschliche Verbundenheit. Wenn ich darauf zurückblicke, erfüllt mich vor allem große Dankbarkeit – Dankbarkeit gegenüber den außergewöhnlichen Menschen an diesem einzigartigen Theater.“

Thomas Königstorfer, Matthias Davids, Thomas Stelzer, Nele Neitzke, David Bösch, Markus Poschner, Hermann Schneider, Roma Janus - Credits: Philip Brunnader
Showtime - Stage School Hamburg - Credits: Dennis Mundkowski