Der US-amerikanische Theaterregisseur und -produzent Harold „Hal“ Prince (1928-2019) war mit 21 Tonys der meistausgezeichnete Mensch in der Broadway-Geschichte – u.a. brachte er Klassiker wie „West Side Story“, „Evita“ und „Phantom der Oper“ heraus.

Seine Karriere startete Prince als Assistent von George Francis Abbott und versuchte sich dann als Produzent – zu Beginn allerdings wenig erfolgreich. Erst mit dem Musical „Cabaret“ von John Kander und Fred Ebb gelang Harold Prince der Durchbruch – die Inszenierung gewann acht Tony Awards.

1960 arbeitete Prince dann als Co-Produzent bei „West Side Story“ mit Leonard Bernstein (Musik) und Stephen Sondheim (Text) zusammen. Gerade die Zusammenarbeit mit Sondheim war erfolgreich und begleitete Prince bis Anfang der 1980er Jahre – mit „Follies“, „A Little Night Music“ und „Sweeney Todd“ entwickelten die beiden einige Erfolgstücke.

Und auch Andrew Lloyd Webber´s Broadway-Klassiker „Evita“ und „Phantom der Oper“ oder auch „Anatevka“ („Fiddler on the Roof“) tragen die Handschrift von Harold Prince. 1983 inszenierte Prince dann Giacomo Puccini´s „Turrandot“ an der Wiener Staatsoper (unter dem damaligen Staatsopern-Direktor Lorin Maazel) – mit Eva Marton und Jose Carreras.

Andrew Lloyd Webber nannte Prince den „Prinz der Musicals“ und das „gekrönte Oberhaupt“.

Im Juli 2019 verstarb Harold „Hal“ Prince im Alter von 91 Jahren in der isländischen Hauptstadt Reykjavík.

Christoph Seidl