DAIMYO – A Musical Revolution – mit der Musik von Leo Floyd und dem Text von Michael Car – ist ein inspirierendes Märchen, das zwar im alten Japan spielt, aber eine aktuelle Botschaft in sich trägt.

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Die Geschichte von DAIMYO – das Musical

Japan, 1598: Nachdem der Daiymo (=Fürst) AKIMOTO gestorben ist, reißen seine engsten Berater, drei Samurai, und seine Witwe AMAYA, die Macht in der Yamana Provinz an sich, während sie das Volk in dem Glauben lassen, dass der Daimyo AKIMOTO noch lebt.

Die Hauptfigur ist der kleine Fischer YORI, der sein Leben lang dem Daimyo AKIMOTO treu war.

Nachdem die drei Samurai in Akimotos Namen ein neues Gesetz erlassen haben, in dem es heißt, dass jeder Bewohner der Provinz nun neun von zehn Teilen seines Ertrages abgeben muss, ist die Bevölkerung empört und enttäuscht. YORI beschließt in der Nacht aufs Meer hinauszufahren um zu fischen, damit er es schafft bei den hohen neuen Steuern trotzdem noch einen Fang für sich und seine Familie übrig zu haben. Er wird von einem Sturm erfasst, und in eine geheimnisvolle Höhle getrieben.

In der Höhle begegnet YORI dem Geist des verstorbenen Daimyos AKIMOTO, und erhält von ihm den Auftrag, das Volk über die Verschwörung der Samurai und seiner ehemaligen Frau AMAYA aufzuklären, und deren unterdrückerische Machenschaften zu beenden.

Als Fischer ist YORI der letzte, der eine derartige Aufgabe bewältigen könnte, aber mit viel Mut, Überwindung, dem Ziel klar vor Augen, und großer Durchsetzungskraft wird es ihm am Ende gelingen, die Bösen Machenschaften der Samurai und AMAYA aufzudecken, und wieder Frieden und Gerechtigkeit in die kleine Provinz zu bringen.

DAIMYO - Logo

Das Musical ist märchenhaft und fantastisch, und zeigt dem Zuschauer, dass jeder etwas verändern kann, egal wie benachteiligt er erscheinen mag, und dass man all seine Ziele erreichen kann, wenn man sie wirklich erreichen will, und nicht aufgibt. Egal wie oft YORI auf seiner Mission scheitert, er gibt nie auf, und sucht nach neuen Lösungen und Wegen, und gewinnt so Stück für Stück Unterstützung, bis er es schlussendlich schafft.

Die Musik von DAIMYO – das Musical

Musikalisch orientiert sich DAIMYO an Broadway- und Popmusik, allerdings mit eindeutig hörbarem japanischem Charakter. Dieser macht sich durch die Verwendung von traditionellen Tonleitern und Instrumenten (Shamisen, Koto) bemerkbar. Ansonsten setzt Komponist Leo Floyd auf einen orchestralen Klang, der an Filmmusik erinnert – die Melodien sind durchwegs eingängig.

Der Song – Mondprinzessin

Das zweite Lied aus der Show ist der Song „Mondprinzessin“, das von einer tiefen Vertrauten des Daimyos, OKUNI, gesungen wird. Nach diversen Schicksalsschlägen, erinnert sie sich an das Märchen von Kaguya-hime, das ihre Großmutter ihr als Kind immer erzählt hat. Es handelt sich hierbei um das älteste überlieferte japanische Märchen. Das Lied erzählt das Märchen der Mondprinzessin Kaguya-hime, als Analogie zu OKUNIS eigenem Leben. Das Lied handelt von Menschen, die in einer Lebenssituation festsitzen, in der sie nicht sein möchten, die es dann aber schaffen daraus auszubrechen, um das Leben zu leben, das sie erträumen.

Gesungen wird der Song „Mondprinzessin“ von der Musicaldarstellerin Lisa Antoni, die Rolle der Kaguya-hime wird im Musikvideo von der japanischen Tänzerin Hinkam Sakuraoka übernommen.

Mondprinzessin - Credits: Oliver Steffek
Mondprinzessin – Credits: Oliver Steffek

Das Musikvideo zum Song Mondprinzessin wird in einfacher bildlicher Sprache die Geschichte von Kaguya-hime erzählen. Wir sehen, dass es sich bei ihr um eine unglückliche junge Frau handelt. Jede Nacht tritt sie ins Mondlicht, und verspürt Sehnsucht. Am Höhepunkt des Videos wird ihre Sehnsucht so stark, dass sie zu schweben beginnt, und durch den Himmel bis in den Weltraum aufsteigt, wo sie einen imposanten Tanz tanzen wird, bevor sie in ihrer Heimat, dem Mond, ankommt.

Das Team von DAIMYO – das Musical

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Leo Floyd – Musik, Dramaturgie

Der extravagante Künstler Leo Floyd hat nie gelernt, ein Musikinstrument zu spielen. Eines Tages setzte er sich einfach an das Klavier und begann zu komponieren. Inzwischen hat er bei diversen Projekten, Kursen und Studien Erfahrungen im Bereich Songwriting, Schauspiel, Gesang, Moderation, Filmregie und Filmproduktion sammeln können. Seit 2019 ist er Mitglied der Österreichisch-Japanischen Gesellschaft.

„Nach außen hin ist DAIMYO ein fantastisches Abenteuer im historischen Japan, im Kern betrachtet handelt es sich allerdings um eine Reise in die Tiefen der menschlichen Seele.“, meint Leo Floyd.

Michael Car – Text, Dramaturgie

Während die anderen Kinder Fußball spielten oder vor dem Fernseher waren, steckte Michael seine Nase immer in Bücher und sein berufliches Ziel war klar: Geschichtenerzähler.

Michael ist Comiczeichner, Grafikdesigner, und Weltreisender. Interkulturelle Kommunikation ist ihm generell ein wesentliches Anliegen.

„So außergewöhnlich und magisch Yoris Reise in DAIMYO auch erscheinen mag, so ist sie doch Abbild von dem, was Leo und ich über die Jahre selbst erlebt haben. Der Schauplatz steht dabei weniger im Vordergrund als die sehr menschlichen Träume der Figuren – die sind universell.“, meint Michael Car.

Lisa Antoni - Credits: Oliver Steffek
Lisa Antoni – Credits: Oliver Steffek

Lisa Antoni – Gesang

Die gebürtige Wienerin Lisa Antoni (auch schon im Interview mit „Wir Musical-Fans“) studierte am Konservatorium der Stadt Wien. Dem Musicalpublikum wurde sie 2009/10 mit der Rolle der Mary Baroness Vetsera in der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicals Rudolf – Affaire Mayerling im Wiener Raimundtheater bekannt. Das Castalbum und die DVD erreichten in Österreich Platin.

Lisa war schon auf vielen Bühnen in Österreich, Schweiz und Deutschland zu sehen – u.a. als Constance in Die 3 Musketiere auf der Freilichtbühne Tecklenburg, als Cinderella in Into the Woods am Staatstheater Kassel, In Rebecca von Levay/Kunze (nach dem Roman von Daphne du Maurier) in der weiblichen Hauptrolle der “Ich” am Theater St.Gallen und im Wiener Ronacher als Christine Daaé in den semikonzertanten Aufführungen von Das Phantom der Oper zum 25. Jubiläum des Orchesters der Vereinigten Bühnen Wien.

2013/14 war sie Mitglied der Musicalsparte des Landestheaters Linz – und spielte dort unter anderem Sukie Rougemont in Die Hexen von Eastwick, Natalie Goodman in Next to Normal und Magnolia Hawks in Showboat.

Weitere Stücke waren Artus-Excalibur (Guinevere) am Theater St.Gallen, How To Succeed in Business Without Really Trying (Rosemary) an der Staatsoper Hannover und The Addams Family (Wednesday Addams) im Musicaltheater Bremen. 2015-17 spielte sie im Musicalklassiker West Side Story am Theater St.Gallen die Rolle der Maria. In dieser Rolle konnte man sie weiters auch im Juni 2016 an der Staatsoper Leipzig sehen. An der Volksoper Wien spielte sie 2017 die Rolle der Rosemary Pilkington in Wie man Karriere macht, ohne sich anzustrengen. 2018 verkörperte sie die Rolle der “Whatsername” in der deutschsprachigen Erstaufführung des Green Day Musicals American Idiot in der Batschkapp Frankfurt und im Admiralspalast Berlin, sowie die weibliche Hauptrolle der “Olivia Buckingham” in der Weltpremiere von Matterhorn, am Theater St.Gallen (Buch: Michael Kunze, Musik: Albert Hammond, Regie: Shekhar Kapur). Beim Musicalsommer Winzendorf spielte sie im Sommer 2018 die Milady de Winter in Die 3 Musketiere.

Für Disney’s Film Mary Poppins Rückkehr war sie die deutsche Gesangsstimme von Emily Blunt.

Hinako Sakuraoka – Kaguya-hime

Die Japanerin Hinako Sakuraoka erhielt ihre Ausbildung zur Tänzerin am Broadway Dance Center, Steps on Broadway und an der Kirov Academy of Ballet in Washington D.C. Sie war Finalistin beim Youth America Grand Prix und der International Ballet Competition in New York und erhielt Stipendien der Kirov Academy of Ballet und dem Ballet Austin. Sie tanzte 2007 im Dresdner Semperoper Ballett unter Aaron S. Watkin, von 2007 bis 2009 in Youri Vámos’

Ballett der Deutschen Oper am Rhein, von 2009 bis 2001 als Demi-Solistin im Ballett des Theaters Posen unter der Direktion von Jacek Przybylowicz, in Bernd Schindowskis Ballett am Musiktheater im Revier sowie im Bernd Lanzke Tanz Theater und Ballett Hagen unter Ricardo Fernando. Darüber hinaus wirkte sie an Operetten- und Musical- Produktionen in Japan und Österreich, bei „Das Phantom der Oper“ in Hamburg und als Event-Gasttänzerin bei Porsche Bremen mit. In der Spielzeit 2016/17 ist sie als Tänzerin in der Neuinszenierung von Lehárs Operette „Der Graf von Luxemburg“ an der Deutschen Oper am Rhein zu erleben. Zuletzt war sie in Diseny’s „Der König der Löwen“ in Hamburg zu sehen.

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Christoph Seidl