Mit über 60 Millionen verkauften Tonträgern, zahlreichen Nummer-1-Hits und Songs in Hitparaden von 27 Ländern gilt Falco bis heute als eine der erfolgreichsten Popgrößen Europas. Seine Karriere startete in den Underground-Clubs Wiens der 80er Jahre. Die selbst erschaffene Kunstfigur „Falco“, seine unvergesslichen Songs sowie sein exzentrisches und charismatisches Auftreten ließen ihn in kürzester Zeit weltberühmt werden.

Die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) widmen dem Ausnahmekünstler Falco das Musical ROCK ME AMADEUS – DAS FALCO MUSICAL, das seit Oktober 2023 im Wiener Ronacher zu sehen ist und Musicalpublikum und Falco-Fans gleichermaßen begeistert.

Basis der Story von ROCK ME AMADEUS – DAS FALCO MUSICAL ist das aufregende und bewegte Leben des jungen Wiener Musikers Hans Hölzel, besser bekannt als „Falco“, der in allen seinen Facetten ausgezeichnet von Moritz Mausser in der Titelrolle verkörpert wird.

Das Stück besticht durch eine beeindruckende Bühnenshow, mitreißende Choreografien, ein aufwändiges Bühnenbild, schillernde Kostüme – und natürlich Falcos unvergessliche Musik. Neben den Falco-Hits kann sich das Publikum dabei auf zusätzliche Songs von Rob Bolland und Ferdi Bolland freuen. Die Bolland-Brüder (Bloodhound Gang, Samantha Fox, Reamonn, Fettes Brot, …) haben u.a. die Falco-Hits Rock Me Amadeus, Jeanny und Vienna Calling komponiert und produziert und standen der VBW-Produktion als kreative Berater zur Verfügung. Als historischer Berater ist Markus Spiegel, legendärer Musikproduzent, Falco-Entdecker, Freund und langjähriger Vertrauter im Kreativteam mit dabei.

ROCK ME AMADEUS bietet eine aufregende Reise durch Emotionen, Erfolge, Eskapaden und zeigt immer wieder die Zerrissenheit des „Falken“ – mit tiefen Einblicken in sein Innerstes. Das Publikum erwartet mit ROCK ME AMADEUS – DAS FALCO-MUSICAL ein spektakuläres und gleichzeitig berührendes neues Musical – und eine Hommage an den österreichischen Ausnahmekünstler Falco, der als Künstler und Mensch präsentiert wird.

Das Buch stammt von VBW-Musical-Intendant Christian Struppeck, der seit Jahrzehnten international auch als Bühnenautor und kreativer Stückentwickler tätig ist (u.a. I AM FROM AUSTRIA, ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK, DER BESUCH DER ALTEN DAME, SCHIKANEDER, DÄLLEBACH KARI): „Das Stück ist eine Hommage an den großen österreichischen Künstler, der bis heute aus der Popgeschichte nicht mehr wegzudenken ist. Dieses neue Musical soll außerdem zur kulturellen Vielfalt der Stadt Wien beitragen und durch den lokalen Bezug des Stücks auch ihr Kulturgut hochhalten.“

Die Regie übernahm Andreas Gergen, Spezialist für Uraufführungen und international ausgezeichneter Regisseur von bereits mehr als 100 Opern, Operetten, Musicals und Schauspielen, darunter u.a. I AM FROM AUSTRIA (Raimund Theater), DER BESUCH DER ALTEN DAME (Ronacher), ROXY UND IHR WUNDERTEAM (Volksoper Wien), THE SOUND OF MUSIC, FIDELIO, LA TRAVIATA, LA BOHÈME & HAIR (Salzburg), VIKTORIA UND IHR HUSAR (Mörbisch), LEVAY & FRIENDS (Shanghai), DIE FLEDERMAUS (Oper Nizza), DER SCHUH DES MANITU, I FEEL LOVE (UA), DER GRAF VON MONTE CHRISTO (UA), JEKYLL & HYDE, FRAU LUNA, CINDERELLA (DEA), BIG FISH (DEA), DÄLLEBACH KARI (UA), THE ADDAMS FAMILY (DEA), SHREK-DAS MUSICAL (DEA), DER MANN MIT DEM LACHEN (UA), STILLE NACHT (UA) oder MAMMA MIA! in Mörbisch.

Die Choreografie stammt vom vielfach preisgekrönten und Tony-nominierten Choreografen Anthony van Laast, der nicht nur an Broadway und West End, sondern auch im internationalen Musik- und Filmbereich laufend tätig ist (u.a. MAMMA MIA! (Uraufführung und Film mit Meryl Streep), TINA-DAS TINA TURNER MUSICAL, SISTER, ACT, SCHIKANEDER, JOSEPH AND THE AMAZING TECHNICOLOR DREAMCOAT, BEAUTY AND THE BEAST (Disney Film), HARRY POTTER (Kinofilme), SONG AND DANCE, BOMBAY DREAMS, sowie die Las Vegas Shows von Michael Crawford und Siegfried und Roy). Er wurde mit dem britischen Verdienstorden „Member of the British Empire“ für seine Verdienste am Tanz und der Choreografie von Königin Elizabeth II. ausgezeichnet.

Neu arrangiert und orchestriert werden Falcos Hits von niemand geringerem als Michael Reed, Dirigent der legendären Uraufführung von Andrew Lloyd Webbers DAS PHANTOM DER OPER, SUNSET BOULEVARD mit Glenn Close, JOSEPH AND THE AMAZING TECHNICOLOR DREAMCOAT, BAT OUT OF HELL, SINGING‘ IN THE RAIN, u.a. in London und New York, und Musical Supervisor und Orchestrator zahlreicher internationaler Musical-Produktionen, u.a. auch für die VBW (u. a. I AM FROM AUSTRIA, TANZ DER VAMPIRE, ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK, DER BESUCH DER ALTEN DAME, DÄLLEBACH KARI). Er gewann den Vivian-Ellis-Preis als bester Komponist des Jahres und den Warner/ Chappell-Preis für sein Musical LES ENFANTS DU PARADIS. 

Gemeinsam mit Michael Reed zeichnet Roy Moore (u.a. I AM FROM AUSTRIA, ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK, DER BESUCH DER ALTEN DAME, HERR DER RINGE) für die Orchestrierung verantwortlich. Neben zahlreichen Arbeiten für Musiktheater schrieb er die Musik für über 300 Sendungen von BBC TV und ist ständiger Arrangeur für das BBC Concert Orchestra.

Das Bühnenbild von ROCK ME AMADEUS – DAS FALCO MUSICAL stammt vom Österreicher Stephan Prattes, der für die VBW bereits bei EVITA im Ronacher sowie I AM FROM AUSTRIA im Raimund Theater für die Bühne verantwortlich zeichnete. Er arbeitet als Kostüm- und Bühnenbildner sowie als Regisseur in zahlreichen Städten in Österreich, Deutschland und der Schweiz, darunter: Schauspiel und Opernhaus Graz u.a. Bühnen Köln, Schauspiel Frankfurt, Bar jeder Vernunft Berlin, Salzburger Landestheater, Theater Bern, Theater Aachen,  Staatstheater Kassel,  Staatstheater Braunschweig, Salzburger Landestheater, Wintergarten Berlin, Festspiele Bad Hersfeld, Staatstheater Saarbrücken, Haus für Mozart-Salzburg, Kammerspiele der Josefstadt Wien, Volksoper Wien, Ruhrtriennale, Komische Oper Berlin.

Die Kostüme kreieren Uta Loher (u.a. DON GIOVANNI, CABARET, LOHENGRIN, PORGY AND BESS, LA CAGE AUX FOLLES, HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN, ORPHEUS IN DER UNTERWELT) und Conny Lüders (u. a. LA CAGE AUX FOLLES, KISS ME KATE, ROBIN HOOD), die gemeinsam bereits unzählige internationale Musiktheater-Produktionen (u. a. I AM FROM AUSTRIA, DER BESUCH DER ALTEN DAME (VBW), DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL, FRIEDRICHSTADTPALAST BERLIN, DÄLLEBACH KARI. VICTOR/VICTORIA) ausgestattet haben.

Das Lichtdesign entwarf der Tony-Awards-nominierte und zweifache Olivier-Awards-Preisträger Howard Harrison (u. a. MAMMA MIA!, MARY POPPINS (West End und Broadway), NABUCCO (Metropolitan Opera New York), MATTHEW BOURNE’S SWAN LAKE, NUTCRACKER, ROMEO AND JULIET), das Sounddesign ist von Thomas Strebel (u. a. ELISABETH, MOZART!, REBECCA, DER BESUCH DER ALTEN DAME, DON CAMILLO & PEPPONE bei den VBW).

Es spielt das Orchester der VEREINIGTEN BÜHNEN WIEN in großer Besetzung unter der Leitung von Michael Römer.

VBW-Geschäftsführer Prof. Dr. Franz Patay: „Mit der Entscheidung ROCK ME AMADEUS – DAS FALCO-MUSICAL zu produzieren, setzen die VBW ihre Strategie, Stücke selbst zu entwickeln und attraktive österreichische Inhalte für ein nationales und weltweites Musicalpublikum anzubieten, weiter fort.“

ROCK ME AMADEUS – eine Produktion der Vereinigten Bühnen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding.

Mit über 20.000 Musical-Fans auf Facebook Instagram, Threads und LinkedIn und im WIR MUSICAL-FANS Newsletter präsentiert euch WIR MUSICAL-FANS ein umfassendes Portfolio an Communities und Plattformen, um sich mit anderen Musical-Fans auszutauschen.

Wir freuen uns, wenn auch du WIR MUSICAL-FAN deinen musicalbegeisterten Freunden, Bekannten, Kollegen, Verwandten, Nachbarn oder einfach allen, die Musicals mögen, weiterempfiehlt.

Das aufregende und bewegte Leben von Falco bildet die Story für die VBW-Produktion ROCK ME AMADEUS – DAS FALCO MUSICAL, die im Wiener Ronacher seit Oktober 2023 zu sehen ist.

Die Titelrolle des jungen Wiener Musikers Hans Hölzel, besser bekannt als „Falco“, übernimmt Moritz Mausser, der vor seinem Falco-Engagement im Sommer 2023 auch als Erzherzog Rudolf im Musical ELISABETH vor dem Schloss Schönbrunn auf der Bühne stand.

Neben den Falco-Hits kann sich das Publikum über eine beeindruckenden Bühnenshow mit mitreißenden Choreografien, ein eindrucksvolles Bühnenbild und die schillernden Kostüme freuen.

Zusätzlich zu den bestehenden Falco-Songs wurden von Rob Bolland und Ferdi Bolland auch jeweils zwei neue Songs für das Musical komponiert.

Mit über 60 Millionen verkauften Tonträgern, zahlreichen Nummer-1-Hits und Songs in Hitparaden von 27 Ländern gilt Falco bis heute als eine der erfolgreichsten Popstars Europas. Daher ist auch ihm das neue Musical der Vereinigten Bühnen Wien (VBW) gewidmet.

Die Cast

Hans/Falco: Moritz Mausser
Falco Alter Ego: Alex Melcher
Horst: Andreas Lichtenberger
Isabella: Katharina Gorgi
Maria: Tania Golden
Markus: Franz Frickel
Billy: Simon Stockinger
Hansi: Martin Enenkel

Ensemble:

Clemens Otto Bauer, Anna Carina Buchegger, Barbara Castka, Anneka Dacres, Klaudia Dodes, Valentina Inzko Fink, Peter Knauder, Sarah Kornfeld, Peter Kratochvil, Charles Kreische, Jan-Eike Majert, Jonathan Metu, Paula Niederhofer, Stefan Poslovski, Fabian Lukas Raup, David Rodriguez-Yanez, Benedikt Solle, Zoe Staubli, Mark Van Beelen, Yuri Yoshimura, Sophie Aigner, Andrea Luca Cotti, Stefan Mosonyi, Steven Armin Novak, Georg Prohazka, Jo Lucy Rackham, Bettina Schurek, Shlomit Butbul, Kai Peterson

Das Leading Team

Buch: Christian Struppeck
Regie: Andreas Gergen
Musical Arrangements & Supervision & Orchestrierung: Michael Reed
Orchestrierung: Roy Moore
Choreografie: Anthony van Laast
Bühnenbild: Stephan Prattes
Kostümbild: Uta Loher, Conny Lüders
Lichtdesign: Howard Harrison
Sounddesign: Thomas Strebel
Videodesign: Douglas O`Connell
Associate Choreografie: Nichola Treherne
Musikalische Leitung: Michael Römer
Musik, Liedtexte, Kreativer Berater: Ferdi Bolland, Rob Bolland
Co-Composer: Justin Dylan Bolland
Konsulent: Markus Spiegel

Über Moritz Mausser

Moritz Mausser wurde in Wien geboren und ist in Baden bei Wien aufgewachsen. Mit neun Jahren startete er seine ersten Schritte auf der Bühne und war über 10 Jahre lang im Musical-Vereins teatro engagiert, in Produktionen der Bühne Baden zu erleben und 2018, 2020 und 2022 als Solist bei MUSICAL UNPLUGGED mit dabei. Für seine Rolle als „Hutmacher“ in der teatro-Produktion von „Alice im Wunderland“ wurde er 2019 mit dem PAPAGENO AWARD ausgezeichnet.

Seine Gesangsausbildung erhielt Moritz Mausser u.a. bei René Rumpold, Previn Moore und Edward Hoepelman und absolvierte einen Meisterkurs mit Kammersänger Wolfgang Bankl. 2020 startete er sein Studium „Musikalisches Unterhaltungstheater“ an der MUK Wien und gewann 2021 den „Walter Jurmann Wettbewerb“.

Im Sommer 2023 war Moritz in der Rolle des Erzherzog Rudolf in ELISABETH vor dem Schloss Schönbrunn zu erleben und steht nun seit Oktober 2023 in ROCK ME AMADEUS – DAS FALCO MUSICAL in der Titelrolle des Falco auf der Bühne des Wiener Ronacher.

ROCK ME AMADEUS – DAS FALCO MUSICAL ist eine Produktion der Vereinigten Bühnen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding.

Annemieke van Dam als „Elisabeth“ und Gino Emnes als „Tod“ stehen 2024 in der konzertanten Aufführung von ELISABETH vor dem Schloss Schönbrunn auf der Bühne.

Der Musical-Welterfolg ELISABETH der Vereinigten Bühnen Wien findet vom 27. bis 29. Juni 2024 vor der berühmten historischen Kulisse im Ehrenhof des Schloss Schönbrunn in einem würdigen und einmaligen Ambiente statt.

Das Musical – aus der Feder des Erfolgsduos Michael Kunze & Sylvester Levay – erzählt die dramatische und berührende Geschichte über Leben, Wirken und Leiden von Kaiserin Elisabeth von Österreich. Das Publikum kann sich dabei wieder auf eine wunderbare Cast freuen, die vom Orchester der Vereinigten Bühnen Wien in großer Besetzung begleitet wird.

Seit der Uraufführung 1992 in Wien begeistert ELISABETH das Publikum auf der ganzen Welt mit Spielserien in Belgien, China, Finnland, Deutschland, Ungarn, Italien, Japan, den Niederlanden, Südkorea, Schweden und der Schweiz in insgesamt acht Sprachen und zählt international über 12 Millionen Besucher. 1996 feierte das Stück mit der japanischen Erstaufführung die allererste Premiere einer Eigenproduktion der Vereinigten Bühnen Wien außerhalb Österreichs. Seit 30 Jahren dauert der Siegeszug dieses Erfolgs-Musicals nun an. Von 27. bis 29. Juni 2024 erwartet die Besucher:innen damit wieder ein besonderes konzertantes Open-Air-Eerlebnis.

Über Annemieke van Dam

Annemieke van Dam stammt aus Rotterdam und studierte Musiktheater in Tilburg. Sie verkörperte die Titelrolle in ELISABETH in 18 Städten in fünf Ländern, sang diese Partie in drei Sprachen und wirkte an zwei CD-Einspielungen mit. 2012 führte die Rolle sie – nach Jahren der Tournee mit dem Stück – auch ins Raimund Theater zur Jubiläumsproduktion. Danach war sie im Ronacher in der Titelpartie der deutschsprachigen Erstaufführung von MARY POPPINS zu erleben. Außerdem kreierte Annemieke van Dam die Guinevere in der Uraufführung von Frank Wildhorns ARTUS – EXCALIBUR in St. Gallen und ist auch auf dem Castalbum zu hören.Mit der Titelrolle in DORNRÖSCHEN und als Polly Baker in CRAZY FOR YOU war sie in den Niederlanden zu sehen. In Deutschland spielte sie u. a. Constance in 3 MUSKETIERE in Stuttgart und Lisa Carew in JEKYLL & HYDE in Bad Hersfeld. Weiters konnte man sie an der Oper Graz als Florence in CHESS sehen. Im Stadttheater Klagenfurt stand sie als Louise in GYPSY und in der Titelpartie von EVITA auf der Bühne; eine Rolle, die sie ebenfalls schon an der Oper Bern verkörperte.

Über Gino Emnes

Gino Emnes erhielt seine Ausbildung am Konservatorium Den Haag und am Lucia Marthas Institute for Performing Arts in Amsterdam. Bei den Vereinigten Bühnen Wien verkörperte er am Raimund Theater John in MISS SAIGON, sowie Judas in JESUS CHRIST SUPERSTAR. Zu seinen bisherigen Engagements zählen u. a. die Rolle des Tyron Jackson in FAME, Benny in RENT und SATURDAY NIGHT FEVER in Utrecht. Er war Teil der Premierenbesetzung von Disneys KÖNIG DER LÖWEN in Hamburg, wo er 2001 die Rolle des Simba übernahm. Kurz darauf gab er als Milton in AVENUE X sein Österreich-Debüt. Danach war er als Ronny in HAIR in der Schweiz, als Rum Tum Tugger in CATS in den Niederlanden und als Seaweed J. Stubbs in Tecklenburg bei HAIRSPRAY zu sehen. Zu seinen weiteren Engagements zählen u. a. Eddie in SISTER ACT, Apollo Creed in ROCKY – DAS MUSICAL, Dr. Frank N. Furter in THE ROCKY HORROR SHOW, Lola in KINKY BOOTS in Hamburg sowie Ike Turner in TINA – DAS MUSICAL in Hamburg und Utrecht. Als Coalhouse Walker Jr. war er in RAGTIME am Musiktheater Linz zu sehen. Für eine Gala zu Ehren von Harvey Fierstein stand Gino Emnes am Broadway auf der Bühne. Noch bis zum 15. Oktober steht er als Aaron Burr in HAMILTON in Hamburg auf der Bühne.

ELISABETH – Live in Concert – im Ehrenhof vor dem Schloss Schönbrunn
27. bis 29. Juni 2024 – jeweils um 20:30 Uhr

Infos und Tickets.

Die Vereinigten Bühnen Wien sind ein Unternehmen der Wien Holding.

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Wir Musical-Fans haben der Musicaldarstellerin Amelie Polak ein paar Fragen gestellt.

Amelie Polak wurde in Wiener Neustadt geboren und startete nach ihrer Reifeprüfung eine Musicalausbildung in Wien, die sie 2019 mit der Paritätischen Bühnenreife im Bereich Musical abschloss. 

Bisher spielte sie u.a. in DRACULA, DER KLEINE HORROLADEN, JESUS CHRIST SUPERSTAR, HONK!, LUNA, EIN SOMMERNACHTSTRAUM, AURADON und YELLOW BRICK ROAD.

2013 war sie Staatsmeisterin und Vizestaatmeisterin bei ASDU Sparte „Commercial“.

2023 war Amelie in FACK JU GÖHTE als Laura und Cover Lisi zu sehen und auch 2023/2024 mit FACK JU GÖHTE auf Tour.

Das Interview mit Amelie Polak wurde im September 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du einen anderen Berufswunsch?

Kurz und knapp: Ja! Meine Mutter ist Ärztin und hat seit ich denken kann immer schon sogenannte „Theaterdienste“ gemacht, weil bei jeder Vorstellung ein Arzt für Notfälle anwesend sein muss. Dafür hat sie immer zwei Freikarten bekommen und ich hatte das große Glück, dass ich sie oft begleiten durfte und Stücke sogar mehrmals sehen konnte. Das hat mich sehr geprägt und ich bin ihr wahnsinnig dankbar, dass ich dadurch so früh schon so viele künstlerische Eindrücke sammeln durfte. Als sie mich in mein erstes Musical „Elisabeth“, damals noch im Theater an der Wien, mitgenommen hat, war für mich klar wo die Reise einmal hingehen soll.

Du hast 2019 deine Musicalausbildung in Wien abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Die Ausbildung war wortwörtlich ein „Selbststudium“. Man setzt sich tagtäglich mit sich und seinen Stärken sowie Schwächen auseinander und lernt sich dadurch sehr gut kennen. Meine Familie und enge Freunde wissen von mir, dass ich sehr ehrgeizig und perfektionistisch bin (was seine Vor- und Nachteile hat) und ich dementsprechend wahrscheinlich meine härteste Kritikerin bin.

In dem Zusammenhang auch mal die Geduld aufzubringen und nicht zu verzweifeln, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt, ist auf jeden Fall ein Punkt, den ich aus meiner Ausbildungszeit mitnehmen kann. Auch die paritätischen Prüfungen, die wir vor einer uns unbekannten Kommission absolvieren mussten, haben mich vieles gelehrt. Kritikfähigkeit und Selbsteinschätzung sind da zwei ganz wichtige Themen, sich über seine Stärken und Schwächen bewusst zu werden und vor allem das „Persönlichnehmen“ von Kritik ist sicherlich ein Punkt, an dem ich immer noch arbeite, aber das ist, wie vieles im Leben, ein Prozess und braucht seine Zeit.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der gerade in den letzten Monaten meiner Ausbildung kurz vor dem Abschluss immer wichtiger wurde, war, sich selbst und seinem Bauchgefühl zu vertrauen – wie eine tolle Dozentin zu mir gesagt hat: „Lass es einfach fliegen“ – gemeint war damit das hart erarbeite Repertoire aus Liedern, Monologen und Tänzen auch in gewisser Weise loszulassen, Spaß zu haben und einfach zu tun, was sich richtig anfühlt und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Zu guter Letzt durfte ich meine Ausbildungszeit mit vielen wundervollen Menschen verbringen, die diese Zeit für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht haben und die über diesen Zeitraum zu ganz tollen Freunden geworden sind, die ich heute nicht mehr missen möchte.

Amelie Polak - Credits: You & Me fotografie

Amelie Polak – Credits: You & Me fotografie

Was sind für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?

Ich glaube, wenn man wie ich am Anfang steht, ist es erstmal wichtig einen „Fuß in die Tür zu bekommen“ – und das bedeutet eigentlich: Auditions, Auditions und nochmal Auditions. Das ist ein Schritt, der einerseits irrsinnige Vorfreude und Tatendrang, andererseits aber auch eine gewisse Nervosität und Unsicherheit in mir weckt.

Durch die Ausbildung erhält man eine gewisse Erfahrung an Casting Situationen, aber es war eben doch noch eine Art von „Safe-Zone“, auf die man sich jetzt nicht mehr verlassen kann. Die Menschen, die jetzt über deine berufliche Zukunft entscheiden, kennen dich oft nicht persönlich und wissen dadurch auch nicht, was deine persönliche Bestleistung ist. Da nicht nervös zu werden und trotzdem in jeder Tagesverfassung sein Bestes zu geben, ist keine leichte Aufgabe.

Allgemein sich im Musicalbusiness durchzusetzen und auch mit Ablehnung umzugehen, wird sicherlich eine der größten Herausforderungen, denen ich mich aber gerne stellen möchte – denn am Ende des Tages überwiegt dann doch die Vorfreude auf das was noch kommen kann.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Ich hoffe, diese Frage kann ich in ein paar Jahren besser beantworten, aber ich glaube es braucht eine gute Mischung aus Talent, Selbstvertrauen, Zuversicht, der Bereitschaft offen für Neues zu sein, dem Willen sich immer weiterzuentwickeln und dazuzulernen und einer Portion Glück, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein 🙂

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

Ich hatte während meiner Ausbildung immer schon sehr viel Spaß daran, die sogenannten „Song&Dance“ Nummern für Konzerte und Prüfungen einzustudieren, bei denen man Singen, Schauspielen und Tanzen vereint.

Also am liebsten alle drei in Kombination!

Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sagen, dass ich mich im Gesang am wohlsten fühle.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Amelie steckt in jeder Rolle?

In verschiedene Rollen zu schlüpfen ist ein tolles Gefühl, ich denke das kann jeder nachvollziehen, der sich schon einmal als Kind verkleidet und sich mit Geschwistern oder Freunden die tollsten Geschichten ausgedacht und nachgespielt hat.

Und ich denke ein Teil Amelie steckt immer mit drin, da es oft einen Charakterzug der Rolle oder eine erlebte Situation gibt, mit der man sich identifizieren und dadurch einen Teil von sich mit einfließen lassen kann – manchmal bewusst, manchmal eher unterschwellig.

Welche Rollen würden dich in Zukunft besonders interessieren und warum?

Es gibt viele tolle Musicals und Rollen, die ich sehr spannend fände und ich hoffe sehr, dass diese Stücke irgendwann den Weg auf die deutschsprachigen Bühnen finden.

Da wären z.B. Regina George aus Mean Girls, Veronica Saywer aus Heathers, Eurydice aus Hadestown oder auch Zoe Murphy aus Dear Evan Hansen. Aber auch in Stücken, die in Österreich oder Deutschland gespielt wurden oder in näherer Zukunft auf die Bühne gebracht werden, gibt es viele Rollen, die ich unglaublich gerne einmal spielen würde wie beispielsweise Ich aus Rebecca, Elsa aus Die Eiskönigin, Johanna aus Die Päpstin oder auch Ellen aus Miss Saigon. Ich finde Rollen über starke Frauen, die jedoch auf ganz unterschiedliche Weise ihre Stärke und auch den Mut zur Verletzlichkeit zum Ausdruck bringen irrsinnig spannend und würde mich freuen, irgendwann an solchen Rollen arbeiten zu dürfen.

Ich denke aber auch, dass meine Liste in den nächsten Jahren noch um einige Rollen erweitert wird, da man durch Ausschreibungen immer wieder auf neue Rollen stößt, die man bis dahin gar nicht im Kopf hatte.

Du spielst neben Klavier auch Ukulele. Hast du deine Ukulele-Fertigkeiten schon einmal in einer Rolle nutzen können?

Leider hat sich bis jetzt noch keine Gelegenheit dazu ergeben und die Ukulele und ich haben bis jetzt eher im Wohnzimmer zusammen „Couchkonzerte“ für meine Familie gegeben, aber wenn es mal dazu kommen sollte, bin ich auf keinen Fall abgeneigt von der Idee!

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Wie entwickelst du dich als Musicaldarstellerin weiter? Nimmst du Gesangs- Schauspiel- und Tanzunterricht oder besuchst du Workshops?

Für mich ist es total wichtig, auch nach der Ausbildung im Training zu bleiben – daher nehme ich auch weiterhin Tanz- und Gesangsstunden.

Für mich ist das auch im Alltag ein wichtiger Ausgleich und gerade nach meinem Abschluss freue ich mich umso mehr darauf, da es während der Ausbildung eher „daily business“ war und man die Stunden jetzt umso mehr zu schätzen weiß.

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich denke, dass Social Media heute schon fast zum „Gesamtpaket Musicaldarsteller/in“ dazugehört und es ist eine tolle Option, um sich zu präsentieren und Interessierte Up-to-Date zu halten. Ich finde aber auch, dass man nicht gezwungenermaßen auf allen möglichen Plattformen vertreten sein muss, um als Künstler/in bei den Zuschauern anzukommen – also alles mit Maß und Ziel!

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig sind Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Eine schwierige Frage, vor allem: Was ist die „richtige Vermarktung“ bzw. wo hört die Privatperson auf und wo fängt der Künstler an, wenn es um das Thema „Vermarktung der eigenen Person“ geht? Ich denke, was hier oder generell bei der Verwendung von sozialen Medien der Schlüssel zum Erfolg ist, ist: Authentisch und man selbst zu bleiben und das ist leichter gesagt als getan, denn man macht sich in gewisser Weise „angreifbar“, sobald man sich in irgendeiner Form in die Öffentlichkeit begibt – und dadurch ertappe ich mich selbst immer wieder dabei, wie ich 10 Mal darüber nachdenke, ob ich etwas posten soll, sei das jetzt ein Bild oder eine Gesangsaufnahme.

Ich denke generell, dass diese Ängste und Zweifel, die in mir und sicher auch in anderen jungen Künstlern aufkommen, heutzutage ein großes Thema sind und in dem Sinne auch mehr darüber gesprochen und einander aufgebaut werden sollte. Grundsätzlich finde ich es toll Menschen, die man mit dem, was man unglaublich gerne tut, begeistern und über diverse Plattformen mit ihnen in Kontakt bleiben kann und sie dich auf deinem Weg begleiten, sei das auf der Bühne oder über soziale Medien.

Das kann ein tolles Gefühl sein und ich hoffe ich kann davon zukünftig ein bisschen was in Form von Positivität, viel Musik und guter Laune auf meinen Kanälen zurückgeben.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Da ich ja noch ganz am Anfang stehe, habe ich bis jetzt noch nicht wirklich Erfahrungen mit Fans gemacht, ich denke bis jetzt sind meine „Number 1 Fans“ meine Familie und meine Freunde und es freut mich immer wahnsinnig, wenn sie zu Konzerten oder Vorstellungen kommen, bei denen ich beteiligt bin.

Fans im Allgemeinen finde ich für das Musicalbusiness sehr wichtig, da sie auch einen Teil dazu beitragen, weswegen man diesen Beruf überhaupt ausüben kann, denn was wäre denn ein Theater ohne Publikum, das bei den Geschichten, die Abend für Abend erzählt werden, mitfiebert?

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Du bist ja ein sehr aktiver Mensch. Wie wichtig sind dir Fitness und Ernährung – sowohl als Privatperson, aber auch in deinem Job als Künstlerin?

Natürlich ist es wichtig für den Beruf körperlich fit zu sein und mit Beginn der Ausbildung habe ich auch konsequent begonnen auch auf meine Ernährung zu achten – aber die gesunde Ernährung und der Sport sind längst nicht mehr Dinge, die ich „nur“ wegen des Jobs mache – es fühlt sich einfach toll an zu wissen, dass man seinem Körper mit der gesunder Ernährung und Sport etwas Gutes tut und über die letzten Jahre haben sich diese Dinge schon so in meinen Alltag integriert, dass ich es mir gar nicht mehr ohne sie vorstellen kann.

Hast du einen Lieblingsfilm oder gibt’s mehrere Filme oder Genres, die du besonders magst Und welcher ist dein Lieblingssong?

Ich muss ehrlich sagen ich habe nicht wirklich einen Lieblingsfilm oder Song. Ein Film, der mich schon lange und immer wieder aufs Neue begeistert und berührt ist sicherlich Terminal – also hier eine kleine Empfehlung von mir 🙂 Bei der Musik variiert das je nach Stimmungslage was mich gerade aufbaut oder pusht aber, wenn so ein richtiger Motivationssong im Radio gespielt wird, MUSS ich einfach die Lautstärke hochdrehen, das geht gar nicht anders!

Was ist dein Lebensmotto und warum?

Darüber habe ich lange nachgedacht – ein wirkliches Motto habe ich nicht, aber der kürzliche Verlust eines geliebten Menschen hat mich dazu gebracht vieles anders zu sehen und mich zum Nachdenken angeregt.

Daher habe ich beschlossen mir Folgendes vorzunehmen: ich möchte versuchen, jeden Morgen mit einem positiven Mindset zu beginnen, das Beste aus mir rauszuholen und öfters einfach auch mal dankbar zu sein. Das fasst es ganz gut zusammen 🙂

Wir Musical-Fans sagen „Danke fürs Gespräch“.

Mehr zu Amelie Polak auf Facebook und Instagram.

Amelie Polak - Credits: You & Me fotografie

Amelie Polak – Credits: You & Me fotografie

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Wir Musical-Fans haben der Musicaldarstellerin Kathrin Schreier ein paar Fragen gestellt.

Kathrin Schreier - Credits: Marco Sommer

Kathrin Schreier – Credits: Marco Sommer

Kathrin Schreier wurde in Hall in Tirol geboren. Ihre erste Bühnenerfahrung machte sie am Landesjugendtheater Innsbruck und begann 2016 nach ihrer Matura ihr Studium am Konservatorium für Jazz und improvisierte Musik Tirol. Seit 2017 studiert Kathrin an der MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.

Neben Produktionen am MUK Theater Wien (Bagatelle, Daphnis & Chloe, Be More Chill) bei denen Kathrin mit Isabella Gregor und Werner Sobotka zusammengearbeitet hat, wirkte sie 2018 bei „Mass“ (Leonhard Bernstein) im Musikverein Wien mit. 2019 feierte Kathrin als Cover Katharina in „Carmen – das Musical“ ihr Debüt beim Musicalsommer Winzendorf.

Sie war 2014 Europameisterin und Vize-Staatsmeisterin bei ASDU Sparte „Song & Dance“ und erhielt eine Auszeichnung beim Bandwettbewerb „podium.pop.rock.jazz“ von „Musik der Jugend“.

Das Interview wurde im Jänner 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du einen anderen Berufswunsch?

Ich glaube, bei mir hat eines zum anderen geführt. Dadurch, dass ich aus einer Musikerfamilie komme, stand ich schon früh mit meinen Instrumenten auf der Bühne. Es hat mir damals schon so Spaß gemacht, dass für mich ein Beruf ohne Musik nie in Frage kam. Ich wusste also immer, dass es etwas mit Musik und Singen sein soll, aber dass man Musical studieren kann habe ich erst mit 16 entdeckt.

Du studierst seit 2017 an der MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Auf jeden Fall Authentizität und Vertrauen in mich selbst.

Man findet in der Ausbildung langsam zu sich selbst und das ist nicht immer einfach. In der Uni passiert täglich so viel, dass man kaum Zeit hat, alles zu verarbeiten. Deswegen habe ich mir ein kleines Ritual angewöhnt. Ich nehme mir jeden Tag kurz Zeit für mich, schalte Handy und andere Störfaktoren aus und denke ganz bewusst an das, was an diesem Tag passiert ist. Was habe ich gut gemacht? Was hat mich besonders geärgert und was kann ich daraus lernen?… Damit fühle ich mich jeden Tag frisch und kann mit freiem Kopf neue Dinge aufnehmen.

Was ich noch gelernt habe ist Disziplin. Denn wie man so sagt: Von nix kommt nix.

Es gibt so viel zu lernen und so viel zu erzählen, aber im Endeffekt bin ich auch einfach wahnsinnig froh, mit so tollen Menschen zu studieren. Durch meine Kollegen und Freunde bin ich unglaublich gewachsen.

Kathrin Schreier - Credits: Marco Sommer

Kathrin Schreier – Credits: Marco Sommer

Was sind für dich die größten Herausforderungen in deiner noch jungen Karriere als Darstellerin?

Ich glaube, ich kenne viele davon noch nicht.

Momentan gibt es viele kleine, aber ich denke, die großen Aufgaben und Herausforderungen kommen erst nach der Ausbildung.

Bekomme ich einen Job und kann ich davon leben? An welchem Ort werde ich dann sein? Welche Zu- und Absagen werde ich bekommen und wie gehe ich damit um? Wie mache ich mich überhaupt bemerkbar, wenn es gefühlt 1000 junge Frauen gibt, die alle so aussehen, wie ich?

Das alles sind Fragen, über die ich mir natürlich Gedanken mache, aber das gehört nun mal zu meinem Beruf.

Mir ist wichtig, authentisch zu bleiben. Ich weiß jetzt, man kann nicht jedem gefallen. Geschmäcker sind verschieden und ob du den Job bekommst oder nicht ist nun mal eine subjektive Entscheidung. Wenn sich was ergibt ist es toll! Und wenn nicht, dann war es nicht das richtige für mich.

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

In Allem. Ich liebe es einfach eine Geschichte zu erzählen und möchte Menschen damit berühren. Ob diese Geschichte durch Singen, Tanzen oder Schauspiel (was sowieso irgendwie in allem enthalten ist) erzählt wird, ist mir egal. Ich liebe den Mix aus allen drei Sparten und könnte nicht auf eine verzichten. Klar muss man manchmal Prioritäten setzen, was gerade wichtiger ist, aber ich werde immer versuchen in allen drei Bereichen mein Bestes zu geben und zu wachsen.

Kathrin Schreier - Credits: Marco Sommer

Kathrin Schreier – Credits: Marco Sommer

Du bist musikalisch ja sehr vielseitig, spielst Harfe und Klavier, bist Songwriterin und singst neben Musical auch Jazz und Pop.

Ist dir diese Vielseitigkeit auch für deine Weiterentwicklung als Musicaldarstellerin wichtig oder willst du zukünftig deinen Fokus vielleicht gar nicht auf Musical setzen?

Ich war immer schon sehr vielseitig und durch Musical habe ich endlich das gefunden, was Singen, Tanzen und Schauspiel vereint. Mein Fokus liegt auf jeden Fall darauf. Trotzdem bin ich sehr neugierig und habe gerne Einblicke in verschiedene Bereiche. Es gibt so viel zu lernen!

Und falls ich mal arbeitslos sein sollte (was ja in diesem Beruf oftmals vorkommt) hilft es mir, meine eigene Musik und Projekte zu machen. Ich fand es auch toll, dass ich in unserer letzten Produktion an der Uni Harfe gespielt habe, warum nicht mehrere Dinge vereinen?

Wie gesagt, es gibt so viel, um sich weiter zu entwickeln. Nur nicht stehenbleiben und in Langeweile versinken.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Kathrin steckt in jeder Rolle?

Vor allem interessant ist für mich, manchmal gegen meinen Typ zu spielen. Natürlich steckt in jeder Rolle ein bisschen was von mir, das lässt sich nicht vermeiden. Trotzdem versuche ich, meine Person großteils aus der Rolle rauszunehmen. Ich liebe es, wenn die Rolle aus dem Nichts, aus etwas Freiem entsteht und sich vielleicht in eine Richtung entwickelt, die ich als Kathrin vielleicht gar nicht kenne. Das ist wahnsinnig spannend. Ich entdecke bei jeder Rolle etwas Neues über mich und wahrscheinlich finde ich dadurch noch ein Stücken mehr zu mir selbst.

Jeder Mensch interpretiert eine Rolle anders und das gibt der Figur dann eine einzigartige Persönlichkeit. Und das macht es interessant. Wäre ja langweilig, wenn alle gleich spielen.

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Es gibt so viele spannende Figuren zu entdecken! Bei mir geht‘s echt quer durch die Bank. Ich mag total schräge Figuren genauso gern wie Disney Prinzessinnen. Ein paar davon sind zB.: Anna und Elsa (Frozen), Scaramouche (We Will Rock You), Mabel (Mack and Mabel), Johanna (Sweeny Todd), … und noch ganz viele mehr!

Kathrin Schreier - Credits: Marco Sommer

Kathrin Schreier – Credits: Marco Sommer

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Meiner Meinung nach ist Social Media ein großartiges Tool, womit man viele Menschen erreichen kann. Für mich ist es aber vor allem interessant zu sehen, was meine KollegInnen so machen und in welche Richtungen sie sich weiterentwickeln. Das ist super spannend! Außerdem entdeckt man eben viele neue Künstler und Veranstaltungen. Trotzdem glaube ich, dass es nicht zwingend notwendig ist. Man muss selbst entscheiden, wie viel man von seinem Leben preisgeben möchte.

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Ich glaube, es passiert ganz viel über Beziehungen und Kontakte. Ich finde es manchmal noch schwer, mich selbst zu vermarkten, weil sich das oft so aufdringlich anfühlt. Ich glaube dann immer, die denken jetzt, dass ich nur mit denen rede, damit sie mir einen Job organisieren. Und ich möchte das nicht. Ich rede gerne mit Leuten, weil ich sie spannend finde oder ich interessiert an ihrem Thema bin. Also, wie ich mich gut selbst vermarkte… da kann ich definitiv noch was lernen. 😀

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Ich war erst mal ganz überrascht, als mich im Sommer bei „Carmen – Das Musical“ das erste Mal fremde Leute angesprochen haben oder nach einem Autogramm gefragt haben. Das ist ganz neu für mich. Und ich fand es toll. Ich fand es toll, weil mir bewusst wurde, dass ich diese Leute anscheinend mit meiner Rolle berührt habe. Und das heißt, ich habe mein Hauptziel erreicht. Ich wusste dann, dass es sich schlussendlich gelohnt hat, so lange und hart auf etwas hingearbeitet zu haben. Also, danke an euch Musicalfans, dass ihr immer wieder von überall anreist und unsere Plätze füllt.

Bist du auch Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Ich kann nicht Fan von einer Person sein. Dafür gibt es viel zu viele großartige und bewundernswerte KünstlerInnen!

Was ist dein Lebensmotto und warum?

Energie folgt der Aufmerksamkeit. Ich glaube eine positive Einstellung und positive Gedanken können Wunder wirken. Lächle das Leben an und es lächelt dir zurück.

Ich sage an Geburtstagswünschen auch nie: „Bleib so wie du bist“.
Ich sage: „Verändere dich, lerne und entwickle dich weiter, hab Spaß am Leben und sei einfach du selbst!“

Das möchte ich allen mitgeben.

WIR MUSICAL-FANS sagen „Danke für das Gespräch“.

Mehr zu Kathrin Schreier auf Instagram.

Kathrin Schreier - Credits: Marco Sommer

Kathrin Schreier – Credits: Marco Sommer

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„Wir Musical-Fans“ haben der Musicaldarstellerin Celina Dos Santos ein paar Fragen gestellt.

Celina Dos Santos wurde in der Nähe von Aachen geboren und schloss ihr Musicalstudium an der MUK (Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien) im Juni 2019 ab.

Schon während ihres Studiums war Celina in einigen Produktionen auf der Bühne – u.a. im Renaissancetheater Wien, Theater im Zentrum, Theatercouch Wien, Armes Theater Wien und im MUK-Theater. Dabei arbeitete sie u.a. mit Werner Sobotka, Ruth Brauer-Kvam, Michael Schnack, Marion Dimali, Erhard Pauer, Wolfgang Türks, Christian Peter Hauser und Timo Tatzber zusammen.

Neben ihrer Tätigkeit als Darstellerin übersetzt und bearbeitet sie Stücke, wie zum Beispiel das Musical „The Theory of Relativity“, welche sie gemeinsam mit Timo Tatzber erstmalig vollständige übersetzte.

Außerdem tanzte sie bei der Jazzcompany „Sophisticated Showstars“ unter der Leitung von Ramesh Nair.

Im September 2019 startete Celina Dos Santos neben David Arnsperger, Karsten Kenzel, Sanne Mieloo und Lukas Sandmann als neues Musicalensemble-Mitglieder des Landestheaters Linz und war u.a. in CATCH ME IF YOU CAN zu sehen.

Das Interview wurde im Dezember 2019 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du einen anderen Berufswunsch?
Ich hatte schon einige Berufswünsche. Angefangen beim Allermädchenwunsch Vollzeitprinzessin, über Lehrerin und Blumenhändlerin, Feenkönigen oder Squaw, Astronautin oder Malerin und später als es ernster wurde, wollte ich dann recht lang Logopädin werden. Letztendlich habe ich dann irgendwie alle Wünsche im jetzigen Beruf vereint, schließlich ist man am Theater ständig irgendwer anderes.

Du hast 2019 deine Ausbildung an der MUK (Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien) abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?
Die größte Überraschung war für mich, wie gut die MUK uns tatsächlich auf den Beruf vorbereitet. Man bekommt im Unialltagsstress, in dem man permanent an sich feilt und nie zufrieden ist, nur selten mit, was eigentlich schon ganz gut läuft. Dass man doch nach vier Jahren bereit ist, in großen, wie in kleinen Rollen gut auf der Bühne zu sein und dass man im ganz normalen Musicalbusiness mitschwimmen kann, muss man erstmal entdecken.
In den vier Jahren setzt man sich ständig mit sich selbst auseinander. Man wird täglich damit konfrontiert, in welchen Bereichen man sich schon sicher fühlt oder was man eben noch nicht so kann, wie man im Ensemble funktioniert, wie man Alleinunterhalter ist und wo man mal hinmöchte und das meistens in einem Alter, in dem man noch keinen Schimmer davon hat, wer man überhaupt ist. Es passiert so viel. So viel Aufregendes und Schönes und so viel Selbstzweifel und Drama. Am Ende macht es einen irgendwie aus und ich hab gemerkt, dass der Weg, auf dem ich mich gerade befindet, vielleicht ein ganz guter ist.

Und das Beste, was ich mitnehme: wirklich, wirklich gute Freunde!

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?
Ab dem Zeitpunkt, wo man aus der Ausbildung in den Beruf wechselt, ist man ganz allein für sein Können und seine Baustellen verantwortlich. Es ist mein Verdienst, was ich aus einer Rolle mache und so liegt es gleichzeitig auch in meiner Hand, mir Hilfe zu holen, wenn ich sie brauche. Wenn diese Lehrer-Schüler-Beziehung, von der man oft genervt empfindet, dass man alleine alles besser wüsste, zu Ende geht, fällt auch ein gewisser Schutz und die ein oder andere Ausrede weg.
Und tatsächlich gesund zu bleiben, jede Erkältung ist mühsam!

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?
Ich glaube neben eines solide gelernten Handwerks, sehr an den Zauber. Das Glitzern in den Augen. Dem Publikum den Spaß zu vermitteln. Die Ausstrahlung – das bleibt mir bei anderen Darsteller im Gedächtnis. Und ein bisschen Glück natürlich.

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten?
Am Anfang meines Studiums fiel es mir recht schwer meine absolute Stärke in einem der drei Bereiche zu finden. In meinem Jahrgang gab es starke SängerInnen und gute TänzerInnen und ich war immer irgendwo dazwischen und damit nicht immer glücklich. Ich hab ein wenig gebraucht, um zu begreifen, dass ich einfach am liebsten alle drei Sachen gleichzeitig mache – Musical eben.

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Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Celina steckt in jeder Rolle?
Ich finde, jede Rolle ruft unterschiedliche Seiten in einem selbst hervor. Manche, die man täglich zeigt, manche, die man viel zu selten zeigt und manche, die man im Alltag nie zeigen könnte. Ich mag, diese Seiten zu suchen und zu finden, auch, wenn das nicht immer angenehm ist.
Ich wurde bis jetzt für Rollen besetzt, die, wie ich glaube, mir sehr nahe liegen. Die Frage ist also vielleicht eher wie viel Kat oder Mary oder Hilde letztendlich in mir stecken.

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?
Vermutlich sind das Rollen, die ich noch gar nicht kenne. Ich liebe es, neue Rollen zu entwickeln, die überhaupt noch niemand gespielt hat. Die Mischung aus der Möglichkeit, alles zu probieren und seinem Instinkt zu folgen und dem Risiko, die Rolle für andere verständlich zu gestalten, find ich die größte Freiheit im Beruf.

Celina Dos Santos - Credits: Marco Sommer

Celina Dos Santos – Credits: Marco Sommer

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?
Ich bin ganz schlecht darin. Ich überlege auch immer zehn Mal, bevor ich etwas poste. Finden die Leute es nervig oder sogar abgehoben, wenn ich etwas über meinen Job poste oder interessant, weil es eben nicht der alltäglichste Job ist? Ich frage dann immer eine Hand voll Freundinnen, weil ich auch unglaublich schwer einschätzen kann, was die Masse so lesen und sehen möchte. Ich glaube aber, dass es total seine Berechtigung hat und genug Darsteller sind auch sehr erfolgreich damit. Das steht aber definitiv auf meiner To-Do-List; auf Social Media mehr Erfahrungen zu sammeln und mutiger zu werden. Vielleicht liegt der Schlüssel auch darin, wie viele Kollegen Berufliches und Privates zu trennen – wobei ich mich dazu bis jetzt nie durchringen konnte.

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?
Ich glaube, den sogenannten „richtigen“ Leuten die richtigen Dinge von dir zu erzählen, trägt schon einen großen Teil zu deinem Bekanntheitsgrad bei. Und je mehr Menschen dich kennen und wissen, was du so machst, desto mehr Chancen hast du, bei Projekten dabei zu sein, die du schon immer mal machen wolltest oder die dich weiterbringen. Gerade, weil man als Darsteller noch so viel mehr als Musical machen kann, ist es doch super, wenn der ein oder andere dich im Hinterkopf hat und mal für einen Werbedreh oder Synchronsprecherjob vorschlagen kann. Auch wenn es sich oft (noch) komisch anfühlt, sich jemandem bei einem Glas Sekt einfach so vorzustellen.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?
Da bin ich ehrlich gesagt, noch Neuling auf allen Ebenen. So bin ich immer noch erstaunt, wenn plötzlich jemand ein Autogramm von mir haben möchte!

Bist du auch Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?
Nein, so direkt nicht, aber ich bin oft genug völlig begeistert von anderen Kollegen.

Was ist dein Lebensmotto und warum?
„Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.“, weil das Leben so viel einfacher ist, wenn man genug über sich selbst und mit anderen lachen kann. Und schöner ist es auch!

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.
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Celina Dos Santos - Credits: Jan Frankl

Celina Dos Santos – Credits: Jan Frankl

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„Wir Musical-Fans“ haben der Musicaldarstellerin Nicole Klünsner ein paar Fragen gestellt.

Nicole Klünsner wurde in Wien geboren und hat ihre Musicalausbildung an der Performing Academy in Wien abgeschlossen.

Vor dieser Ausbildung nahm sie mehrere Jahre Gesangsunterricht bei Annemieke van Dam, machte von 2016 – 2018 Sommer Workshops an der Stage School Hamburg und war zehn Jahre lang im Kindermusicalverein „Rabauki“.

Schon während ihrer Ausbildung bekam sie ihr erstes Engagement in „CARMEN – das Musical“ (Musicalsommer Winzendorf). Danach war Nicole in „HEIDI – mal deine Wünsche in den Himmel“ im Theater Akzent und „LITTLE WOMEN“ in der Europahalle Mödling zu sehen. Im Sommer 2020 konnte man sie gemeinsam mit Künstlerkolleg:innen in der „Varieté Street Show Vienna“ auf den Straßen in Wien erleben. Außerdem stand Nicole im Kurzfilm „ESCAPE“ in der Hauptrolle „Aaron“ vor der Kamera. Als „Vienna Party Princess“ kann Nicole auch für Kinderfeste gebucht werden.

Zuletzt war Nicole u.a. in DRACULA im Deutschen Theater München und DIRTY DANCING on Tour auf der Bühne.

Ab Herbst 2023 ist sie in TANZ DER VAMPIRE in Hamburg zu sehen.

Das Interview mit Nicole Klünsner wurde im Jänner 2020 geführt.

Nicole Klünsner auf KÜNSTLERFAMILIE.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du einen anderen Berufswunsch?

Es war schon immer mein größter Traum auf der Bühne zu stehen. Ich habe das Glück, dass mich meine Familie immer tatkräftig bei der Erreichung meiner Ziele unterstützt hat.

Mit sieben Jahren habe ich zum ersten Mal in einem Musical namens „Lilly und die Angstfee“ gespielt und wollte danach nie wieder von der Bühne runter.

Als Kind wirst du ständig gefragt, was du mal werden willst. Zunächst war ich unsicher, ob ich gut genug dafür bin, Tanzen, Schauspielern und Singen zu meinem Beruf zu machen, aber mit ungefähr 13 Jahren habe ich meinen Berufswunsch fixiert und folge seither meinem Traum.

Du hast 2018 deine Musicalausbildung an der Performing Academy gestartet. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Die Ausbildung an der Performing Academy ist hart und intensiv. Aber dadurch lerne ich verdammt viel und nehme unendlich viel für meine weitere Karriere mit. Unter anderem Weisheiten, Tipps und Tricks, Können in allen drei Bereichen des Musicals, Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz und vieles mehr.

Ich bin so unendlich dankbar meine Ausbildung mit so talentierten KollegInnen, die mittlerweile Freunde fürs Leben und Familie für mich geworden sind, machen zu dürfen. Mit diesem wilden, tanzenden, singenden Hühnerhaufen wird es niemals langweilig. Wir unterstützen uns gegenseitig sehr gut. Ich kann durch diese Ausbildung so unglaublich viel lernen, verbessere mich täglich weiter, was sich hoffentlich zukünftig auch auf der Bühne bemerkbar macht.

Nicole Klünsner - Credits: privat

Nicole Klünsner – Credits: privat

Was sind für dich die größten Herausforderungen als junge Darstellerin?

Ich denke meine größte Herausforderung ist es, meinen inneren Kritiker einmal zu überwinden, mich nicht mit anderen zu vergleichen und meinen eigenen Lebenslauf frei und ohne Vorurteile über mich selbst, zu kreieren.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Aus meiner Sicht braucht man auf alle Fälle eine dicke, fette Portion Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Spaß. Ein Darsteller muss Spaß, Leidenschaft, Lebensfreude und Dankbarkeit ausstrahlen. Denn wenn ein Darsteller nicht für seinen Job lebt, sieht und spürt es das Publikum.

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten? 

Ich fühle mich in allen drei Bereichen sehr wohl, sonst hätte ich auch einen anderen Beruf gewählt. Allerdings singe ich, von diesen drei Sparten, am Längsten und denke dabei fühle ich mich am Sichersten. Am Liebsten mag ich es, wenn alles gleichzeitig passiert! 🙂

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Nicole steckt in jeder Rolle?

Ich liebe es mich in Rollen zu versetzten, diese zu beleben und sie zu formen!

Bevor wir eine Rolle spielen, schreiben wir im Schauspiel-Unterricht von Johanna Mertinz, eine kleine Biografie über die Rolle, die mir persönlich sehr hilft in die Gedanken der Figur einzutauchen. In den meisten Fällen, war man noch nicht in der gleichen Situation, wie die Figur. Darum liebe ich es meine Geschichten, mit meiner Figur zu vereinen und dadurch die Figur durch meinen Körper sprechen und spielen zu lassen. Daher steckt auf jeden Fall, ein klein bisschen Nicole in jeder Rolle.

Nicole Klünsner - Credits: Kerstin Kukacka_Lilly SOS Robostan

Nicole Klünsner – Credits: Kerstin Kukacka_Lilly SOS Robostan

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Mich interessieren so viele Facetten der darstellenden Kunst, dass ich noch gar nicht wissen kann welche Rollen mich erwarten.

Das Beste und Interessanteste geschieht meist unerwartet und ungeplant.

Aber Rollen wie „Eliza Doolittle“ aus My Fair Lady oder etliche Figuren aus Disney-Produktionen wären einmal toll zu spielen, weil ich mich sehr gut mit Ihnen identifizieren kann.

Du hast als Spezialkenntnis „Hula Hoop“ angegeben. Hast du dieses Talent schon einmal auf der Bühne brauchen können

Tatsächlich kam mir diese spezielle Fähigkeit schon zu Nutze. Bei der deutschsprachigen Erstaufführung von „Carmen – Das Musical“ beim Musicalsommer Winzendorf, durfte ich, als Teil einer Zirkustruppe im Ensemble, einen Twin-Hoop Akt machen.

Nicole Klünsner - Credits: Musicalsommer Winzendorf

Nicole Klünsner – Credits: Musicalsommer Winzendorf

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich persönlich finde Social Media als Künstler zwar vorteilhaft, weil man dadurch mit Leuten die man kennenlernt in Kontakt bleiben kann, man Kontakte knüpfen kann und auf seine Person aufmerksam machen kann, aber nicht unbedingt notwendig.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Da ich noch nicht sehr lange als Musicaldarstellerin tätig bin, habe ich noch keine Erfahrungen mit Fans, ausserhalb meines Familien- und Freundeskreises gemacht. Aber ich bin ja noch am Anfang meiner Karriere.

Bist du auch Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Natürlich bin ich ein großer Bewunderer der Powerfrauen der Musicalwelt. U.a. Ana Milva Gomez,  Annemieke van Dam, Wietske van Tongeren oder Anna Carina Buchegger. Außerdem bewundere ich all meine KollegInnen aus meinem Jahrgang sehr und bin Fan von jeder/m Einzelnen. Keine Vorstellung wird verpasst und wenn es sich ausgeht, gehe ich öfter als einmal. 😉

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.

Mehr zu Nicole Klünsner auf ihrer WebsiteInstagram und KÜNSTLERFAMILIE.

Nicole Klünsner - Credits: Larissa Winkel

Nicole Klünsner – Credits: Larissa Winkel

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Wir Musical-Fans haben Jonas Tonnhofer ein paar Fragen gestellt.

Jonas Tonnhofer besucht seit September 2019 das ORG Wiener Sängerknaben im Augarten mit Schwerpunkt Vocal und spielt außerdem Klavier und Trompete.

Seit 2019 nimmt er auch Musical-Stimmbildung bei André Bauer.

Jonas besucht regelmäßig Workshops und macht Aus- und Weiterbildungen in Gesang, Tanz und Schauspiel – u.a. bei Young Acting Talents, im Performing Center Austria, bei teatro (Musical-Ausbildung), in der Volksoper (Operettenworkshop) und im Burgtheater (Bühnenworkshop).

Trotz seiner jungen Jahre hat Jonas schon einiges an Bühnenerfahrung – u.a. an der Volksoper Wien, im Theater an der Wien, eine Produktion des Volkstheaters Wien im Kasino am Kempelenplatz, am Stadttheater Baden (Bühne Baden), im Theater Akzent, beim Musicalsommer Winzendorf, in der Expedithalle Wien (mit der Theatercouch / Rory Six), im MQ – MuseumsQuartier Wien, am Stadttheater Mödling und in der Stadtgalerie Mödling.

Außerdem sammelte Jonas auch Erfahrung vor der Kamera – u.a. in Soko Donau, Narziss und Goldmund (Regie: Stefan Ruzowitzky), Balanceakt, Vorstadtweiber, Okidoki und Knall Genial.

Wenn Jonas nicht künstlerisch tätig ist, macht er auch gerne Sport – u.a. Reiten, Schifahren und Radfahren. Für Schwimmen (Union Südstadt) und Golf (GC Leopoldsdorf) bleibt kaum noch Zeit.

Das Interview wurde im Februar 2020 geführt.

Du hast als junger Künstler schon einiges an Erfahrung – v.a. auf der Bühne und bei Live-Auftritten, aber auch beim Film. Ist es dein Berufsziel „Sänger und Schauspieler“ zu werden oder hast du andere Berufswünsche?

Mein Traum ist es auf jeden Fall Sänger und Schauspieler zu werden. Dabei liebe ich nicht nur das Schauspielen und Singen an sich, sondern auch die Zusammenarbeit mit anderen DarstellerInnen macht mir große Freude. Allerdings ist mir dabei bewusst, dass es nicht immer einfach ist diesen Job auszuführen.

Jonas Tonnhofer - Credits: Silke Bernhardt

Jonas Tonnhofer – Credits: Silke Bernhardt

Du besuchst aktuell das Oberstufenrealgymnasium der Wiener Sängerknaben. Was schätzt du an dieser schulischen und künstlerischen Ausbildung besonders?

Die Individualität und persönlichen Interessen könnten in einer größeren Schule als meiner nicht berücksichtigt werden. In meinen Augen hilft die familiäre Art dabei, unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen. Nicht nur die Lehrer helfen gerade im Bereich Musik, dass jeder Schüler alles versteht, sondern auch wir Schüler unterstützen uns gegenseitig. Die Einzelstimmbildung hat mir gerade nach dem Stimmbruch sehr geholfen meine „neue“ Stimme zu finden.

Und wie bringst du Schule, künstlerische Tätigkeit, Freizeit und Freunde unter einen Hut? Ist das manchmal nicht auch recht stressig?

Es ist natürlich oft sehr stressig alles unter einen Hut zu bringen, aber igendwie klappt es immer. Die meisten Freunde habe ich im Bereich Musical und diese sehe ich dann auch oft bei Proben, Vorstellungen etc. Diejenigen die nichts damit zu tun haben, treffe ich meist am Wochenende oder in den Ferien. Gerade am Ende des Schuljahres wird es meistens sehr viel in der Schule. Aber Gott sei Dank lerne ich relativ viel beim Zuhören und in der Praxis, weswegen mir das meist nicht schwerfällt.

Was sind für dich die größten Herausforderungen als junger Darsteller?

Ich finde, es ist auf jeden Fall nicht einfach als junger Darsteller respektiert zu werden. Natürlich haben wir junge Menschen noch nicht so viel Erfahrung wie unsere älteren, bereits ausgebildeten Kollegen, aber ich glaube wir lernen sehr schnell und können uns Texte und Choreografien ausgezeichnet gut merken.

Zweitens habe ich noch Schulfplicht und möchte auf jeden Fall Matura machen. Aber wir arbeiten genauso hart wie die Profis nur müssen wir auch noch nach der Probe bzw. der Show lernen und Hausübung machen. Wir jungen Darsteller müssen unsere Texte auch außerhalb der Probenzeiten üben und lernen, was oft unbemerkt bleibt.

Da habe ich weniger Zeit Freunde zu treffen oder aus zu gehen. Aber das macht mir nichts aus.

Jonas Tonnhofer - Credits: Silke Bernhardt

Jonas Tonnhofer – Credits: Silke Bernhardt

Möchtest du dich auf Musical konzentrieren oder deine künstlerische Karriere lieber Richtung Theater, Oper oder Film ausrichten?

Ich weiß noch nicht genau in welche Richtung ich später gehen möchte, aber auf jeden Fall soll es eine Mischung aus Schauspiel und Gesang werden.

Allerdings sehe ich mich nicht wirklich auf einer Opernbühne, sondern eher beim Musical.

Aber welcher 15 Jährige sieht sich schon als Don Carlos oder Kalaf. (lacht) Film würde ich auch gerne mehr machen!

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Jonas steckt in jeder Rolle?

Natürlich steckt ein bisschen Jonas darin, aber es kommt ganz auf die Rollen an.
Für mich gehört es einfach dazu mich auch schon vor, aber besonders während der Probenphase auf die Rolle oder Person zu konzentrieren. Dazu gehört Recherche aber auch der Vergleich zu mir selbst. Für die aktuelle Rolle als Kronprinz in „Der König und ich“ habe ich z.B. den alten Kinofilm aus 1956 angesehen,

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich denke auf jeden Fall, das es wichtig ist auf Social Media aktiv zu sein. Heutzutage braucht man Instagram oder Facebook nicht nur um dort etwas zu posten, sondern auch um mit den Fans oder Kollegen zu kommunizieren.

Außerdem kommt es oft vor, dass man Casting Aufrufe auf Facebook findet und so darauf aufmerksam gemacht wird.

Jonas Tonnhofer - Credits: Silke Bernhardt

Jonas Tonnhofer – Credits: Silke Bernhardt

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Künstler, aber auch als Privatperson?

Als Künstler ist es sehr wichtig zu kommunizieren. Nicht nur mit Fans, sondern speziell mit Kollegen, Regisseuren und anderen wichtigen Leuten in der Branche.

Ich habe von einigen Erwachsenen Kollegen gehört, dass bei großen Castings auch Wert auf die eigene Follower-Zahl gelegt wird. Das fällt für mich schon unter „Vermarktung“. Speziell auf Instagram scheint das wichtig zu sein.

Wie wichtig sind dir „Fans“ und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Natürlich ist es ein cooles Gefühl, wenn du beim Bühnenausgang rauskommst und da stehen deine Fans, denen wirklich etwas an dir liegt.

Ich habe jetzt noch nicht wirkliche „Fans“ die mir bei jedem Stück nachziehen, aber es gibt trotzdem einige die Autogramme oder Fotos machen wollen, was mir schon gut gefällt.

Außerdem finde ich es „mega cute“ wenn man kleine Geschenke bekommt. Haha.

Bist du auch Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Ich habe nicht wirklich „einen“ Musicaldarsteller, den ich am besten finde, aber es gibt schon einige Vorbilder. Allerdings ist es etwas andere, wenn du mit den Stars selbst auf der Bühne stehst. Manchmal merkst du gar nicht was es für eine Ehre ist mit demjenigen zu arbeiten.

Was ist dein Lebensmotto und warum?

„Gib niemals auf, denn du weißt nie, wie nah du schon am Ziel bist!“

Dieses Motto wurde mir vor einigen Jahren mitgegeben, als ich ein für mich sehr wichtiges Casting nicht geschafft habe.
Es hat mir sehr geholfen darüber hinwegzukommen und nach vorne zu sehen.

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.
Mehr zu Jonas auf Instagram.

Jonas Tonnhofer - Credits: Silke Bernhardt

Jonas Tonnhofer – Credits: Silke Bernhardt

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Moritz Mausser wurde in Wien geboren und ist in Baden bei Wien aufgewachsen.

Schon seit seiner Kindheit ist er musikalisch interessiert und startete mit neun Jahren seine ersten Schritte auf der Bühne. Moritz Mausser war ab 2011 über 10 Jahre lang im Musical-Vereins teatro engagiert und spielte in Produktionen wie „Saus und Braus“ (Benny), „Peter Pan“ (John), „Die Weihnachtsgeschichte“ (Ebenezer), „Pinocchio Superstar“ (Pinocchio) „Der kleine Prinz“ (Der Fuchs), „Alice im Wunderland“ (Hutmacher), „Heidi“ (Fräulein Rottenmeier), „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ (Huck) und in „Little Women“ (Laurie). Für seine Rolle als „Hutmacher“ in der teatro-Produktion von „Alice im Wunderland“ wurde ihm der PAPAGENO AWARD 2019 verliehen. Außerdem konnte man Moritz auch in Produktionen der Bühne Baden erleben (u.a. in PETER PAN) und er stand 2018, 2020 und 2022 als Solist bei MUSICAL UNPLUGGED auf der Bühne.

Seine Gesangsausbildung erhielt Moritz Mausser u.a. bei René Rumpold, Previn Moore und Edward Hoepelman und absolvierte einen Meisterkurs mit Kammersänger Wolfgang Bankl.

2020 startete Moritz Mausser sein Studium „Musikalisches Unterhaltungstheater“ an der MUK Wien und war dabei auch in einigen MUK-Produktion zu sehen (u.a. Dickon/Archibald in SECRET GARDEN, ELEGIES, PIPPIN). 2021 gewann er den „Walter Jurmann Wettbewerb“.

Im Sommer 2023 war Moritz in der Rolle des Erzherzog Rudolf in ELISABETH vor dem Schloss Schönbrunn zu erleben und steht seit Oktober 2023 in ROCK ME AMADEUS – DAS FALCO MUSICAL in der Titelrolle des Falco auf der Bühne des Ronacher in Wien.

Von 27. bis 29. Juni 2024 steht Moritz Mausser erneut als Rudolf in der konzertanten Aufführung des Erfolgsmusical Elisabeth auf der Bühne vor der atemberaubenden historischen Kulisse des Schlosses Schloss in Wien.