KUDAMM 56 – DAS MUSICAL ist ein emotionales und mitreißendes Bühnenwerk von Annette Hess, Peter Plate und Ulf Leo Sommer. Am 28. November 2021 feierte es seine Premiere im Theater des Westens in Berlin. Die Geschichte basiert auf dem beliebten Fernseh-Dreiteiler von Sven Bohse, dessen Drehbuch von Annette Hess in ein lebendiges Musical-Libretto verwandelt wurde. Über zweieinhalb Stunden entführt das Stück das Publikum in die 1950er-Jahre – eine Zeit voller Umbrüche, geprägt von strengen Konventionen und einer aufstrebenden Jugendkultur.

Die Story

Im Mittelpunkt von KUDAMM 56 steht die Familie Schöllack, die in den 1950er-Jahren in Berlin eine Tanzschule betreibt. Die Tochter Monika passt so gar nicht in die enge Welt ihrer Mutter Caterina, für die Disziplin und der Ruf der Familie alles bedeuten. Monika, eigensinnig und unangepasst, wird von der Hauswirtschaftsschule verwiesen – ein Skandal, der Caterina in Rage versetzt. Doch Monika lässt sich nicht unterkriegen, selbst als sie nach einer schrecklichen Erfahrung mit Joachim Franck von ihrer Mutter in eine erzwungene Ehe gedrängt werden soll. Stattdessen entdeckt sie durch Freddy, einen jungen Musiker, ihre Liebe zum Rock ’n’ Roll, der ihr die Kraft gibt, sich aufzulehnen.

Auch Monikas Schwestern kämpfen mit ihren eigenen Herausforderungen. Helga steckt in einer Ehe mit Wolfgang, der sich seine Homosexualität nicht eingestehen kann, während Eva herausfindet, dass ihr totgeglaubter Vater Gerd tatsächlich noch lebt. Diese Entdeckung bringt das ohnehin fragile Familiengefüge ins Wanken. Während Monika sich mit ihrer Schwangerschaft und den komplizierten Gefühlen zu Freddy und Joachim auseinandersetzt, wächst ihr Wunsch, unabhängig zu sein und ihr eigenes Leben zu führen.

Mit unvergesslichen Songs und einer fesselnden Handlung erzählt KUDAMM 56 – DAS MUSICAL die Geschichte von Frauen, die in einer streng reglementierten Gesellschaft für Freiheit, Selbstbestimmung und Liebe kämpfen. Es ist ein Stück, das Mut macht und gleichzeitig die mitreißende Kraft des Rock ’n’ Roll feiert.

TINA – Das Tina Turner Musical ist ein Jukebox-Musical, das die beeindruckende Karriere und das Leben von Tina Turner auf die Bühne bringt. Mit ihren bekanntesten Songs, wie „What’s Love Got to Do with It“ und „Simply the Best“, erzählt das Musical die Geschichte von Turners Aufstieg vom kleinen Mädchen aus Nutbush, Tennessee, zu einer internationalen Rock-’n’-Roll-Ikone. Die Weltpremiere fand im April 2018 im West End in London statt, gefolgt von der Deutschlandpremiere im März 2019 im Operettenhaus Hamburg. Das Musical bietet nicht nur kraftvolle Musik, sondern beleuchtet auch die schwierigen persönlichen und beruflichen Herausforderungen, mit denen Tina Turner während ihrer Karriere konfrontiert war.

Die Story

TINA – Das Tina Turner Musical erzählt die Lebensgeschichte von Tina Turner, die in Nutbush, Tennessee, begann und später zu einer der größten Musiklegenden der Welt wurde. Vom Mitglied ihres Kirchenchors bis hin zu ihrem Erfolg als gefeierte Rock-’n’-Roll-Sängerin nimmt das Musical das Publikum mit auf eine Reise durch ihre Karriere. Neben ihrem beruflichen Aufstieg wird auch die schwierige Beziehung zu ihrem gewalttätigen Ehemann Ike Turner thematisiert. Trotz der persönlichen Herausforderungen kämpfte sich Tina Turner an die Spitze der Musikindustrie und erreichte internationalen Ruhm.

Natalie Pilkington begann mit dem Tanzen im Alter von drei Jahren an der Tanzschule ihrer Mutter, Gillies Mar-Jan in Chorley, Lancashire – und setzte ihre Ausbildung im Bereich Musical Theatre an der Liverpool Theatre School fort.

Zu ihren bisherigen Engagements gehören u.a. Auftritte bei Holiday Village Tui, Sensatori Resorts, Saga Cruise Lines und P&O Cruise Lines für die Headliners Theatre Company. Sie verkörperte Sporty Spice in der UK-Tour der The Spice Girls Show für Red Entertainment, war Swing/Dance Captain für SIX auf dem Kreuzfahrtschiff Norwegian Bliss, Superswing bei der UK-Tour von SIX sowie Alternate Seymour & Parr und Dance Captain für SIX in Südkorea.

Daneben ist Natalie in der Winterspielzeit meist in den britischen Weihnachtsmärchen-Veranstaltungen zu erleben und hat ihre eigene Solo-Gesangskabarettshow, mit der sie in ganz Großbritannien bei verschiedenen Veranstaltungen und in luxuriösen Veranstaltungsorten auftritt.

Im Musical SIX ist Natalie Pilkington als Universal Super Swing zu erleben.

Gemeinsam mit deiner Musical- oder Theatergruppe, deinen Chor-Kolleg:innen, Freunden, Familie und allen, die deine Leiderschaft für Kunst & Kultur teilen, kannst du jetzt benachteiligten Kinder in den ärmsten Regionen der Welt helfen.

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Die Kindernothilfe Österreich unterstützt dich dabei – mit eurer individuellen Website-Page auf kindernothilfe.at, mit der ihr euch und eure Projekte & Events noch sichtbarer macht und gemeinsam für euer persönliches Kindernothilfe Österreich Spendenprojekt sammelt. Damit könnt ihr Kindern eine Freude bereiten, ihnen neue Perspektiven schenken und ihr Leben verbessern.

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Was steckt hinter dieser „etwas anderen Art des Spendens“ und wie kannst du deine eigenen Aktivitäten einem guten Zweck widmen?

Das verrät uns Katharina Huber (Verantwortliche für Digitale Kommunikation bei der Kindernothilfe Österreich und deine Ansprechpartnerin in Sachen Spendenaktion) im WIR MUSICAL-FANS Interview.

WIR MUSICAL-FANS: Wenn ich eine bestimmte Gelegenheit damit verbinden möchte für benachteiligte Kinder etwas Gutes zu tun, kann ich das mit der Kindernothilfe tun?

Katharina Huber: Ja klar. Egal ob, ihr mit Freunden Geburtstag feiert, mit Kolleg:innen eine Staffel lauft, mit einer Kindergruppe eine Lesechallenge veranstaltet, mit Mitarbeiter:innen ein Teambuildingprojekt plant oder ihr euch einer persönlichen Herausforderung stellt, es gibt zahlreiche Gelegenheiten, die sich dafür eignen, euren Wunsch zu verwirklichen, Kindern in Not zu helfen und gemeinsam mit anderen Spenden für sie zu sammeln. Diese Form der Unterstützung wird immer beliebter und anders als andere Organisationen kümmern wir uns um die passende Spendenseite dafür. Mit einer Spendenaktion zugunsten der Kindernothilfe, lässt sich soziales Engagement praktisch ohne Aufwand starten. Und wir wissen, Gutes tun tut gut. Und noch besser, wenn man es gemeinsam tut.

WIR MUSICAL-FANS: Wie genau funktioniert das?

Katharina Huber: Einfach direkt mit mir Kontakt aufnehmen. Schreibt mir eine Email an katharina.huber@kindernothilfe.at oder ruft mich an. Wir besprechen eure Wünsche und euer Ziel. Und dann gestalte ich in Abstimmung mit euch, eure persönliche Spendenseite, die ihr über Email, eure sozialen Medien oder What’s App bzw Signal mit anderen teilen könnt und darum bittet, mit euch gemeinsam Kinder in Not zu unterstützen. Und wie sagt ein Sprichwort: Glück/Freude ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. Es motiviert ungemein – das ist meine Erfahrung aus den vielen Feedbacks, die ich bereits erhalten habe.

WIR MUSICAL-FANS: Gibt es ein Beispiel einer Spendenaktion, das besonders in Erinnerung geblieben ist?

Katharina Huber: Da gab es ein paar, um ehrlich zu sein. Aber das Engagement einer Juristin ist mir ganz besonders präsent. Sie schnürt immer wieder für die Hilfsprojekte der Kindernothilfe ihre Laufschuhe und geht bei jedem Wetter für Kinderrechte an den Start. Es ist ihr Wunsch den Ungerechtigkeiten gegenüber Kindern die Stirn zu bieten. Beruflich und privat. Und dafür sammelt sie über Kindernothilfe-Spendenaktionsseiten Geld. Und nicht wenig! Ich finde das beeindruckend und großartig! Und abschließend möchte ich die Rückmeldung einer Aktivistin teilen: „Bei der Kindernothilfe sind „Kindernothilfe-Spendenaktion für den guten Zweck: Es ist so einfach, Freude zu schenken.“ keine leeren Worte. Über die Spendenseite auf der Kindernothilfe-Webseite war es unkompliziert mit meiner Halbmarathon-Teilnahme eine schöne Summe für Kinder, denen es nicht so gut geht, zusammenzubringen.“

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Die Projekte sind mit den Detailinformationen auf der Grillofilm-Website sichtbar und alle Mitglieder werden über neue Projekte regelmäßig informiert.

Grillofilm ist aber nicht nur eine Crowdfunding Plattform, sondern bietet auch Support für die Realisierung der Filmprojekte – z.B. Locationsuche, Darstellersuche, Kameraleute, Regie, Ton, Crew, Organisation, …

Hinter dem Projekt steht der gebürtige Italiener Vincenzo Grillo, der in Andria/Bari geboren wurde und in Deutschland lebt. Vincenzo ist gelernter Versicherungskaufmann, ausgebildeter Schauspieler und war als Darsteller in zahlreichen TV-Formaten, Filmen und auch Werbespots zu sehen. 2024 startete er schließlich die Plattform Grillofilm, um damit die Vernetzung in der Filmbranche zu fördern.

Vincenzo Grillo - Credits: Vincenzo Grillo - 2024
Vincenzo Grillo – Credits: Vincenzo Grillo – 2024

Mehr zu Vincenzo Grillo auf KÜNSTLERFAMILIE, Instagram und im WIR MUSICAL-FANS Interview.

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MAMMA MIA! ist ein weltbekanntes Jukebox-Musical, das die Hits der legendären schwedischen Popgruppe ABBA verwendet. Die Musik stammt von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, während das Libretto von der britischen Autorin Catherine Johnson geschrieben wurde. Seit seiner Premiere hat das Musical enorme Erfolge gefeiert und zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Produktionen weltweit. Es verbindet humorvolle Momente mit emotionalen Erlebnissen und präsentiert die unvergesslichen ABBA-Klassiker in einer einzigartigen und unterhaltsamen Weise.

Die Story
Die Handlung von MAMMA MIA! spielt auf einer malerischen griechischen Insel und folgt der Geschichte der alleinerziehenden Mutter Donna, die mit ihrer Tochter Sophie eine Taverne betreibt. Sophie steht kurz vor ihrer Hochzeit und entdeckt durch das Tagebuch ihrer Mutter, dass einer von drei ehemaligen Liebhabern ihr Vater sein könnte. In der Hoffnung, mehr über ihre Herkunft zu erfahren, lädt Sophie alle drei Männer zur Hochzeit ein, ohne ihnen zu verraten, warum sie eingeladen sind.

Während der Hochzeitsvorbereitungen entfaltet sich eine turbulente und humorvolle Geschichte voller Missverständnisse und überraschender Wendungen. Donna wird von ihren beiden alten Freundinnen Rosie und Tanya unterstützt, während Sophie mit ihrer eigenen Unsicherheit kämpft, wer ihr Vater sein könnte. Die berühmten ABBA-Songs wie „Dancing Queen“, „Mamma Mia“ und „Super Trouper“ begleiten die Charaktere durch die emotionalen und heiteren Momente, die das Musical auszeichnen. Am Ende finden sowohl Donna als auch Sophie ihren eigenen Weg zum Glück, wobei das Musical die Werte von Familie, Liebe und Selbstfindung feiert.

Das Musical Gmunden ist eine einzigartige Initiative, die 2015 ins Leben gerufen wurde und seither das kulturelle Leben in der malerischen Stadt Gmunden am Traunsee bereichert. Die Veranstalter verfolgen das Ziel, hochklassige Musicalproduktionen auf die Bühne zu bringen und dabei sowohl lokale Talente als auch erfahrene Künstler:innen zu integrieren.

Die Produktionen zeichnen sich durch kreative Inszenierungen, beeindruckende Choreografien und mitreißende Musik aus, die das Publikum begeistern. Das Team von Musical Gmunden besteht aus engagierten Künstler:innen, Musiker:innen, Techniker:innen und vielen weiteren Mitwirkenden, die gemeinsam an einem Strang ziehen, um unvergessliche Erlebnisse zu schaffen.

Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit regionalen Schulen, Vereinen und Künstler:innen, um eine Plattform für junge Talente zu bieten und das Bewusstsein für die darstellenden Künste zu fördern. Durch Workshops und Veranstaltungen werden nicht nur die großen Produktionen, sondern auch die nächste Generation von Künstler:innen unterstützt.

Jedes Jahr bringt das Musical Gmunden ein neues Stück auf die Bühne, wobei sowohl bekannte Musicals als auch innovative Eigenproduktionen im Fokus stehen. Die Auswahl der Werke wird sorgfältig getroffen, um ein breites Publikum anzusprechen und die Zuschauer in die faszinierende Welt des Theaters zu entführen.

Mit einem starken Fokus auf Qualität, Gemeinschaft und Leidenschaft hat sich das Musical Gmunden als fester Bestandteil der Kulturszene etabliert und bietet sowohl Einheimischen als auch Besuchern ein unvergessliches Erlebnis.

WIR MUSICAL-FANS haben dem Musicaldarsteller Ludo van der Winkel ein paar Fragen gestellt.

Ludo van der Winkel wurde in den Niederlanden geboren und kommt aus einer sehr musikalischen Familie. Mit 9 Jahren begann er Kontrabass zu spielen und interessierte sich schon früh für Jazz. Seine Liebe zum Musiktheater entdeckte er in seiner ersten Rolle im Musical OLIVER TWIST.

Am Conservatorium in Tilburg/NL absolvierte er seine künstlerische Ausbildung und studierte danach Schauspiel in Amsterdam.

Ludo tourte als Kontrabassist in verschiedenen Jazz-Ensembles und mit seinem eigenen Kleinkunstprogramm durch die Niederlande und stand in verschiedenen Rollen auf der Bühne – u.a. im holländischen Erfolgsmusical SOLDAAT VAN ORANJE in der Rolle des Chris de Vries. Neben seinen Theaterproduktionen ist Ludo auch in vielen TV Serien, Werbungen und als Synchronsprecher zu erleben.

Das Interview wurde im Februar 2021 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattet du einen anderen Berufswunsch?

Ja, es war immer mein Ziel auf der Bühne zu stehen. Schon als ich jung war liebte ich die „Beachtung“ von anderen. Ich hatte auch andere Berufswünsche wie z.B. LKW-Fahrer zu werden, aber dann ist man den ganze Tag alleine …. ohne Publikum …

Du hast deine musikalische Ausbildung am Fontys Conservatorium in Tilburg und in Amsterdam abgeschlossen. Was nimmst du aus deinen Ausbildungen mit?

Aus Tilburg habe ich soviel musikalisch mitgenommen. So umfangreich musikalisch ausgebildet zu sein hat mir sehr viel gebracht in meiner zweiten Ausbildung in Amsterdam. Dort hab ich dann wieder gelernt meine eigene Kraft zu finden und auf der Bühne zu nutzen.

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darsteller?

Die grösste Herausforderung war eigentlich Kollegen zu überzeugen, dass ich nicht nur ein Ding kann, denn ich möchte nicht in eine Schublade gesteckt werden. Ich habe mit Musik angefangen und bin nun ein Schauspieler. Ich bin also beides und nicht nur ein Musiker. Wir sind Künstlerinnen und Künstler und haben alle mehrere Qualitäten.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Sinn.

Sinn, um in diesem verrückten Beruf jeden Tag wieder zu „shinen“.

Um sich jeden Tag wieder neu zu entwickeln. Natürlich Talent, aber besonders Ehrgeiz. Talent kann man auch entwickeln, aber Ehrgeiz, dass muss man in sich tragen.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Ludo steckt in jeder Rolle?

Ich glaube, es gibt immer einen kleinen Teil des Darstellers in der Rolle. Sonst kann die Darstellung der Rolle nicht etwas „eigenes“ sein.

Aber man muss natürlich transformieren.

Ich schau immer was in einer Rolle steckt und suche dann wo der Charakter meinen quert. Vielleicht kann ich dann etwas von mir selbst für die Rolle nutzen.

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Pffff. Das finde ich schwierig. Es gibt noch so viele Rollen, die ich spielen möchte.

Ich hätte eigentlich Cal in der niederländischen Uraufführung von Waitress spielen sollen. Wegen Corona wurde die ganze Tour abgesagt, aber wenn das noch zurück kommt, bin ich hoffentlich dabei!

Und … ja, doch auch „Krolock“ in Tanz der Vampire.

Du bist ja auch ausgebildeter Kontrabassist. Hast du diese musikalische Fähigkeit auch schon einmal in einer Rolle verwenden können?

Ja. Lustig war das. Ein niederländischer Saxophonist hatte ein Buch über einen Kontrabassisten geschrieben. Und daraus wurde ein Stück gemacht. Sie suchten einen guten Kontrabassisten, der ein bisschen Schauspielen konnte oder einen guten Schauspieler, der ein bisschen Kontrabass spielen konnte. Ich konnte beides, und beides konnte ich gut. Die Vorstellung selbst hatte nur 10 Shows glaube ich, aber es war lustig. Aber dann gibt’s natürlich noch immer „Der Kontrabass“ von Patrick Süskind. Das möchte ich noch einmal spielen …

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ja, denn in diesen Zeiten sind wir alle „online“. Über Social Media finden wir neue Kontakte, also ich glaube, es ist wirklich notwendig. Aber es ist auch einfacher für die jüngere Generation. Manchmal bin ich einfach nicht „schnell“ genug, um wirklich regelmäßig etwas in Social Media zu tun und dabei bin ich gar noch nicht so alt … aber trotzdem, ja – wichtig ist es.

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarsteller?

Es ist wichtig, denn wenn man wirklich professionell sein will, muss man wissen, dass man als Künstler ein Produkt ist. Aber das wirklich zu tun und sich selbst zu vermarkten – das ist nicht so einfach. Trotzdem versuche ich mich immer weiterzuentwickeln, auch in diesem „Sport“.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Sie sind unser Publikum. Einfach das wichtigste was es gibt! Und es gibt natürlich solch liebe Fans. Erfahrungen? Also, sie sagen dann „Ich bin ein großer Fan“, aber ich hab noch nie einen Fan gehabt, der größer ist als ich … haha …. außer einmal … und das war dann ein bisschen gruselig … haha 😉

Welche Musikstile hörst du privat gerne?

Fast alles. Vielleicht will jetzt niemand weiterlesen, aber ich liebe Schlager – guten Schlager. Schostakowitsch liebe ich auch – v.a. sein 2. Klavierkonzert, dann noch Jazz und Lieder von Wim Sonneveld bis Annie MG Schmidt/Harry Bannink – aber das ist ganz Holländisch.

Und welcher Song ist dein Lieblingssong?

Mehrere, aber das erste, was mir in den Sinn kommt ist „Don’t let the sun go down on me“ von Elton John – in der Version mit ihm und George Michael.

Hast du einen Lieblingsfilm oder gibt´s mehrere Filme oder Genres, die du besonders magst?

Ich glaube nicht, dass ich einen Lieblingsfilm habe … aber am liebsten mag ich gute Geschichten – von „Curious case of Benjamin Button“ bis „Invictus“ zum Beispiel.

Was ist dein Lebensmotto und warum?

Alles ist möglich – weil ich kann es, sofern nicht anders nachgewiesen. Oder wie Mandela sagte „It always seems impossible until it’s done.“

Welche Frage möchtest du dir gerne noch stellen?

Wo siehst du dich in 30 Jahren? Also, ihr könnt jetzt die Antwort geben 😉

Wordrap mit Ludo van der Winkel

  • Hund oder Katze: Hund
  • Urlaub am Berg oder am Meer: am Meer
  • Facebook oder Instagram: Instagram
  • Tag oder Nacht: Tag (früher als ich junger war, Nacht … haha)
  • Modetrends oder eigener Style: eigener Style
  • Schwarz oder weiß: Schwarz
  • Fantasyfilm oder Komödie: Komödie
  • Buch oder Zeitung: Buch
  • Kraftsport oder Ausdauertraining: Kraftsport
  • WhatsApp oder Signal: aaaaaaaahhhh Ja…. WhatsApp, aber ich muss eigentlich umschalten…
  • Wirtschaft oder Politik: Politik
  • Tee oder Kaffee: Kaffee
  • Diese Persönlichkeit fasziniert mich: Nelson Mandela
  • Meine wertvollste Erfahrung in meinem Leben war: die Geburt meines Sohnes
  • Mein bestes unnützes Talent: leider sind alle meine Talente nützlich 😉 ich bekomme keine Ruhe.
  • Diese Schlagzeile möchte ich über mich lesen: Ludo überrascht mit starkem Spiel und Singen
  • Diese Eigenschaften sind mir bei anderen Menschen wichtig: positiv, realistisch, ehrlich, geradeaus, lieb, verantwortungsbewusst, unternehmungslustig
  • Energie tanke ich durch: saubermachen, mit meiner Frau zum Abendessen ausgehen, spazieren am Meer, Golf spielen, mit Freunden zusammen zu sein
  • Zum Frühstück esse ich gerne: Haferbrei, Roggenbrot mit Käse und gekochtem Ei, und Kaffee
  • Meine Lieblingsfächer in der Schule: Geschichte und Geographie
  • Im Kühlschrank habe ich immer: Bier
  • Lernen möchte ich noch: Spanisch
  • Wenn ich 10 Mio Euro im Lotto gewinne, würde ich: ich gewinne nie etwas….
  • Meine 3 Lieblingsmarken sind: Bregman Kaffee (aus Rotterdam), Pampers aber ich hoffe, dass etwas anderes es bald ersetzen wird und vor kurzem, Drykorn
  • Dafür lohnt es sich zu kämpfen: Gleichberechtigung
  • Das größte Abenteuer meines Lebens: zwei Monate in Südostasien
  • Das möchte ich noch erreichen: zwei unter Par spielen im Golf
  • Erfolg ist für mich: glücklich sein und glücklich machen

WIR MUSICAL-FANS sagen „Danke fürs Gespräch“.

Mehr zu Ludo van der Winkel auf Facebook und Instagram.

Agentur: die Kulturbrüder

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UPTEMPO e. V., die Initiative zur Förderung hochbegabter Musical-Nachwuchskünstler/-innen, stellt Euch Adrian Burri, Teilnehmer der Musical Academy 2017, im Interview vor.

Wie siehst Du Dein Studium an der UdK Berlin  aus heutiger Sicht?

Im Studium erlernt man vor allem die Technik (Gesang, Schauspiel, Tanz). Das Schöne an der UdK ist, dass alles gut ausbalanciert ist. Was aber auch total wichtig ist, ist die Techniken zu verfeinern, im Alltag und in Stresssituationen damit umzugehen. Was ebenso wichtig ist, ist eine eigene Personality zu entwickeln.

Die eigene Personality – wie bekommt man die?

Meiner Meinung nach kommt das durch die Berufserfahrung. Bei mir ist es so, dass ich mittlerweile viel differenzierter singe, spiele und tanze, u.a. auch weil ich eine Managerin habe, die mit mir gezielt daran arbeitet und ich zudem in verschiedensten Stilrichtungen von Musicals spiele. Das heißt nicht, dass ich damit fertig bin. Das ist ja ein andauernder Prozess. Du bist zunächst in einer Blase in diesen vier Jahren im Studium, vom wirklichen Leben abgeschnitten. Es kriegt erst dann alles so eine Festigkeit, einen Boden, wenn Du damit rausgehst. Das bewirkt auch die Besinnungszeit, die Erfahrung, die man sammelt, mit verschiedensten Leuten, verschiedensten Konzepten zu arbeiten.

Wie hast Du die Zeit während der UPTEMPO Musical Academy in Düsseldorf erlebt?

Jetzt im Nachhinein muss ich sagen, hat mir die Zeit extrem viel gebracht. Einerseits den Kontakt natürlich zu den erfahrenen Künstlern zu bekommen, die da waren. Z.B. habe ich da Hardy Rudolz kennengelernt und wir haben uns sehr gut verstanden. Wir haben daraufhin zusammengearbeitet, ich habe für ihn gespielt und Regieassistenz gemacht. Dieser Kontakt ist tatsächlich durch UPTEMPO entstanden.

Zudem kam die Schauspielarbeit mit Stefan Huber, auf die ich gerne zurückschaue. Er hat mir ein paar Tipps gegeben, an die ich immer wieder denke. Auch in einer Woche mit Christian Stadlhofer eine Show mal schnell auf die Beine zu stellen, die dann auch gut ist, ist eine schöne Herausforderung gewesen. Grundsätzlich war es einfach mega cool, neue und wichtige Leute kennenzulernen und mit denen heute noch Kontakt zu pflegen. Kontakte zu knüpfen und pflegen ist von Anfang an der Karriere sehr wichtig! Diese Menschen konnten mir für die Zukunft sehr viel mitgeben.

Was waren für Dich die größten Herausforderungen in Deiner ersten Berufszeit?

Ich hatte das Glück, dass ich von Produktion zu Produktion verschiedene Erfahrungen sammeln konnte. So konnte ich in der ersten Produktion zwei Hauptrollencovers spielen und musste dann – weil es eine Tournee war – jeden Abend „zack“ auf einer neuen Bühne spielen, mit verschiedensten Umständen. Das förderte sehr die Spontaneität. BACH DER REBELL, wo ich Johann Sebastian Bach spielte, war bis heute die größte Herausforderung für mich. Da war ich zwei Stunden permanent als Titelfigur auf der Bühne und habe eine Figur gespielt, die jeder kennt. Ich musste mich sehr mit Bachs Persönlichkeit und Biographie auseinandersetzen, um mir ein eigenes Bild von ihm zu schaffen. Besonders von seinen ersten 25 Lebensjahren, von denen wiederum nicht so viel bekannt ist. Dies war eine schöne und lehrreiche Herausforderung!

Überhaupt große und charismatische Rollen zu spielen bereichert mich sehr und ist das was ich vor allem tun möchte. Denn da kann ich meine ganze Leidenschaft zum Theater ausbreiten.

Was würdest Du jemandem mitgeben, der sich für das Musicalstudium interessiert?

Man sollte sich für die Bewerbung vor allem Repertoire aussuchen, mit dem man sich total wohl und sicher fühlt. Sehr ehrlich zu sich selber sein, das ist immer wichtig im Beruf. Sich wirklich einzugestehen, das kann ich, das kann ich nicht. Man muss etwas haben, mit dem man brillieren kann. Sachen, die einem liegen, die einem Spaß machen. Vor allem die Dinge, in denen Du Deine Personality reinbringen kannst. Ich finde bei der Aufnahme geht es sehr darum, ob der Bewerber eine spannende Persönlichkeit für die Bühne mitbringt. Ist er im Reinen mit sich? Weiß er, wo seine Stärken, seine Schwächen liegen? Weiß er, wie er sich spannend verkaufen kann? Technik kann man lernen, aber Persönlichkeit, Charakter zu lernen, das ist schwierig.

Was machen das Studium und der Beruf mit einem?

Man muss ein sehr großer Freund von Reisen sein. Man muss immer wieder bereit sein, sich zu bewerben. Es ist überhaupt kein sicheres Berufsfeld. Alle drei bis vier Monte wechselt meistens der Job. Man muss sich bewusst sein, dass man auch mal nichts hat. Man muss immer wieder von vorne anfangen, bei jeder Bewerbung, bei jeder Audition. Man ist immer überall, aber nie zuhause. Das muss man mögen. Einerseits hat es sein Schönes: man kommt herum, lernt viele neue Leute kennen. Andererseits gerade im Thema Beziehung, muss man sich gut arrangieren. Ich habe eine ganz tolle Freundin, mit der das klappt, aber man muss dem gewachsen sein. Daher schlage ich auch jedem vor, vorher einen Erstberuf erlernt zu haben, auf den man zurückgreifen kann. Ich habe u.a. Restaurationsfachmann gelernt und habe gewisse Hotels in Berlin, auf die ich immer wieder zurückgreifen könnte. Ergo, ich muss nie ins Arbeitsamt rennen. Psychologisch vereinfacht Dir das auch vieles.

Wo siehst Du Dich in 5 Jahren (oder in 10 Jahren)? Hast Du eine Vision?

Mein oberstes Ziel ist wirklich, in dem Beruf zu arbeiten und so verschiedenst wie möglich aufgestellt zu sein; Konzerte, Film, Operette …. Wo ich mich auch mal sehe, wäre Schauspiellehrer, weil ich sehr an diesem psychologischen Moment interessiert bin und dem Erarbeiten von verschiedensten Figuren. Da habe ich wirklich Lust drauf, Menschen etwas mitzugeben und mit Ihnen gemeinsam Rollen zu entwickeln. Aber dazu muss ich selbst noch Erfahrung sammeln, bevor ich mir ein eigens Konzept erarbeite und anderen was auf den Weg mitgebe.

Von welchen Personen lernst Du heute noch am meisten?

Mit wem ich natürlich intensiv an mir arbeite, ist meine Managerin Alina Gause. Sie ist selbst Darstellerin, dazu Gesangslehrerin, Psychologin usw. Mit ihr erarbeite ich u.a. das Material für Auditions und nehme Unterricht bei Ihr.

Welche Rolle möchtest du unbedingt mal spielen?

Es gibt für mich nicht die Rolle, aber ein bestimmtes Fach: die ganzen Musicals, die aus den 30/40er Jahren stammen oder in dieser Zeit spielen. Kurz gesagt: alles was Steppen und Jazzmusik beinhaltet!

…mit denen du auch schon öfter aufgetreten bist in Konzerten.

Ja, genau! (lacht)

Welches ist dein Lieblingsmusical und warum?

Es gibt tatsächlich eins: FOLLIES. Ich hab´s gerade erst frisch in London gesehen. Ich finde es sehr beeindruckend. Natürlich die Musik, Story, Tänze. Aber was ich ganz toll finde ist, dass die Hauptrollen (ca. 10 Darsteller) grundsätzlich alle älteren Semesters sind, 60 +, die eine Energie und Präsenz auf die Bühne bringen, die sauber schwierige Choreos tanzen und großartig singen und spielen und das meist acht Mal die Woche. Es ist unglaublich, wie viel Du als Zuschauer von diesen Darstellern an Leidenschaft und Professionalität kriegst.

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ob´s zwingend notwendig ist, kann ich nicht sagen.

Ich habe Insta und FB und ich benutze das wirklich rein aus beruflichen Gründen. Den ein oder anderen Job habe ich wirklich über FB oder Instagram bekommen, z.B. für Konzerte oder Anfragen für Produktionen.

Hast Du ein großes Vorbild?

Nein, also Fan von jemandem Bestimmten bin ich nicht. Ich bewundere Leute, die mich als Zuschauer total abholen und bei denen ich wirklich mit dem Darsteller/der Rolle mitlachen oder mitweinen kann.

Wenn Du einen Wunsch in Bezug auf Deine Karriere frei hättest, welcher wäre das?

Eine bestimmte Zeit reisefrei leben! (lacht) Mein Wunsch wäre, endlich mal in Berlin zu arbeiten, dass ich eine Zeit lang mal wieder zuhause sein könnte. Ich nehme jetzt auch nur noch Sachen an, die ab Oktober/November starten. Ich war jetzt eineinhalb Jahre nicht wirklich in Berlin. Ich will jetzt einfach mal wieder zuhause sein, mache einfach mal eineinhalb Monate freiwilligen Urlaub.

Das wird sicher nicht ganz tatenlos sein.

Um ganz ehrlich zu sein, nein (lacht). Ich bin bei ein paar Konzerten dabei, aber es ist alles in Berlin, so kleine Sachen. Natürlich werde ich nicht nur herumliegen, aber mal da sein, sich Zeit für Freunde nehmen, einfach entspannen. Ich glaube, das ist es, das man oft vergisst in dem Beruf, wenn es gut läuft: sich frei zu nehmen.

Mehr Infos zu Adrian Burri

Adrian Burri – Credit: Sabine Hillbrand

Adrian Burri ist gebürtiger Schweizer und Wahlberliner. Nach dem Abschluss seines Studiums Musical/Show an der Universität der Künste in Berlin im letzten Jahr war der junge Schauspieler, Baritenor und Stepptänzer bereits als Johann Sebastian Bach in BACH DER REBELL am Theater Arnstadt und als Piccolo in IM WEISSEN RÖSSL in Malentes Theaterpalast in Bonn zu erleben.
Aber auch als Cover Biest und Gustav in DIE SCHÖNE UND DAS BIEST stand er bereits in Walenstadt (CH) auf der Walenseebühne sowie in der letztjährigen deutschsprachigen Tourneefassung. Neben dem Musical gilt seine Leidenschaft dem Jazz in der Zeit der großen Big Bands und so ist er immer wieder auch als Solist beim “Ronny Heinrich Orchester” zu hören.

Zur Zeit gastiert er bei den Luisenburg Festspielen Wunsiedel in GREASE und in MADAGASCAR.

Du findest Adrian Burri auch auf Facebook und Instagram.

Fotocredit: alle Portraits von Sabine Hillbrand

Das Interview führte Andrea Beumer, Mitbegründerin von UPTEMPO e. V.

Wenn auch Du die gemeinnützige Initiative bei der Entwicklung junger Künstlerpersönlichkeiten unterstützen möchtest, sende Deine Nachricht an info@up-tempo.de oder spende an Förderkonto UPTEMPO e. V. / IBAN: DE59 3005 0110 1005 572738 / BIC: DUSSDEDDXXX Bank: Stadtsparkasse Düsseldorf / Stichwort: Nachwuchsförderung

Du findest UPTEMPO auch auf  Youtube, Facebook und Instagram.

Die Sängerin Ilona „ILO“ Oertel wurde in Deutschland (Dresden) geboren und fokussiert sich musikalisch auf deutschen Schlager – vor allem der 50er und 60er Jahre – aber auch Country, Pop, Rock und Volksmusik zählen zu ihrem Repertoire. ILO tritt sowohl als Solistin, als auch im Duo oder Trio auf und ist dabei in ganz Europa unterwegs. Mit ihrer langjährigen Bühnenerfahrung und ihrem unverkennbaren „Rock’n’roll Fashion-Style“ wird jeder Auftritt zu einem besonderen Erlebnis – von Firmenevents bis Tanzveranstaltungen ist ILO auch mit speziellen Showprogrammen wie Oldie-Shows oder Christmas Special auf der Bühne.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du in der Kindheit und Jugend einen anderen „Traumberuf“?

Ja, als Kind hatte ich den Traum, einmal auf der Bühne zu stehen, sei es als Sängerin oder Schauspielerin. Ich sang kräftig im Schulchor mit und war auch mit großem Eifer im Schul-Kabarett dabei. Leider waren meine Eltern und auch der DDR-Staat nicht ganz einverstanden damit und somit begrub ich meinen Traum. Nur für mich zu Hause lebte ich meinen Traum weiter.

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Sängerin?

Ich hatte keine Gesangsausbildung und keine Bühnenerfahrung. Singen war bis dahin nur ein Hobby für mich. Nur der Gedanke live vor Publikum zu singen, war Horror für mich und ich hatte mit Lampenfieber zu kämpfen (Lampenfieber ist heute immer noch da).

Was würdest du jemanden raten, der einen Beruf auf die Bühne anstrebt? Eine gute Entscheidung oder lieber nochmals durchdenken?

Wenn es wirklich dein Herzenswunsch ist, dann solltest du alles dafür tun und in deinen Traum investieren, egal wie alt du bist. Goethe hat einmal gesagt: „Erfolg hat drei Buchstaben: TUN“. „Wer nichts riskiert, riskiert alles“- Robin. D

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musikbusiness erfolgreich zu sein?

Ich habe mir einen der besten Gesangscoaches, Robin D. Voiceation Academy ins Boot geholt. Von ihm und seinem Team bekomme ich die beste Unterstützung, sei es im Bereich Vocal-Technik, Stageperformance oder auch im Money Making – die beste Investition für mein Musikbusiness. Vermarktung und Branding ist aber auch ein wichtiger Teil vom Musikbusiness. Dafür habe ich mich an die KÜNSTLERFAMILIE gewandt, um professionelle Unterstützung zu bekommen.

Ilona Oertel - Credits: Peter Sturn
Ilona Oertel – Credits: Peter Sturn

Dein Fokus liegt auf dem deutschen Schlager der 50er und 60er Jahre. Warum ist gerade dieses Genre und diese Musikepoche für dich so spannend?

Die Musikepoche der 50er und 60er Jahre und die dazugehörigen Kleider findet man in vielen alten Spielfilmen wieder. Ich selbst bin ein großer Fan von alten Spielfilmen. Die Melodien sind swingend und laden sofort zum Tanzen und Mitsingen ein. Mit Leichtigkeit fühle ich mich in diese Melodien hinein, als käme ich aus dieser Zeit. Bei meinen Auftritten sehe ich in den leuchtenden Augen der älteren Generation, wie gern sie sich an diese Zeit erinnern. Aber auch die heutige Jugend kann ich mit den Oldie-Songs begeistern, da es für sie etwas ganz „Neues“ ist.

Dein Fokus liegt ja auf dem Gesang. Könntest du dir vorstellen auch Tanz und vielleicht auch Schauspiel in deine Bühnenshows einzubauen?

Bei meinen Shows stehe ich nicht nur brav auf der Bühne. Tanz und Choreographie gehören zu meinen Auftritten dazu.

Könntest du dir auch vorstellen in einem Musical auf der Bühne zu stehen?

Ja, durchaus kann ich mir das vorstellen. In meinem Cover-Programm singe ich einige Songs aus Musicals (in Deutsch).

Welches Musical ist dein Lieblingsmusical?

Mamma Mia (ABBA)

Warst du schon mal in einer Castingshow und was hältst du von diesen TV-Formaten, um Künstler:innen zu „entdecken“?

Nein, ich war noch in keiner Castingshow und ehrlich gesagt, habe ich dies auch nicht vor. Durch die „Knebelverträge“, die man da leider unterschreiben muss, wird man zu sehr gebunden und man verliert als Künstler seine Freiheit.

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für Künstler:innen?

Social Media ist in der heutigen Zeit wichtig betreffend Sichtbarkeit. Jedoch sollte man die Kanäle auswählen, welche wirklich von Nutzen sind.

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Künstlerin?

Vermarktung ist sehr wichtig für mich. Als Musiker oder Künstler biete ich meine Dienste der Öffentlichkeit an. Ich stelle mich und meine Arbeit vor. Mit Hilfe von Marketing möchte ich mich bei einem breiten Umfeld auf seriöse Art sichtbar machen. Das Ziel von gutem Marketing ist, die Aufmerksamkeit auf mich zu lenken und dadurch mehr Auftritte zu generieren, bekannt zu werden.

Ilona Oertel - Credits: Peter Sturn
Ilona Oertel – Credits: Peter Sturn

Wie wichtig sind „Fans“ im Musikbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Fans können positiv, aber leider auch negativ für das Musikbusiness sein. In erster Linie bin ich sehr dankbar für meine Fans. Ohne sie hätte ich keine Auftritte. Es gibt aber auch Fans, die sich mit fremden Federn schmücken wollen oder man wird gestalkt. Auch diese Erfahrung musste ich schon erleben. Daher sollte man immer eine gesunde Distanz zu seinen Fans bewahren.

Welche Musikrichtungen hörst du gerne privat?

In ruhigen Minuten widme ich mich gern der klassischen Musik, allerdings nicht zu schwere. Hier bevorzuge ich Melodien von Johann Strauss oder Operetten.

Und welcher Song ist dein Lieblingssong?

Lieblingssong ist noch schwierig zu sagen. Ich liebe Songs mit sinnvollen Inhalten wie bei Peter Maffay, Sarah Connor oder Kerstin Ott.

Hast du einen Lieblingsfilm oder gibt´s mehrere Filme oder Genres, die du besonders magst?

Ich liebe die alten Spielfilme mit Peter Alexander, Peter Weck, Conny Froboess, Liselotte Pulver und und und …

Was ist dein Lebensmotto und warum?

„Du bist der Regisseur deines Lebens – schreib jetzt deine Geschichte“

Jeder Mensch ist für sich selbst und sein Leben verantwortlich. Wenn ich nichts tue, zieht das Leben einfach an mir vorbei. Gestalte ich es aber selbst, in dem ich alles mach, um meinen Traum zu verwirklichen, dann schreib ich meine abenteuerliche Geschichte.

Welche Frage möchtest du dir gerne noch stellen?

Was bedeutet Glück für mich? Glück für mich ist, jeden Tag gesund aufzustehen und meinen Traum als Sängerin zu leben.

Ilona Oertel - Credits: Peter Sturn
Ilona Oertel – Credits: Peter Sturn

Wordrap

Hund oder Katze: Hund
Urlaub am Berg oder am Meer: Berg
Facebook oder Instagram: Instagram
Tag oder Nacht: Tag
Modetrends oder eigener Style: eigener Style
Schwarz oder weiß: weiß
Fantasyfilm oder Komödie: Komödie
Buch oder Zeitung: Buch
Kraftsport oder Ausdauertraining: Ausdauertraining
WhatsApp oder Signal: WhatsApp
Wirtschaft oder Politik: Wirtschaft
Tee oder Kaffee: Tee
Diese Persönlichkeit fasziniert mich: Udo Jürgens
Meine wertvollste Erfahrung in meinem Leben war: mein erster Halbmarathon
Mein bestes unnützes Talent: Kochen
Diese Schlagzeile möchte ich über mich lesen: NEWCOMERIN ILO MIT BAND BEGEISTERTE PUBLIKUM IM STEFANIENSAAL IN GRAZ
Diese Eigenschaften sind mir bei anderen Menschen wichtig: Ehrlichkeit, Loyal, Empathie
Energie tanke ich durch: wandern in den Bergen
Zum Frühstück esse ich gerne: selbstgemachte Marmelade
Meine Lieblingsfächer in der Schule: Musik und Turnen
Im Kühlschrank habe ich immer: selbstgemachte Marmelade, Eier
Lernen möchte ich noch: Schauspielerei
Wenn ich 10 Mio Euro im Lotto gewinne, würde ich: endlich ein eigenes zu Hause finden, meiner Familie etwas abgeben, Investition in Licht-, Soundanlage und Bühnenbild, spenden für soziale Einrichtungen
Meine 3 Lieblingsmarken sind: Retro Stage German, Yves Saint Laurent, ALDI
Dafür lohnt es sich zu kämpfen: Weltfrieden
Das größte Abenteuer meines Lebens: Musik machen zu dürfen
Das möchte ich noch erreichen: einmal mit einer Live-Kapelle auf einer großen Bühne stehen, ja gern mal in einem Musical mitwirken, vielleicht eine Gastrolle beim Bergdoktor
Erfolg ist für mich: relativ, jeden Tag meinem Ziel, eine bekannte Künstlerin zu sein, näher zu kommen

WIR MUSICAL-FANS sagen „Danke für das Gespräch“.

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KÜNSTLERFAMILIE-Profil von Ilona „ILO“ Oertel

Ilona Oertel - Credits: Peter Sturn
Ilona Oertel – Credits: Peter Sturn