WIR MUSICAL-FANS haben der Musicaldarstellerin Anja Backus ein paar Fragen gestellt.

Anja Backus absolvierte nach dem Abitur ihr Studium an der UdK (Universität der Künste in Berlin und war währenddessen schon an der Neuköllner Oper in MEIN AVATAR UND ICH als Gretchen zu sehen. Bisher spielte Anja u.a. in EVITA, DER KLEINE HORRORLADEN, JESUS CHRIST SUPERSTAR, ELISABETH – DAS MUSICAL, DIRTY DANCING als Lisa, Leadsängerin und Marjorie auf Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, GHOST – NACHRICHT VON SAM im Stage Operettenhaus in Hamburg, ROCKY – DAS MUSICAL im Stage Palladium Theater Stuttgart und TITANIC in Bad Hersfeld. Bei THE VOICE OF GERMANY stand Anja 2015 im Team von Michi Beck und Smudo (FANTA 4).

Seit 2019 ist Anja Backus in der Rolle der Magda in TANZ DER VAMPIRE zu sehen – u.a. in Oberhausen, in Stuttgart am Stage Palladium Theater und im Stage Operettenhaus in Hamburg.

Im Jänner 2024 stand Anja Backus bei MUSICAL REVOLUTION, Deutschlands größtem Musical-Event, in der Jahrhunderthalle in Frankfurt auf Bühne – gemeinsam mit Jeannine Michèle Wacker, Nienke Latten, Sidonie Smith, Alexander Di Capri, Benét Monteiro, Philipp Büttner und Robin Reitsma.

Bei den Luisenburg‑Festspiele in Wunsiedel stand sie im Sommer 2025 als Lilly in SEELE FÜR SEELE auf der Bühne und ist in der Spielzeit 2025/26 am Theater Magdeburg in der Operette Clivia in der Titelrolle zu sehen.

Das Interview wurde im November 2019 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattet du einen anderen Berufswunsch?

Ich hatte als Kind und Jugendliche immer 24 Stunden am Tag Musik um mich rum mit verschiedenen Bands, Gesangsunterricht …. aber laut auszusprechen, dass ich etwas mit Musik beruflich machen möchte, hatte ich mich nie getraut, da ich eher ein Außenseiter war und das Feuer nicht noch weiter schüren wollte. Doch dann passierte alles ganz automatisch. Ich bewarb mich in München und Berlin, machte die Aufnahmeprüfung und ZACK bevor ich mich versah studierte ich in Berlin Musical und Show an der UdK. Das war einfach verrückt und wunderschön gleichzeitig

Du hast deine Ausbildung an der Universität der Künste in Berlin abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Arbeite hart, nimm Kritik an, aber nicht zu sehr zu Herzen, glaube an dich selber, the sky is the limit

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?

Nach meinem Abschluss an der UdK hatten alle meine Kollegen/-innen sofort super Jobs und bei mir wollte einfach nichts wirklich klappen, bis ich dann in Wien Elisabeth bekommen habe. Heute weiß ich, dass meine Zeit noch nicht reif war und klein Anja noch viel lernen musste. Man ist nach der Uni noch lange nicht fertig und mein Bühnentyp ist erst in den späten Zwanzigern mehr gefragt.

Was würdest du jemanden raten, der Musicaldarsteller/-in werden möchte? Eine gute Entscheidung oder lieber nochmals durchdenken?

Mhhhhhh, dass ist schwierig zu sagen, wenn man noch nichts von der Person gesehen hat. Ich würde mir zuerstmal was zeigen lassen, um ein Urteil zu fällen. Generell ist das Business harte Arbeit und das ständige umziehen und reisen schlaucht gewaltig aber es lohnt sich natürlich auch.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Durchhaltevermögen

Als Musicaldarstellerin bist du ja oft unterwegs. Ist das für dich eher ein Vorteil oder bevorzugst du einen fixen Wohnort?

Ich bevorzuge einen fixen Wohnort zu haben. Das ergibt sich im Alter von alleine, wenn man dann auch einen Partner hat, der nicht immer mitziehen kann.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Anja steckt in jeder Rolle?

Ich liebe es. Natürlich ist immer ein klein bisschen Anja in jeder Rolle, aber ich liebe es Sachen auf der Bühne zu tun, die Anja im wahren Leben NIEMALS tun würde. Magda ist da ein gutes Beispiel. Da kann ich mein Rocker-Ich einfach frei lassen.

Du stehst aktuell in der Rolle der „Magda“ in „Tanz der Vampire“ auf der Bühne. „Tanz der Vampire“ ist ein Musical, das viele Menschen zu tiefst fasziniert. Welche Faszination hat dieses Musical oder mögen Menschen einfach Vampire so gerne?

Vampire und das Mysterium des ewigen Lebens fasziniert jeden, da man natürlich für immer jung ist und stark und keine Angst hat.

Diese Eigenschaften will doch jeder haben und somit spricht dieses Material viele an.

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Elsa und Anna aus Frozen, da ich beide Charaktere liebe und ich ein Disneykind der ersten Stunde bin.

Starke Frauen sind so wichtig als Vorbilder für die nächsten Generationen und ich würde so gerne das Gesicht meiner kleinen Nichte sehen, wenn Tante Anja eine Disneyprinzessin wäre.

Wie entwickelst du dich als Musicaldarstellerin weiter? Nimmst du Gesangs-, Schauspiel- und Tanzunterricht oder besuchst du Workshops?

Ich nehme regelmäßig Gesangsunterricht und wenn die Zeit passt, versuche ich auch Schauspielunterricht zu nehmen. Wo ich persönlich aber am Meisten lerne ist beim Beobachten der Kollegen! Das gibt mir sehr viel Inspiration und man lernt einfach von erfahreneren Kollegen/-innen die guten Tricks und Kniffe.

Du warst 2015 bei „The Voice of Germany“ im Team “Michi & Smudo”. Wie war diese Erfahrung für dich und was war dabei dein persönliches Highlight?

Das Duett mit Steffi von Silbermond, welches wirklich ungeplant und improvisiert war.

Was möchtest du in 10 Jahren gerne machen? Bist du dann noch auf der Bühne oder machst du vielleicht einen komplett anderen Job?

Also ich wäre auf jeden Fall noch gerne auf der Bühne und über andere Jobs kann ich im Moment gar nicht nachdenken, da mein Traumjob nonstop vor meiner Nase ist. Zudem hätte ich gerne eine Familie und dann wird es erst recht super spannend dies unter einen Hut zu bringen, aber ich freue mich auf diese Herausforderung.

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich persönlich liebe Instagram und finde es toll mit den Leuten so in Kontakt zu bleiben. Es macht viele Sachen soviel einfacher, aber man ist natürlich auch der Masse mehr ausgesetzt und durch die Anonymität trauen sich viele Leute auch weniger nette Kommentare zu schreibe. Das ist dann schon heftig.

Anja Backus – Credits: Anja Backus

Anja Backus – Credits: Anja Backus

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Ich versuche immer allen zu antworten und zu reagieren, wenn mir jemand schreibt.

Es freut mich so sehr, wenn Leute an der Stage Door warten, um ein Foto oder ein Autogramm haben wollen. Dieses Vermarkten gehört zu unserem Job dazu.

Das ist so als, wenn ich wo einkaufen gehe und die Verkäuferin ist der Knaller, dann komme ich doch auch eher wieder zurück und kaufe mehr.

Wenn aber die Dame oder der Herr super blöd war, möchte ich keinen Fuss mehr in dieses Geschäft setzten.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Super wichtig, da sie über unsere Arbeit berichten und wenn dann ein netter Post veröffentlicht wird an einem Tag wo man nicht so gut drauf ist, dann hilft das einem enorm.

Warst du früher auch mal Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Nicht wirklich Fan, aber wenn wir in einem Musical waren, hat meine Mutter immer die CD gekauft und ich habe jedes Wort auswendig gekonnt. Meine armen Geschwister die Nonstop JOSEPH oder DIE SCHÖNE UND DAS BIEST ertragen mussten 🙂

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.

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Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

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Amelie Polak wurde in Wiener Neustadt geboren und startete nach ihrer Reifeprüfung eine Musicalausbildung in Wien, die sie 2019 mit der Paritätischen Bühnenreife im Bereich Musical abschloss. 

Bisher spielte sie u.a. in DRACULA, DER KLEINE HORROLADEN, JESUS CHRIST SUPERSTAR, HONK!, LUNA, EIN SOMMERNACHTSTRAUM, AURADON und YELLOW BRICK ROAD.

2013 war sie Staatsmeisterin und Vizestaatmeisterin bei ASDU Sparte „Commercial“.

2023 war Amelie in FACK JU GÖHTE als Laura und Cover Lisi zu sehen und auch 2023/2024 mit FACK JU GÖHTE auf Tour.

Im Jahr 2024 stand sie als Iris im Musical WENN ROSENBLÄTTER FALLEN auf der Bühne des OFF Theater Wien und übernahm die Rolle der Mary Vetsera in ELISABETH vor der atemberaubenden historischen Kulisse des Schloss Schönbrunn in Wien und auf der VBW Tour in Asien. Außerdem war sie Teil des Ensembles von REBECCA auf der China-Tour der VBW.

Im Jahr 2025 stand Amelie Polak im Musical SKIVERLIEBT im Ensemble und Anna Maier (Cover) auf der Bühne des Landestheater Salzburg und ist seit Herbst 2025 in der Welturaufführung von MARIA THERESIA – DAS MUSICAL im Ronacher in Wien zu erleben. In MARIA THERESIA – DAS MUSICAL verkörpert Amelie Polak die Rolle der „Marie Christine“ – der Schwester von „Joseph“ (gespielt von Aeneas Hollweg) und ist außerdem als Cover der Titelrolle der „Maria Theresia“ (First Cast: Nienke Latten) zu sehen. als Marie Christine und als Cover der Titelrolle zu sehen.

Die beiden „Habsburg-Lothringen-Siblings“ Amelie Polak und Aeneas Hollweg präsentieren außerdem jeden Freitag um 17.45 Uhr die Instagram-Livestream-Serie „MT-TIME“ zu verschiedensten Themen – teils zu zweit, teils mit Gästen.

Die Mezzosopranistin beherrscht neben Deutsch, Englisch und Französisch auch Wiener Dialekt, spielt Ukulele und Klavier – und zählt Reiten zu ihren besonderen Fähigkeiten.

Das Interview mit Amelie Polak wurde im September 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du einen anderen Berufswunsch?

Kurz und knapp: Ja! Meine Mutter ist Ärztin und hat seit ich denken kann immer schon sogenannte „Theaterdienste“ gemacht, weil bei jeder Vorstellung ein Arzt für Notfälle anwesend sein muss. Dafür hat sie immer zwei Freikarten bekommen und ich hatte das große Glück, dass ich sie oft begleiten durfte und Stücke sogar mehrmals sehen konnte. Das hat mich sehr geprägt und ich bin ihr wahnsinnig dankbar, dass ich dadurch so früh schon so viele künstlerische Eindrücke sammeln durfte. Als sie mich in mein erstes Musical „Elisabeth“, damals noch im Theater an der Wien, mitgenommen hat, war für mich klar wo die Reise einmal hingehen soll.

Du hast 2019 deine Musicalausbildung in Wien abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Die Ausbildung war wortwörtlich ein „Selbststudium“. Man setzt sich tagtäglich mit sich und seinen Stärken sowie Schwächen auseinander und lernt sich dadurch sehr gut kennen. Meine Familie und enge Freunde wissen von mir, dass ich sehr ehrgeizig und perfektionistisch bin (was seine Vor- und Nachteile hat) und ich dementsprechend wahrscheinlich meine härteste Kritikerin bin.

In dem Zusammenhang auch mal die Geduld aufzubringen und nicht zu verzweifeln, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt, ist auf jeden Fall ein Punkt, den ich aus meiner Ausbildungszeit mitnehmen kann. Auch die paritätischen Prüfungen, die wir vor einer uns unbekannten Kommission absolvieren mussten, haben mich vieles gelehrt. Kritikfähigkeit und Selbsteinschätzung sind da zwei ganz wichtige Themen, sich über seine Stärken und Schwächen bewusst zu werden und vor allem das „Persönlichnehmen“ von Kritik ist sicherlich ein Punkt, an dem ich immer noch arbeite, aber das ist, wie vieles im Leben, ein Prozess und braucht seine Zeit.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der gerade in den letzten Monaten meiner Ausbildung kurz vor dem Abschluss immer wichtiger wurde, war, sich selbst und seinem Bauchgefühl zu vertrauen – wie eine tolle Dozentin zu mir gesagt hat: „Lass es einfach fliegen“ – gemeint war damit das hart erarbeite Repertoire aus Liedern, Monologen und Tänzen auch in gewisser Weise loszulassen, Spaß zu haben und einfach zu tun, was sich richtig anfühlt und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Zu guter Letzt durfte ich meine Ausbildungszeit mit vielen wundervollen Menschen verbringen, die diese Zeit für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht haben und die über diesen Zeitraum zu ganz tollen Freunden geworden sind, die ich heute nicht mehr missen möchte.

Amelie Polak - Credits: You & Me fotografie

Amelie Polak – Credits: You & Me fotografie

Was sind für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?

Ich glaube, wenn man wie ich am Anfang steht, ist es erstmal wichtig einen „Fuß in die Tür zu bekommen“ – und das bedeutet eigentlich: Auditions, Auditions und nochmal Auditions. Das ist ein Schritt, der einerseits irrsinnige Vorfreude und Tatendrang, andererseits aber auch eine gewisse Nervosität und Unsicherheit in mir weckt.

Durch die Ausbildung erhält man eine gewisse Erfahrung an Casting Situationen, aber es war eben doch noch eine Art von „Safe-Zone“, auf die man sich jetzt nicht mehr verlassen kann. Die Menschen, die jetzt über deine berufliche Zukunft entscheiden, kennen dich oft nicht persönlich und wissen dadurch auch nicht, was deine persönliche Bestleistung ist. Da nicht nervös zu werden und trotzdem in jeder Tagesverfassung sein Bestes zu geben, ist keine leichte Aufgabe.

Allgemein sich im Musicalbusiness durchzusetzen und auch mit Ablehnung umzugehen, wird sicherlich eine der größten Herausforderungen, denen ich mich aber gerne stellen möchte – denn am Ende des Tages überwiegt dann doch die Vorfreude auf das was noch kommen kann.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Ich hoffe, diese Frage kann ich in ein paar Jahren besser beantworten, aber ich glaube es braucht eine gute Mischung aus Talent, Selbstvertrauen, Zuversicht, der Bereitschaft offen für Neues zu sein, dem Willen sich immer weiterzuentwickeln und dazuzulernen und einer Portion Glück, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein 🙂

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

Ich hatte während meiner Ausbildung immer schon sehr viel Spaß daran, die sogenannten „Song&Dance“ Nummern für Konzerte und Prüfungen einzustudieren, bei denen man Singen, Schauspielen und Tanzen vereint.

Also am liebsten alle drei in Kombination!

Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sagen, dass ich mich im Gesang am wohlsten fühle.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Amelie steckt in jeder Rolle?

In verschiedene Rollen zu schlüpfen ist ein tolles Gefühl, ich denke das kann jeder nachvollziehen, der sich schon einmal als Kind verkleidet und sich mit Geschwistern oder Freunden die tollsten Geschichten ausgedacht und nachgespielt hat.

Und ich denke ein Teil Amelie steckt immer mit drin, da es oft einen Charakterzug der Rolle oder eine erlebte Situation gibt, mit der man sich identifizieren und dadurch einen Teil von sich mit einfließen lassen kann – manchmal bewusst, manchmal eher unterschwellig.

Welche Rollen würden dich in Zukunft besonders interessieren und warum?

Es gibt viele tolle Musicals und Rollen, die ich sehr spannend fände und ich hoffe sehr, dass diese Stücke irgendwann den Weg auf die deutschsprachigen Bühnen finden.

Da wären z.B. Regina George aus Mean Girls, Veronica Saywer aus Heathers, Eurydice aus Hadestown oder auch Zoe Murphy aus Dear Evan Hansen. Aber auch in Stücken, die in Österreich oder Deutschland gespielt wurden oder in näherer Zukunft auf die Bühne gebracht werden, gibt es viele Rollen, die ich unglaublich gerne einmal spielen würde wie beispielsweise Ich aus Rebecca, Elsa aus Die Eiskönigin, Johanna aus Die Päpstin oder auch Ellen aus Miss Saigon. Ich finde Rollen über starke Frauen, die jedoch auf ganz unterschiedliche Weise ihre Stärke und auch den Mut zur Verletzlichkeit zum Ausdruck bringen irrsinnig spannend und würde mich freuen, irgendwann an solchen Rollen arbeiten zu dürfen.

Ich denke aber auch, dass meine Liste in den nächsten Jahren noch um einige Rollen erweitert wird, da man durch Ausschreibungen immer wieder auf neue Rollen stößt, die man bis dahin gar nicht im Kopf hatte.

Du spielst neben Klavier auch Ukulele. Hast du deine Ukulele-Fertigkeiten schon einmal in einer Rolle nutzen können?

Leider hat sich bis jetzt noch keine Gelegenheit dazu ergeben und die Ukulele und ich haben bis jetzt eher im Wohnzimmer zusammen „Couchkonzerte“ für meine Familie gegeben, aber wenn es mal dazu kommen sollte, bin ich auf keinen Fall abgeneigt von der Idee!

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Wie entwickelst du dich als Musicaldarstellerin weiter? Nimmst du Gesangs- Schauspiel- und Tanzunterricht oder besuchst du Workshops?

Für mich ist es total wichtig, auch nach der Ausbildung im Training zu bleiben – daher nehme ich auch weiterhin Tanz- und Gesangsstunden.

Für mich ist das auch im Alltag ein wichtiger Ausgleich und gerade nach meinem Abschluss freue ich mich umso mehr darauf, da es während der Ausbildung eher „daily business“ war und man die Stunden jetzt umso mehr zu schätzen weiß.

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich denke, dass Social Media heute schon fast zum „Gesamtpaket Musicaldarsteller/in“ dazugehört und es ist eine tolle Option, um sich zu präsentieren und Interessierte Up-to-Date zu halten. Ich finde aber auch, dass man nicht gezwungenermaßen auf allen möglichen Plattformen vertreten sein muss, um als Künstler/in bei den Zuschauern anzukommen – also alles mit Maß und Ziel!

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig sind Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Eine schwierige Frage, vor allem: Was ist die „richtige Vermarktung“ bzw. wo hört die Privatperson auf und wo fängt der Künstler an, wenn es um das Thema „Vermarktung der eigenen Person“ geht? Ich denke, was hier oder generell bei der Verwendung von sozialen Medien der Schlüssel zum Erfolg ist, ist: Authentisch und man selbst zu bleiben und das ist leichter gesagt als getan, denn man macht sich in gewisser Weise „angreifbar“, sobald man sich in irgendeiner Form in die Öffentlichkeit begibt – und dadurch ertappe ich mich selbst immer wieder dabei, wie ich 10 Mal darüber nachdenke, ob ich etwas posten soll, sei das jetzt ein Bild oder eine Gesangsaufnahme.

Ich denke generell, dass diese Ängste und Zweifel, die in mir und sicher auch in anderen jungen Künstlern aufkommen, heutzutage ein großes Thema sind und in dem Sinne auch mehr darüber gesprochen und einander aufgebaut werden sollte. Grundsätzlich finde ich es toll Menschen, die man mit dem, was man unglaublich gerne tut, begeistern und über diverse Plattformen mit ihnen in Kontakt bleiben kann und sie dich auf deinem Weg begleiten, sei das auf der Bühne oder über soziale Medien.

Das kann ein tolles Gefühl sein und ich hoffe ich kann davon zukünftig ein bisschen was in Form von Positivität, viel Musik und guter Laune auf meinen Kanälen zurückgeben.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Da ich ja noch ganz am Anfang stehe, habe ich bis jetzt noch nicht wirklich Erfahrungen mit Fans gemacht, ich denke bis jetzt sind meine „Number 1 Fans“ meine Familie und meine Freunde und es freut mich immer wahnsinnig, wenn sie zu Konzerten oder Vorstellungen kommen, bei denen ich beteiligt bin.

Fans im Allgemeinen finde ich für das Musicalbusiness sehr wichtig, da sie auch einen Teil dazu beitragen, weswegen man diesen Beruf überhaupt ausüben kann, denn was wäre denn ein Theater ohne Publikum, das bei den Geschichten, die Abend für Abend erzählt werden, mitfiebert?

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Du bist ja ein sehr aktiver Mensch. Wie wichtig sind dir Fitness und Ernährung – sowohl als Privatperson, aber auch in deinem Job als Künstlerin?

Natürlich ist es wichtig für den Beruf körperlich fit zu sein und mit Beginn der Ausbildung habe ich auch konsequent begonnen auch auf meine Ernährung zu achten – aber die gesunde Ernährung und der Sport sind längst nicht mehr Dinge, die ich „nur“ wegen des Jobs mache – es fühlt sich einfach toll an zu wissen, dass man seinem Körper mit der gesunder Ernährung und Sport etwas Gutes tut und über die letzten Jahre haben sich diese Dinge schon so in meinen Alltag integriert, dass ich es mir gar nicht mehr ohne sie vorstellen kann.

Hast du einen Lieblingsfilm oder gibt’s mehrere Filme oder Genres, die du besonders magst Und welcher ist dein Lieblingssong?

Ich muss ehrlich sagen ich habe nicht wirklich einen Lieblingsfilm oder Song. Ein Film, der mich schon lange und immer wieder aufs Neue begeistert und berührt ist sicherlich Terminal – also hier eine kleine Empfehlung von mir 🙂 Bei der Musik variiert das je nach Stimmungslage was mich gerade aufbaut oder pusht aber, wenn so ein richtiger Motivationssong im Radio gespielt wird, MUSS ich einfach die Lautstärke hochdrehen, das geht gar nicht anders!

Was ist dein Lebensmotto und warum?

Darüber habe ich lange nachgedacht – ein wirkliches Motto habe ich nicht, aber der kürzliche Verlust eines geliebten Menschen hat mich dazu gebracht vieles anders zu sehen und mich zum Nachdenken angeregt.

Daher habe ich beschlossen mir Folgendes vorzunehmen: ich möchte versuchen, jeden Morgen mit einem positiven Mindset zu beginnen, das Beste aus mir rauszuholen und öfters einfach auch mal dankbar zu sein. Das fasst es ganz gut zusammen 🙂

Wir Musical-Fans sagen „Danke fürs Gespräch“.

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Amelie Polak - Credits: You & Me fotografie

Amelie Polak – Credits: You & Me fotografie

Agentur: die Kulturbrüder

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Am 17. April 2025 feierte ROMEO & JULIA – LIEBE IST ALLES – das Erfolgsmusical von Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Joshua Lange – im Theater des Westens seine Wiederaufnahme.

Über ein Jahr mussten die ROMEO & JULIA Fans warten, bis die größte Liebesgeschichte der Weltliteratur auf die Bühne in Berlin zurückkehrt.

Bei der Wiederaufnahme mit dabei sind die beiden neuen Hauptdarsteller „Julia“ Celina dos Santos (u.a. bekannt in der Rolle der Monika in KU´DAMM 59 – das Musical) und „Romeo“ Mats Visser, der kurz nach dem Abschuss seiner Musicalausbildung sein Debüt am Theater des Westens gibt.

ROMEO & JULIA – LIEBE IST ALLES verspricht dem Berliner Publikum nicht nur eine Story voller Emotionen, Gänsehautmomente, Liebe, Sex, Tod – sondern auch eine mitreißende choreographische und gesangliche Performance der gesamten Cast.

Auf Basis der Geschichte von William Shakespeare und dessen deutsche Übersetzung von August Wilhelm Schlegel entwickelten Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Joshua Lange ein neues Musical und obwohl die Tragödie von Shakespeare schon vier Jahrhunderte alt ist, hat sie nichts an Leidenschaft verloren und die Botschaft ist auch heute noch aktuell: Liebe ist in der Lage auch Grenzen zu überwinden und erst eine Tragödie schafft es, dass sich etwas ändert.

Seine Uraufführung feierte ROMEO & JULIA – LIEBE IST ALLES am 19. März 2023 mit Standing Ovations im Stage Theater des Westens in Berlin und Peter Plate & Ulf Leo Sommer schwärmten: „Wir sind ganz verliebt in diesen Stoff. Romeo & Julia behandelt die drei existenziellen Themen, die uns schon seit 30 Jahren in unseren Songs begleiten und faszinieren: Liebe, Sex, Tod!“

Das Musical, das die Herzen des begeisterten Publikums berührt, wurde von einem talentierten Kreativteam entwickelt und ist ein einzigartiges Meisterwerk, das die Zeit der Renaissance wieder lebendig macht und in die hitzige Welt Veronas entführt.

Regie führt Christoph Drewitz, die Choreograph verantwortet Jonathan Huor und Andrew D. Edwards ist für das Bühnen- & Kostümdesign und die Co-Regie zuständig.

Beim Deutschen Musical Theater Preis 2023 gewann das Musical in drei Kategorien – Jonathan Huor für „Beste Choreographie“, Florentin Adolf für „Bestes Sounddesign“ und „Mercutio“ Nico Went als „Bester Darsteller in einer Nebenrolle“.

Mit über 200.000 verkauften Tickets ist Romeo & Julia – Liebe ist alles nicht nur ein Publikums-, sondern auch ein Kritikererfolg. Das Musical verleiht der klassischen Geschichte durch die mitreißenden Popsongs von Peter Plate und Ulf Leo Sommer eine neue Intensität. Jetzt feiert der Publikumsliebling sein Comeback – mit einem frischen Cast.

Wer noch tiefer in die Welt von Romeo & Julia – Liebe ist alles eintauchen möchte, kann bereits ab dem 10. April eine ganz besondere Inszenierung erleben: Die Amme bringt den beliebten Charakter – gespielt von Steffi Irmen – in einer mitreißenden One-Woman-Show auf die Bühne. Die Inszenierung wird ab der Premierenwoche jeden Freitag zu sehen sein. Der Vorverkauf läuft bereits so erfolgreich, dass mehrere Vorstellungen ausverkauft sind.

Die Cast

Julia: Celina dos Santos
Romeo: Mats Visser

Und es gibt noch eine weitere tolle Nachricht: Aufgrund des starken Vorverkaufs wurde die Spielzeit von Romeo & Julia – Liebe ist alles und Die Amme – Das Musical bis zum 31.01.2026 verlängert!

Die Premieren-Cast 2023

Julia: Yasmina Hempel
Romeo: Paul Csitkovics
Mercutio, Cover Romeo: Nico Went
Lady Capulet: Lisa-Marie Sumner
Amme: Steffi Irmen
Pater Lorenzo: Anthony Curtis Kirby
Todesengel: Nils Wanderer
Todesengel alternierend, Cover Lady Capulet: Joël Zupan
Tybalt, Cover Mercutio, Cover Pater Lorenzo: Samuel Franco
Benvolio, Cover Romeo: Edwin Parzefall
Capulet, Cover Pater Lorenzo, Cover Todesengel: Philipp Nowicki
Ensemble, Cover Julia: Mirjam Wershofen
Ensemble, Cover Amme, Cover Lady Capulet: Linda Rietdorff
Swing, Cover Julia: Monika Schweighofer
Swing, Cover Amme: Melanie Kastaun
Swing: Michaela Giada Ventura
Swing, Assistant Dance Captain: Kate Moss
Swing, Cover Mercutio, Cover Tybalt, Cover Benvolio: Edward R. Serban
Swing, Dance Captain: Albert-Jan AJ Kingma
Swing, Cover Tybalt, Cover Capulet, Cover Benvolio: Marius Bingel
Swing, Cover Capulet, Cover Todesengel: Marco Fahrland-Jadue
Ensemble: Safiyah Galvani, Katriona Ramsey, Benedetta D’Onofrio, Ilario Marco Russo, Riccardo Pastore

Die Stimmen zur Premiere

Katja Ebstein, Sängerin: „Ich finde das neu und modern. Ganz anders als die üblichen Musicals, man arbeitet mit Bildern. Sehr schöne Melodien“

Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin: „… einfach überwältigend schön! Ich muss wirklich sagen, es ist so tief berührend. Wirklich mitreißend!“

Bärbel Bas, Präsidentin des Deutschen Bundestages: „Ich wusste nicht, was mich erwartet. Die Geschichte kennt man ja, aber die Musik ist so toll! Es geht so ins Herz und ich wippe auf dem Stuhl mit. Das ist faszinierend! Wirklich mega!“

Conchita Wurst: „Überwältigend schön. Die Musikalität – grandios. Delicious.“

Heike Makatsch „Das ist hochemotional. Das ist Super-Pop. Krasse Songs… Ich hatte Tränen in den Augen.“

Produziert wurde das Musical von BMG.

Am Fuße des markanten Staatzer Berges, dessen Silhouette das nördliche Weinviertel in Niederösterreich prägt, liegt die Felsenbühne Staatz, die mit 1.200 Sitzplätzen eine der größten und ältesten Open-Air-Bühnen Österreichs ist.

Seit 1994 dient die in den Felsen eingebettete Bühne im Bezirk Mistelbach mit ihren 1.200 Sitzplätzen als Schauplatz für aufwendige Musical-Produktionen. Die eindrucksvolle Kulisse mit der steil aufragenden Klippe und der Burgruine auf der Bergspitze sorgt für ein unvergleichliches Freilichttheater-Erlebnis.

Die Bühne wurde ursprünglich für die Karl-May-Festspiele ins Leben gerufen, doch seit dem Jahr 2000 liegt der Fokus unter der Intendanz von Werner Auer auf Musicals.

Seit 2008 ist sie Teil des renommierten Theaterfest Niederösterreich und zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher in ihren Bann.

Felsenbühne Staatz
Neudorfer Straße 7
2134 Staatz-Kautendorf

DOK.fest München Geschäftsführer Daniel Sponsel verlässt nach dem DOK.fest München 2025 (7. bis 25. Mai 2025) das Festival und wird Präsident der Hochschule für Fernsehen und Film München. Ihm folgt die bisherige stellvertretende Leiterin Adele Kohout, die von Maya Reichert als neue stellvertretende Geschäftsführerin und stellvertretende Leiterin des DOK.fest München unterstützt wird. Maya Reichert leitete bisher DOK.education, die Bildungsplattform des DOK.fest München. Der Vorstand des Trägervereins des DOK.fest München hat sich einstimmig für diese neue Leitung entschieden.

Adele Kohout: „Als ich meine Reise beim DOK.fest München begann, war es ein kleines, leidenschaftlich kuratiertes Festival – heute ist es das größte Dokumentarfilmfestival Deutschlands mit internationalem Renommee. Es war eine faszinierende und erfüllende Erfahrung, diesen Weg mitzugestalten und die stetige Weiterentwicklung zu begleiten. Nun freue ich mich darauf, mit der Unterstützung und Expertise unseres engagierten Teams das Festival in die Zukunft zu führen. Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche und globaler Herausforderungen ist der Dokumentarfilm ein unverzichtbares Medium, das Debatten anregt und neue Perspektiven ermöglicht. Wir wollen das DOK.fest München als Plattform für gesellschaftlich relevante Themen und visionäre Erzählformen weiterentwickeln: mit neuen Formaten, kreativen Impulsen und einem lebendigen Dialog zwischen Filmschaffenden und Publikum.“

Claus Blanc, Moritz Holfelder und Michael Augustin (Vorstand des Trägervereins des DOK.fest München): „Adele Kohout ist für uns die ideale Nachfolgerin von Daniel Sponsel: Sie hat langjährige Erfahrung – seit 2016 als stellvertretende Leiterin –, verfügt über besondere Expertise im Bereich Kulturmanagement, ist außerordentlich engagiert und in der Branche bestens vernetzt. Sie wird mit ihrem strategischen Weitblick für eine nachhaltige Weiterentwicklung des DOK.fest München sorgen. Maya Reichert verantwortet seit 2013 den Filmvermittlungsbereich DOK.education, der sich durch ihr großes Engagement zu einem ganzjährigen Vorzeigeprogramm mit internationaler Strahlkraft im Bereich der Filmbildung und politischen Medienschulung entwickelt hat. Sie hat den Dokumentarfilm in den Fokus zahlreicher Schulen gerückt und das Publikum für diese Form entscheidend vergrößert. Diese wertvolle Expertise wird sie nun direkt in die Festivalleitung einbringen.“

Adele Kohout begann ihr Studium der Kunstgeschichte und Neuen Geschichte mit dem Schwerpunkt Film an den Universitäten Düsseldorf und Zürich. 2010 schloss sie ihr Masterstudium in Kulturgeschichte und Kulturmanagement an der Hochschule in Ludwigsburg ab. Schon während ihres Studiums vertiefte sie ihre praktischen Kenntnisse als Regieassistentin beim Tschechischen Fernsehen in Prag sowie im Bereich Projektmanagement, unter anderem im Brooklyn Museum und der Postmaster Gallery in New York. Ab 2008 war sie beim DOK.fest München in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Ab 2010 übernahm sie sukzessive verantwortungsvolle Aufgaben in der Assistenz der Festivalleitung und war maßgeblich an den Bereichen Finanzierung, Projektkoordination, Programmgestaltung, Sponsoring und Partnerkommunikation beteiligt. Von 2015 bis 2017 verantwortete sie die strategische Leitung der Geschäftsstelle des Kunstareals München und trug durch die Entwicklung neuer Partnerschaften maßgeblich zum Erfolg des Festivals bei. 2016 übernahm sie die Co-Leitung des DOK.fest München an der Seite von Daniel Sponsel und gestaltete die organisatorische und konzeptionelle Weiterentwicklung des Festivals federführend mit.

Maya Reichert studierte an der HFF München Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik. Von 2009 bis 2017 war sie künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin und Studiengangsleiterin am Lehrstuhl von Prof. Doris Dörrie im Bereich Drehbuch / Creative Writing. Sie war sechs Jahre lang Teil des BKM-Filmfördergremiums im Staatsministerium für Kultur und Medien. Sie unterrichtete an der HFF München, der LMU München und vielen weiteren Institutionen. Als Regisseurin gestaltete sie die BR-Koproduktion SCHWESTER DOROTHEA und den Kinodokumentarfilm TANZ AUF DEM VULKAN. Seit 2009 arbeitet Maya Reichert für das DOK.fest München. 2013 übernahm sie die Leitung der Bildungsplattform DOK.education. Mit ihrem Filmvermittlungskonzept Schule des Sehens erreichte sie zahlreiche Schülerinnen und Lehrkräfte: zunächst in Münchner Kinos, dann auch in einem ganzjährigen Online-Format. Damit trug sie maßgeblich zur Erweiterung des Festivalpublikums bei und verankerte den Dokumentarfilm nachhaltig in vielen Bildungseinrichtungen. DOK.education hatte bereits über 50.000 Teilnehmerinnen.

Über das DOK.fest München

Das DOK.fest München widmet sich dem gesellschaftlich relevanten und künstlerisch wertvollen Dokumentarfilm. Seit 1985 waren rund 3.000 Dokumentarfilme zu sehen, insgesamt besuchten 750.000 Besucherinnen das Festival. Allein im vergangenen Jahr hatte das DOK.fest München 54.000 Zuschauerinnen. Die Edition 2025 zum 40. Jubiläum wird am 7. Mai 2025 feierlich im Deutschen Theater München eröffnet. Bis zum 18. Mai laufen 105 Filme in den Münchner Kinos und Sonderspielstätten. Fast alle Filme des DOK.fest München sind zudem vom 12. bis 25. Mai @home auf der digitalen Leinwand zu sehen.

Celina Dos Santos wurde in der Nähe von Aachen geboren und schloss ihr Musicalstudium in Wien an der MUK (Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien) im Juni 2019 ab.

Schon während ihres Studiums war Celina in einigen Produktionen auf der Bühne – u.a. im Renaissancetheater Wien, Theater im Zentrum, Theatercouch Wien, Armes Theater Wien und im MUK-Theater. Dabei arbeitete sie u.a. mit Werner Sobotka, Ruth Brauer-Kvam, Michael Schnack, Marion Dimali, Erhard Pauer, Wolfgang Türks, Christian Peter Hauser und Timo Tatzber zusammen.

Neben ihrer Tätigkeit als Darstellerin übersetzt und bearbeitet sie Stücke, wie zum Beispiel das Musical „The Theory of Relativity“, welche sie gemeinsam mit Timo Tatzber erstmalig vollständige übersetzte.

Außerdem tanzte sie bei der Jazzcompany „Sophisticated Showstars“ unter der Leitung von Ramesh Nair.

Im September 2019 startete Celina Dos Santos neben David Arnsperger, Karsten Kenzel, Sanne Mieloo und Lukas Sandmann als neues Musicalensemble-Mitglieder des Landestheaters Linz und war u.a. zu sehen in CATCH ME IF YOU CAN, WIE IM HIMMEL, TITANIC, SONGS FOR A NEW WORLD, FUN HOUSE, TOOTSIE und SCHOOL OF ROCK,

Mit der Uraufführung DIE WELLE war sie als beste Nebendarstellerin beim deutschen Musical Theater Preis 2021 nominiert und gewann mit ihren Kolleg:innen unter anderem die Kategorie Bestes Musical 2021.

2024 war Celina Dos Santos in KU`DAMM 59 als Monika Schöllack zu sehen und steht 2025 in der Wiederaufnahme von ROMEO & JULIA – LIEBE IST ALLES – dem Erfolgsmusical von Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Joshua Lange – auf der Bühne des Stage Theater des Westens in Berlin.

Das Interview wurde im Dezember 2019 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du einen anderen Berufswunsch?
Ich hatte schon einige Berufswünsche. Angefangen beim Allermädchenwunsch Vollzeitprinzessin, über Lehrerin und Blumenhändlerin, Feenkönigen oder Squaw, Astronautin oder Malerin und später als es ernster wurde, wollte ich dann recht lang Logopädin werden. Letztendlich habe ich dann irgendwie alle Wünsche im jetzigen Beruf vereint, schließlich ist man am Theater ständig irgendwer anderes.

Du hast 2019 deine Ausbildung an der MUK (Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien) abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?
Die größte Überraschung war für mich, wie gut die MUK uns tatsächlich auf den Beruf vorbereitet. Man bekommt im Unialltagsstress, in dem man permanent an sich feilt und nie zufrieden ist, nur selten mit, was eigentlich schon ganz gut läuft. Dass man doch nach vier Jahren bereit ist, in großen, wie in kleinen Rollen gut auf der Bühne zu sein und dass man im ganz normalen Musicalbusiness mitschwimmen kann, muss man erstmal entdecken.
In den vier Jahren setzt man sich ständig mit sich selbst auseinander. Man wird täglich damit konfrontiert, in welchen Bereichen man sich schon sicher fühlt oder was man eben noch nicht so kann, wie man im Ensemble funktioniert, wie man Alleinunterhalter ist und wo man mal hinmöchte und das meistens in einem Alter, in dem man noch keinen Schimmer davon hat, wer man überhaupt ist. Es passiert so viel. So viel Aufregendes und Schönes und so viel Selbstzweifel und Drama. Am Ende macht es einen irgendwie aus und ich hab gemerkt, dass der Weg, auf dem ich mich gerade befindet, vielleicht ein ganz guter ist.

Und das Beste, was ich mitnehme: wirklich, wirklich gute Freunde!

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?
Ab dem Zeitpunkt, wo man aus der Ausbildung in den Beruf wechselt, ist man ganz allein für sein Können und seine Baustellen verantwortlich. Es ist mein Verdienst, was ich aus einer Rolle mache und so liegt es gleichzeitig auch in meiner Hand, mir Hilfe zu holen, wenn ich sie brauche. Wenn diese Lehrer-Schüler-Beziehung, von der man oft genervt empfindet, dass man alleine alles besser wüsste, zu Ende geht, fällt auch ein gewisser Schutz und die ein oder andere Ausrede weg.
Und tatsächlich gesund zu bleiben, jede Erkältung ist mühsam!

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?
Ich glaube neben eines solide gelernten Handwerks, sehr an den Zauber. Das Glitzern in den Augen. Dem Publikum den Spaß zu vermitteln. Die Ausstrahlung – das bleibt mir bei anderen Darsteller im Gedächtnis. Und ein bisschen Glück natürlich.

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten?
Am Anfang meines Studiums fiel es mir recht schwer meine absolute Stärke in einem der drei Bereiche zu finden. In meinem Jahrgang gab es starke SängerInnen und gute TänzerInnen und ich war immer irgendwo dazwischen und damit nicht immer glücklich. Ich hab ein wenig gebraucht, um zu begreifen, dass ich einfach am liebsten alle drei Sachen gleichzeitig mache – Musical eben.

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Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Celina steckt in jeder Rolle?
Ich finde, jede Rolle ruft unterschiedliche Seiten in einem selbst hervor. Manche, die man täglich zeigt, manche, die man viel zu selten zeigt und manche, die man im Alltag nie zeigen könnte. Ich mag, diese Seiten zu suchen und zu finden, auch, wenn das nicht immer angenehm ist.
Ich wurde bis jetzt für Rollen besetzt, die, wie ich glaube, mir sehr nahe liegen. Die Frage ist also vielleicht eher wie viel Kat oder Mary oder Hilde letztendlich in mir stecken.

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?
Vermutlich sind das Rollen, die ich noch gar nicht kenne. Ich liebe es, neue Rollen zu entwickeln, die überhaupt noch niemand gespielt hat. Die Mischung aus der Möglichkeit, alles zu probieren und seinem Instinkt zu folgen und dem Risiko, die Rolle für andere verständlich zu gestalten, find ich die größte Freiheit im Beruf.

Celina Dos Santos - Credits: Marco Sommer

Celina Dos Santos – Credits: Marco Sommer

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?
Ich bin ganz schlecht darin. Ich überlege auch immer zehn Mal, bevor ich etwas poste. Finden die Leute es nervig oder sogar abgehoben, wenn ich etwas über meinen Job poste oder interessant, weil es eben nicht der alltäglichste Job ist? Ich frage dann immer eine Hand voll Freundinnen, weil ich auch unglaublich schwer einschätzen kann, was die Masse so lesen und sehen möchte. Ich glaube aber, dass es total seine Berechtigung hat und genug Darsteller sind auch sehr erfolgreich damit. Das steht aber definitiv auf meiner To-Do-List; auf Social Media mehr Erfahrungen zu sammeln und mutiger zu werden. Vielleicht liegt der Schlüssel auch darin, wie viele Kollegen Berufliches und Privates zu trennen – wobei ich mich dazu bis jetzt nie durchringen konnte.

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?
Ich glaube, den sogenannten „richtigen“ Leuten die richtigen Dinge von dir zu erzählen, trägt schon einen großen Teil zu deinem Bekanntheitsgrad bei. Und je mehr Menschen dich kennen und wissen, was du so machst, desto mehr Chancen hast du, bei Projekten dabei zu sein, die du schon immer mal machen wolltest oder die dich weiterbringen. Gerade, weil man als Darsteller noch so viel mehr als Musical machen kann, ist es doch super, wenn der ein oder andere dich im Hinterkopf hat und mal für einen Werbedreh oder Synchronsprecherjob vorschlagen kann. Auch wenn es sich oft (noch) komisch anfühlt, sich jemandem bei einem Glas Sekt einfach so vorzustellen.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?
Da bin ich ehrlich gesagt, noch Neuling auf allen Ebenen. So bin ich immer noch erstaunt, wenn plötzlich jemand ein Autogramm von mir haben möchte!

Bist du auch Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?
Nein, so direkt nicht, aber ich bin oft genug völlig begeistert von anderen Kollegen.

Was ist dein Lebensmotto und warum?
„Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.“, weil das Leben so viel einfacher ist, wenn man genug über sich selbst und mit anderen lachen kann. Und schöner ist es auch!

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.
Mehr zu Celina Dos Santos auf Instagram

Celina Dos Santos - Credits: Jan Frankl

Celina Dos Santos – Credits: Jan Frankl

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Kathrin Schreier wurde in Hall in Tirol geboren. Ihre erste Bühnenerfahrung machte sie am Landesjugendtheater Innsbruck und war 2014 Europameisterin und Vize-Staatsmeisterin bei ASDU Sparte „Song & Dance“.

2016 begann sie – nach ihrer Matura am BORG in Innsbruck – ein Studium am Konservatorium für Jazz und improvisierte Musik Tirol und startete 2017 an der MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien ihr Musicalstudium, das sie 2023 abschloss.

Neben Produktionen am MUK Theater Wien (Bagatelle, Daphnis & Chloe, Be More Chill) bei denen Kathrin mit Isabella Gregor und Werner Sobotka zusammengearbeitet hat, wirkte sie 2018 bei „Mass“ (Leonhard Bernstein) im Musikverein Wien mit. 2019 feierte Kathrin als Cover Katharina in „Carmen – das Musical“ ihr Debüt beim Musicalsommer Winzendorf.

2021 erreichte sie beim Walter Jurmann Gesangs- und Interpreationswettbewerb den 3. Platz und veröffentlichte unter ihrem Künstlernamen KIRAYA ihre erste Single „Alone“. 2024 folgte ihr Album „Love me (too)“. Musikalisch ist sie dabei quer durch verschiedene Genres wie Jazz, Pop, Soul, RnB, Lo-Fi und Funk unterwegs.

In der Saison 2023/2024 war Kathrin in SUNSET BOULEVARD am Tiroler Landestheater in Innsbruck zu sehen.

Das Interview wurde im Jänner 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du einen anderen Berufswunsch?

Ich glaube, bei mir hat eines zum anderen geführt. Dadurch, dass ich aus einer Musikerfamilie komme, stand ich schon früh mit meinen Instrumenten auf der Bühne. Es hat mir damals schon so Spaß gemacht, dass für mich ein Beruf ohne Musik nie in Frage kam. Ich wusste also immer, dass es etwas mit Musik und Singen sein soll, aber dass man Musical studieren kann habe ich erst mit 16 entdeckt.

Du studierst seit 2017 an der MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Auf jeden Fall Authentizität und Vertrauen in mich selbst.

Man findet in der Ausbildung langsam zu sich selbst und das ist nicht immer einfach. In der Uni passiert täglich so viel, dass man kaum Zeit hat, alles zu verarbeiten. Deswegen habe ich mir ein kleines Ritual angewöhnt. Ich nehme mir jeden Tag kurz Zeit für mich, schalte Handy und andere Störfaktoren aus und denke ganz bewusst an das, was an diesem Tag passiert ist. Was habe ich gut gemacht? Was hat mich besonders geärgert und was kann ich daraus lernen?… Damit fühle ich mich jeden Tag frisch und kann mit freiem Kopf neue Dinge aufnehmen.

Was ich noch gelernt habe ist Disziplin. Denn wie man so sagt: Von nix kommt nix.

Es gibt so viel zu lernen und so viel zu erzählen, aber im Endeffekt bin ich auch einfach wahnsinnig froh, mit so tollen Menschen zu studieren. Durch meine Kollegen und Freunde bin ich unglaublich gewachsen.

Kathrin Schreier - Credits: Marco Sommer

Kathrin Schreier – Credits: Marco Sommer

Was sind für dich die größten Herausforderungen in deiner noch jungen Karriere als Darstellerin?

Ich glaube, ich kenne viele davon noch nicht.

Momentan gibt es viele kleine, aber ich denke, die großen Aufgaben und Herausforderungen kommen erst nach der Ausbildung.

Bekomme ich einen Job und kann ich davon leben? An welchem Ort werde ich dann sein? Welche Zu- und Absagen werde ich bekommen und wie gehe ich damit um? Wie mache ich mich überhaupt bemerkbar, wenn es gefühlt 1000 junge Frauen gibt, die alle so aussehen, wie ich?

Das alles sind Fragen, über die ich mir natürlich Gedanken mache, aber das gehört nun mal zu meinem Beruf.

Mir ist wichtig, authentisch zu bleiben. Ich weiß jetzt, man kann nicht jedem gefallen. Geschmäcker sind verschieden und ob du den Job bekommst oder nicht ist nun mal eine subjektive Entscheidung. Wenn sich was ergibt ist es toll! Und wenn nicht, dann war es nicht das richtige für mich.

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

In Allem. Ich liebe es einfach eine Geschichte zu erzählen und möchte Menschen damit berühren. Ob diese Geschichte durch Singen, Tanzen oder Schauspiel (was sowieso irgendwie in allem enthalten ist) erzählt wird, ist mir egal. Ich liebe den Mix aus allen drei Sparten und könnte nicht auf eine verzichten. Klar muss man manchmal Prioritäten setzen, was gerade wichtiger ist, aber ich werde immer versuchen in allen drei Bereichen mein Bestes zu geben und zu wachsen.

Kathrin Schreier - Credits: Marco Sommer

Kathrin Schreier – Credits: Marco Sommer

Du bist musikalisch ja sehr vielseitig, spielst Harfe und Klavier, bist Songwriterin und singst neben Musical auch Jazz und Pop.

Ist dir diese Vielseitigkeit auch für deine Weiterentwicklung als Musicaldarstellerin wichtig oder willst du zukünftig deinen Fokus vielleicht gar nicht auf Musical setzen?

Ich war immer schon sehr vielseitig und durch Musical habe ich endlich das gefunden, was Singen, Tanzen und Schauspiel vereint. Mein Fokus liegt auf jeden Fall darauf. Trotzdem bin ich sehr neugierig und habe gerne Einblicke in verschiedene Bereiche. Es gibt so viel zu lernen!

Und falls ich mal arbeitslos sein sollte (was ja in diesem Beruf oftmals vorkommt) hilft es mir, meine eigene Musik und Projekte zu machen. Ich fand es auch toll, dass ich in unserer letzten Produktion an der Uni Harfe gespielt habe, warum nicht mehrere Dinge vereinen?

Wie gesagt, es gibt so viel, um sich weiter zu entwickeln. Nur nicht stehenbleiben und in Langeweile versinken.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Kathrin steckt in jeder Rolle?

Vor allem interessant ist für mich, manchmal gegen meinen Typ zu spielen. Natürlich steckt in jeder Rolle ein bisschen was von mir, das lässt sich nicht vermeiden. Trotzdem versuche ich, meine Person großteils aus der Rolle rauszunehmen. Ich liebe es, wenn die Rolle aus dem Nichts, aus etwas Freiem entsteht und sich vielleicht in eine Richtung entwickelt, die ich als Kathrin vielleicht gar nicht kenne. Das ist wahnsinnig spannend. Ich entdecke bei jeder Rolle etwas Neues über mich und wahrscheinlich finde ich dadurch noch ein Stücken mehr zu mir selbst.

Jeder Mensch interpretiert eine Rolle anders und das gibt der Figur dann eine einzigartige Persönlichkeit. Und das macht es interessant. Wäre ja langweilig, wenn alle gleich spielen.

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Es gibt so viele spannende Figuren zu entdecken! Bei mir geht‘s echt quer durch die Bank. Ich mag total schräge Figuren genauso gern wie Disney Prinzessinnen. Ein paar davon sind zB.: Anna und Elsa (Frozen), Scaramouche (We Will Rock You), Mabel (Mack and Mabel), Johanna (Sweeny Todd), … und noch ganz viele mehr!

Kathrin Schreier - Credits: Marco Sommer

Kathrin Schreier – Credits: Marco Sommer

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Meiner Meinung nach ist Social Media ein großartiges Tool, womit man viele Menschen erreichen kann. Für mich ist es aber vor allem interessant zu sehen, was meine KollegInnen so machen und in welche Richtungen sie sich weiterentwickeln. Das ist super spannend! Außerdem entdeckt man eben viele neue Künstler und Veranstaltungen. Trotzdem glaube ich, dass es nicht zwingend notwendig ist. Man muss selbst entscheiden, wie viel man von seinem Leben preisgeben möchte.

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Ich glaube, es passiert ganz viel über Beziehungen und Kontakte. Ich finde es manchmal noch schwer, mich selbst zu vermarkten, weil sich das oft so aufdringlich anfühlt. Ich glaube dann immer, die denken jetzt, dass ich nur mit denen rede, damit sie mir einen Job organisieren. Und ich möchte das nicht. Ich rede gerne mit Leuten, weil ich sie spannend finde oder ich interessiert an ihrem Thema bin. Also, wie ich mich gut selbst vermarkte… da kann ich definitiv noch was lernen. 😀

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Ich war erst mal ganz überrascht, als mich im Sommer bei „Carmen – Das Musical“ das erste Mal fremde Leute angesprochen haben oder nach einem Autogramm gefragt haben. Das ist ganz neu für mich. Und ich fand es toll. Ich fand es toll, weil mir bewusst wurde, dass ich diese Leute anscheinend mit meiner Rolle berührt habe. Und das heißt, ich habe mein Hauptziel erreicht. Ich wusste dann, dass es sich schlussendlich gelohnt hat, so lange und hart auf etwas hingearbeitet zu haben. Also, danke an euch Musicalfans, dass ihr immer wieder von überall anreist und unsere Plätze füllt.

Bist du auch Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Ich kann nicht Fan von einer Person sein. Dafür gibt es viel zu viele großartige und bewundernswerte KünstlerInnen!

Was ist dein Lebensmotto und warum?

Energie folgt der Aufmerksamkeit. Ich glaube eine positive Einstellung und positive Gedanken können Wunder wirken. Lächle das Leben an und es lächelt dir zurück.

Ich sage an Geburtstagswünschen auch nie: „Bleib so wie du bist“.
Ich sage: „Verändere dich, lerne und entwickle dich weiter, hab Spaß am Leben und sei einfach du selbst!“

Das möchte ich allen mitgeben.

WIR MUSICAL-FANS sagen „Danke für das Gespräch“.

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Kathrin Schreier - Credits: Marco Sommer

Kathrin Schreier – Credits: Marco Sommer

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Noch bis zum 4. September 2025 ist das heldenhafte Disney-Musical HERCULES im Stage Theater Neue Flora in Hamburg zu erleben.

Alle HERCULES-Fans können sich dabei über die „göttliche“ Cast rund um „Hercules“ Philipp Büttner (alternierend: Hope Maine) freuen. Außerdem mit dabei sind Jeannine Michèle Wacker (Meg), Leslie Beehann (Kalliope), Nonhle Beryl Makhaya (Thalia), Venolia Manale (Terpsichore), Germaine Wilson (Klio), Shekinah McFarlane (Melpomene), Stefano Francabandiera (Phil), John Voojis (Hades), Mario Saccoccio (Karl) und Markus Störk (Heinz).

Das Disney Musical bietet eine Mischung aus vertrauter und neuer Musik vom Komponisten Alan Menken und den Liedtexten von David Zippel, einem spektakulären Bühnenerlebnis voll Humor & Liebe und dem herrlich ehrlichen Helden Hercules.

Ab November 2025 ist dann das Disney Musical TARZAN im Stage Theater Neue Flora in Hamburg zu sehen – mit „Tarzan“ Philipp Büttner und „Jane“ Abla Alaoui.

Die Geschichte von HERCULES

Hercules, Sohn des Zeus, wird als Baby entführt und wächst unter Menschen auf. Eines Tages findet Hercules heraus, dass sein Vater der mächtige Zeus ist und er auf dem Olymp das Licht der Welt erblickt hat. Um aber auf den Berg der Götter zurückkehren zu können, muss Hercules beweisen, dass er ein richtiger Held ist. Mit Hilfe seiner treuen Freunde lernt er, dass es nicht auf pure Kraft ankommt, sondern dass wahre Helden an der Stärke ihres Herzens gemessen werden. Disneys HERCULES ist eine himmlisch komische Geschichte eines Halbgotts, der sich selbst und seinen Platz in der Welt finden möchte.

Die Cast

Hercules: Philipp Büttner, Hope Maine
Meg: Jeannine Michèle Wacker
Kalliope: Leslie Beehann
Thalia: Nonhle Beryl
Terpsichore: Venolia Manale
Klio: Germaine Wilson
Melpomene: Shekinah McFarlane
Phil: Stefano Francabandiera
Hades: John Voojis
Karl: Mario Saccoccio
Heinz: Markus Störk

Ensemble: Enny de Alba, Karolyn Aloma, Marika Coradeschi, Tatjana Gilbertson, Fillie Corbalan, Ann Chircop Beck, Fernando Carvalho Xavier, Patrick Zanetta, Eiko Keller, Kim David Hammann, Nikos Samouridis, Olivier Sheers, Deny Magda, Valerio Croce, Rene Becker, Ian Vrolijk, Antonello Papagno, Olivia Kate Ward und Jameelah Leaundra.

Michael Jackson faszinierte weltweit eine ganze Fan-Generation und brachte einen nie dagewesenen Stil auf die Musikbühnen. Seine künstlerische Power machte ihn zu einer unvergesslichen Ikone der Musikgeschichte, und sein Einfluss auf die Musikindustrie und die Popkultur ist bis heute unvergleichlich.

Die besondere Ausnahme-Kunst des Sängers feiert das mit vier Tony Awards® preisgekrönte Broadway-Musical MJ – Das Michael Jackson Musical.

Seit Dezember 2024 ist das Musical im Stage Theater an der Elbe in Hamburg zu sehen.

Die Cast (seit 28. Oktober 2025)

MJ: Benét Monteiro / OXA (alternierend)
Michael: Prince Damien
Cover MJ, Cover Michael: Jay Karim Jonker, Eliezer
Cover Michael: Esmael Agostinho
Rob/Joseph Jackson: Charles Simmons
Nick/Berry Gordy: Perci Moeketsi (Cover Rob/Joseph Jackson)
Kate/Katherine Jackson: Jessica Mears
Alejandro: Hisham Morscher
Tito Jackson/Quincy Jones: DNPRI (Cover Rob/Joseph Jackson)
Dave: Theodor Reichardt
Rachel: Amaya Keller
Jackie Jackson: Prince Orji (Ensemble)
Jermaine Jackson: Gee’rald (Ensemble)

Swings: Naomi Dundas (Dance Captain), OJ Lynch (Cover Rob/Joseph Jackson, Cover Nick/Berry Gordy, Cover Dave), Vic Anthony (Cover Nick/Berry Gordy, Cover Tito Jackson/Quincy Jones, Cover Alejandro, Cover Dave), Lorena Mazuera-Grisales (Cover Kate/Katherine, Cover Rachel), Gyman Reeb (Cover Alejandro, Cover Jermaine Jackson), Edmundo Vitor (Cover Tito Jackson/Quincy Jones/Cover Jermaine Jackson/Cover Jackie Jackson), Cedric Jonathan Nayna (Cover Tito Jackson/Quincy Jones/Cover Nick/Berry Gordy/Cover Jackie Jackson), Jean Pierre Ozuna De La Cruz (Cover Jackie Jackson), Matheus Carlos De Oliveira Monteiro (Cover Jermaine Jackson), Lee Anne Hierzer, Gabriel Santos, Bia do Bem

Ensemble: Caleaf Henson (Ass. Dance Captain), Lea-Katharina Krebs (Fight Captain, Cover Rachel), Rafael Portela, Roberto Vai, Jordan Jewell, Adrianna Patłaszyńska, Talitha Dara

Die Premieren-Cast

MJ: Benét Monteiro / OXA (alternierend)
Michael: Prince Damien
Cover MJ, Cover Michael: Jay Karim Jonker
Rob/Joseph Jackson: David Hughey
Nick/Berry Gordy, Cover Rob/Joseph Jackson: Perci
Tito Jackson/Quincy Jones, Cover Rob/Joseph Jackson: DNPRI
Rachel: Eve Rades
Kate/Katherine Jackson: Jessica Mears
Alejandro, Cover Dave: Pedro Reichert
Dave: Mario Gremlich

Swings: Vic Anthony (Cover Nick/Berry Gordy, Cover Tito Jackson/Quincy Jones, Cover Alejandro), OJ Lynch (Cover Rob/Joseph Jackson, Cover Nick/Berry Gordy, Cover Dave), Gee’rald (Cover Tito Jackson/Quincy Jones, Cover Jermaine Jackson, Cover Jackie Jackson), Rob „Krucible“ Marshall (Cover Nick/Berry Gordy, Cover Tito Jackson/Quincy Jones, Cover Jackie Jackson), Léo Maindron (Cover Jermaine Jackson, Cover Jackie Jackson), Gyman Reeb (Cover Jermaine Jackson), Timna Engelmayer (Cover Rachel, Cover Kate/Katherine Jackson), Naomi Dundas (Dance Captain), Noey Viereck, Lee Anne Hierzer, Jean Pierre Ozuna De La Cruz

Ensemble: William Baugh (Jermaine Jackson, Cover Michael), Prince Orji (Jackie Jackson), Lea-Katharina Krebs (Cover Rachel), Caleaf Henson (Ass. Dance Captain), Rafael Portela, Daniel Vliek, Roberto Vai, Zoë van Zadelhoff, Adrianna Patłaszyńska

Die Story

1992 – Michael Jackson steht kurz vor dem Beginn seiner „Dangerous“-Welttournee, begleitet von einem Kamerateam von MTV. Dabei gewährt er persönliche Einblicke in seine Vergangenheit, seine Kindheit und den frühen Start seiner Karriere. Er nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch die Welt seiner musikalischen Vorbilder und künstlerischen Einflüsse – untermalt von einigen der erfolgreichsten Songs aller Zeiten wie „Billie Jean“, „Thriller“, „Smooth Criminal“ und „Bad“. Die Rolle des King of Pop übernimmt Benét Monteiro, der bereits als Hercules und Hamilton die Musicalbühnen begeisterte. Zusammen mit einem herausragenden Ensemble, einer mitreißenden Live-Band und atemberaubenden Bühnenbildern entsteht ein unvergessliches Musical, das schon mehr als zwei Millionen Zuschauer:innen in seinen Bann gezogen hat. Wussten Sie, dass Deutschland weltweit zu den fünf größten Streaming-Märkten für Michael Jacksons Musik gehört?

Produktion

Hinter „MJ – Das Michael Jackson Musical“ steht ein erstklassiges Kreativteam: Das Buch schrieb die zweifache Pulitzer-Preisträgerin Lynn Nottage („Ruined“, „Sweat“), während Regie und Choreografie von Christopher Wheeldon OBE übernommen wurden, der für seine Arbeit an diesem Musical mit dem Tony Award® für „best choreography“ ausgezeichnet wurde – sein zweiter Tony Award®. Das Bühnenbild entwarf der Tony Award® und zweifache Emmy Award® Gewinner Derek McLane („Moulin Rouge! Das Musical“), das Lichtdesign stammt von der sechsmaligen Tony Award®-Preisträgerin Natasha Katz („An American in Paris“).

Die eindrucksvollen Kostüme kreierte Tony Award® und Emmy Awards® Preisträger Paul Tazewell („Hamilton“), während das Sounddesign von Gareth Owen („Come From Away“), Gewinner eines Tony Awards® und eines Olivier Awards, stammt. Für das Projection Design ist Peter Nigrini („Dear Evan Hansen“) verantwortlich, Haare und Perücken wurden von Charles LaPointe („The Color Purple“) entworfen. Die musikalische Supervision übernimmt David Holcenberg („Matilda“), der gemeinsam mit Tony Award® Gewinner Jason Michael Webb („The Color Purple“) die Orchestrierungen und Arrangements kreierte.

Regie und Choreografie von Christopher Wheeldon

Bei der Entstehung von MJ – Das Michael Jackson Musical arbeitete Regisseur und renommierter Choreograf Christopher Wheeldon eng mit der preisgekrönten Autorin Lynn Nottage zusammen. Ihr kreativer Prozess startete mit einem Wandteppich aus farbcodierten Notizzetteln – jeder einzelne stand für einen Song von Michael Jackson und eine passende Situation innerhalb der Geschichte. Wheeldon beschreibt seine Zusammenarbeit mit Nottage als eine große Ehre: „Es ist schwer zu beschreiben, wie geehrt ich mich fühlte, mit einer der größten Dramatikerinnen unserer Zeit zusammenzuarbeiten. Lynn empfing mich mit offenen Armen, ihrem brillanten Verstand und ihrem kreativen Geist.“

Ein besondere Erfahrung für Wheeldon war die Zusammenarbeit mit den Brüdern Rich und Tone Talauega, die als choreografische Berater Teil des Teams waren. Die beiden wurden einst von Michael Jackson auf einer Tanzfläche in Oakland, Kalifornien, entdeckt, tanzten auf seiner History-Tour und machten sich dann selbst als erfolgreiche Choreografen einen Namen. „Rich und Tone haben großzügig ihre Erfahrungen und ihr Wissen über Michaels Bewegungsvokabular aus erster Hand in die Ausbildung unserer Hauptdarsteller einfließen lassen. Sie haben Integrität und Motivation in die explosiven Bewegungen von MJ gebracht.“

Die Verkörperung der Hauptrolle ist entscheidend für den Erfolg eines Musicals – besonders, wenn es um einen der größten Künstler aller Zeiten geht. „Schon bei unseren ersten Gesprächen war uns klar, dass für die Rolle des Michael Jacksons ein Schauspieler gesucht werden muss, der die Qualitäten von Michael verkörpern kann, ohne ihn zu imitieren. Es gibt viele erfolgreiche Michael Jackson-Imitatoren auf der ganzen Welt. Umso wichtiger ist es, dass die Persönlichkeit des ausgewählten Schauspielers auf der Bühne durchscheint“, erklärt Wheeldon. Obwohl drei verschiedene Darsteller Michael Jackson in unterschiedlichen Lebensphasen spielen, ist das Musical als Ensemblewerk konzipiert. Die Darsteller:innen übernehmen verschiedene Rollen in Vergangenheit und Gegenwart, wobei viele von ihnen ein Triple Threat verkörpern – sie sind zugleich Tänzer:in, Schauspieler:in und Musiker:in.

Michael Jacksons Musik war innovativ, zeitgemäß und gleichzeitig zeitlos. Seine Songs und sein unverwechselbarer Tanzstil inspirieren noch heute Menschen auf der ganzen Welt. Wheeldon sagt dazu:„Ich hoffe, dass die Menschen die Show sehen und sich daran erinnern, wie sie sich gefühlt haben, als sie Michael Jackson zum ersten Mal hörten oder sahen.“

Worte von Schöpferin Lynn Nottage

„MJ – Das Michael Jackson Musical bietet dem Publikum einen einzigartigen Einblick in die Ereignisse und Beziehungen, die Michael Jackson als Künstler geprägt haben.“
„ABC“ von den Jackson 5 war das erste Album, das ich als Kind besaß. Die Schallplatte war vom ständigen Hören irgendwann so abgenutzt und zerkratzt, dass ich sie mehrfach ausgetauscht habe. Letztlich war es „Off the Wall“, Michael Jacksons bahnbrechende Soloaufnahme, die meine Liebe zu seiner Musik festigte. Erfinderisch und gefühlvoll veränderte das Album auf einen Schlag die Musiklandschaft. Als Schriftstellerin fühle ich mich von Michael Jacksons kreativem Werdegang angezogen. Mich interessiert, wie sein früher Erfolg seine Identität und seine musikalischen Impulse prägte und seinen Karriereweg beeinflusste. Michael Jackson war ein Innovator, der immer nach einem neuen und unerwarteten Vokabular suchte, um seine kreative Reichweite als Künstler zu erweitern. Er durchbrach viele Barrieren, sowohl auf der geschäftlichen als auch auf der kreativen Seite. Als Pionierstimme in der Musikindustrie ist Michael Jacksons Einfluss in der DNA vieler der heute erfolgreichsten Künstler:innen spürbar.

Wir hatten das Glück, die außergewöhnliche Musik Michael Jacksons als Grundlage für die Erschaffung eines Musicals zu haben. Unsere Aufgabe – meine, die von Regisseur Christopher Wheeldon und von Global Associate Director Dontee Kiehn – bestand darin, herauszufinden, wie wir eine fesselnde Erzählung gestalten und ein Porträt eines Künstlers entwerfen können, das Michael Jacksons Komplexität, Leidenschaft und Kunstfertigkeit einfängt. Daher haben wir uns entschieden, uns auf zwei Tage in seinem Leben zu konzentrieren, in denen er für die monumentale Dangerous World Tour probt. Wir wollen dem Publikum einen kleinen Einblick in die Anforderungen und Strapazen von Michaels kreativem Prozess geben, in sein Streben nach Perfektion, während er seine legendäre Konzerttournee auf die Beine stellt. Das Musical spielt in einer Probehalle, aber wir bewegen uns fließend durch Zeit und Raum. Es ist wie ein Mixtape seines Lebens aufgebaut und bietet dem Publikum einen einzigartigen Einblick in die Ereignisse und Beziehungen, die ihn als Künstler geprägt haben.

Die Musik

Für David Holcenberg und Jason Michael Webb ging mit der Arbeit an MJ ein großer Traum in Erfüllung: „Wir sagen oft, dass es für uns die Aufgabe unseres Lebens war, an MJ – Das Michael Jackson Musical zu arbeiten. Michael Jackson hat so viele großartige Songs – die Herausforderung bestand eher darin, festzulegen, welche unserer Lieblingssongs wir aufgrund der Geschichte, die wir erzählten, nicht verwenden.“

Holcenberg und Webb widmeten sich vier Jahre lang der Orchestrierung und den Arrangements – eine Zeit geprägt von Meetings, Workshops, Entwicklung, Freude und Lachen: „Wir haben versucht, die Originalaufnahmen von Michael Jackson zu ehren, aber dennoch einige kleine Anpassungen vorzunehmen. Letztlich sind wir unglaublich stolz auf die Live-Musik, die jeden Abend gespielt wird und Michael Jacksons Songs wieder zum Leben erweckt“.

Die Kostüme

Die Kostüme

Das kreative Wirken Michael Jacksons erstreckte sich über viele Jahrzehnte und beeinflusste sowohl die Musik als auch die Popkultur und Mode weltweit. Für Kostümdesigner Paul Tazewell war es essenziell, die Kostüme möglichst aus Michael Jacksons Perspektive heraus zu gestalten und zu zeigen, welchen Einfluss seine Musik auf Kultur und Mode hatte. „Ich interpretiere Charaktere gerne so ehrlich wie möglich und frage mich dabei: Wie präsentieren sie sich der Welt? Was ist ihre Hintergrundgeschichte? Wie kann ich dabei helfen, all dies durch ihre Kleidung widerzuspiegeln?“.

Während seiner Karriere arbeitete Michael Jackson in verschiedenen Lebensphasen mit unterschiedlichen Designern zusammen: von seinen Anfängen bei Motown bis hin zu seiner Zeit als selbstständiger Künstler. Der Designer des Thriller-Videos war beispielsweise eine ganz andere Person als diejenigen, die seine Bühnenshows gestalteten. Dennoch war es Paul Tazewell wichtig, eine einheitliche Linie in seiner Arbeit zu verfolgen und sich von den Texten, der Gesamtstruktur und den visuellen Elementen der Show leiten zu lassen: „Ich war im stetigen Austausch mit Christoper Wheeldon und sprach mit ihm darüber, wie er sich die jeweiligen Szenen vorstellte und wie wir die Charaktere auf Grundlage dieser Vision kleiden wollen. Ich fragte mich immer, wie ich dabei helfen kann, die Choreografie visuell zu unterstützen“.

Die Songs

2 Bad
ABC
Another Part of Me
Bad
Beat It
Billie Jean
Black or White
Blame It on the Boogie
Can You Feel It
Climb Every Mountain
Dancing Machine
Don’t Stop ‚Til You Get Enough
Earth Song
Ease on Down the Road
For the Love of Money
Higher and Higher
Human Nature
I Can’t Help It
I’ll Be There
I Want You Back
Jam
Keep the Faith
La La Means I Love You
Man in the Mirror
Money
Papa’s Got a Brand New Bag
Price of Fame
Rock with You
She’s Out of My Life
Shout
Smooth Criminal
Soul Train Theme Song
Stranger in Moscow
Tabloid Junkie
The Love You Save
The Way You Make Me Feel
They Don’t Care About Us

Die Premieren-Cast

Benét Monteiro – MJ

Nach seinem Abschluss an der ETMB Musical Theater School of Brasilia begann der gebürtige Brasilianer seine Karriere im Musicalbereich, zunächst als Seaweed in Hairspray in Rio de Janeiro und als Jack in Into The Woods in São Paulo. Später trat er auf mehreren „Aida“-Kreuzfahrtschiffen auf, wo er das Publikum in verschiedenen Shows begeisterte. Von besonderer Bedeutung für ihn sind sein Vocal Coach Rodrigo Soalheiro, der ihn seit 2010 auf jede neue Rolle vorbereitet, sowie die Unterstützung seiner Schwester Monique Monteiro. Neben seinen Bühnenauftritten nahm Benét auch CDs mit dem Künstler, DJ und Produzenten smiie auf. 2021 veröffentlichte er unter dem Künstlernamen Angeluz seine Debüt-EP, die die Single Can We Go On beinhaltete. In Deutschland war er bereits als Cover für Simba in Disneys Der König der Löwen in Hamburg sowie als Cover von Eddie bei der Tour von Sister Act zu sehen.

Danach übernahm er die alternierenden Rollen der Lola und Swing in Kinky Boots am Stage Operettenhaus in Hamburg, die Rolle des Jagwire in Bat Out Of Hell am Stage Metronom Theater in Oberhausen, Sky in Mamma Mia! am Stage Theater des Westens in Berlin und Kristoff in Disneys Die Eiskönigin. Nach seiner Rolle als Alexander Hamilton in Hamilton am Stage Operettenhaus und der Titelrolle in Hercules am Stage Theater Neue Flora freut sich Benét nun sehr auf die Rolle des MJ: „Das ist die Rolle, auf die ich mein ganzes Leben lang gewartet habe. Michael Jackson ist ein Genie und der größte Entertainer aller Zeiten. Die Möglichkeit zu haben, mit der Titelrolle in seine Welt einzutauchen, ist das Beste, was mir passieren kann. Es ist mir eine große Ehre und ich werde Alles geben, um seinem Vermächtnis gerecht zu werden und – was am wichtigsten ist – ab Dezember jeden Abend seine Musik mit dem Publikum in Hamburg zu feiern.“

OXA – MJ alternative

OXA wuchs in Taquarituba, São Paulo, auf und entdeckte schon in der Schule ihre Leidenschaft für Tanz und Gesang. Später vertiefte sie diese Interessen in verschiedenen Tanz-, Theater- und Musikworkshops in Brasilien. OXA gewann die Reality-Show So You Think You Can Dance Brasil, war Mitglied des Tanzensembles der JLO-Show Q’Viva! The Chosen in Las Vegas und erreichte das Finale von The Voice of Germany. Auf der Theaterbühne war OXA bereits in The Lion King Brasil, Tarzan – Das Musical, Kinky Boots, West Side Story, Tina – Das Tina Turner Musical und Moulin Rouge! zu sehen. Jetzt freut sich OXA darauf, das Publikum auch in MJ zu begeistern.

Prince Damien – Michael

Prince Damien gewann die 13. Staffel der RTL-Show Deutschland sucht den Superstar und erreichte mit seinem Siegersong Glücksmoment direkt Platz 1 der deutschen Single-Charts. Anschließend veröffentlichte er das von Dieter Bohlen produzierte Top-3-Album Glücksmomente und tourte mit den Top-6-DSDS-Kandidaten durch Deutschland.

Als Synchronsprecher war er im Animationsfilm Sing tätig, wo er einem Frosch seine Stimme verlieh. 2017 folgte eine weitere Deutschlandtour, diesmal gemeinsam mit den elf besten Teilnehmern der 14. DSDS-Staffel. Im selben Jahr nahm er an der RTL-Show Dance Dance Dance teil und bildete zusammen mit Luca Hänni ein Team. Die beiden lieferten beeindruckende Auftritte ab und gewannen schließlich das Finale.

2019 kehrte Prince Damien als Vocal Coach zur 16. DSDS-Staffel zurück und übernahm zudem die Rolle einer der fünf Bandmitglieder im Take That-Musical The Band. Ein Jahr später setzte er sich in der 14. Staffel von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! durch und wurde zum Gewinner gekürt.

Derzeit ist er Teil der Schlager-Boyband Team 5ünf, die mit ihrem Album Für die Ewigkeit direkt in die Top 10 der offiziellen Album-Charts einstieg. Die Möglichkeit, die Rolle des jungen Michael Jackson zu verkörpern, ist für Prince Damien eine besondere Ehre.

DNPRI – Titio Jackson / Quincy Jones, Cover Rob / Joseph Jackson

Geboren wurde DNPRI, mit vollem Namen „Dinipiri Jnr Collins Etebu“, in Port Harcourt, Nigeria, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. 2005 zog er nach Deutschland und machte sich dort schnell in der Tanzszene einen Namen, was ihm zahlreiche Erfolge einbrachte. Mit der Zeit entdeckte er seine Leidenschaft für den Gesang und begann, dieses Talent in großen Hallen wie der ÖVB Arena in seine Soloauftritte einzubauen.

Als Sänger gab DNPRI sein Debüt 2014 in Disneys Der König der Löwen, wo er Mufasa und Banzai verkörperte. Es folgten weitere Hauptrollen in bekannten Musicals, darunter Seaweed in Hairspray, Tyrone in Fame und Ike Turner in Tina – Das Tina Turner Musical.

Im Laufe seiner Karriere teilte er bereits mit internationalen Stars wie Burna Boy, Anitta, Alesso, Helene Fischer, Luis Fonsi, Kontra K und Nico Santos die Bühne. Heute geht DNPRI seinen eigenen Weg als Künstler und widmet sich nicht nur der Musikproduktion und dem Songwriting, sondern auch der Choreografie – sowohl für sich selbst als auch für andere Künstler. Im Fernsehen war er in zahlreichen großen Shows zu sehen, darunter die NFL Halftime Show, die Champions League Halftime Show, Deutschland sucht den Superstar, Let’s Dance, TV total, der ZDF-Fernsehgarten, Schlager-Comeback, Die Helene Fischer Show und die Echo-Preisverleihung.

Auch abseits der großen Bühnen genießt DNPRI hohe Anerkennung: Er wurde bereits in mehr als 25 Länder eingeladen, um sein Wissen als Tanzlehrer weiterzugeben. Zudem arbeitete er als Movement Director mit Künstlern wie Summer Cem, Ezhel, Joel Brandenstein, SDP, Mehrzad Marashi und vvaves music zusammen.

Mario Gremlich – Dave

Mario Gremlich schloss seine Ausbildung an der Schauspielakademie Zürich ab. Nach ersten Engagements am Schauspiel Bonn, Staatstheater Darmstadt und Theater Oberhausen spielte er an Bühnen in der gesamten deutschsprachigen Region, von Luxemburg bis Österreich. Während dieser Zeit leitete er das Liechtensteiner Theater am Kirchplatz in Schaan und übernahm erste Regiearbeiten, unter anderem am Theater Lübeck und Theater Heilbronn.

Seine weitere Laufbahn führte ihn an renommierte Häuser wie das Staatstheater Hannover, das Theater Regensburg, das Theater Orchester Biel Solothurn, das Theater Lübeck und das Theater Vorpommern. Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist er zudem immer wieder Teil großer Sommertheaterproduktionen, darunter die Freilichtspiele Schwäbisch Hall, die Gandersheimer Domfestspiele und die Burgfestspiele Mayen.

Auch in Musicals und Großproduktionen wie Die Schweizermacher (Maag Music Hall, Zürich), Rocky (Stage Operettenhaus, Hamburg), War Horse – Gefährten (Stage Theater des Westens, Berlin) und Im Weißen Rössl (Bernhard Theater, Zürich), stand er auf der Bühne. Seit 1997 engagiert er sich zudem in freien Theaterprojekten von Bern bis Travemünde, wo er unter anderem als Gottlieb Biedermann in Biedermann und die Brandstifter, Aleksej in Der Spieler und Hercule Poirot auf der Bühne stand.

David Hughey – Rob / Joseph Jackson

Der Sänger und Schauspieler David Hughey ist sowohl auf der Bühne als auch vor der Kamera aktiv. Am Broadway begeisterte er das Publikum in Produktionen wie MJ – The Musical, Camelot, Waitress und The Gershwins’ Porgy and Bess. Auch im Film- und Fernsehbereich konnte er sich einen Namen machen. Er spielte unter anderem in FBI: Most Wanted (CBS), Power Book III – Raising Kanan (Starz) sowie Lincoln Rhyme – Hunt for the Bone Collector (NBC) und war zudem in 12 Years a Slave zu sehen.
Neben seiner Schauspielkarriere wirkte David Hughey auch musikalisch mit und arbeitete an den Soundtracks von 12 Years a Slave sowie The Underground Railroad (Amazon Prime) mit.

Jessica Mears – Kate / Katherine Jackson

Jessica Mears wurde in Kingston, Jamaika, geboren und startete dort ihre Karriere. Sie war Mitglied der Gospelgruppe Father Holung and Friends und erhielt für ihr Gesangstalent mehrere Auszeichnungen, darunter 1999 den Preis für das beste Gospelsolo. Von 1998 bis 1999 stand sie auf den Cayman Islands in Ruby auf der Bühne, wo sie die Rolle des pubertierenden Jungen Kenneth spielte. In Jesus 2000 begeisterte sie das Publikum auf Jamaika. 2001 war sie Teil des Ensembles von Link Up im Theater der Area Youth Foundation in London.

Ein großer Traum erfüllte sich für Jessica 2002 mit ihrem Engagement bei Disneys Der König der Löwen in Hamburg. Zunächst übernahm sie das Cover für die Rollen Shenzi, Nala und Sarabi. 2003 wurde sie die Erstbesetzung von Nala und war 2010 als erste Nichtsüdafrikanerin in der Rolle der Rafiki zu sehen.
Von 2007 bis 2009 stand sie in Köln als Ozzy im Musical We Will Rock You auf der Bühne. 2012 nahm sie an der Casting-Show The Voice of Germany teil. Anschließend spielte sie 2013 die Titelrolle im Musical Aida bei den Burgfestspielen Jagsthausen. In den Jahren 2014/15 war sie als Solosängerin auf der Tourproduktion von Dirty Dancing zu sehen, bevor sie von 2016 bis 2018 als Nicki Marron in Bodyguard am Musical Dome in Köln auftrat.

2021/22 übernahm Jessica das Cover von Hermine Granger-Weasley in Harry Potter und das verwunschene Kind am Hamburger Theater am Großmarkt. 2023/24 kehrte sie als Erstbesetzung von Nala zu Der König der Löwen in Hamburg zurück.

Neben ihrer beeindruckenden Musical-Karriere ist Jessica Mears seit über 20 Jahren als Starsängerin auf internationalen Galas bekannt.

Perci Moeketsi – Nick / Berry Gordy, Cover Rob /Joseph Jackson

Perci Moeketsi ist ein südafrikanischer Künstler mit einer Ausbildung in Musiktheater. Als Autodidakt in verschiedenen Genres sammelte er bereits vor seinem Universitätsabschluss im Jahr 2017 erste Erfahrungen vor der Kamera in der TV-Show Top Actor South Africa sowie in Hear Me Move, Afrikas erstem Tanzfilm. Darüber hinaus war er in Shows wie SA’s Got Talent und Jam Alley Crew vs Crew zu sehen.

Seine Leidenschaft für das Theater entdeckte er, als er die männliche Hauptrolle in Rorisang and Julie, einer Musical-Adaption von Romeo und Julia, übernahm. Diese beeindruckende Darbietung weckte das Interesse der Tshwane University of Technology, die ihn daraufhin in ihr Diplomprogramm für Musiktheater aufnahm.

Als Nelson Mandela tourte Perci mit Madiba – The Musical durch Australien und Neuseeland. Weitere bedeutende Bühnenauftritte folgten, darunter in Gospel Spectacular, Fire und Qina – The Musical. Neben seiner Arbeit als Darsteller engagiert er sich auch hinter den Kulissen: Er war an der Gründung der Forefront Dance Crew beteiligt und ist Vorstandsmitglied der Organisation Dare to Dream, die jungen Talenten in seinem Heimat-Township kostenlosen Unterricht in den drei musikalischen Disziplinen ermöglicht.

Nach seinem Auftritt in der Hamburger Produktion von Tina – Das Tina Turner Musical freut sich Perci nun auf seine neue Herausforderung in MJ – Das Michael Jackson Musical auf der Bühne des Stage Theaters an der Elbe.

Eve Rades – Rachel

Die aus Berlin stammende Künstlerin absolvierte ihre Ausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Ihr erstes Engagement brachte sie zurück in ihre Heimat, wo sie im Udo-Lindenberg-Musical Hinterm Horizont auf der Bühne stand – später folgte sie der Produktion auch nach Hamburg. Im Laufe ihrer Karriere übernahm sie eine Vielzahl bedeutender Rollen. Sie stand als Lucy Harris in Jekyll & Hyde (Theater Altenburg Gera) auf der Bühne, verkörperte Natalie in Next to Normal (Oper Dortmund) und spielte die Titelrolle in Evita am Staatstheater Darmstadt. Zudem schlüpfte sie am Staatstheater Cottbus in die Rolle der Eliza Doolittle in My Fair Lady.

Auch das Theater Heilbronn prägte ihre Laufbahn: Hier war sie unter anderem in der 68er-Revue Born to Be Wild? zu sehen, verkörperte Lucy in Männer (nach dem Film von Doris Dörrie), Tracy in High Society und Marie in der Spoliansky-Revue Wie werde ich reich und glücklich?. Als Bibi Blocksberg tourte sie mit den Arena-Shows Bibi & Tina – Die große Show und Bibi & Tina – Das Konzert durch ganz Deutschland. 2020 stand sie für den Kinofilm Die Saat vor der Kamera, der 2021 auf der Berlinale Premiere feierte.

Zuletzt begeisterte sie als Sally Bowles in Cabaret am Hansa-Theater in Hamburg – eine Rolle, die sie bereits am Theater Nordhausen verkörpert hatte. Dort spielte sie außerdem Maria Magdalena in Jesus Christ Superstar, die Titelrolle in Jane Eyre, Milady de Winter in 3 Musketiere sowie Lara in Doktor Schiwago.

Pedro Reichert – Alejandro, Cover Dave

Pedro Reichert ließ sich an der renommierten Mountview Academy of Theatre Arts in London zum Schauspieler ausbilden. In London feierte er erste Bühnenerfolge, darunter in der Uraufführung von A Hole in the Fence sowie als Ritchie Valens auf der West End-Tour von Buddy – The Buddy Holly Story. Sein Weg führte ihn anschließend nach Deutschland, wo er sich schnell als gefragter Musicaldarsteller etablierte. So gehörte er zur Originalbesetzung von Sister Act am Stage Operettenhaus als Dinero, zur Cast in Das Wunder von Bern am Stage Theater an der Elbe und war als Omar in der Premierenbesetzung von Disneys Aladdin am Stage Theater Neue Flora in Hamburg zu sehen.

Weitere Engagements folgten: Als George Harrison in Backbeat – Die Beatles in Hamburg, als Carlos in Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs und als Abdul in Knockin’ On Heaven’s Door am Stadttheater Fürth. In Berlin stand er als Freddy in Ku’damm 56 auf der Bühne, einem Stück, das 2022 mit dem Deutschen Musical Theater Preis ausgezeichnet wurde. Zudem verkörperte er Benjamin Coffin III in Rent am Opernhaus Dortmund und zuletzt Pontius Pilatus in Jesus Christ Superstar zur Neueröffnung der Eutiner Festspiele 2024.

Auch auf der Kinoleinwand erschien Pedro Reichert: In Maria Schraders Film Vor der Morgenröte, der das Leben von Stefan Zweig im Exil thematisiert, war er in einer Nebenrolle zu sehen. Neben seiner Arbeit als Schauspieler ist er ein leidenschaftlicher Musiker. Er beherrscht die Gitarre und tritt sowohl als Solokünstler mit brasilianischer Bossa Nova Musik als auch mit seiner Band Love Rockets und dem Programm Tag der Helden regelmäßig live auf.

Vom 9. Juli bis 23. August 2025 ist das beliebte Disney-Musical DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME bei den Thunerseespielen zu sehen.

Die international erfolgreiche Inszenierung der Geschichte rund um die Pariser Seine kommt auf die beeindruckende Seebühne am Thunersee – vor der Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau.

Die berührende Geschichte des Glöckners Quasimodo, der abgeschottet von der Welt im Glockenturm der Pariser Kathedrale Notre Dame lebt, garantiert einen unvergesslichen Musicalabend.

Das Musical basiert auf dem gleichnamigen Roman von Victor Hugo aus dem Jahr 1831 und der beliebten Disney-Zeichentrickverfilmung von 1996. Die Musik stammt von Alan Menken, dem achtfachen Oscar-Preisträger, und die Liedtexte von dem ebenfalls oscarprämierten Stephen Schwartz.

Für die Aufführung auf der Seebühne wurden 25 talentierte Musicaldarstellerinnen und -darsteller engagiert, von denen einige bereits in früheren Thuner Produktionen auftraten. Ergänzt wird das Ensemble durch einen 20-köpfigen Chor. Für die im Sommer 2024 ausgeschriebenen Rollen haben sich über 800 professionelle Musicaldarsteller:innen beworben. 250 von ihnen wurden zu den Castings in Zürich, Hamburg und Wien eingeladen.

Dank des renommierten Namens der Thunerseespiele in der Musicalszene, konnte aus einer Vielzahl erfahrener Künstler:innen die erstklassige Cast für DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME ausgewählt werden.

In der Hauptrolle des Glöckners Quasimodo ist Denis Riffel auf der Seebühne zu sehen, der neben seinen Engagements im Musical- und Theaterbereich auch in Film und Fernsehen aktiv ist. Im vergangenen Jahr war er u.a. in den Musicals Dear Evan Hansen (Gmunden), Jesus Christ Superstar (Nürnberg) und Anatevka (Erfurt) zu sehen. Die weibliche Hauptrolle der Esmeralda übernimmt Sharon Rupa, die bereits dreimal den „Deutschen Rock und Pop Preis“ in der Kategorie „Beste Musicalsängerin“ gewonnen hat. Sie war zuletzt auf Tournee mit Der kleine Horrorladen und spielte auch schon in Hits wie Mamma Mia!, Westside Story oder Die Päpstin. In weiteren Rollen zu sehen sind Detlef Leistenschneider als Erzdiakon Frollo, Jan-Philipp Rekeszus als Hauptmann Phoebus und Frank Winkels als Clopin.

Neben diesen fünf deutschen Darstellenden werden auch die vier Schweizerinnen – Anja Quinter, Amaya Keller, Maja Xhemaili und Lesley Zellweger – sowie der Schweizer Mathias Reiser und weitere Künstler aus insgesamt fünf Nationalitäten auf der Bühne stehen.

Denis Jenni, ausführender Produzent: „Es ist ein grosses Kompliment für uns als Arbeitgeber, dass wir zehn Ensemblemitglieder verpflichten konnten, die auch
in den vergangenen Jahren schon für die Thunerseespiele auftraten“.

Auch im Sommer 2025 setzen die Verantwortlichen der Thunerseespiele auf den exzellenten Thunerseespiele-Chor. Obwohl einige der Chormitglieder schon jahrelang bewährt haben, müssen auch sie sich im Rahmen eines Castings jeweils bewerben. Elf Frauen und neun Männer unterschiedlichen Alters aus den Kantonen Bern, Aargau, Basel-Land, Schwyz und Zürich begannen bereits im März 2025 unter der Leitung von Patrick Secchiari mit den Proben. Die Cast stieß dann Mitte Mai 2025 zu den Proben unter der Leitung von Regisseur Dominik Flaschka und dem musikalischen Leiter Iwan Wassilevski in der Curlinghalle in Thun dazu.

Die Cast

Quasimodo: Denis Riffel
Esmeralda: Sharon Isabelle Rupa
Erzdiakon Claude Frollo: Detlef Leistenschneider
Hauptmann Phoebus de Martin: Oliver Floris
Clopin Trouillefou: Frank Josef Winkels
Florika: Anja Quinter
König Louis XI: Alex Bellinkx
Jehan Frollo: Florian Sigmund
Pater Dupin: Thomas Schreier
Leutnant Frederic Charlus: Mathias Reiser
Junger Frollo: Benedikt Berner
Madame: Mona Graw

Ensemble: Nicolas Christahl (Cover Quasimodo), Antonia Kalinowski (Cover Esmeralda), Thomas Schreier (Cover Erzdiakon Claude Frollo), Florian Sigmund (Cover Hauptmann Phoebus de Martin), Alex Bellinkx (Cover Clopin Trouillefou), Amaya Keller (Cover Florika), Joel Parnis (Cover Pater Dupin), Benedikt Berner (Cover Leutnant Frederic Charlus), Katja Uhlig (Cover Madame), Mona Graw, Clarissa Gundlach, Maja Xhemaili-Luthiger, Rebecca Stahlhut, Lesley Zellweger, Mathias Reiser, Flavio Marullo, Riccardo Pastore

Swings: Chiara Cook (Dance Captain), Philipp Nowicki

Dennis Riffel

Denis Riffel arbeitet freischaffend für Theater und Film- und Fernsehen. 2024 spielt er Evan in der deutschsprachigen Erstaufführung von Dear Evan Hansen am Stadttheater Gmunden, Simon Zealotes in Jesus Christ Superstar am Staatstheater Nürnberg und Perchik in Anatevka in Erfurt. Zu seinen schönsten Theatererfahrungen der letzten Jahre gehören ausserdem Siegfried in Drachenherz, Gideon Fletcher in The Last Ship und Berger in Hair. Er freut sich sehr auf Wolfgang Mozart in der Uraufführung von Saving Mozart im Stadttheater Gmunden und auf Quasimodo in Der Glöckner von Notre Dame.

Sharon Isabelle Rupa

Sharon Isabelle Rupa erlangte 2013 den Abschluss zur staatlich anerkannten Musicaldarstellerin. In zahlreichen Musical- und Theaterinszenierungen (u.a. MAMMA MIA!, Ghost, Hairspray, Zorro, Himmel & Kölle, West Side Story, Winnetou und das Halbblut, Wahnsinn, Die Päpstin, Der Medicus, La Cage aux Folles, Linie 1) stand sie bereits auf internationalen Bühnen. 2013 gewann Rupa ausserdem den Deutschen Rock und Pop Preis in der Kategorie “Beste Musicalsängerin”, den sie 2014 und 2019 abermals verteidigen konnte. Zuletzt war sie als Ronette auf Tournee mit Der kleine Horrorladen.

Detlef Leistenschneider

Detlef Leistenschneider wurde an der Hochschule der Künste in Berlin ausgebildet. Zu seinen Rollen gehören u.a. Frank’n’Furter (Rocky Horror Show), Riff (West Side Story), Conférencier (Cabaret), Inspektor Javert (Les Misérables), Lottes Vater (Goethe – Das Musical), Henk (Knockin‘ On Heaven’s Door) und der Tiger im Kindermusical Der achtsame Tiger. Als Luigi Lucheni (Elisabeth), Dimitri (Der Schuh des Manitu), Harry Beck (Mamma Mia!), Curtis Shank (Sister Act), Rocky (Rocky – Das Musical), Richard Lubanski (Das Wunder von Bern) und Axel Staudach (Ich war noch niemals in New York) war er in Longrun-Produktionen zu sehen. An den Bühnen Bern spielte er 2023 Dan Goodman in Next To Normal. Zuletzt sah man ihn als Hades in Disneys Hercules – das Musical im Stage Theater Neue Flora in Hamburg. Gleichzeitig zu seinen Engagements verleiht er seine Stimme als Synchron- und VoiceOver Sprecher.

Oliver Floris

Oliver Floris absolvierte seine Musical-Ausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Zu seinen wichtigsten Rollen zählen u.a. Emanuel Schikaneder in der Uraufführung von Schikaneder (Wien), Bert in Mary Poppins (Stuttgart/Hamburg), Freddy Eynsford-Hill in My Fair Lady (Salzburg) und Axel Staudach in Ich war noch niemals in New York, als der er erstmals auf der Thuner Seebühne stand. Ebenso zentrale Rollen waren Diesel in West Side Story, Henry Spofford in Gentlemen Prefer Blondes (Neustrelitz) sowie der Bäcker in Into the Woods (München). Weiter zu sehen war Floris in Crazy for You, Curtains, The Drowsy Chaperone, Jesus Christ Superstar (München), The Sound of Music, Der Schuh des Manitu, Tschitti Tschitti Bäng Bäng, Roxy und ihr Wunderteam (Wien) sowie Elisabeth (Wien, konzertant).

Frank Josef Winkels

Frank Josef Winkels wurde in Hamburg zum diplomierten Bühnendarsteller ausgebildet. Dort spielte er zuletzt Curtis Jackson in Sister Act. Über sieben Jahre war er Ensemblemitglied des Schmidt Tivoli Theaters. Er spielte u.a. Peppone in Don Camillo & Peppone, Shrek in Shrek, Luther im Luther Poporatorium, das Biest in Disneys Die Schöne und das Biest, Billy Flynn in Chicago, König Artus in Monty Pythons Spamalot, Don Quixote in Der Mann von La Mancha, Pontius Pilatus in Jesus Christ Superstar. Dieses Jahr ist Winkels als Carl Hanratty in Catch Me If You Can am Stadttheater Bremerhaven zu sehen.

Alex Bellinkx

Alex Bellinkx stammt ursprünglich aus Belgien. Seine Ausbildung absolvierte er an der staatlichen Ballettschule in Antwerpen. Mittlerweile gehört er zu den festen Grössen auf deutschen Musical-Bühnen. Sein Musical-Debüt feierte er 2000 in Berlin im Ensemble von Der Glöckner von Notre Dame und als Fightcaptain. Er spielte u.a. in Elisabeth und Aida in Essen sowie in Die drei Musketiere, Rebecca und Tanz der Vampire in Stuttgart, in Disney’s Aladdin, Rocky, Ghost – Nachricht von Sam und Tina – Das Tina Turner Musical in Hamburg. In St. Gallen war er bei Artus-Excalibur als Ector, in Stuttgart bei Tanz der Vampire als Swing/Cover Chagall, bei den Thunerseespielen in Dällebach Kari als Walk-in Cover und in München bei Der Medicus als Avicena beschäftigt. Zuletzt war er mit Elisabeth und Rebecca auf China-Tour.

Florian Sigmund

Florian Sigmund ist gebürtiger Duisburger und schloss 2020 sein Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen ab, spielte bereits davor in Musicals wie Haispray, La Cage Aux Folles, Anything Goes und Die Lustige Witwe. Während des Studiums stand er als Oberst in Die Gespenstersonate sowie als Präparator in Glaube Liebe Hoffnung auf der Bühne. Ab 2018 war er u.a. zu sehen als Kommissar in Knockin’ On Heaven’s Door (Essen, Basel), Glad Hand, Diesel und Swing in West Side Story (Dortmund), Melchior in Spring Awakening (Essen), in Himmel und Kölle (Köln), Amos Hart in Chicago (Bonn), als Erwin Bach in Tina – das Tina Turner Musical (Stuttgart) und in Die Päpstin (Fulda). Für seine Rolle als Prinz Theo in Die Gänsemagd (Hanau) war er für den Preis «Bester Darsteller in einer Hauptrolle» beim Deutschen Musical Theater Preis nominiert. Zuletzt war er als Büttel Bamford in Sweeney Todd (Dortmund) und als Pitter in Heisse Ecke (Schmidt’s Tivoli) zu sehen.

Thomas Schreier

Thomas Schreier begann seine musikalische Karriere als 6-Jähriger mit dem Schwerpunkt Violine, später Bratsche und Klavier. Mit 19 Jahren begann er die klassische Gesangsausbildung. Er stand mehrfach als Solist auf der Bühne des Konzerthauses und der Philharmonie Berlin. 2009 debütiert er als Musicaldarsteller und erzielte seinen Abschluss als Gesangspädagoge im Jahr 2014. Im Jahr 2015 stand er auf den Bühnen von Stage Entertainment und war dort bei Liebe stirbt nie, Hinterm Horizont und Der Glöckner von Notre Dame zu sehen. In den Pandemiejahren war er auf den Meeren der Welt unterwegs. 2023 und 2024 war er bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall in Wie im Himmel und Hairspray engagiert und moderierte das Neujahrsvarieté im Neuen Globe.

Nicolas Christahl

Nicolas Christahl beendete 2014 seine Ausbildung am Performing Center Austria in Wien. Dort folgte 2015 das Engagement im Musical Mozart! als Teil des Ensembles und Cover Graf Arco. 2016 ging er mit dem Musical Ich war noch niemals in New York auf Tour. Es folgten Ghost – Das Musical in Linz und Berlin als U-Bahn-Geist und Cover Carl Brunner. Bis 2024 war Nicolas Christahl Teil grosser Stage Produktionen wie Disneys Aladdin als Kassar sowie Cross Swing, Cover Chagal und Cover Nightmare Solist in Tanz der Vampire. Zuletzt wirkte er in der konzertanten Fassung des Musicals Elisabeth als Swing und Cover Lucheni mit.

Mathias Reiser

Mathias Reiser, geboren 1994 in Basel, absolvierte seine Ausbildung 2019 an der Universität der Künste Berlin. 2016 erhielt er den Bobby Walden Preis, 2017 war er Finalist im Bundeswettbewerb Gesang. Er spielte bereits 2018 A-Rab in West Side Story, Andi in Welcome To Hell an der Neuköllner Oper in Berlin und im Anschluss Geza in Roxy und ihr Wunderteam an der Komischen Oper, inszeniert von Stefan Huber. Nach Abschluss war er als Scorpius Malfoy in Harry Potter und das verwunschene Kind in Hamburg zu sehen. Zuletzt verkörperte er im Theater des Westens in Berlin die Rolle des Freddy Donath in Ku’damm 59.

Joel Parnis

Joel Parnis wuchs in Australien und Taiwan auf. 2010 schloss er sein Bachelorstudium in Musiktheater in Victoria, Australien ab. Seine Engagements beinhalten u.a. The Producers, Chess, Flower-children, Godspell, The Pirates of Penzance, und Les Misérables (Australien & International Tour). Anschliessend spielte er in My Fair Lady unter der Regie von Julie Andrews im weltberühmten Sydney Opera House. Ab 2017 übernahm er dort die Rolle des Freddy Einsford-Hill. Es folgten u.a. Titanic (Grossbritannien, Irland, Deutschland, China), Wie im Himmel, Priscilla: Königin der Wüste, Anastasia (Graf Ipolitov/Tsar), und Natascha, Pierre & der Großer Komet von 1812. Joel hatte 2024 seine Regiedebüt mit I Love You Because im Theater im Delphi, Berlin.

Benedikt Berner

Benedikt Berner absolvierte sein Musicalstudium in Wien und studierte Rhythmik/Musik und Bewegung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Es folgten Engagements u.a. als Brad in der Rocky Horror Show und als Cliff in Cabaret. Zuletzt war er als Swing / Cover Harry in My Fair Lady bei den Seefestspielen Mörbisch sowie The Greatest Showman in concert im Theater Uri zu sehen. Ausserdem komponierte und entwickelte er den Liederzyklus für Streichquartett Die zwei Jahreszeiten, die Echtzeitkomposition Pale Blue Dot sowie die interaktive Tanzperformance 45 Minutes (more or less).

Flavio Marullo

Flavio Marullo wurde in Europa und Amerika ausgebildet und schloss sein Studium am ICMT in London mit Auszeichnung ab. Er debütiert im Fernsehen auf RAI 1 (I migliori anni, L’anno che verrà), dann in Werbespots für TIM. Er tanzt in dem Film Bloody Richard und spielt als Faun in The Creatures of Prometheus Festival der zwei Welten, als Solist in der italienischen Tournee von Broadway Celebration, als Dean Paxton in Everybody’s Talking About Jamie Italien, und als Darsteller an Bord von Costa Cruise. Dann in Deutschland, in Hamilton in der Originalbesetzung und in Disneys Hercules Weltpremiere.

Riccardo Pastore

Riccardo Pastore schloss seine Ausbildung mit einem Bachelor of Arts in zeitgenössischem Tanz an der Northern School of Contemporary Dance ab.
Er stand bereits in Produktionen wie Ku’damm 59 und Romeo & Julia – Liebe ist alles im Ensemble am Theater des Westens in Berlin auf der Bühne. 2025 tourte er als Garvin im Musical Footloose durch Deutschland und Österreich. Riccardo Pastore freut sich sehr auf die Spielzeit im Ensemble in Thun

Mona Graw

Mona Graw absolvierte ihre Ausbildung mit Diplom am renommierten Studio Theater an der Wien. Es folgten Engagements bei den Vereinigten Bühnen Wien in Elisabeth und Mozart! Bevor sie drei Jahre am Berliner Theater des Westens spielte, führte sie ihre erste Titelrolle Laura ans Watermill Theatre in England. Stage Entertainment engagierte sie u.a. als Magda in Tanz der Vampire, Mutter / Cabaretsängerin in 3 Musketiere, als Mrs Van Hopper in Rebecca und als Confidante / Madame Giry in Das Phantom der Oper. Bei den Thunerseespielen war sie 2013 in Der Besuch der alten Dame zu sehen. Weitere Stationen waren Mama Morton in Chicago, Mary Lazarus in Sister Act, die Flashdance – What a Feeling-Tour 2023 als Hannah und die Uraufführung Die Gänsemagd 2024 als Dienerin Ilse. Im Erfolgsstück Weiber sah man Mona Graw als Anke in Bielefeld, Bremen, Lübeck und Kassel.

Anja Quinter

Anja Quinter ist gebürtige Schweizerin und steht schon seit frühester Kindheit auf der Bühne. Bereits mit 8 Jahren spielte sie ihre erste Hauptrolle in einem Kindermusical. 2021 schloss sie die professionelle Musicalausbildung an der Performing Academy in Wien ab. In Wien spielte sie unter anderem bei Heidi sowie in Anne auf Green Gables im Theater der Jugend mit. Erstmals in der Schweiz sah man Anja in der MAAG Music Hall bei der Wiederaufnahme von Space Dream. Im Sommer 2022 folgte ihr Debüt bei den Thunerseespielen als Ursula in Io Senza Te. Im Sommer 2023 folgte das Debüt bei den Seefestspielen in Mörbisch in Mamma Mia! Anschliessend ergatterte sie sich gleich mehrere Rollen in der Welturaufführung des Musicals Abenteuerland in Düsseldorf.

Antonia Kalinowski

Antonia Kalinowski wuchs in Worpswede auf und schloss 2024 ihr Studium des Fachs Musical an der Folkwang Universität der Künste ab. Im selben Jahr feierte sie ihr professionelles Debüt als Maria in dem Musical Jesus Christ Superstar. Während ihres Studiums führten sie erste Engagements ans Düsseldorfer Schauspielhaus. 2023 gewann sie sowohl beim MUT-Wettbewerb als auch beim Bundeswettbewerb Gesang den zweiten Hauptpreis. Neben Engagements an der Oper Dortmund (Cabaret und Rent), feierte Antonia zuletzt ihr internationales Debüt mit dem Stück Rebecca, wo sie in der Rolle der ICH zu sehen war.

Katja Uhlig

Katja Uhlig absolvierte ihr Studium zur Diplom-Bühnendarstellerin an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Seitdem verkörperte sie zahlreiche Hauptrollen und spielte an vielen renommierten Theatern. Seit 2018 ist sie festes Ensemblemitglied der Shakespeare Company Berlin. 2022 wurde sie mit dem Deutschen Musical Theaterpreis als „Beste Darstellerin in einer Hauptrolle“ (Caterina Schöllack in Ku‘damm 56) ausgezeichnet. Sie ist zertifizierte Gesangspädagogin und arbeitet als Synchronsprecherin. Bei den Thunerseespielen spielte sie u.a. Maria in West Side Story und Kate McGowan in Titanic.

Amaya Keller

Amaya Keller ist Schweizerin und absolvierte ihre Gesangs-, Schauspiel- und Tanzausbildung am Pariser Centre International de Danse Jazz und in Wien am Vienna Konservatorium. In Wien stand sie als Pocahontas und Judith in Boeing Boeing auf der Bühne. Ab 2010 folgten Dällebach Kari, Camping Camping, Comedy Christmas, Spamalot und Der Besuch der alten Dame. 2014–2016 war sie Teil der Original-Cast von Das Wunder von Bern (Hamburg). 2016/17 folgten Hair (Gärtnerplatztheater) und Cabaret (Bernhard Theater). 2017-19 folgten CATS und MAMMA MIA! (Thun), Matterhorn, Supermarkt Ladies und Priscilla – Königin der Wüste. Ausserdem 2020-23 Wüstenblume, und 2021-23 Disneys Die Eiskönigin (Hamburg). 2024 folgten RENT (St.Gallen) und Elisabeth (China) sowie 2025 Einstein – A Matter of Time (St.Gallen). Keller arbeitet sie regelmässig als Sprecherin im Tonstudio.

Clarissa Gundlach

Clarissa Gundlachs professioneller Weg in die Darstellende Kunst führte sie nach ihrem Studium an der UdK zu der zynischen Komödie und Uraufführung Eine Stimme für Deutschland. Sie gewann im gleichen Jahr im Bundesgesangswettbewerb Musical den Preis der Walter Kraminsky-Stiftung. Ende ihres Studiums spielte sie Sandy in Grease und Emma in The Prom, auf der Tour von Sound of Music Concerts, in This Is The Greatest Show. Nach ihren Studium verkörperte sie Judith in Paradise Lost an der NKO Berlin. Während sie in der Welturaufführung ABENTEUERLAND als Swing und Cover die Produktion begleitete, verkörperte sie auch Ari in Danke für Nichts an der Opernwerkstatt am Rhein.

Maja Xhemaili-Luthiger

Maja Xhemaili-Luthiger entdeckte ihre Leidenschaft zum Tanz bereits im Alter von fünf Jahren. Nach ihrer klassischen Grundausbildung besuchte sie die Hamburg School of Entertainment und liess sich im Bereich Musical ausbilden. Nach Tanzweiterbildungen in New York und dem Bachelor zur Primarlehrerin absolvierte sie ihr Diplom zur Bühnentänzerin in Zürich. Seither ist Maja freischaffende Tänzerin und Choreografin (u.a. Jesus Christ Superstar, le thèâtre) und war u.a. zu sehen in Das Land des Lächelns (Opernhaus Zürich), Tanz der Vampire (Ronacher Wien) und Mamma Mia (Thunerseespiele), als Dance Captain und Swing/Ensemble in Sister Act (le thèâtre), Der Löwe der nicht schreiben konnte (Bernhard Theater), Space Dream und Die Bremer Stadtmusikanten (Maag). Zuletzt war Maja in den Wiederaufnahmen von Die Csárdásfürstin und Das Land des Lächelns (Opernhaus Zürich) zu sehen

Rebecca Stahlhut

Rebecca Stahlhut sammelte erste Bühnenerfahrungen nach ihrer Ausbildung in Osnabrück am dortigen Stadttheater in Musicals wie West Side Story und Cabaret. Es folgten u.a. Erma in Anything Goes und Marta in Company am Stadttheater Bielefeld. Das Theater Coburg engagierte sie für die Rolle der Anita in West Side Story. Bei den Gandersheimer Domfestspielen war Stahlhut als Dionne zu sehen. In MAMMA MIA! verkörperte sie sowohl Lisa als auch die Cover Rosie und Donna im Jahr 2018. 2021 war sie bei der deutschen Erstaufführung von Die Eiskönigin als Cover Königin Iduna / Bulda zu sehen. Die Thunerseespiele engagierten Rebecca Stahlhut bereits 2014 für die Produktion AIDA als Nehebka / Cover Aida.

Lesley Zellweger

Die gebürtige Thunerin schloss ihre Ausbildung zur Musicaldarstellerin 2023 erfolgreich in Hamburg ab. Bereits während der Ausbildung stand sie für diverse Produktionen im First Stage Theater Hamburg auf der Bühne. U.a. für die grosse Weihnachtsshow und die grosse Jubiläumsgala. Nach der Ausbildung spielte sie im First Stage Theater Hamburg Sister Act im Ensemble und als Cover Mary Lazarus. Darauf folgten Deutschland- und Österreich-Tourneen mit der Gruseldinner Produktion Jekyll und Hyde und der 20er-Jahre Show The Musical Sound of Glamour. Zuletzt zu sehen war sie in Pinocchio und Hans im Glück im Hoftheater Ottensen in Hamburg. 2016-2018 stand sie bereits im Chor auf der Thuner Seebühne und freut sich sehr, bei der diesjährigen Produktion dabei zu sein.

Chiara Cook

Chiara Cook absolvierte ihre Ausbildung an der Fontys Academy of the Arts in Tilburg. Sie war u.a. zu sehen als Cover Tanja, Ali und Lisa, Swing und Assistant Dance Captain in MAMMA MIA!, Swing und Assistant Dance Captain in Disneys’ Der Glöckner von Notre Dame, als Assistant Choreographer, Dance Captain und Swing in Frau Luna, im Ensemble, als Swing und Cover Fleck in Liebe Stirbt Nie – Phantom II, als Swing und Ensemble in Wicked, We Will Rock You und So, als ob du schwebtest. Bei den Thunerseepsielen spielte sie bereits bei Romeo & Julia und Ich war noch niemals in New York mit.

Philipp Nowicki

Philipp Nowicki absolvierte sein Bachelor-Studium in Gesang, Schauspiel und Tanz an der Folkwang Universität der Künste in Essen und machte seinen Master an der renommierten Royal Academy of Music in London. Seit seinem Abschluss war er in zahlreichen Produktionen wie Cabaret, Saturday Night Fever, Comedian Harmonists 2, sowie Tina – das Tina Turner Musical und Ghost im Stage Operettenhaus Hamburg zu sehen. Danach spielte er drei Jahre am Stage Theater des Westens Berlin und war bei den Uraufführungen Ku’damm 56, Romeo & Julia – Liebe ist alles und zuletzt Ku’damm 59 als Wolfgang von Boost beteiligt.

Das Leading Team

Regie: Dominik Flaschka
Musikalische Leitung: Iwan Wassilevski
Choreografie: Jonathan Huor
Bühnenbild: Stephan Prattes
Kostümbild: Irina Hofer
Masken- und Perückendesign: Olivia Sieber
Requisite: Nora Balmer
Tondesign: Thomas Strebel
Lichtdesign: Fabian Küng
Chorleitung, Stellvertretende Musikalische Leitung, 2. Dirigent: Patrick Secchiari
Dramaturgie: Livio Beyeler
Regieassistenz, Abendspielleitung: Kristian Lucas
Associate Choreographer: AJ Kingma
Associate Bühnenbild: Sascha Röder
Associate Tondesign: Youssef Iskander
2. Regieassistenz: Christian Philipp Schenk
Inspizienz: Christian Altenburger
Konzertmeister: Andri Mischol

Dominik Flaschka (Regie)

Dominik Flaschka arbeitete nach der Schauspielschule als Schauspieler und gründete 1995 die Shake Company. Er leitete zwanzig Jahre das Theater am Hechtplatz in Zürich, wo er mit der Shake Company viele Ur- und Erstaufführungen realisierte, darunter die Ost Side Story, wofür er den Deutschen Musicaltheater Preis erhielt. Flaschka brachte unzählige Musicals und Komödien auf die Bühne, darunter das Monty-Python-Kultmusical Spamalot, De chlii Horrorlade oder The Show Must Go Wrong. Ebenso inszenierte er szenische Liederabende wie die Bye Bye Bar, Forever Young oder Jukebox Heroes. Ein Meilenstein war die Kreation des Musicals Ewigi Liebi, das er mit Roman Riklin schuf. Er führte Regie bei grossen Musicals und Shows wie Sister Act, Abenteuerland und Mamma Mia! an den Thunerseespielen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Schweizer Prix Walo und den Theaterpreis des Schweizerischen Bundesamtes für Kultur.

Iwan Wassilevski (Musikalische Leitung)

Iwan Wassilevski studierte an den Hochschulen für Musik in Sofia, Bern und Zürich Klarinette (Solistendiplom bei Prof. Kurt Weber) und Dirigieren (Studium und Aufbaustudium bei Prof. Johannes Schlaefli mit Chorleitung bei Prof. Beat Schäfer). Der vielseitige Musiker spielte unzählige Konzerte als Klarinettist, leitete Operetten bei der Fricktaler Bühne und dirigierte Orchester in verschiedenen Ländern (u.a. das Zürcher Kammerorchester, das Nationale Radioorchester Bukarest, das Kammerorchester Berg Prag, das Orchester der Nationalen Oper Stara Zagora, am Montreux Jazz Festival das Kammerorchester Klaipeda mit der Sängerin Jaël). Er ist ein gerne gesehener Gastdirigent beim Theater Orchester Biel Solothurn (2019-2020 Sweeney Todd, 2022-2023 Die sieben Todsünden, diverse Chor- und Kinderkonzerte). Wassilevski ist Dirigent des Chœur Symphonique de Bienne und des Akademischen Orchesters Basel. Im Sommer 2022 gab er sein Debüt bei der Sommeroper Selzach mit Der Mann von La Mancha. Nebst seiner Konzerttätigkeit unterrichtet er eine Dirigierklasse an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 2003 ist er musikalischer Leiter der Thunerseespiele, wo er viele grosse Musicals, darunter drei Uraufführungen, dirigierte

Jonathan Huor (Choreografie)

Jonathan Huor wurde in Kambodscha geboren und wuchs in der französischen Schweiz auf. Nach einem Stipendium in Montpellier und Zürich perfektionierte er sein Können in New York und London. Als dreifach preisgekrönter Choreograf des Deutschen Musical Theater Preises prägt er die internationale Szene. So You Think You Can Dance, Ku’damm 56/59, Sister Act, Cabaret, West Side Story, Chicago, Mamma Mia, Tanz der Vampire – seine Choreografien begeistern weltweit. Auch abseits der Musical-Bühne setzt er Akzente: FIFA-Eröffnung in Zürich, Olympische Jugend-Winterspiele in Lausanne, Shows in Tokio, Peking, Shanghai und Paris. Er arbeitete mit Pink, Alicia Keys, Joe Cocker und Grace Jones. 2025 choreografierte er den Eurovision Song Contest. Mit visionärer Kreativität und Respekt steht er an der Spitze der Unterhaltungsindustrie.

Stephan Prattes (Bühnenbild)

Stephan Prattes wurde in Wien geboren und lebt in Berlin. Er ist Ausstatter sowie Regisseur in zahlreichen Städten in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Er stattet die legendären Geschwister Pfister aus und gründete das österreichische Kinder- und Jugendtheater MKT-Theater. Er arbeitet mit Regisseuren wie Nicolai Sykosch, Stefan Huber, Andreas Gergen, Christian Struppeck, Werner Sobotka, Melissa King. Mit dem Starchoreografen Vincent Paterson erarbeitete er die europäische Neufassung Evita im Wiener Ronacher. Seine Bühnenbilder für die Welturaufführung I Am From Austria und Scholl – Die Knospe der weissen Rose wurden für den deutschen Musicaltheaterpreis nominiert. Für Rock Me Amadeus – Das Falco Musical im Ronacher Wien erhielt er den Musical Award 2024. Als Regisseur inszenierte er L’Elisir D’Amore (Opernhaus Wuppertal), Pariser Leben (Operhaus Kiel), die Berliner Erfolgsproduktion Am Rande der Nacht und Im weissen Rössl in Österreich. Für seine Japan-Revue Sayonara Tokyo im Berliner Wintergarten erhielt er die Berliner Auszeichnung zur Show des Jahres 2017. Im Sommer 2022 eröffnete er das österreichische Unterhaltungsunternehmen Zirkus Prattes in Graz.

Irina Hofer (Kostümbild)

Irina Hofer ist Kostüm- und Modedesignerin in Wien. Aufgewachsen in Salzburg, absolvierte sie eine Modeschule und schloss 2013 ihr Kunstgeschichtestudium in Wien ab. Seit 2017 entwirft sie Kostüme für Musical-, Opern-, Operetten-, Musikvideo- und TV-Produktionen. Sie arbeitete mit Regisseur*innen wie Anna Bernreitner, Alex Balga, Wolfgang Dosch, Jan Frankl und Dominik Flaschka, mit dem sie die Welturaufführung von Abenteuerland – Das Musical realisierte. Ihre Designs waren u. a. bei Netflix, dem Musical Sommer Amstetten, dem Burgtheater Wien, dem Deutschen Theater München und dem ORF zu sehen.

Olivia Sieber (Masken- und Perückendesign)

Olivia Sieber absolvierte nach ihrem Abschluss zur Eidg. dipl. Damen- & Herrencoiffeuse ein Studium zur staatlich anerkannten Maskenbildnerin SFX in Deutschland und Weiterbildungen im Bereich Beauty & Face Painting. Seit 2005 betreute die Thunerin freischaffend 36 Musical- & Theaterproduktionen (u.a. We Will Rock You), verschiedene Kino- und Kurzfilme, Künstler:innen (z.B. BLISS) und diverse TV-Formate. Weitere Engagements in leitender Funktion beinhalten u.a. Mein Name ist Eugen, Ewigi Liebi, Spamalot, Heisse Zeiten und Supermarkt Ladies. Im Jahr 2020 eröffnete sie ihr eigenes Atelier. Bei den Thunerseespielen war sie (von 2014 bis 2023 als Chefmaskenbildnerin) bei 16 Produktionen beteiligt und für das Maskendesign von Mary Poppins, Io senza te und Dällebach Kari (mit-)verantwortlich. Für Letzteres wurde sie (u.a.) im Herbst 2023 mit dem Deutschen Musical Theater Preis ausgezeichnet.

Nora Balmer (Requisite)

Nora Balmer kommt aus Thun und hat in verschiedenen gestalterischen Berufsfeldern gearbeitet. Zuletzt absolvierte sie an der Filmakademie in Ludwigsburg ihr Diplom zur Szenenbildnerin. Nun arbeitet sie freischaffend für Theater- und Filmproduktionen und in einem Atelier für Möbel und Design. Nach dem erfreulichen Musical Mary Poppins letzten Jahres, freut sich Nora sehr auf ihre zweite Produktion bei den Thunerseespielen.

Thomas Strebel (Tondesign)

Thomas Strebel wurde in Europa und den USA ausgebildet und arbeitet in den Bereichen Sounddesign, Beratung, Audioengineering, Event- und Studioproduktion sowie Studiodesign. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten Niki Reiser entstanden zahlreiche Filmmusikproduktionen, u.a. Jenseits der Stille (Deutscher Filmpreis „Beste Filmmusik“) und Nirgendwo in Afrika (2002 Deutscher Filmpreis, 2003 Oscar für „Bester fremdsprachiger Film“). Seit Mitte der 90er ist Tom verantwortlich für das Sounddesign von Musicals in Europa und Asien. Volker Hesse holte ihn 2016 an die Gotthard Tunneleröffnung. 2009 wurde Tom der Deutsche Bühnenpreis für sein Sounddesign am Einsiedler Welttheater verliehen. Die erfolgreiche Musik-Show Basel Tattoo betreut er seit 2005 als Technischer Leiter und Sounddesigner.2021 wurde ihm der BroadwayWorld Austria Award für das beste Sounddesign eines Theaterstücks oder Musicals verliehen.

Fabian Küng (Lichtdesign)

Schon in jungen Jahren faszinierte ihn die Welt der Beleuchtungstechnik, darum beschloss Fabian Küng im Jahr 2014, sein eigenes Unternehmen als Lichtdesigner und Operator zu gründen. Seit diesem Zeitpunkt widmet er sich leidenschaftlich der Aufgabe, Bands, Musicals oder Theaterproduktionen ins richtige Licht zu rücken. Als Lichtdesigner und Technischer Leiter betreut er seit über 10 Jahren die erfolgreiche Acapella Band Bliss. Während seiner Laufbahn programmierte er anlässlich diverser Veranstaltungen in unzähligen Konzerthäusern und an Festivals zahlreiche Lichtshows und sammelte dabei wertvolle Erfahrungen im In- und Ausland. Als Lichtdesigner hatte er die Gelegenheit, seine kreativen Visionen bei Produktionen wie Space Dream, Der Löwe, der nicht schreiben konnte, Merry Blissmas, sDschungelbuech, Monsieur Claude und seine Töchter oder Supermarkt Ladies zu entfalten.

Patrick Secchiari (Chorleitung, Stellvertretende Musikalische Leitung, 2. Dirigent)

Patrick Secchiari ist seit über 20 Jahren schweizweit als passionierter Chordirigent aktiv und hat sich durch innovative Konzertformate einen Namen gemacht. Neben Engagements an Theatern und Festivals leitet er erfolgreich Chöre in Seftigen, Bern, Glarus und Jona. Als Lehrbeauftragter für Chordirigieren war er zehn Jahre an der Hochschule der Künste Bern tätig und leitete zudem während drei Jahren die Junge Oper in Biel. Bei den Thunerseespielen war Patrick Secchiari 2019 Chorleiter und 2023 als 2. Dirigent tätig. Er studierte Gesang und Dirigieren an den Musikhochschulen Fribourg und Bern und nahm an internationalen Meisterkursen teil, unter anderem bei Simon Halsey (Rundfunkchor Berlin), Frieder Bernius und Ralf Weikert. Aktuell ist Patrick Secchiari Präsident der Schweizerischen Föderation Europa Cantat SFEC und bildet sich bei Túpac Mantilla (R.I.T.M.O.) weiter.

Livio Beyeler (Dramaturgie)

Livio Beyeler ist Regisseur für Theater, Musical und Oper. Er studierte an der Zürcher Hochschule der Künste und an der Hochschule Luzern für Design und Kunst. Sein Studium schloss er mit einem Weltrekord für die längste Theaterperformance ab. Seit 2022/23 ist er Hausregisseur am Theater Uri und inszenierte dort u. a. Adaptionen von Ein Sommernachtstraum, Wilhelm Tell und Faust. Fürs Theater am Hechtplatz inszenierte er 2023 die Schweizer Erstaufführung des Musicals tick, tick…BOOM! 2025 folgten die Musicals The Last Five Years und die Schweizerdeutsche Erstaufführung von next to normal, für die er auch die Übersetzung verantwortete. Andere Stationen seiner Arbeit waren das Theater am Neumarkt Zürich, Schlachthaus Theater Bern, Freies Theater Hannover, Landschaftstheater Lenzburg. Seine Arbeit was ihr wollt und wie es euch gefällt war 2021 am Schweizer Theatertreffen.

Kristian Lucas (Regieassistenz, Abendspielleitung)

1999 erhielt Kristian Lucas sein Diplom zum Musicaldarsteller und war seitdem an verschiedensten Theatern in unterschiedlichsten Rollen zu sehen. U.a. in Robin Hood (Sheriff von Nottingham/Cover King John), Doktor Schiwago (Jurij Schiwago), Sugar (Jerry), Elisabeth (Swing), Mozart! (Cover Schikaneder/Swing), Sunset Boulevard (Joe Gillis), Les Misérables (Marius), Cabaret (Cliff), Hair (Margaret Mead), Dracula (Jonathan Harker), Die letzten fünf Jahre (Jamie) und Next to normal (Dan Godman). Seit Januar 2020 gehört er zum festen Ensemble des Kultmusicals Heisse Ecke (Pitter/Mikie) am Schmidts Tivoli Hamburg. Bereits 2009 war Kristian Lucas für Jesus Christ Superstar (Simon) und 2012 für Titanic (Swing) in Thun engagiert und war 2016 Produktionsassistent für die Produktion Sugar. Nach Mary Poppins freut er sich nun, abermals als Regieassistent und Abendspielleiter zum Team der Thunerseespiele zu gehören.

AJ Kingma (Associate Choreographer)

Geboren und aufgewachsen in den Niederlanden, studierte AJ Kingma am Lucia Marthas Institute for Performing Arts. Auf der Bühne war er zu sehen in Ku’damm 59 als Cross-Swing, Dance-Captain und Associate Choreographer, in Romeo & Julia – Liebe ist alles als Cross-Swing, Dance-Captain und Associate Choreographer, in Anastasia im Ensemble sowie als Cover Siegfried und Cover Rotbart, in Catch me if you can als Mitch Miller, in Ku’damm 56 als Swing, Dance-Captain und Associate Choreographer, in Ich war noch niemals in New York im Ensemble, in Tanz der Vampire als Cross-Swing und Cover Koukol, in Evita im Ensemble, in Bonifatius im Ensemble und als Swing sowie in Musicals in Concert als Tänzer. Auf der Leinwand ist AJ Kingma in den Produktionen Babylon Berlin, Das Haus der Träume und in The Hunger Games; The Ballad of Songbirds and Snakes zu sehen.

Sascha Röder (Associate Bühnenbild)

Seit seinem Masterabschluss in Berlin ist Sascha Röder freiberuflich als Set Designer, Bühnenbildassistent und Modellbauer europaweit tätig. Er gestaltete u. a. Bühnen für Palazzo, Lola Flamenco, die Potsdamer Musical-Uraufführung von Wemmicks sowie einen Firmen-Festakt in der HARPA Reykjavík. An der Seite von Stephan Prattes und Christian Schmidt führten ihn Assistenzen an die Opéra National de Paris, die Wiener Staatsoper und die Komische Oper Berlin. Zuletzt betreute er als Set Design Associate die Musical-Grossproduktion Rock me Amadeus der Vereinigten Bühnen Wien. Sascha arbeitete zudem im Bereich Szenenbild fürs ZDF sowie als Modellbauer für die Themenpark-Industrie. Mit seinem Label ECOSCENIC setzt er sich für umweltverträglichere Produktionsweisen im Dekorationsbau ein. Wenn er nicht gerade Welten erschafft, engagiert er sich aktiv im Wildtierschutz.
Youssef Iskander (Associate Tondesign)
Youssef Iskander ist Sounddesigner, Audioengineer und Musiker mit ägyptisch-schweizerischem Hintergrund. Nach seinem Mechatronikstudium in Kairo arbeitete er u. a. für Dream Studio Egypt an Produktionen wie Les Misérables und der Goldenen Parade der Pharaonen. Seit seinem Wechsel zur Audiopool GmbH war er u. a. für das Sounddesign von Mary Poppins, Dällebach Kari (nominiert für den Deutschen Musical Theater Preis), Sister Act (Basel), Oh Läck Du Mir (Prix Walo), Elisabeth und Rebecca verantwortlich. Iskander ist zertifizierter Spatial Sound System-Ingenieur und TiMax-Spezialist mit umfassender Erfahrung im Bereich immersives Sounddesign. Seine technische Expertise kombiniert mit seinem musikalischen Hintergrund als Dirigent und Komponist bildet eine Brücke zwischen der technischen und der künstlerischen Welt. Er bereichert Produktionen durch seine kreative Herangehensweise, technische Präzision und Teamfähigkeit.

Christian Philipp Schenk (2. Regieassistenz)

Christian Philipp Schenk studierte Englische Sprachen und Literaturen sowie Germanistik in Bern. Erste Musical-Luft schnupperte er im Chor der Thunerseespiele bei Titanic und Der Besuch der alten Dame. Erfahrungen als Regieassistent sammelte er unter anderem bei Aida (Thun), Sugar – Manche mögen’s heiss (Thun), Natürlich Blond (Zug), Io Senza Te (Zürich), Dällebach Kari (Thun) und Mary Poppins (Thun). Bei Mamma Mia! (Thun) und Io Senza Te (Thun) war er ausserdem als Abendspielleiter tätig. Er inszeniert als Hausregisseur der VoiceSteps.company in Cham Stücke mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, u.a. Saturday Night Fever und Into the Woods. Zudem arbeitet Christian im Radio.

Christian Altenburger (Inspizienz)

Der Schweizer Christian Altenburger begann seine Karriere als Tänzer und stand in Inszenierungen am Opernhaus Zürich, an der Seebühne Brunnen und dem KKL Luzern zunächst selbst aktiv auf der Bühne. Bei Disney‘s Erfolgsmusical Tarzan in Hamburg startete er als Stage Manager seine Karriere. In dieser Funktion unterstützte er anschliessend auch die Stuttgarter Tarzan-Inszenierung. Den Aufbau von Mary Poppins in Stuttgart betreute er als Assistent des Production Stage Managements und als erster Caller. 2015 bis 2018 war er stellvertretender Abteilungsleiter des Stage Managements im Stuttgarter Stage Apollo Theater. Es folgten Engagements bei Kinky Boots, Mary Poppins (Hamburg), Die Fabelhafte Welt der Amélie (München), Anastasia (Madrid, Stuttgart, Mexiko, Sao Paolo, Tokio), Pretty Woman (Hamburg), Knie – das Circus Musical (Basel), Tanz der Vampire, Tina Turner und Tarzan (Stuttgart) sowie als Stage Manager und Inspizient Billy Elliot (Zürich).

Andri Mischol (Konzertmeister)

Andri Mischol ist Geiger mit viel Affinität zu Gesang und Schauspiel. Daraus resultierte die Rolle des Fiedler auf dem Dach im Musical Anatevka in der Inszenierung der Thunerseespiele im Jahr 2004. Als Kammermusiker, Solist und Pädagoge führt er ein abwechslungsreiches Musikerleben. Einerseits angestellt an den Musikschulen in Baar und Walchwil, andererseits in zwei festen Formationen. Die «Husistein-Musik» hat sich der Luzerner Tanzmusik aus dem 19. Jahrhundert verschrieben. Die «Saiterei» ist eine Formation «unter Freunden und Gleichgesinnten», die ihre Herzensprojekte verwirklichen. Als «Detektiv Allegro» ist Andri Mischol Moderator und Schauspieler eines Kinderkonzertes, das mittlerweile in vier Teilen unterwegs ist. Die Aufführungen führen ihn durch die ganze Schweiz und Deutschland.

    Die Story des Disney-Musicals DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME

    Das Musical DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME erzählt die Geschichte um den Glöckner Quasimodo, der abgeschirmt von der restlichen Welt im Glockenturm der Pariser Kathedrale Notre Dame aufwächst. Er wurde als Findelkind vom bösen Erzdiakon Frollo aufgenommen und fristet seither ein einsames Leben im Turm. Als er sich auf das jährliche Fest der Narren schleicht, gerät er in Schwierigkeiten. Nur die mutige Esmeralda steht für ihn ein. Als sie ins Visier des rachsüchtigen Frollos gerät, rettet Quasimodo sie und versteckt sie bei sich im Kirchturm. Im hochemotionalen Finale erkennt Quasimodo, was es bedeutet, ein Monster zu sein, und was es braucht, ein Mensch zu werden.

    Die Partnerschaften der Thunerseespiele

    Die Thunerseespiele freuen sich, weiterhin auf die Partnerschaft mit dem Presenting Sponsor Coop zählen zu dürfen. In der Kategorie Hauptsponsor engagiert sich erneut UBS. Die GVB Kulturstiftung unterstützt die Thunerseespiele als Kulturpartnerin und die Berner Zeitung / Thuner Tagblatt unterstützen als Medienhauptpartner. Des Weiteren agieren BLS, Frutiger AG, Hauenstein Hotels + Restaurants, Rugenbräu und die Stadt Thun als Hauptpartner.