Nicole Klünsner wurde in Wien geboren und hat ihre Musicalausbildung an der Performing Academy in Wien abgeschlossen.

Vor dieser Ausbildung nahm sie mehrere Jahre Gesangsunterricht bei Annemieke van Dam, machte von 2016 – 2018 Sommer Workshops an der Stage School Hamburg und war zehn Jahre lang im Kindermusicalverein „Rabauki“.

Schon während ihrer Ausbildung bekam Nicole Klünsner ihr erstes Engagement in „CARMEN – das Musical“ (Musicalsommer Winzendorf). Danach war Nicole in „HEIDI – mal deine Wünsche in den Himmel“ im Theater Akzent und „LITTLE WOMEN“ in der Europahalle Mödling zu sehen. Im Sommer 2020 konnte man sie gemeinsam mit Künstlerkolleg:innen in der „Varieté Street Show Vienna“ auf den Straßen in Wien erleben. Außerdem stand Nicole im Kurzfilm „ESCAPE“ in der Hauptrolle „Aaron“ vor der Kamera. Als „Vienna Party Princess“ kann Nicole auch für Kinderfeste gebucht werden.

Zuletzt war Nicole u.a. in DRACULA im Deutschen Theater München und DIRTY DANCING on Tour auf der Bühne.

Ab Herbst 2023 war sie in TANZ DER VAMPIRE in Hamburg zu sehen.

Nicole Klünsner im Porträt.

Nicole Klünsner im Interview

Das Interview mit Nicole Klünsner wurde im Jänner 2020 geführt.

Nicole Klünsner auf KÜNSTLERFAMILIE.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du einen anderen Berufswunsch?

Es war schon immer mein größter Traum auf der Bühne zu stehen. Ich habe das Glück, dass mich meine Familie immer tatkräftig bei der Erreichung meiner Ziele unterstützt hat.

Mit sieben Jahren habe ich zum ersten Mal in einem Musical namens „Lilly und die Angstfee“ gespielt und wollte danach nie wieder von der Bühne runter.

Als Kind wirst du ständig gefragt, was du mal werden willst. Zunächst war ich unsicher, ob ich gut genug dafür bin, Tanzen, Schauspielern und Singen zu meinem Beruf zu machen, aber mit ungefähr 13 Jahren habe ich meinen Berufswunsch fixiert und folge seither meinem Traum.

Du hast 2018 deine Musicalausbildung an der Performing Academy gestartet. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Die Ausbildung an der Performing Academy ist hart und intensiv. Aber dadurch lerne ich verdammt viel und nehme unendlich viel für meine weitere Karriere mit. Unter anderem Weisheiten, Tipps und Tricks, Können in allen drei Bereichen des Musicals, Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz und vieles mehr.

Ich bin so unendlich dankbar meine Ausbildung mit so talentierten KollegInnen, die mittlerweile Freunde fürs Leben und Familie für mich geworden sind, machen zu dürfen. Mit diesem wilden, tanzenden, singenden Hühnerhaufen wird es niemals langweilig. Wir unterstützen uns gegenseitig sehr gut. Ich kann durch diese Ausbildung so unglaublich viel lernen, verbessere mich täglich weiter, was sich hoffentlich zukünftig auch auf der Bühne bemerkbar macht.

Nicole Klünsner - Credits: privat

Nicole Klünsner – Credits: privat

Was sind für dich die größten Herausforderungen als junge Darstellerin?

Ich denke meine größte Herausforderung ist es, meinen inneren Kritiker einmal zu überwinden, mich nicht mit anderen zu vergleichen und meinen eigenen Lebenslauf frei und ohne Vorurteile über mich selbst, zu kreieren.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Aus meiner Sicht braucht man auf alle Fälle eine dicke, fette Portion Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Spaß. Ein Darsteller muss Spaß, Leidenschaft, Lebensfreude und Dankbarkeit ausstrahlen. Denn wenn ein Darsteller nicht für seinen Job lebt, sieht und spürt es das Publikum.

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten? 

Ich fühle mich in allen drei Bereichen sehr wohl, sonst hätte ich auch einen anderen Beruf gewählt. Allerdings singe ich, von diesen drei Sparten, am Längsten und denke dabei fühle ich mich am Sichersten. Am Liebsten mag ich es, wenn alles gleichzeitig passiert! 🙂

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Nicole steckt in jeder Rolle?

Ich liebe es mich in Rollen zu versetzten, diese zu beleben und sie zu formen!

Bevor wir eine Rolle spielen, schreiben wir im Schauspiel-Unterricht von Johanna Mertinz, eine kleine Biografie über die Rolle, die mir persönlich sehr hilft in die Gedanken der Figur einzutauchen. In den meisten Fällen, war man noch nicht in der gleichen Situation, wie die Figur. Darum liebe ich es meine Geschichten, mit meiner Figur zu vereinen und dadurch die Figur durch meinen Körper sprechen und spielen zu lassen. Daher steckt auf jeden Fall, ein klein bisschen Nicole in jeder Rolle.

Nicole Klünsner - Credits: Kerstin Kukacka_Lilly SOS Robostan

Nicole Klünsner – Credits: Kerstin Kukacka_Lilly SOS Robostan

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Mich interessieren so viele Facetten der darstellenden Kunst, dass ich noch gar nicht wissen kann welche Rollen mich erwarten.

Das Beste und Interessanteste geschieht meist unerwartet und ungeplant.

Aber Rollen wie „Eliza Doolittle“ aus My Fair Lady oder etliche Figuren aus Disney-Produktionen wären einmal toll zu spielen, weil ich mich sehr gut mit Ihnen identifizieren kann.

Du hast als Spezialkenntnis „Hula Hoop“ angegeben. Hast du dieses Talent schon einmal auf der Bühne brauchen können

Tatsächlich kam mir diese spezielle Fähigkeit schon zu Nutze. Bei der deutschsprachigen Erstaufführung von „Carmen – Das Musical“ beim Musicalsommer Winzendorf, durfte ich, als Teil einer Zirkustruppe im Ensemble, einen Twin-Hoop Akt machen.

Nicole Klünsner - Credits: Musicalsommer Winzendorf

Nicole Klünsner – Credits: Musicalsommer Winzendorf

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich persönlich finde Social Media als Künstler zwar vorteilhaft, weil man dadurch mit Leuten die man kennenlernt in Kontakt bleiben kann, man Kontakte knüpfen kann und auf seine Person aufmerksam machen kann, aber nicht unbedingt notwendig.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Da ich noch nicht sehr lange als Musicaldarstellerin tätig bin, habe ich noch keine Erfahrungen mit Fans, ausserhalb meines Familien- und Freundeskreises gemacht. Aber ich bin ja noch am Anfang meiner Karriere.

Bist du auch Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Natürlich bin ich ein großer Bewunderer der Powerfrauen der Musicalwelt. U.a. Ana Milva Gomez,  Annemieke van Dam, Wietske van Tongeren oder Anna Carina Buchegger. Außerdem bewundere ich all meine KollegInnen aus meinem Jahrgang sehr und bin Fan von jeder/m Einzelnen. Keine Vorstellung wird verpasst und wenn es sich ausgeht, gehe ich öfter als einmal. 😉

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.

Mehr zu Nicole Klünsner auf ihrer WebsiteInstagram und KÜNSTLERFAMILIE.

Nicole Klünsner - Credits: Larissa Winkel

Nicole Klünsner – Credits: Larissa Winkel

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SKIVERLIEBT – zwei Brettln, die die Welt bedeuten – läuft seit Februar 2025 im Salzburger Landestheater.

Das Musical zur Ski-WM 2025 in Saalbach Hinterglemm in Salzburg ist ein Auftragswerk des Salzburger Landestheaters in Kooperation mit dem Tourismusverband Saalbach Hinterglemm, SalzburgerLand Tourismus und dem Schmidts TIVOLI Theater Hamburg.

Das Leading Team

Buch: Anna Lukasser-Weitlaner
Musik: Martin Lingnau
Songtexte: Frank Ramond

Inszenierung: Andreas Gergen
Musikalische Leitung: Tobias Meichsner
Musical Supervisor: Sebastian de Domenico
Choreographie: Jonathan Huor
Bühne: Christian Floeren
Kostüme: Johanna Lakner
Video: Andreas „Ivo“ Ivancsics
Dramaturgie: Anna N. M. Lea

Die Cast

Anna Maier: Anna Rosa Döller
Franz Nicht: Timotheus Hollweg
Johann „Joe“ Oberbichler: Alfons Haider
Camilla Senna da Silva: Anna Bárbara Bonatto
Leopold Brunner: Georg Clementi
Fiona Grafenreiter: Patrizia Unger
Jessica Maier: Larissa Enzi
Hannah Kleinhampel-Huckriede: Caroline Hat
Peppi Unterberger: Manuel Mairhofer

Ensemble: Alea Hagedorn, Amelie Polak, Minori Therrien, Daniel Therrien

Ballettensemble des Salzburger Landestheaters: Dafne Barbosa, Valbona Bushkola, Chigusa Fujiyoshi, Gala Lara, Samuel Pellegrin, Andrea Porro, Matteo Rondinelli, Ben van Beelen

Chor des Salzburger Landestheaters

Orchester Mozarteumorchester Salzburg

Die Story

Die heimische Skirennläuferin Anna steht im Mittelpunkt des Musicals SKIVERLIEBT. Sie ist ein Star auf den Pisten, reist rund um die Welt und wächst über sich hinaus. Doch als bekannt wird, dass die Ski-WM in ihrem Heimatort stattfindet, gerät ihre Gefühlswelt ins Wanken. Mitverantwortlich dafür sind ihr Freund und Skilehrer Franz, die schlagfertige Journalistin Hannah aus Hamburg, WM-Organisator Joe, die brasilianische Skimeisterin Camilla und der melancholische Pistenraupenfahrer Leopold. Und dann sind da noch die Touristen – jeden Samstag ist „Bettenwechsel“. Zum Glück gibt es in Jessicas Hotel den besten Kaiserschmarrn weit und breit.

SKIVERLIEBT – ein Musical mit Herz & Humor

Mit Humor und Herz erzählt das Musical von einer der größten österreichischen Leidenschaften: dem Skifahren. Die Ski-WM 2025 im Salzburger Land, das österreichische Talent für Gastfreundschaft und der Druck des Profi-Sports sind die Zutaten für dieses neue Bühnenwerk.

Saalbach-Hinterglemm im Bezirk Zell am See (Salzburg), der Austragungsort der Weltmeisterschaft, dient als Kulisse und Inspirationsquelle. Hier verschmelzen die Faszination des Skisports, die Schönheit der Natur und die Welt des Tourismus. Während „Im weißen Rössl“ als Inbegriff der österreichischen Sommeroperette gilt, will „Skiverliebt“ zum großen Wintermusical werden. Martin Lingnau komponierte eine mitreißende Partitur für volles Orchester, die Austro-Pop, Walzerklänge und Après-Ski-Hits vereint.

Martin Lingnau gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Musical-Komponisten. In Salzburg war seine Musik bereits in DER SCHUH DES MANITU zu hören. Die Songtexte stammen von Frank Ramond, bekannt für seine Arbeiten mit Barbara Schöneberger, Annett Louisan und Udo Lindenberg. Das Buch schrieb die österreichische Autorin Anna Lukasser-Weitlaner, die selbst in einem Wintersportgebiet aufwuchs. Die Dialoge verfasste Johannes Glück, der bereits für das Salzburger Landestheater tätig war und 2024 die Dialogfassung von MY FAIR LADY für die Seefestspiele Mörbisch erstellte.

Regisseur Andreas Gergen bringt nach Erfolgen wie THE SOUND OF MUSIC und ROCK ME AMADEUS – DAS FALCO MUSICAL ein neues, österreichisch geprägtes Musical auf die Bühne. Tobias Meichsner dirigiert das Mozarteumorchester Salzburg.

Seit 1960 werden in Niederösterreich jährlich die NÖ Kulturpreise an Künstler:innen für deren herausragende Beiträge und Projekte vergeben. Diese Verleihung der Preise dienen nicht nur der Anerkennung, sondern auch der Sichtbarmachung des reichen kulturellen Engagements in der Region und setzt ein starkes Zeichen für die Förderung von Kunst und Kreativität in Niederösterreich.

Johanna Mikl-Leitner (Landeshauptfrau Niederösterreich): „Niederösterreich bleibt ein lebendiger Boden für Inspiration und kulturellen Austausch. Mit den Kulturpreisen fördern wir kreative Visionen und würdigen herausragende Leistungen in den unterschiedlichsten künstlerischen Disziplinen. Niederösterreich bleibt damit ein lebendiger Boden für Inspiration und kulturellen Austausch“.

Im Jahr 2025 werden die NÖ Kulturpreise wieder in verschiedene Kategorien unterteilt. Es werden jeweils ein Würdigungspreis mit 13.000 Euro sowie zwei Anerkennungspreise mit je 6.000 Euro in den folgenden Kategorien verliehen:

  • Bildende Kunst
  • Darstellende Kunst
  • Erwachsenenbildung, Volksbüchereiwesen, Heimatforschung und Museumsarbeit
  • Literatur
  • Medienkunst
  • Musik
  • Volkskultur und Kulturinitiativen
  • Sonderpreis 2025 – Ausstellungsgestaltung

Ein besonderes Highlight im Jahr 2025 ist der Sonderpreis für Ausstellungsgestaltung. Damit werden erstmals kreative Konzepte prämiert, die innovative, zeitgemäße und barrierefreie Erlebnisse für alle Generationen schaffen. Ziel ist es, durch sinnliche Erfahrungen neue Perspektiven auf Umwelt und Gesellschaft zu eröffnen.

Teilnahmeberechtigt sind Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturschaffende, die in Niederösterreich leben, arbeiten oder deren Werke die kulturelle Identität des Landes stärken. Eingereicht werden können Werke aus den letzten zwei Jahren sowie laufende Projekte, die durch ihre Originalität und künstlerische Qualität überzeugen.

Von Montag 3. März bis inklusive 4. April 2025 können herausragende Werke und innovative Projekte aus den unterschiedlichsten Bereichen eingereicht werden.

Die Auswahl der gewürdigten Persönlichkeiten und Initiativen trifft für jede Sparte eine jeweilige Fachjury. Überreicht werden die Preise bei einer feierlichen Abendveranstaltung im Festspielhaus St. Pölten am 23. Oktober 2025 durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Jonas Tonnhofer erhielt seit seinem 6. Lebensjahr Gesangs- und Instrumentalunterricht in Klavier und Trompete. Er maturierte am ORG der Wiener Sängerknaben mit Schwerpunkt VOCAL

Jonas besucht regelmäßig Workshops und macht seit jungen Jahren Aus- und Weiterbildungen in Gesang, Tanz und Schauspiel – u.a. bei Young Acting Talents, im Performing Center Austria, bei teatro (Musical-Ausbildung), in der Volksoper (Operettenworkshop) und im Burgtheater (Bühnenworkshop).

Von 2014-2019 war er Mitglied im Kinderchor der Volksoper Wien – und dabei zu sehen in GYPSY, LA BOHÈME, ZAUBERER VON OZ, IM WEISSEN RÖSSL, HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN, CARMINA BURANA, PINOCCHIO, CAROUSEL, ZAR UND ZIMMERMANN und DER TEUFEL AUF ERDEN. Seine Lieblingsrolle war Friedrich Trapp in SOUND OF MUSIC.

Neben der Volksoper Wien war Jonas u.a. zu sehen an der Bühne Baden (2019 mit seinem Debüt in SHOWBOAT und 2020 als Kronprinz Chulalongkorn in DER KÖNIG UND ICH), im Theater an der Wien: LIBERTÉ-Schiller (2019), NEUN x LEBEN-Beethoven (2020 online), im Theater Akzent: THIRTEEN (2017), THINK (2018), X- MAS GUARDIAN (2018) und X- MAS NEWS (2019), im Stadttheater Mödling: PINOCCHIO SUPERSTAR (2016), WEHNACHTSGESCHICHTE NEU (2016), DER KLEINE PRINZ (2017), in DIE 3 MUSKETIERE beim Musicalsommer Winzendorf (2018), THYESTES BRÜDER Theatercombinat (2018), OEDIPE im Mozarteum Salzburg (2019), im Kasino am Kempelenpark (eine Produktion des Volkstheaters Wien), in der Expedithalle Wien (mit der Theatercouch / Rory Six), STIMMEN GEGEN KREBS im MQ – MuseumsQuartier Wien (2017, 2018 und 2019), in ORACLE and SACRIFICE Tanzquartier Wien und Düsseldorf (2020-2022), in der Stadtgalerie Mödling und bei der GROSSEN CHANCE DER CHÖRE 2016 im ORF.

Seit 2021 ist Jonas im Jugendchor der Volksoper Wien (ZAUBERER VON OZ, DER TEUFEL AUF ERDEN, DIE REISE ZUM MOND), feierte 2022 sein Solodebüt bei THE DEAD CLASS (toxic dreams) im WUK Wien und war 2023 und 2024 auch als SOLIST an der Volksoper Wien zu sehen: Etienne LA CAGE AUX FOLLE (2023), DIE REISE ZUM MOND (2023,2024) und Rolf Gruber SOUND OF MUSIC (2024).

Für den ORF stand er vor der Kamera in SOKO DONAU „ENDLICH RUHE“ (2019), KNALL GENIAL (2018), OKIDOKI (2016, 2017), VORSTADTWEIBER (2015), NARZISS UND GOLDMUND Ruzowitzky (2018), BALANCEAKT (2017), DER ZAUBERER (2017) und EUER EHREN (2021).

Seit 2023 ist Jonas auch als Regieassistent und Abendspielleiter tätig: DIDO UND AENEAS Muth (2023), DON CARLO operklosterneuburg (2023, 2024), EINE NACHT IN VENEDIG Herbsttage Blindenmarkt (2023), DORNRÖSCHEN Muth (2024), DON CARLO und NORMA operklosterneuburg (2024), COSÌ FAN TUTTE Volksoper Wien (2024).

Wenn Jonas nicht künstlerisch tätig ist, macht er auch gerne Sport – u.a. Reiten, Schifahren, Radfahren, Schwimmen und Golf.

Das Interview wurde im Februar 2020 geführt.

Du hast als junger Künstler schon einiges an Erfahrung – v.a. auf der Bühne und bei Live-Auftritten, aber auch beim Film. Ist es dein Berufsziel „Sänger und Schauspieler“ zu werden oder hast du andere Berufswünsche?

Mein Traum ist es auf jeden Fall Sänger und Schauspieler zu werden. Dabei liebe ich nicht nur das Schauspielen und Singen an sich, sondern auch die Zusammenarbeit mit anderen DarstellerInnen macht mir große Freude. Allerdings ist mir dabei bewusst, dass es nicht immer einfach ist diesen Job auszuführen.

Du besuchst aktuell das Oberstufenrealgymnasium der Wiener Sängerknaben. Was schätzt du an dieser schulischen und künstlerischen Ausbildung besonders?

Die Individualität und persönlichen Interessen könnten in einer größeren Schule als meiner nicht berücksichtigt werden. In meinen Augen hilft die familiäre Art dabei, unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen. Nicht nur die Lehrer helfen gerade im Bereich Musik, dass jeder Schüler alles versteht, sondern auch wir Schüler unterstützen uns gegenseitig. Die Einzelstimmbildung hat mir gerade nach dem Stimmbruch sehr geholfen meine „neue“ Stimme zu finden.

Und wie bringst du Schule, künstlerische Tätigkeit, Freizeit und Freunde unter einen Hut? Ist das manchmal nicht auch recht stressig?

Es ist natürlich oft sehr stressig alles unter einen Hut zu bringen, aber igendwie klappt es immer. Die meisten Freunde habe ich im Bereich Musical und diese sehe ich dann auch oft bei Proben, Vorstellungen etc. Diejenigen die nichts damit zu tun haben, treffe ich meist am Wochenende oder in den Ferien. Gerade am Ende des Schuljahres wird es meistens sehr viel in der Schule. Aber Gott sei Dank lerne ich relativ viel beim Zuhören und in der Praxis, weswegen mir das meist nicht schwerfällt.

Was sind für dich die größten Herausforderungen als junger Darsteller?

Ich finde, es ist auf jeden Fall nicht einfach als junger Darsteller respektiert zu werden. Natürlich haben wir junge Menschen noch nicht so viel Erfahrung wie unsere älteren, bereits ausgebildeten Kollegen, aber ich glaube wir lernen sehr schnell und können uns Texte und Choreografien ausgezeichnet gut merken.

Zweitens habe ich noch Schulfplicht und möchte auf jeden Fall Matura machen. Aber wir arbeiten genauso hart wie die Profis nur müssen wir auch noch nach der Probe bzw. der Show lernen und Hausübung machen. Wir jungen Darsteller müssen unsere Texte auch außerhalb der Probenzeiten üben und lernen, was oft unbemerkt bleibt.

Da habe ich weniger Zeit Freunde zu treffen oder aus zu gehen. Aber das macht mir nichts aus.

Jonas Tonnhofer - Credits: Silke Bernhardt

Jonas Tonnhofer – Credits: Silke Bernhardt

Möchtest du dich auf Musical konzentrieren oder deine künstlerische Karriere lieber Richtung Theater, Oper oder Film ausrichten?

Ich weiß noch nicht genau in welche Richtung ich später gehen möchte, aber auf jeden Fall soll es eine Mischung aus Schauspiel und Gesang werden.

Allerdings sehe ich mich nicht wirklich auf einer Opernbühne, sondern eher beim Musical.

Aber welcher 15 Jährige sieht sich schon als Don Carlos oder Kalaf. (lacht) Film würde ich auch gerne mehr machen!

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Jonas steckt in jeder Rolle?

Natürlich steckt ein bisschen Jonas darin, aber es kommt ganz auf die Rollen an.
Für mich gehört es einfach dazu mich auch schon vor, aber besonders während der Probenphase auf die Rolle oder Person zu konzentrieren. Dazu gehört Recherche aber auch der Vergleich zu mir selbst. Für die aktuelle Rolle als Kronprinz in „Der König und ich“ habe ich z.B. den alten Kinofilm aus 1956 angesehen,

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich denke auf jeden Fall, das es wichtig ist auf Social Media aktiv zu sein. Heutzutage braucht man Instagram oder Facebook nicht nur um dort etwas zu posten, sondern auch um mit den Fans oder Kollegen zu kommunizieren.

Außerdem kommt es oft vor, dass man Casting Aufrufe auf Facebook findet und so darauf aufmerksam gemacht wird.

Jonas Tonnhofer - Credits: Silke Bernhardt

Jonas Tonnhofer – Credits: Silke Bernhardt

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Künstler, aber auch als Privatperson?

Als Künstler ist es sehr wichtig zu kommunizieren. Nicht nur mit Fans, sondern speziell mit Kollegen, Regisseuren und anderen wichtigen Leuten in der Branche.

Ich habe von einigen Erwachsenen Kollegen gehört, dass bei großen Castings auch Wert auf die eigene Follower-Zahl gelegt wird. Das fällt für mich schon unter „Vermarktung“. Speziell auf Instagram scheint das wichtig zu sein.

Wie wichtig sind dir „Fans“ und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Natürlich ist es ein cooles Gefühl, wenn du beim Bühnenausgang rauskommst und da stehen deine Fans, denen wirklich etwas an dir liegt.

Ich habe jetzt noch nicht wirkliche „Fans“ die mir bei jedem Stück nachziehen, aber es gibt trotzdem einige die Autogramme oder Fotos machen wollen, was mir schon gut gefällt.

Außerdem finde ich es „mega cute“ wenn man kleine Geschenke bekommt. Haha.

Bist du auch Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Ich habe nicht wirklich „einen“ Musicaldarsteller, den ich am besten finde, aber es gibt schon einige Vorbilder. Allerdings ist es etwas andere, wenn du mit den Stars selbst auf der Bühne stehst. Manchmal merkst du gar nicht was es für eine Ehre ist mit demjenigen zu arbeiten.

Was ist dein Lebensmotto und warum?

„Gib niemals auf, denn du weißt nie, wie nah du schon am Ziel bist!“

Dieses Motto wurde mir vor einigen Jahren mitgegeben, als ich ein für mich sehr wichtiges Casting nicht geschafft habe.
Es hat mir sehr geholfen darüber hinwegzukommen und nach vorne zu sehen.

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.
Mehr zu Jonas auf Instagram.

Jonas Tonnhofer - Credits: Silke Bernhardt

Jonas Tonnhofer – Credits: Silke Bernhardt

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Das Konservatorium Sunrise_Studios in Wien wurde 2007 als Konservatorium für Schauspiel, Tanz und Gesang mit Musicalschwerpunkt gegründet und feierte im Jahr 2024 damit schon sein 17 jähriges Jubiläum. Ab dem Schuljahr 2010/2011 erhielt die „Drei-Sparten-Ausbildung“ vom österreichischen Bundesministerium für Unterricht und Kunst das Öffentlichkeitsrecht.

Die Studierenden erhalten eine professionelle Berufsausbildung, die mit einem staatlich anerkannten Diplom mit frei wählbarem Schwerpunkt in Musical, Schauspiel, Tanz oder Gesang abschließt. Außerdem besteht die Möglichkeit die Bühnenreifeprüfung vor der Paritätischen Kommission im Fachbereich „Musical“ zu absolvieren.

Ziel der Ausbildung ist die Bühnenreife auf internationalem Niveau, die dem Trend der spartenübergreifenden Inszenierungen an internationalen Bühnen Rechnung trägt und die Anforderungen von Musiktheater-, Schauspiel- und Tanztheaterbühnen optimal abgedeckt.

Zum Start einer Ausbildung am Konservatorium Sunrise_Studios sind Vorkenntnisse nicht zwingend erforderlich, da alle Basiskenntnisse bei Bedarf während des regulären Unterrichtes vermittelt werden und die Einstufung entsprechend variabel gestaltet werden kann. Talent und der Wille, die Ausbildung konsequent zu verfolgen, werden aber natürlich vorausgesetzt.

Jetzt zur Aufnahmeprüfung am Konservatorium Sunrise_Studios anmelden.

Über 30 international renommierte Künstler:innen mit langjähriger Erfahrung auf Bühnen, in Filmen und bei TV-Produktionen unterrichten die Studierenden in Tanz, Gesang und Schauspiel und bereiten auf das zukünftige Künstler:innen-Leben vor. Zusätzlich werden regelmäßig Workshops mit internationalen Gast-Dozent:innen angeboten.

Der Lehrplan ist nach einem speziellen, an internationalen Erfolgsmethoden orientiertem System aufgebaut und umfasst mit einer Regelstudienzeit von 8 Semestern (4 Jahre) rund 30 Wochenstunden, die zu je einem Drittel aus Gesangs-, Tanz- und Schauspieleinheiten bestehen. Am Ende jeden Semesters finden Prüfungen in Tanz (Ballett & Jazz), Gesang, Sprechen und Schauspiel & Improvisation statt und zusätzlich werden auch mündliche oder schriftliche Prüfungen in Ergänzungsfächern abgenommen.

Das Konservatorium Sunrise_Studios legt hohen Wert auf die praxisnahe, bedarfsorientierte und zeitgemäße Ausbildung und die Individualförderung der Studierenden. Dabei wird individuell und gezielt auf den jeweiligen Ausbildungsstand der einzelnen Student:innen eingegangen.

Neben dem Diplomstudiengang bietet das Konservatorium Sunrise_Studios auch ein „Vorbereitungsjahr“ (Probe-/Schnupperjahr) an, für das keine Zulassungsprüfung (Audition) erforderlich ist.

Jetzt für ein Vorbereitungsjahr mit Lebenslauf und Motivationsschreiben per E-Mail bewerben.

Das Konservatorium Sunrise_Studios liegt verkehrsgünstig in der Begegnungszone Neubaugasse im 7. Bezirk (Wien Neubau) – Adresse: 1070 Wien, Neubaugasse 38 (Eingang: links neben dem Theater der Jugend).

Für den Unterricht werden die „Loft-Style-Räumlichkeiten“ im Tanzstudio Margit Manhardt genutzt, die den Studierenden ein optimales Umfeld für deren Tanz-, Gesangs-, Schauspiel- und Instrumentalunterricht bieten. Außerdem werden im Tanzstudio auch offene Tanz- und Körperarbeitseinheiten für alle Altersklassen und Ausbildungsstufen angeboten.

Mehr Informationen zum Konservatorium Sunrise_Studios (Schulgründer & Inhaber: Mike Loewenrosen (Choreograf, Dozent, Regisseur) / Organisatorische Leitung: Alexandra Zehetner) per E-Mail und auf der Konservatorium Sunrise_Studios – Website.

Kathrin Schreier wurde in Hall in Tirol geboren. Ihre erste Bühnenerfahrung machte sie am Landesjugendtheater Innsbruck und war 2014 Europameisterin und Vize-Staatsmeisterin bei ASDU Sparte „Song & Dance“.

2016 begann sie – nach ihrer Matura am BORG in Innsbruck – ein Studium am Konservatorium für Jazz und improvisierte Musik Tirol und startete 2017 an der MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien ihr Musicalstudium, das sie 2023 abschloss.

Neben Produktionen am MUK Theater Wien (Bagatelle, Daphnis & Chloe, Be More Chill) bei denen Kathrin mit Isabella Gregor und Werner Sobotka zusammengearbeitet hat, wirkte sie 2018 bei „Mass“ (Leonhard Bernstein) im Musikverein Wien mit. 2019 feierte Kathrin als Cover Katharina in „Carmen – das Musical“ ihr Debüt beim Musicalsommer Winzendorf.

2021 erreichte sie beim Walter Jurmann Gesangs- und Interpreationswettbewerb den 3. Platz und veröffentlichte unter ihrem Künstlernamen KIRAYA ihre erste Single „Alone“. 2024 folgte ihr Album „Love me (too)“. Musikalisch ist sie dabei quer durch verschiedene Genres wie Jazz, Pop, Soul, RnB, Lo-Fi und Funk unterwegs.

In der Saison 2023/2024 war Kathrin in SUNSET BOULEVARD am Tiroler Landestheater in Innsbruck zu sehen.

Das Interview wurde im Jänner 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du einen anderen Berufswunsch?

Ich glaube, bei mir hat eines zum anderen geführt. Dadurch, dass ich aus einer Musikerfamilie komme, stand ich schon früh mit meinen Instrumenten auf der Bühne. Es hat mir damals schon so Spaß gemacht, dass für mich ein Beruf ohne Musik nie in Frage kam. Ich wusste also immer, dass es etwas mit Musik und Singen sein soll, aber dass man Musical studieren kann habe ich erst mit 16 entdeckt.

Du studierst seit 2017 an der MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Auf jeden Fall Authentizität und Vertrauen in mich selbst.

Man findet in der Ausbildung langsam zu sich selbst und das ist nicht immer einfach. In der Uni passiert täglich so viel, dass man kaum Zeit hat, alles zu verarbeiten. Deswegen habe ich mir ein kleines Ritual angewöhnt. Ich nehme mir jeden Tag kurz Zeit für mich, schalte Handy und andere Störfaktoren aus und denke ganz bewusst an das, was an diesem Tag passiert ist. Was habe ich gut gemacht? Was hat mich besonders geärgert und was kann ich daraus lernen?… Damit fühle ich mich jeden Tag frisch und kann mit freiem Kopf neue Dinge aufnehmen.

Was ich noch gelernt habe ist Disziplin. Denn wie man so sagt: Von nix kommt nix.

Es gibt so viel zu lernen und so viel zu erzählen, aber im Endeffekt bin ich auch einfach wahnsinnig froh, mit so tollen Menschen zu studieren. Durch meine Kollegen und Freunde bin ich unglaublich gewachsen.

Kathrin Schreier - Credits: Marco Sommer

Kathrin Schreier – Credits: Marco Sommer

Was sind für dich die größten Herausforderungen in deiner noch jungen Karriere als Darstellerin?

Ich glaube, ich kenne viele davon noch nicht.

Momentan gibt es viele kleine, aber ich denke, die großen Aufgaben und Herausforderungen kommen erst nach der Ausbildung.

Bekomme ich einen Job und kann ich davon leben? An welchem Ort werde ich dann sein? Welche Zu- und Absagen werde ich bekommen und wie gehe ich damit um? Wie mache ich mich überhaupt bemerkbar, wenn es gefühlt 1000 junge Frauen gibt, die alle so aussehen, wie ich?

Das alles sind Fragen, über die ich mir natürlich Gedanken mache, aber das gehört nun mal zu meinem Beruf.

Mir ist wichtig, authentisch zu bleiben. Ich weiß jetzt, man kann nicht jedem gefallen. Geschmäcker sind verschieden und ob du den Job bekommst oder nicht ist nun mal eine subjektive Entscheidung. Wenn sich was ergibt ist es toll! Und wenn nicht, dann war es nicht das richtige für mich.

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

In Allem. Ich liebe es einfach eine Geschichte zu erzählen und möchte Menschen damit berühren. Ob diese Geschichte durch Singen, Tanzen oder Schauspiel (was sowieso irgendwie in allem enthalten ist) erzählt wird, ist mir egal. Ich liebe den Mix aus allen drei Sparten und könnte nicht auf eine verzichten. Klar muss man manchmal Prioritäten setzen, was gerade wichtiger ist, aber ich werde immer versuchen in allen drei Bereichen mein Bestes zu geben und zu wachsen.

Kathrin Schreier - Credits: Marco Sommer

Kathrin Schreier – Credits: Marco Sommer

Du bist musikalisch ja sehr vielseitig, spielst Harfe und Klavier, bist Songwriterin und singst neben Musical auch Jazz und Pop.

Ist dir diese Vielseitigkeit auch für deine Weiterentwicklung als Musicaldarstellerin wichtig oder willst du zukünftig deinen Fokus vielleicht gar nicht auf Musical setzen?

Ich war immer schon sehr vielseitig und durch Musical habe ich endlich das gefunden, was Singen, Tanzen und Schauspiel vereint. Mein Fokus liegt auf jeden Fall darauf. Trotzdem bin ich sehr neugierig und habe gerne Einblicke in verschiedene Bereiche. Es gibt so viel zu lernen!

Und falls ich mal arbeitslos sein sollte (was ja in diesem Beruf oftmals vorkommt) hilft es mir, meine eigene Musik und Projekte zu machen. Ich fand es auch toll, dass ich in unserer letzten Produktion an der Uni Harfe gespielt habe, warum nicht mehrere Dinge vereinen?

Wie gesagt, es gibt so viel, um sich weiter zu entwickeln. Nur nicht stehenbleiben und in Langeweile versinken.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Kathrin steckt in jeder Rolle?

Vor allem interessant ist für mich, manchmal gegen meinen Typ zu spielen. Natürlich steckt in jeder Rolle ein bisschen was von mir, das lässt sich nicht vermeiden. Trotzdem versuche ich, meine Person großteils aus der Rolle rauszunehmen. Ich liebe es, wenn die Rolle aus dem Nichts, aus etwas Freiem entsteht und sich vielleicht in eine Richtung entwickelt, die ich als Kathrin vielleicht gar nicht kenne. Das ist wahnsinnig spannend. Ich entdecke bei jeder Rolle etwas Neues über mich und wahrscheinlich finde ich dadurch noch ein Stücken mehr zu mir selbst.

Jeder Mensch interpretiert eine Rolle anders und das gibt der Figur dann eine einzigartige Persönlichkeit. Und das macht es interessant. Wäre ja langweilig, wenn alle gleich spielen.

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Es gibt so viele spannende Figuren zu entdecken! Bei mir geht‘s echt quer durch die Bank. Ich mag total schräge Figuren genauso gern wie Disney Prinzessinnen. Ein paar davon sind zB.: Anna und Elsa (Frozen), Scaramouche (We Will Rock You), Mabel (Mack and Mabel), Johanna (Sweeny Todd), … und noch ganz viele mehr!

Kathrin Schreier - Credits: Marco Sommer

Kathrin Schreier – Credits: Marco Sommer

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Meiner Meinung nach ist Social Media ein großartiges Tool, womit man viele Menschen erreichen kann. Für mich ist es aber vor allem interessant zu sehen, was meine KollegInnen so machen und in welche Richtungen sie sich weiterentwickeln. Das ist super spannend! Außerdem entdeckt man eben viele neue Künstler und Veranstaltungen. Trotzdem glaube ich, dass es nicht zwingend notwendig ist. Man muss selbst entscheiden, wie viel man von seinem Leben preisgeben möchte.

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Ich glaube, es passiert ganz viel über Beziehungen und Kontakte. Ich finde es manchmal noch schwer, mich selbst zu vermarkten, weil sich das oft so aufdringlich anfühlt. Ich glaube dann immer, die denken jetzt, dass ich nur mit denen rede, damit sie mir einen Job organisieren. Und ich möchte das nicht. Ich rede gerne mit Leuten, weil ich sie spannend finde oder ich interessiert an ihrem Thema bin. Also, wie ich mich gut selbst vermarkte… da kann ich definitiv noch was lernen. 😀

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Ich war erst mal ganz überrascht, als mich im Sommer bei „Carmen – Das Musical“ das erste Mal fremde Leute angesprochen haben oder nach einem Autogramm gefragt haben. Das ist ganz neu für mich. Und ich fand es toll. Ich fand es toll, weil mir bewusst wurde, dass ich diese Leute anscheinend mit meiner Rolle berührt habe. Und das heißt, ich habe mein Hauptziel erreicht. Ich wusste dann, dass es sich schlussendlich gelohnt hat, so lange und hart auf etwas hingearbeitet zu haben. Also, danke an euch Musicalfans, dass ihr immer wieder von überall anreist und unsere Plätze füllt.

Bist du auch Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Ich kann nicht Fan von einer Person sein. Dafür gibt es viel zu viele großartige und bewundernswerte KünstlerInnen!

Was ist dein Lebensmotto und warum?

Energie folgt der Aufmerksamkeit. Ich glaube eine positive Einstellung und positive Gedanken können Wunder wirken. Lächle das Leben an und es lächelt dir zurück.

Ich sage an Geburtstagswünschen auch nie: „Bleib so wie du bist“.
Ich sage: „Verändere dich, lerne und entwickle dich weiter, hab Spaß am Leben und sei einfach du selbst!“

Das möchte ich allen mitgeben.

WIR MUSICAL-FANS sagen „Danke für das Gespräch“.

Mehr zu Kathrin Schreier auf Instagram.

Kathrin Schreier - Credits: Marco Sommer

Kathrin Schreier – Credits: Marco Sommer

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Nach dem überwältigenden Erfolg der Produktion DER FEUERVOGEL/CARMINA BURANA lädt das Stadttheater Klagenfurt in Zusammenarbeit mit der Performing Academy Wien erneut zu einem Abend ein, der Musik, Chorgesang und Tanz kunstvoll vereint.

Das Leading Team

Musikalische Leitung: Nicholas Milton / Mitsugu Hoshino (12., 14., 28.02. und 13.03.2025) / Hannah Eisendle (19. und 21.03.2025)
Chroreographie: Sabine Arthold
Kostümbild: Emmanuela Cossar
Choreinstudierung: Günter Wallner
Dramaturgie: Markus Hänsel

Die Cast

Solotänzer:innen: Liviana Degen, Achim Himmelbauer
Tänzer:innen: Katharina Samsula (Dance Captain), Felicia Aimée, Emilia Ebert, Lisa-Victoria Ebner, Livia Ernst, Anna Sophia Gassner, Yassin Glöckner, Stella Rosmann, Jakob Steiner

Kärntner Sinfonieorchester
Chor und Extrachor des Stadttheaters Klagenfurt
Singakademie Carinthia

In Klagenfurt widmen sich Choreographin Sabine Arthold und ihre Studierenden in DANCE EPISODES zwei herausragenden amerikanischen Komponisten, deren vielseitiges Werk von Musical und geistlicher Musik bis hin zu beschwingtem Jazz und großem Chorgesang reicht: George Gershwin und Leonard Bernstein. In AN AMERICAN IN PARIS sowie den Three Dance Episodes aus dem Musical ON THE TOWN fangen Gershwin und Bernstein das pulsierende Leben moderner Metropolen ein – doch neben dem Vergnügen der Stadtbewohner:innen schwingt auch die Gefahr der Reizüberflutung mit.

Diese Spannung greift Sabine Artholds Choreographie auf, indem sie Elemente aus Jazz-, Stepptanz und Modern Dance kombiniert, um die Sinnsuche des modernen Menschen in einer überreizten Welt tänzerisch zu reflektieren. Auch Bernsteins (Anti-)Held Candide begibt sich auf eine solche Suche – von einer Katastrophe zur nächsten getrieben, findet er sein Glück schließlich im eigenen Garten. Musikalische Parallelen zur mitreißenden Candide-Ouvertüre lassen sich in den Chichester Psalms entdecken. Bernstein komponierte dieses facettenreiche Chorwerk für die Kathedrale im südenglischen Chichester und vertonte die ausgewählten Psalmen auf Hebräisch, inspiriert von seiner jüdischen Herkunft. Hier treffen unbändige Freude und dunkle Schatten aufeinander, demütiges Hoffen begegnet harmonischer Brüderlichkeit. Ein Erlebnis der besonderen Art im Stadttheater Klagenfurt in Kärnten.

Moritz Mausser wurde in Wien geboren und ist in Baden bei Wien aufgewachsen.

Schon seit seiner Kindheit ist er musikalisch interessiert und startete mit neun Jahren seine ersten Schritte auf der Bühne. Moritz Mausser war ab 2011 über 10 Jahre lang im Musical-Vereins teatro engagiert und spielte in Produktionen wie „Saus und Braus“ (Benny), „Peter Pan“ (John), „Die Weihnachtsgeschichte“ (Ebenezer), „Pinocchio Superstar“ (Pinocchio) „Der kleine Prinz“ (Der Fuchs), „Alice im Wunderland“ (Hutmacher), „Heidi“ (Fräulein Rottenmeier), „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ (Huck) und in „Little Women“ (Laurie). Für seine Rolle als „Hutmacher“ in der teatro-Produktion von „Alice im Wunderland“ wurde ihm der PAPAGENO AWARD 2019 verliehen. Außerdem konnte man Moritz auch in Produktionen der Bühne Baden erleben (u.a. in PETER PAN) und er stand 2018, 2020 und 2022 als Solist bei MUSICAL UNPLUGGED auf der Bühne.

Seine Gesangsausbildung erhielt Moritz Mausser u.a. bei René Rumpold, Previn Moore und Edward Hoepelman und absolvierte einen Meisterkurs mit Kammersänger Wolfgang Bankl.

2020 startete Moritz Mausser sein Studium „Musikalisches Unterhaltungstheater“ an der MUK Wien und war dabei auch in einigen MUK-Produktion zu sehen (u.a. Dickon/Archibald in SECRET GARDEN, ELEGIES, PIPPIN). 2021 gewann er den „Walter Jurmann Wettbewerb“.

Im Sommer 2023 war Moritz in der Rolle des Erzherzog Rudolf in ELISABETH vor dem Schloss Schönbrunn zu erleben und steht seit Oktober 2023 in ROCK ME AMADEUS – DAS FALCO MUSICAL in der Titelrolle des Falco auf der Bühne des Ronacher in Wien.

Von 27. bis 29. Juni 2024 stand Moritz Mausser erneut als Rudolf in der konzertanten Aufführung des Erfolgsmusical Elisabeth auf der Bühne vor der atemberaubenden historischen Kulisse des Schlosses Schloss in Wien.

WIR MUSICAL-FANS haben der Musicaldarstellerin Anja Backus ein paar Fragen gestellt.

Anja Backus absolvierte nach dem Abitur ihr Studium an der UdK (Universität der Künste in Berlin und war währenddessen schon an der Neuköllner Oper in MEIN AVATAR UND ICH als Gretchen zu sehen. Bisher spielte Anja u.a. in EVITA, DER KLEINE HORRORLADEN, JESUS CHRIST SUPERSTAR, ELISABETH – DAS MUSICAL, DIRTY DANCING als Lisa, Leadsängerin und Marjorie auf Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, GHOST – NACHRICHT VON SAM im Stage Operettenhaus in Hamburg, ROCKY – DAS MUSICAL im Stage Palladium Theater Stuttgart und TITANIC in Bad Hersfeld. Bei THE VOICE OF GERMANY stand Anja 2015 im Team von Michi Beck und Smudo (FANTA 4).

Seit 2019 ist Anja Backus in der Rolle der Magda in TANZ DER VAMPIRE zu sehen – u.a. in Oberhausen, in Stuttgart am Stage Palladium Theater und im Stage Operettenhaus in Hamburg.

Im Jänner 2024 stand Anja Backus bei MUSICAL REVOLUTION, Deutschlands größtem Musical-Event, in der Jahrhunderthalle in Frankfurt auf Bühne – gemeinsam mit Jeannine Michèle Wacker, Nienke Latten, Sidonie Smith, Alexander Di Capri, Benét Monteiro, Philipp Büttner und Robin Reitsma.

Das Interview wurde im November 2019 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattet du einen anderen Berufswunsch?

Ich hatte als Kind und Jugendliche immer 24 Stunden am Tag Musik um mich rum mit verschiedenen Bands, Gesangsunterricht …. aber laut auszusprechen, dass ich etwas mit Musik beruflich machen möchte, hatte ich mich nie getraut, da ich eher ein Außenseiter war und das Feuer nicht noch weiter schüren wollte. Doch dann passierte alles ganz automatisch. Ich bewarb mich in München und Berlin, machte die Aufnahmeprüfung und ZACK bevor ich mich versah studierte ich in Berlin Musical und Show an der UdK. Das war einfach verrückt und wunderschön gleichzeitig

Du hast deine Ausbildung an der Universität der Künste in Berlin abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Arbeite hart, nimm Kritik an, aber nicht zu sehr zu Herzen, glaube an dich selber, the sky is the limit

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?

Nach meinem Abschluss an der UdK hatten alle meine Kollegen/-innen sofort super Jobs und bei mir wollte einfach nichts wirklich klappen, bis ich dann in Wien Elisabeth bekommen habe. Heute weiß ich, dass meine Zeit noch nicht reif war und klein Anja noch viel lernen musste. Man ist nach der Uni noch lange nicht fertig und mein Bühnentyp ist erst in den späten Zwanzigern mehr gefragt.

Was würdest du jemanden raten, der Musicaldarsteller/-in werden möchte? Eine gute Entscheidung oder lieber nochmals durchdenken?

Mhhhhhh, dass ist schwierig zu sagen, wenn man noch nichts von der Person gesehen hat. Ich würde mir zuerstmal was zeigen lassen, um ein Urteil zu fällen. Generell ist das Business harte Arbeit und das ständige umziehen und reisen schlaucht gewaltig aber es lohnt sich natürlich auch.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Durchhaltevermögen

Als Musicaldarstellerin bist du ja oft unterwegs. Ist das für dich eher ein Vorteil oder bevorzugst du einen fixen Wohnort?

Ich bevorzuge einen fixen Wohnort zu haben. Das ergibt sich im Alter von alleine, wenn man dann auch einen Partner hat, der nicht immer mitziehen kann.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Anja steckt in jeder Rolle?

Ich liebe es. Natürlich ist immer ein klein bisschen Anja in jeder Rolle, aber ich liebe es Sachen auf der Bühne zu tun, die Anja im wahren Leben NIEMALS tun würde. Magda ist da ein gutes Beispiel. Da kann ich mein Rocker-Ich einfach frei lassen.

Du stehst aktuell in der Rolle der „Magda“ in „Tanz der Vampire“ auf der Bühne. „Tanz der Vampire“ ist ein Musical, das viele Menschen zu tiefst fasziniert. Welche Faszination hat dieses Musical oder mögen Menschen einfach Vampire so gerne?

Vampire und das Mysterium des ewigen Lebens fasziniert jeden, da man natürlich für immer jung ist und stark und keine Angst hat.

Diese Eigenschaften will doch jeder haben und somit spricht dieses Material viele an.

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Elsa und Anna aus Frozen, da ich beide Charaktere liebe und ich ein Disneykind der ersten Stunde bin.

Starke Frauen sind so wichtig als Vorbilder für die nächsten Generationen und ich würde so gerne das Gesicht meiner kleinen Nichte sehen, wenn Tante Anja eine Disneyprinzessin wäre.

Wie entwickelst du dich als Musicaldarstellerin weiter? Nimmst du Gesangs-, Schauspiel- und Tanzunterricht oder besuchst du Workshops?

Ich nehme regelmäßig Gesangsunterricht und wenn die Zeit passt, versuche ich auch Schauspielunterricht zu nehmen. Wo ich persönlich aber am Meisten lerne ist beim Beobachten der Kollegen! Das gibt mir sehr viel Inspiration und man lernt einfach von erfahreneren Kollegen/-innen die guten Tricks und Kniffe.

Du warst 2015 bei „The Voice of Germany“ im Team “Michi & Smudo”. Wie war diese Erfahrung für dich und was war dabei dein persönliches Highlight?

Das Duett mit Steffi von Silbermond, welches wirklich ungeplant und improvisiert war.

Was möchtest du in 10 Jahren gerne machen? Bist du dann noch auf der Bühne oder machst du vielleicht einen komplett anderen Job?

Also ich wäre auf jeden Fall noch gerne auf der Bühne und über andere Jobs kann ich im Moment gar nicht nachdenken, da mein Traumjob nonstop vor meiner Nase ist. Zudem hätte ich gerne eine Familie und dann wird es erst recht super spannend dies unter einen Hut zu bringen, aber ich freue mich auf diese Herausforderung.

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich persönlich liebe Instagram und finde es toll mit den Leuten so in Kontakt zu bleiben. Es macht viele Sachen soviel einfacher, aber man ist natürlich auch der Masse mehr ausgesetzt und durch die Anonymität trauen sich viele Leute auch weniger nette Kommentare zu schreibe. Das ist dann schon heftig.

Anja Backus – Credits: Anja Backus

Anja Backus – Credits: Anja Backus

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Ich versuche immer allen zu antworten und zu reagieren, wenn mir jemand schreibt.

Es freut mich so sehr, wenn Leute an der Stage Door warten, um ein Foto oder ein Autogramm haben wollen. Dieses Vermarkten gehört zu unserem Job dazu.

Das ist so als, wenn ich wo einkaufen gehe und die Verkäuferin ist der Knaller, dann komme ich doch auch eher wieder zurück und kaufe mehr.

Wenn aber die Dame oder der Herr super blöd war, möchte ich keinen Fuss mehr in dieses Geschäft setzten.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Super wichtig, da sie über unsere Arbeit berichten und wenn dann ein netter Post veröffentlicht wird an einem Tag wo man nicht so gut drauf ist, dann hilft das einem enorm.

Warst du früher auch mal Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Nicht wirklich Fan, aber wenn wir in einem Musical waren, hat meine Mutter immer die CD gekauft und ich habe jedes Wort auswendig gekonnt. Meine armen Geschwister die Nonstop JOSEPH oder DIE SCHÖNE UND DAS BIEST ertragen mussten 🙂

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.

Mehr zu Anja Backus auf Facebook und Instagram.

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

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Barbara Castka - Credits: Helmuth Rafetseder

Barbara Castka wurde in Wien geboren, absolvierte ihre Tanzausbildung an der Ballettakademie der Wiener Staatsoper und ihre Musicalausbildung an der Performing Academy.

2020 stand Barbara in CATS im Wiener Ronacher und 2021/2022 in MISS SAIGON als Cover Ellen im Wiener Raimund Theater auf der Bühne. Am Landestheater Linz war sie u.a. in CATCH ME IF YOU CAN zu sehen.

Barbara Castka - Credits: Helmuth Rafetseder

Barbara Castka – Credits: Helmuth Rafetseder

Davor war sie u.a. zu sehen in: Jesus Christ Superstar / I am from Austria (Raimund Theater, Vereinigte Bühnen Wien) Jekyll & Hyde / Can-Can / Peter Pan (Stadttheater Baden), Durchwursteln oder Durchwurschteln (Kabarett Simpl, Wien), Fred Astaire – ein Leben für den Tanz (Freie Bühne Wieden) und Kiss me, Kate / West Side Story / Der Graf von Monte Christo (Felsenbühne Staatz).

2023 war sie beim Musicalsommer Amstetten in JERSEY BOYS in Niederösterreich und ab Herbst 2023 im ROCK ME AMADEUS – DAS FALCO MUSICAL im Ronacher in Wien auf der Bühne.

Das Interview wurde im Juni 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattet du einen anderen Berufswunsch?

Ja, auf der Bühne zu stehen war seit ich 4 Jahre alt war mein Ziel. Damals habe ich zum ersten Mal „Der Nussknacker“ im Fernsehen gesehen. Da hat die kleine Babsi gemeint, nur das und nichts anderes!

Barbara Castka - Credits: allrounderphotography

Barbara Castka – Credits: allrounderphotography

Du hast deine Tanzausbildung an der Ballettakademie der Wiener Staatsoper und deine Musicalausbildung an der Performing Academy abgeschlossen. Was nimmst du aus deinen Ausbildungen mit?

Ich nehme viele Erinnerungen mit.

Es war eine harte Ausbildung voller Hochs und Tiefs, aber letztendlich eine wahnsinnig intensive und schöne Zeit in der ich wundervolle Menschen kennenlernen durfte.

Ich hatte die Möglichkeit das zu tun was ich liebe und dafür bin ich sehr dankbar!

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?

Nicht zu urteilen in Bezug auf seine eigene Leistung.

Das ist eine Sache, die man als Künstler sehr schnell vergisst.

Man ist sehr perfektionistisch, da man das Beste geben will und vergisst darüber hinaus manchmal das Wichtigste:

Sich auf die Freude und die Leidenschaft zu fokussieren, die wir für den Beruf empfinden.

Was würdest du jemanden raten, der Musicaldarsteller/-in werden möchte? Eine gute Entscheidung oder lieber nochmals durchdenken?

Solange man Freude an einer Sache hat würde ich niemals abraten etwas in Angriff zu nehmen. Man muss das tun was die Seele glücklich macht. Deshalb singen, tanzen, spielen, eben tun was man liebt!

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Das Herz für den Beruf und einen guten Fokus. Es ist bestimmt nicht immer leicht, aber wenn man sich darauf fokussiert warum man das tut was man tut, findet man die Stärke auch durch schwierige Phasen hindurch standhaft zu bleiben. Und natürlich braucht es auch besondere Menschen, die einem den Rücken stärken. Seien es Familie oder Freunde. Ich denke im Alleingang kann man auf Dauer nicht durchhalten oder zumindest nicht glücklich sein.

Barbara Castka - Credits: Helmuth Rafetseder

Barbara Castka – Credits: Helmuth Rafetseder

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

Nachdem ich ja aus der Richtung komme, ist meine tänzerische Seite sehr ausgeprägt, allerdings muss ich sagen, dass ich vor und nach meiner Musicalausbildung immer schon gerne gesungen und gespielt habe, andernfalls wäre ich jetzt auch nicht da wo ich bin.

Also ich fühle mich in allen drei Sparten sehr wohl, weshalb ich auch diesen Beruf mache, der optimalerweise alles vereint.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Barbara steckt in jeder Rolle?

Ich glaube das kommt ganz auf die Rolle an. Manchmal steht man seinen Figuren näher und manchmal muss man etwas tiefer graben. Aber ich genieße die Rollenarbeit sehr.

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Ich glaube ich kann gar nicht so genau sagen was meine Traumrolle wäre. Aber hoch oben steht für mich einmal „Bonnie“ aus „Bonnie & Clyde“ zu spielen.

Was möchtest du in 10 Jahren gerne machen? Bist du dann noch auf der Bühne oder machst du vielleicht einen komplett anderen Job?

Gute Frage, in 10 Jahren kann viel passieren, aber ich mache meinen Job von Herzen gerne und hoffe natürlich, dass ich ihn auch in 10 Jahren noch machen werde!

Barbara Castka - Credits: Serge Vossoughi

Barbara Castka – Credits: Serge Vossoughi

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Bezüglich Social Media bin ich gespaltener Meinung. Ich als Privatperson brauche es nicht unbedingt, im Job ist es aber bis zu einem gewissen Grad ganz praktisch.

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Kommunikation ist in diesem Sinne für mich persönlich wichtig, da der Kontakt vor allem über Social Media zu vielen Leuten natürlich sehr erleichtert wird. Es freut mich zum Beispiel wahnsinnig, wenn ich Nachrichten von Theaterbesuchern erhalte, die mir sagen wie viel Freude sie mit dem Stück hatten und wie es ihnen gefällt. Ich finde diesen Kontakt zu den Leuten sehr schön, da wir sie ja sonst nur über die Distanz sehen.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Ich hatte bisher ganz gute Erfahrungen mit den Besuchern. Ich hoffe einfach, dass die Leute, die sich die Shows anschauen, einfach einen wundervollen und besonderen Abend genießen können. Dass sie die Freude, die man selbst darüber empfindet mit einem teilen können und das Stück als schöne Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Warst du früher auch mal Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Ich denke nicht, dass ich jemals ein richtiger Fan war. Ich war immer sehr auf meine Ausbildung fokussiert und habe es genossen den Leuten auf der Bühne zuzusehen. Es gibt viele fantastische Darsteller und Darstellerinnen, daher empfand ich es nie als nötig jemanden zu favorisieren. Berührt haben mich viele Menschen auf der Bühne und es war immer jemand anderes.

Was ist dein Lebensmotto und warum?

Tu das was dich glücklich macht!

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.

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Barbara Castka - Credits: Helmuth Rafetseder

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