Der Musicaldarsteller, Schauspieler und Sänger Raphael Groß wurde in Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) geboren.

Er begann im Alter von fünf Jahren mit Klavierunterricht, ab seinem zehnten Lebensjahr auch mit Gesangsunterricht und sang im Kinderchor des Gospelprojekt-Ruhr e. V.

Bei Michael David Mills (Folkwang Universität der Künste) erhielt er Stimmbildung und nahm Tanz- und Schauspielunterricht an der Summer School des Laine Theatre Arts College in London. TV-Erfahrung sammelte Raphael in seiner Teenagerzeit bei DEIN SONG im ZDF/KiKa und war mit dem Compilation-Album zur Sendung auf Platz 4 der deutschen Charts. Im Alter von 17 Jahren komponierte er die Musik zum Musical Die Schreibmaschine (Text: Tim Berkels / Regie: Bernd Arends).

Nach seinem Abitur startete er sein Musicalstudium an der MUK (Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien) und war während des Studiums u.a. in CLOSED (Regie: Isabella Fritdum) und in GRIMM! DIE WIRKLICH WAHRE GESCHICHTE VON ROTKÄPPCHEN UND IHREM WOLF (Musik: Thomas Zaufke / Text: Peter Lund / Regie: Werner Sobotka) im Renaissance Theater (Theater der Jugend) in Wien zu sehen.

2017 feierte Raphael Groß sein Debüt als Alfred in TANZ DER VAMPIRE in Wien zu sehen und spielte diese Rolle danach auch in Berlin, Oberhausen und Stuttgart. Mit der Tanz der Vampire Cast trat Raphael bei Die Helene Fischer Show auf.

Bisher war Raphael u.a. zu sehen in CHESS im Landestheater Linz, in GREASE beim Musicalsommer Amstetten, in NEXT TO NORMAL (FAST NORMAL) im Theater Magdeburg, in KU`DAMM 56 – DAS MUSICAL im Theater des Westens in Berlin und in JESUS CHRIST SUPERSTAR in Wien.

2024 war er mit FOOTLOOSE – DAS MUSICAL in der Hauptrolle des Ren McCormack auf Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Bei der Deutschlandpremiere von & JULIA steht Raphael Groß seit Herbst 2024 als Romeo auf der Bühne des Stage Operettenhaus in Hamburg.

Raphael Groß ist Gewinner des Walter Jurmann Gesangs- und Interpretationswettbewerb, der seit 2012 zu Ehren des österreichischen Komponisten Walter Jurmann vergeben wird und veröffentlichte 2021 seine ersten beiden Solo-Singles „Flieg mit mir“ und „Herzöffner“. 2022 folgten „Liebe und so“ und ein Cover des Münchener Freiheit Hits „Ohne Dich (schlaf‘ ich heut Nacht nicht ein)“ und 2023 dann „Lila Wolken“.

Im TV war Raphael Groß u.a in Das Internat (Joyn), in der Schlagerchance in Leipzig (MDR) und beim Schlagerbooom Open Air – Die Stadionshow in Österreich zu erleben.

„Wir Musical-Fans“ haben der Musicaldarstellerin Sarah Kornfeld ein paar Fragen gestellt.

Sarah Kornfeld wurde in Draßmarkt im Burgenland (Österreich) geboren und liebte die Musik schon in ihrer Kindheit und Jugend.

Sie tanzte Ballett, spielte Geige und nahm Gesangsunterricht.

2013 schloss Sarah ihr Musicalstudium am Vienna Konservatorium in Wien mit Auszeichnung ab und war schon während ihrer Ausbildung auf der Bühne – u. a. Der Mann von La Mancha, Leben ohne Chris oder Dolce Vita.

Weitere Engagements hatte Sarah u.a. bei den Luisenburger Festspielen in „Cabaret“ und „Cats“, in der Uraufführung von „Monster High Live“, in „Hair“ am Staatstheater Braunschweig, bei der Deutschland-Tour von „Dschungelbuch“, im Märchen-Musical „Das Zauberschloss“, bei der Deutschland-Tour von „Hairspray“ oder bei den Clingenburg Festspielen in „West Side Story“.

2019 stand Sarah in „Bat Out of Hell“ als Raven im Stage Metronom Theater Oberhausen auf der Bühne und war danach u.a. zu sehen als Twin auf der Europatournee von HEIDI, als Alex in FLASHDANCE bei den Gandersheimer Domfestspielen, in CABARET als Kit-Kat-Girl im Theater Hof und als Sally Bowles im kleines theater in Bad Godesberg, als Rena in ZEITELMOOS bei den Rena Luisenburg Festspielen, als Mary Roberts in SISTER ACT bei den Luisenburg Festspielen, als Sandy Cheeks und Cover Spongebob auf der SPONGEBOB-Tournee und als Jean McLaren in BRIGADOON im Theater Hof.

Aktuell steht Sarah Kornfeld in ROCK ME AMADEUS – DAS FALCO MUSICAL im Ensemble und als Cover Isabella im Ronacher in Wien auf der Bühne.

Das Interview wurde im Jänner 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattet du einen anderen Berufswunsch?

Tatsächlich hatte ich als ich klein war einen ganz anderen Wunsch und zwar wollte ich immer Polizistin werden! Aber dann hat es mich doch in eine ganz andere Richtung verschlagen

Du hast 2013 deine Ausbildung an Vienna Konservatorium abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Ich habe gelernt sehr konditioniert zu trainieren und vor allem wie hart das Business sein kann. Vor allem durften wir auch gleich Bühnenerfahrung sammeln während der Ausbildung, was für alle folgenden Jobs sehr geholfen hat!

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?

Ich glaube da geht es mir wie so vielen: Ich war bzw. bin immer viel zu nervös bei Auditions für neue Produktionen. Das gehört aber auch einfach dazu, denke ich. Und natürlich ist es oft schwer, wenn man ständig auf Reisen ist und in Zügen sitzt – da vermisst man das Zuhause dann doch oft sehr …

Was würdest du jemanden raten, der Musicaldarsteller/-in werden möchte? Eine gute Entscheidung oder lieber nochmals durchdenken?

Ich liebe meinen Job und bereue keine Sekunde, dass ich diesen Weg gegangen bin! Allerdings ist es auch kein einfaches Pflaster und ich glaube man muss auf alle Fälle für den Beruf „brennen“, damit man auf den großen Durststrecken nicht die Energie verliert und aufgibt.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Durchhaltevermögen, Power, regelmäßiges Training sowohl im Gesang, als auch Tanz UND eine große Liebe zur Musik!

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

Ich würde sagen, dass ich mich auf alle Fälle am Wohlsten im Gesang fühle.

Einer der Hauptgründe warum ich mich für das Musicalbusiness entschieden habe, ist aber eben weil es alle Sparten vereint! Ich finde es unfassbar spannend all diese Bereiche bedienen zu dürfen und immer wieder neue Herausforderungen zu bekommen, die mich in meiner kreativen Laufbahn weiterbringen.

Eigentlich fühle ich mich in allen drei Bereichen super wohl!

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Sarah steckt in jeder Rolle?

Ach, ein bisschen Sarah steckt in jeder Rolle. Ich glaube auf alle Fälle, dass die jeweiligen Kreativteams die DarstellerInnen auch wegen ihrer Persönlichkeit für diverse Rollen besetzen. Jedes neue Stück bringt ein paar neue Seiten von mir, zusammengewürfelt mit einer neuen Rolle.

Sarah Kornfeld - Credits: Markus Wagner

Sarah Kornfeld – Credits: Markus Wagner

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Ich darf bald in eine meiner absoluten Traumrollen schlüpfen und freue mich schon sehr darauf!

Mit dieser Rolle erfülle ich mir schon einen sehr sehr großen Traum der Rollen, die ich in Zukunft spielen wollte!

Ich hoffe, dass ich euch bald mehr sagen darf 🙂

Wie entwickelst du dich als Musicaldarstellerin weiter? Nimmst du Gesangs-, Schauspiel- und Tanzunterricht oder besuchst du Workshops?

Ganz besonders wichtig für mich ist, dass ich körperlich fit bin! Ich bin eine konditionierte Läuferin und stehe eigentlich fast täglich auf dem Laufband im Fitnessstudio.

In diesem Beruf darf einem einfach nicht die Puste ausgehen und das weder beim singen, noch beim tanzen.

Zusätzlich nehme ich Gesangsunterricht und schaue, dass ich in meinen Spielpausen so viele Workshops wie möglich mitnehmen kann!

Was möchtest du in 10 Jahren gerne machen? Bist du dann noch auf der Bühne oder machst du vielleicht einen komplett anderen Job?

Wenn ich es mir wünschen könnte, würde ich natürlich auch noch in 10 Jahren auf der Bühne stehen wollen, aber das kann man vorab ja nie wirklich wissen. Wenn aber jetzt eine Fee kommen würde und ich drei Wünsche frei hätte, dann wäre das definitiv einer der drei Wünsche!

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich mag Social Media sehr gerne, aber ich denke nicht, dass es zwingend notwendig ist. Ich kenne viele KollegInnen, die zum Beispiel gar kein Social Media nutzen und unglaublich erfolgreich in dem Business arbeiten. Es hat immer seine Vor- und Nachteile, aber natürlich kann man nicht leugnen, dass die Plattformen immer wichtiger werden.

Persönlich mag ich es sehr, da es einfach ein toller Weg ist um mit meinen Fans zu kommunizieren und auch Bescheid zu geben, wo ich zum Beispiel als Nächstes spiele. Es sollte aber nach wie vor die Entscheidung bei den KünstlerInnen liegen und es darf auf gar keinen Fall zu einem MUSS werden!

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Jeder Darsteller / Jede Darstellerin wird in meinen Augen mit jeder Produktion vermarktet. Sei es, dass wir eben zum Beispiel Interviews geben.

Die Frage ist immer, wo man hier die Grenze zieht und wie sehr man seine eigene Person vermarkten möchte. Es gibt einen immensen Unterschied zwischen der Vermarktung einer Produktion / einer Rolle und der Vermarktung meiner eigenen Person.

Persönlich würde ich mein Privatleben gerne auch für mich behalten und nicht grenzenlos freigeben bzw. vermarkten. Ein bisschen Privatsphäre bzw. ein kleines Stück Sarah hinter der Bühne, dass nicht jeder kennt, möchte ich einfach für mich behalten.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Meine Fans geben mir so unfassbar viel Kraft und es gibt nichts Schöneres als all ihre Nachrichten zu lesen und so viel Unterstützung zu bekommen. Wie vorhin schon erwähnt, gibt es in diesem Job einfach auch einige Durststrecken in denen man besonders viel Kraft braucht und gerade da helfen Fans einfach ungemein!

Ich habe bis jetzt nur die schönsten Erfahrungen machen dürfen und bin mir sicher, dass es dabei auch bleiben wird, denn ich habe einfach die BESTEN Fans der Welt.

Warst du früher auch mal Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Da muss ich fast wieder auf die 1. Frage zurückgehen: Mit dem Wunsch Polizistin zu werden, war mein Fokus nicht wirklich auf der Musicalwelt…Aber es gibt sehr viele Kollegen und Kolleginnen, die ich wahnsinnig bewundere und schätze und von denen ich definitiv ein Fan bin!

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.

Mehr zu Sarah Kornfeld auf Instagram.

Sarah Kornfeld - Credits: Markus Wagner

Sarah Kornfeld – Credits: Markus Wagner

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Nienke Latten wurde in den Niederlanden (Voorburg) geboren und hatte bereits in jungen Jahren einen Fokus auf Tanz und Schauspiel.

Am Muziektheater Tilburg startete Nienke ihr Studium und erhielt dabei u.a. auch Gesangsunterricht bei Edward Hoepleman. Schon während ihrer Ausbildung spielte sie u. a die Elisabeth in ELISABETH, die Chava in FIDDLER ON THE ROOF und die Maria in WEST SIDE STORY. Für ihr Endexamen schrieb sie CINDERELLA um und brachte das Stück auch auf die Bühne. 2017 schloss Nienke in Tilburg mit einem Bachelor Diplom ab.

Nienke war als Jasmin in Disneys ALADDIN in Hamburg und Stuttgart, in Aalsmeer als Mira in ONE DE MUSICAL, als Maria Magdalena in JESUS CHRIST SUPERSTAR und zuletzt in REBECCA in der Rolle der Ich zu sehen.

Im Jänner 2024 stand Nienke Latten in MUSICAL REVOLUTION in der Jahrhunderthalle in Frankfurt auf Bühne – gemeinsam mit Anja Backus, Jeannine Michèle Wacker, Sidonie Smith, Alexander Di Capri, Benét Monteiro, Philipp Büttner und Robin Reitsma.

Seit Herbst 2025 steht sie in der Titelrolle der MARIA THERESIA im Ronacher Theater in Wien auf der Bühne.

Agentur: ARTgerecht Künstleragentur Hamburg – Peter Stassen – mehr über Nienke Latten

Mats Visser wurde 1997 auf der Insel Norderney geboren und sang schon früh im Gospelchor der Insel, wo er auch solistisch tätig war und Inspiration für eigene Kompositionen und Songs fand. Während seiner Oberstufenzeit am Ulrichsgymnasium Norden war er in der Musical AG und spielte mehrere Hauptrollen wie z.B. George Berger in HAIR und Roger in RENT.

2017 startete er ein Studium der Musik und Germanistik in Oldenburg und war dort auch in verschiedenen Ensembles tätig. Er lernte Klavier und Saxophon und nahm viele Jahre Gesangsunterricht in verschiedenen Stilistiken – von klassischer Stimmbildung bis hin zur Estill Voice Methode (Udo Nottelmann) und zum Syng Training (Karin Behrens). Schon als Jugendlicher machte Mats Visser erste Tanzerfahrungen mit Jazz Dance und baute diese im Ballett und Modern Dance an der Ballettschule Preston in Oldenbur aus.

2020 startete er den Bachelor-Studiengang Musical an der Theaterakademie August Everding, den er 2023 abschloss. Er setzte seine Musical-Ausbildung mit einem Masterstudiengang in München fort und feierte im Jahr 2024 seinen Abschluss.

Unter der Regie von Stefan Huber verkörperte er in der deutschen Erstaufführung von TWELFTH NIGHT die Rolle des Fabian, stand im Musical BABY als Danny im Silbersaal des Deutschen Theaters München auf der Bühne, war im Prinzregententheater München als Prinz Arglos im Musical ONCE UPON A MATTRESS zu sehen (Regie: Philipp Moschitz) und gastierte in Pforzheim als „B“ in der Welturaufführung des Musicals JUGEND OHNE GOTT von Philipp Gras und Claudio Gottschalk-Schmitt.

2024 spielte er die Rolle des Jamie im Kammermusical DIE LETZTEN FÜNF JAHRE und übernahm gemeinsam mit seiner Bühnenpartnerin „Cathy“ Alida Will auch die Regie (am Klavier: Liviu Petcu). Bei den Luisenburgfestspielen Wunsiedel 2024 war er als Cover Simon und Cover Petrus in JESUS CHRIST SUPERSTAR (Regie: Birgit Simmler) und in DER WATZMANN RUFT zu sehen. Für seine außerordentlichen Leistungen erhielt er dort den Nachwuchspreis 2024.

Im Mai 2021 war er Finalist beim Bundeswettbewerb für Gesang in Berlin, ist seit 2022 Stipendiat des Deutschen Bühnenvereins & bei Yehudi Menuhin Live Music Now und erhielt 2024 den Thomas-Siedhoff-Preis, die weltweit einzige Auszeichnung für Musical-Nachwuchsdarsteller:innen überhaupt. Ein wichtiges Anliegen ist ihm Musik und Kultur an Menschen zu bringen, die sonst nicht ins Theater gehen können.

Ab April 2025 ist Mats Visser in der Hauptrolle des Romeo in ROMEO & JULIA – LIEBE IST ALLES – dem Musical von Peter Plate und Ulf Leo Sommer – im Theater des Westens in Berlin zu sehen.


WIR MUSICAL-FANS haben der Musicaldarstellerin Anja Backus ein paar Fragen gestellt.

Anja Backus absolvierte nach dem Abitur ihr Studium an der UdK (Universität der Künste in Berlin und war währenddessen schon an der Neuköllner Oper in MEIN AVATAR UND ICH als Gretchen zu sehen. Bisher spielte Anja u.a. in EVITA, DER KLEINE HORRORLADEN, JESUS CHRIST SUPERSTAR, ELISABETH – DAS MUSICAL, DIRTY DANCING als Lisa, Leadsängerin und Marjorie auf Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, GHOST – NACHRICHT VON SAM im Stage Operettenhaus in Hamburg, ROCKY – DAS MUSICAL im Stage Palladium Theater Stuttgart und TITANIC in Bad Hersfeld. Bei THE VOICE OF GERMANY stand Anja 2015 im Team von Michi Beck und Smudo (FANTA 4).

Seit 2019 ist Anja Backus in der Rolle der Magda in TANZ DER VAMPIRE zu sehen – u.a. in Oberhausen, in Stuttgart am Stage Palladium Theater und im Stage Operettenhaus in Hamburg.

Im Jänner 2024 stand Anja Backus bei MUSICAL REVOLUTION, Deutschlands größtem Musical-Event, in der Jahrhunderthalle in Frankfurt auf Bühne – gemeinsam mit Jeannine Michèle Wacker, Nienke Latten, Sidonie Smith, Alexander Di Capri, Benét Monteiro, Philipp Büttner und Robin Reitsma.

Bei den Luisenburg‑Festspiele in Wunsiedel stand sie im Sommer 2025 als Lilly in SEELE FÜR SEELE auf der Bühne und ist in der Spielzeit 2025/26 am Theater Magdeburg in der Operette Clivia in der Titelrolle zu sehen.

Das Interview wurde im November 2019 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattet du einen anderen Berufswunsch?

Ich hatte als Kind und Jugendliche immer 24 Stunden am Tag Musik um mich rum mit verschiedenen Bands, Gesangsunterricht …. aber laut auszusprechen, dass ich etwas mit Musik beruflich machen möchte, hatte ich mich nie getraut, da ich eher ein Außenseiter war und das Feuer nicht noch weiter schüren wollte. Doch dann passierte alles ganz automatisch. Ich bewarb mich in München und Berlin, machte die Aufnahmeprüfung und ZACK bevor ich mich versah studierte ich in Berlin Musical und Show an der UdK. Das war einfach verrückt und wunderschön gleichzeitig

Du hast deine Ausbildung an der Universität der Künste in Berlin abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Arbeite hart, nimm Kritik an, aber nicht zu sehr zu Herzen, glaube an dich selber, the sky is the limit

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?

Nach meinem Abschluss an der UdK hatten alle meine Kollegen/-innen sofort super Jobs und bei mir wollte einfach nichts wirklich klappen, bis ich dann in Wien Elisabeth bekommen habe. Heute weiß ich, dass meine Zeit noch nicht reif war und klein Anja noch viel lernen musste. Man ist nach der Uni noch lange nicht fertig und mein Bühnentyp ist erst in den späten Zwanzigern mehr gefragt.

Was würdest du jemanden raten, der Musicaldarsteller/-in werden möchte? Eine gute Entscheidung oder lieber nochmals durchdenken?

Mhhhhhh, dass ist schwierig zu sagen, wenn man noch nichts von der Person gesehen hat. Ich würde mir zuerstmal was zeigen lassen, um ein Urteil zu fällen. Generell ist das Business harte Arbeit und das ständige umziehen und reisen schlaucht gewaltig aber es lohnt sich natürlich auch.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Durchhaltevermögen

Als Musicaldarstellerin bist du ja oft unterwegs. Ist das für dich eher ein Vorteil oder bevorzugst du einen fixen Wohnort?

Ich bevorzuge einen fixen Wohnort zu haben. Das ergibt sich im Alter von alleine, wenn man dann auch einen Partner hat, der nicht immer mitziehen kann.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Anja steckt in jeder Rolle?

Ich liebe es. Natürlich ist immer ein klein bisschen Anja in jeder Rolle, aber ich liebe es Sachen auf der Bühne zu tun, die Anja im wahren Leben NIEMALS tun würde. Magda ist da ein gutes Beispiel. Da kann ich mein Rocker-Ich einfach frei lassen.

Du stehst aktuell in der Rolle der „Magda“ in „Tanz der Vampire“ auf der Bühne. „Tanz der Vampire“ ist ein Musical, das viele Menschen zu tiefst fasziniert. Welche Faszination hat dieses Musical oder mögen Menschen einfach Vampire so gerne?

Vampire und das Mysterium des ewigen Lebens fasziniert jeden, da man natürlich für immer jung ist und stark und keine Angst hat.

Diese Eigenschaften will doch jeder haben und somit spricht dieses Material viele an.

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Elsa und Anna aus Frozen, da ich beide Charaktere liebe und ich ein Disneykind der ersten Stunde bin.

Starke Frauen sind so wichtig als Vorbilder für die nächsten Generationen und ich würde so gerne das Gesicht meiner kleinen Nichte sehen, wenn Tante Anja eine Disneyprinzessin wäre.

Wie entwickelst du dich als Musicaldarstellerin weiter? Nimmst du Gesangs-, Schauspiel- und Tanzunterricht oder besuchst du Workshops?

Ich nehme regelmäßig Gesangsunterricht und wenn die Zeit passt, versuche ich auch Schauspielunterricht zu nehmen. Wo ich persönlich aber am Meisten lerne ist beim Beobachten der Kollegen! Das gibt mir sehr viel Inspiration und man lernt einfach von erfahreneren Kollegen/-innen die guten Tricks und Kniffe.

Du warst 2015 bei „The Voice of Germany“ im Team “Michi & Smudo”. Wie war diese Erfahrung für dich und was war dabei dein persönliches Highlight?

Das Duett mit Steffi von Silbermond, welches wirklich ungeplant und improvisiert war.

Was möchtest du in 10 Jahren gerne machen? Bist du dann noch auf der Bühne oder machst du vielleicht einen komplett anderen Job?

Also ich wäre auf jeden Fall noch gerne auf der Bühne und über andere Jobs kann ich im Moment gar nicht nachdenken, da mein Traumjob nonstop vor meiner Nase ist. Zudem hätte ich gerne eine Familie und dann wird es erst recht super spannend dies unter einen Hut zu bringen, aber ich freue mich auf diese Herausforderung.

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich persönlich liebe Instagram und finde es toll mit den Leuten so in Kontakt zu bleiben. Es macht viele Sachen soviel einfacher, aber man ist natürlich auch der Masse mehr ausgesetzt und durch die Anonymität trauen sich viele Leute auch weniger nette Kommentare zu schreibe. Das ist dann schon heftig.

Anja Backus – Credits: Anja Backus

Anja Backus – Credits: Anja Backus

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Ich versuche immer allen zu antworten und zu reagieren, wenn mir jemand schreibt.

Es freut mich so sehr, wenn Leute an der Stage Door warten, um ein Foto oder ein Autogramm haben wollen. Dieses Vermarkten gehört zu unserem Job dazu.

Das ist so als, wenn ich wo einkaufen gehe und die Verkäuferin ist der Knaller, dann komme ich doch auch eher wieder zurück und kaufe mehr.

Wenn aber die Dame oder der Herr super blöd war, möchte ich keinen Fuss mehr in dieses Geschäft setzten.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Super wichtig, da sie über unsere Arbeit berichten und wenn dann ein netter Post veröffentlicht wird an einem Tag wo man nicht so gut drauf ist, dann hilft das einem enorm.

Warst du früher auch mal Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Nicht wirklich Fan, aber wenn wir in einem Musical waren, hat meine Mutter immer die CD gekauft und ich habe jedes Wort auswendig gekonnt. Meine armen Geschwister die Nonstop JOSEPH oder DIE SCHÖNE UND DAS BIEST ertragen mussten 🙂

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.

Mehr zu Anja Backus auf Facebook und Instagram.

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

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Theresa Weber wurde in München geboren und begann eine Musicalausbildung an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg.

Ein Jahr später wechselte sie an die Theaterakademie August Everding, die sie 2016 mit dem Bachelor of Arts und 2017 mit dem Master of Arts abschloss.

Schon während ihrer Ausbildung war sie in mehreren Produktionen im Prinzregententheater zusehen – u.a. als Liesl von Trapp in SOUND OF MUSIC.

Beim Bundeswettbewerb Gesang wurde sie 2015 mit dem Preis des Deutschen Bühnenvereins für die beste Darstellung einer Musical-Szene ausgezeichnet.

Nach ihrem Studium übernahm Theresa Weber zahlreiche Rollen und war u.a. zu sehen in INTO THE WOODS im Silbersaal des Deutschen Theater München, in MARIA, IHM SCHMECKTS NICHT bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall, in der europäischen Erstaufführung von BIG FISH und als Maria Magdalena in JESUS CHRIST SUPERSTAR im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, in der Titelrolle in THE DROWSY CHAPERONE im Theater Chemnitz, als Eliza Doolittle in MY FAIR LADY und in LAZARUS im Theater Bielefeld. Weitere Engagements waren bei den Burgfestspielen Bad Vilbel in DAS DSCHUNGELBUCH als Shere Khan und in SISTER ACT als Schwester Mary Patrick, in DIE FANTASTICKS als Luisa an der Staatsoperette Dresden. Im Loft Theater Bielefeld spielte Theresa Weber die Rolle der Charlotte in BABYTALK, das den Deutschen Musical-Preis 2020/21 als „Bestes Revival“ erhielt.

2021-2023 war sie als Anita, Marlene und im Ensemble mit BERLIN, BERLIN auf Tour und übernahm 2022 an den Vereinigten Bühnen Bozen die Rolle der Sybil in I FEEL LOVE und die Rolle der Polly Peachum in DIE DREIGROSCHENOPER bei den Schlossfestspielen Ettlingen.

In der Musicalversion von Dirty Dancing war sie 2023/2024 als Lisa Houseman, Marjorie Houseman und Elizabeth/Lead Singer und 2024/2025 als Anita, Marlene und im Ensemble mit BERLIN, BERLIN auf ATG-Tour.


Valerie Luksch wurde in Wien geboren und absolvierte ihr Studium in Gesang, Tanz und Schauspiel an der Theaterakademie August Everding in München.

Sie nahm als Kind schon Ballettunterricht an der Wiener Staatsoper und begann mit ihrer Klavierausbildung. Als Mitglied des Kinderchors der Volksoper Wien sammelte sie früh Bühnenerfahrung und wirkte dort in vielen Produktionen mit.

Valerie gehörte beim „Bundeswettbewerb Gesang“ in Berlin sowie dem „Heinrich Strecker Gesangswettbewerb“ an der Bühne Baden zu den Finalisten – und gastierte mehrmals als Solistin bei Musical Galas.

Während ihrer Musicalausbildung war sie u.a. in dem Musical „Into the Woods“ als Rotkäppchen im Deutschen Theater München zu sehen. Und es folgten Engagements am Gärtnerplatztheater, sowie dem Theater St. Gallen, wo sie unter anderem in „My Fair Lady“, „Jesus Christ Superstar“ und „On the Town“ mitwirkte. Darüber hinaus stand sie in ANATEVKA als Chava beim Operettensommer in Kufstein (Tirol) und am Stadttheater Baden (Bühne Baden) auf der Bühne.

In den letzten Jahren war Valerie u.a. zu sehen als Maria in WEST SIDE STORY bei den Seefestspielen Mörbisch im Burgenland, als Cinderella in INTO THE WOODS bei den Sommerfestspielen Brunn am Gebirge, als Sissy in SISSY auf Schloss Tabor, als Lucy in DRACULA am Deutschen Theater München und als Nannerl in MOZART bei den Freilichtspielen Tecklenburg.

Am Landestheater Linz war Valerie Luksch in STRIKE UP THE BAND, TOOTSIE und LIGHT IN THE PIAZZA zu sehen und steht in der Europapremiere des Musicals WONDERLAND auf der Bühne in Linz.

Das Interview mit Valerie Luksch wurde im Jänner 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du einen anderen Berufswunsch?

Ich würde sagen ja… Als Kind durfte ich in der Volksoper bereits sehr früh das Theaterleben kennenlernen. Auf der Bühne zu stehen war damals schon für mich das Aufregendste und Tollste überhaupt. Von da an war mir dann eigentlich klar, genau das ist mein Traumberuf!

Du hast deine Ausbildung an der Theaterakademie August Everding abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Unheimlich viel! Man hat uns im Studium bestmöglich auf die Musicalwelt da draußen vorbereitet. Wir haben sämtliches Basiswissen mit all seinen Techniken und Theorien gelernt, im Grunde alles was für den Beruf und seiner Ausführung notwendig ist. Auch viel über uns selbst. Ich glaube alles Weitere kann man nur in der Praxis erfahren …

Valerie Luksch - Credits: Gerhard Maly

Valerie Luksch – Credits: Gerhard Maly

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?

Die größte Herausforderung rollentechnisch war für mich Magnolia in Showboat, da sie in den 2,5 Stunden um ganze 40 Jahre altert, also eine enorme Entwicklung von einer naiven 17 Jährigen bis hin zur reifen Dame durchmacht.

…und nicht zu vergessen die Herausforderung, dass man immer gesund bleiben muss!

Mit der ersten großen Rolle kommt eine riesen Verantwortung auf einen zu, ständig auf sich und seine Stimme aufzupassen, sich nirgends zu erkälten oder anzustecken, immer körperlich zu funktionieren und top fit zu sein … das ist gar nicht so einfach wie man denkt.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Liebe zum Beruf, Fleiß, Durchhaltevermögen und ein Quäntchen Glück.

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

Gesang ist auf jeden Fall mein Favorit, wobei natürlich die Kombination aus allen drei Bereichen letztendlich die Faszination am Beruf ausmacht.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Valerie steckt in jeder Rolle?

Ich denke, dass in jeder Rolle sogar sehr viel von mir drin steckt. Ehrlich gesagt glaube ich, dass es nicht zu vermeiden ist, seine eigene Persönlichkeit einzubringen, da man ja in den meisten Fällen schon als bestimmter Typ entsprechend der Rolle gecastet wird. Im Endeffekt ist natürlich jede Rolle anders, wie viel man also letztendlich von sich selbst und seinen Charakterzügen in die Rolle steckt, ist genau die Art von „Spielerei“, die den Beruf reizvoll macht.

Valerie Luksch - Credits: Gärtnerplatztheater

Valerie Luksch – Credits: Gärtnerplatztheater

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Ui da gibt es eine Menge schöne Rollen, die mich reizen würden.

Ein Beispiel ist Christine aus Phantom der Oper.

Konkret kann ich es aber gar nicht sagen, oft lerne ich Rollen auch erst so richtig kennen, wenn ich dafür besetzt werde und merke dann, dass diese definitiv eine Traumrolle war …

In deiner Kindheit und Jugend warst du ja auch als Pianistin sehr erfolgreich und u.a. auch Gewinnerin des Jugendmusikwettbewerbs „Prima la Musica“.

Warum dann doch die Entscheidung für Musical und nicht für die Karriere als Pianistin?

Ich habe sehr intensiv und vor allem gerne Klavier gespielt, das ist richtig … nichts desto trotz war eigentlich immer klar, dass ich keine Pianistin werden will.

Das Singen hat mich einfach mehr begeistert.

Heute hilft mir das Klavierspielen natürlich sehr in meinem Beruf und ist überdies ein großartiges Hobby.

Du sprichst neben Deutsch und Englisch zusätzlich auch Russisch. Hast du deine russischen Sprachkenntnisse schon mal auf der Bühne nutzen können?

Ja tatsächlich, jedoch nur bei Konzerten oder Wettbewerben, wo ich dann gerne russische Chansons eingebaut habe … die übrigens wirklich wunderschön sind!

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich glaube, dass wir in einer Zeit leben, in der es nur von Vorteil ist, wenn man sich auf Social Media einlässt. Es ist schlicht und einfach die heutige Kommunikationsform mit der größten Reichweite und zählt bestimmt zu einem der wichtigsten Präsentations- und Marketingkanäle für uns Künstler. Soziale Medien bieten uns Künstlern kostenlose Werbefläche und die Möglichkeit sich zu vernetzen.

Ob und wie intensiv man es dann tatsächlich anwendet bleibt meiner Meinung nach aber jedem selbst überlassen.

Valerie Luksch - Credits: Mark Noormann

Valerie Luksch – Credits: Mark Noormann

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Wie schon vorhin erwähnt, denke ich, dass Marketing einen hohen Stellenwert für Künstler hat. Trotzdem sollte es nicht überbewertet werden, da im Endeffekt hoffentlich doch die Leistung zählt und nicht die Aktivität auf sämtlichen Social Media Kanälen, um erfolgreich im Beruf zu sein.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Viel Erfahrung mit Fans habe ich zwar noch nicht, trotzdem glaube ich, dass das Showbusiness ohne sie nicht leben kann … sie sind nun mal unser Publikum!

Warst du früher auch mal Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

… doch da gab es schon einige, vor allem Broadwaydarsteller haben mich immer besonders inspiriert.

Was ist dein Lebensmotto und warum?

Lass die Dinge zu dir kommen.

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.

Mehr zu Valerie Luksch auf www.valerieluksch.com und Instagram.

Valerie Luksch - Credits: Mark Noormann

Valerie Luksch – Credits: Mark Noormann

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Amelie Polak wurde in Wiener Neustadt geboren und startete nach ihrer Reifeprüfung eine Musicalausbildung in Wien, die sie 2019 mit der Paritätischen Bühnenreife im Bereich Musical abschloss. 

Bisher spielte sie u.a. in DRACULA, DER KLEINE HORROLADEN, JESUS CHRIST SUPERSTAR, HONK!, LUNA, EIN SOMMERNACHTSTRAUM, AURADON und YELLOW BRICK ROAD.

2013 war sie Staatsmeisterin und Vizestaatmeisterin bei ASDU Sparte „Commercial“.

2023 war Amelie in FACK JU GÖHTE als Laura und Cover Lisi zu sehen und auch 2023/2024 mit FACK JU GÖHTE auf Tour.

Im Jahr 2024 stand sie als Iris im Musical WENN ROSENBLÄTTER FALLEN auf der Bühne des OFF Theater Wien und übernahm die Rolle der Mary Vetsera in ELISABETH vor der atemberaubenden historischen Kulisse des Schloss Schönbrunn in Wien und auf der VBW Tour in Asien. Außerdem war sie Teil des Ensembles von REBECCA auf der China-Tour der VBW.

Im Jahr 2025 stand Amelie Polak im Musical SKIVERLIEBT im Ensemble und Anna Maier (Cover) auf der Bühne des Landestheater Salzburg und ist seit Herbst 2025 in der Welturaufführung von MARIA THERESIA – DAS MUSICAL im Ronacher in Wien zu erleben. In MARIA THERESIA – DAS MUSICAL verkörpert Amelie Polak die Rolle der „Marie Christine“ – der Schwester von „Joseph“ (gespielt von Aeneas Hollweg) und ist außerdem als Cover der Titelrolle der „Maria Theresia“ (First Cast: Nienke Latten) zu sehen. als Marie Christine und als Cover der Titelrolle zu sehen.

Die beiden „Habsburg-Lothringen-Siblings“ Amelie Polak und Aeneas Hollweg präsentieren außerdem jeden Freitag um 17.45 Uhr die Instagram-Livestream-Serie „MT-TIME“ zu verschiedensten Themen – teils zu zweit, teils mit Gästen.

Die Mezzosopranistin beherrscht neben Deutsch, Englisch und Französisch auch Wiener Dialekt, spielt Ukulele und Klavier – und zählt Reiten zu ihren besonderen Fähigkeiten.

Das Interview mit Amelie Polak wurde im September 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du einen anderen Berufswunsch?

Kurz und knapp: Ja! Meine Mutter ist Ärztin und hat seit ich denken kann immer schon sogenannte „Theaterdienste“ gemacht, weil bei jeder Vorstellung ein Arzt für Notfälle anwesend sein muss. Dafür hat sie immer zwei Freikarten bekommen und ich hatte das große Glück, dass ich sie oft begleiten durfte und Stücke sogar mehrmals sehen konnte. Das hat mich sehr geprägt und ich bin ihr wahnsinnig dankbar, dass ich dadurch so früh schon so viele künstlerische Eindrücke sammeln durfte. Als sie mich in mein erstes Musical „Elisabeth“, damals noch im Theater an der Wien, mitgenommen hat, war für mich klar wo die Reise einmal hingehen soll.

Du hast 2019 deine Musicalausbildung in Wien abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Die Ausbildung war wortwörtlich ein „Selbststudium“. Man setzt sich tagtäglich mit sich und seinen Stärken sowie Schwächen auseinander und lernt sich dadurch sehr gut kennen. Meine Familie und enge Freunde wissen von mir, dass ich sehr ehrgeizig und perfektionistisch bin (was seine Vor- und Nachteile hat) und ich dementsprechend wahrscheinlich meine härteste Kritikerin bin.

In dem Zusammenhang auch mal die Geduld aufzubringen und nicht zu verzweifeln, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt, ist auf jeden Fall ein Punkt, den ich aus meiner Ausbildungszeit mitnehmen kann. Auch die paritätischen Prüfungen, die wir vor einer uns unbekannten Kommission absolvieren mussten, haben mich vieles gelehrt. Kritikfähigkeit und Selbsteinschätzung sind da zwei ganz wichtige Themen, sich über seine Stärken und Schwächen bewusst zu werden und vor allem das „Persönlichnehmen“ von Kritik ist sicherlich ein Punkt, an dem ich immer noch arbeite, aber das ist, wie vieles im Leben, ein Prozess und braucht seine Zeit.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der gerade in den letzten Monaten meiner Ausbildung kurz vor dem Abschluss immer wichtiger wurde, war, sich selbst und seinem Bauchgefühl zu vertrauen – wie eine tolle Dozentin zu mir gesagt hat: „Lass es einfach fliegen“ – gemeint war damit das hart erarbeite Repertoire aus Liedern, Monologen und Tänzen auch in gewisser Weise loszulassen, Spaß zu haben und einfach zu tun, was sich richtig anfühlt und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Zu guter Letzt durfte ich meine Ausbildungszeit mit vielen wundervollen Menschen verbringen, die diese Zeit für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht haben und die über diesen Zeitraum zu ganz tollen Freunden geworden sind, die ich heute nicht mehr missen möchte.

Amelie Polak - Credits: You & Me fotografie

Amelie Polak – Credits: You & Me fotografie

Was sind für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?

Ich glaube, wenn man wie ich am Anfang steht, ist es erstmal wichtig einen „Fuß in die Tür zu bekommen“ – und das bedeutet eigentlich: Auditions, Auditions und nochmal Auditions. Das ist ein Schritt, der einerseits irrsinnige Vorfreude und Tatendrang, andererseits aber auch eine gewisse Nervosität und Unsicherheit in mir weckt.

Durch die Ausbildung erhält man eine gewisse Erfahrung an Casting Situationen, aber es war eben doch noch eine Art von „Safe-Zone“, auf die man sich jetzt nicht mehr verlassen kann. Die Menschen, die jetzt über deine berufliche Zukunft entscheiden, kennen dich oft nicht persönlich und wissen dadurch auch nicht, was deine persönliche Bestleistung ist. Da nicht nervös zu werden und trotzdem in jeder Tagesverfassung sein Bestes zu geben, ist keine leichte Aufgabe.

Allgemein sich im Musicalbusiness durchzusetzen und auch mit Ablehnung umzugehen, wird sicherlich eine der größten Herausforderungen, denen ich mich aber gerne stellen möchte – denn am Ende des Tages überwiegt dann doch die Vorfreude auf das was noch kommen kann.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Ich hoffe, diese Frage kann ich in ein paar Jahren besser beantworten, aber ich glaube es braucht eine gute Mischung aus Talent, Selbstvertrauen, Zuversicht, der Bereitschaft offen für Neues zu sein, dem Willen sich immer weiterzuentwickeln und dazuzulernen und einer Portion Glück, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein 🙂

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

Ich hatte während meiner Ausbildung immer schon sehr viel Spaß daran, die sogenannten „Song&Dance“ Nummern für Konzerte und Prüfungen einzustudieren, bei denen man Singen, Schauspielen und Tanzen vereint.

Also am liebsten alle drei in Kombination!

Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sagen, dass ich mich im Gesang am wohlsten fühle.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Amelie steckt in jeder Rolle?

In verschiedene Rollen zu schlüpfen ist ein tolles Gefühl, ich denke das kann jeder nachvollziehen, der sich schon einmal als Kind verkleidet und sich mit Geschwistern oder Freunden die tollsten Geschichten ausgedacht und nachgespielt hat.

Und ich denke ein Teil Amelie steckt immer mit drin, da es oft einen Charakterzug der Rolle oder eine erlebte Situation gibt, mit der man sich identifizieren und dadurch einen Teil von sich mit einfließen lassen kann – manchmal bewusst, manchmal eher unterschwellig.

Welche Rollen würden dich in Zukunft besonders interessieren und warum?

Es gibt viele tolle Musicals und Rollen, die ich sehr spannend fände und ich hoffe sehr, dass diese Stücke irgendwann den Weg auf die deutschsprachigen Bühnen finden.

Da wären z.B. Regina George aus Mean Girls, Veronica Saywer aus Heathers, Eurydice aus Hadestown oder auch Zoe Murphy aus Dear Evan Hansen. Aber auch in Stücken, die in Österreich oder Deutschland gespielt wurden oder in näherer Zukunft auf die Bühne gebracht werden, gibt es viele Rollen, die ich unglaublich gerne einmal spielen würde wie beispielsweise Ich aus Rebecca, Elsa aus Die Eiskönigin, Johanna aus Die Päpstin oder auch Ellen aus Miss Saigon. Ich finde Rollen über starke Frauen, die jedoch auf ganz unterschiedliche Weise ihre Stärke und auch den Mut zur Verletzlichkeit zum Ausdruck bringen irrsinnig spannend und würde mich freuen, irgendwann an solchen Rollen arbeiten zu dürfen.

Ich denke aber auch, dass meine Liste in den nächsten Jahren noch um einige Rollen erweitert wird, da man durch Ausschreibungen immer wieder auf neue Rollen stößt, die man bis dahin gar nicht im Kopf hatte.

Du spielst neben Klavier auch Ukulele. Hast du deine Ukulele-Fertigkeiten schon einmal in einer Rolle nutzen können?

Leider hat sich bis jetzt noch keine Gelegenheit dazu ergeben und die Ukulele und ich haben bis jetzt eher im Wohnzimmer zusammen „Couchkonzerte“ für meine Familie gegeben, aber wenn es mal dazu kommen sollte, bin ich auf keinen Fall abgeneigt von der Idee!

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Wie entwickelst du dich als Musicaldarstellerin weiter? Nimmst du Gesangs- Schauspiel- und Tanzunterricht oder besuchst du Workshops?

Für mich ist es total wichtig, auch nach der Ausbildung im Training zu bleiben – daher nehme ich auch weiterhin Tanz- und Gesangsstunden.

Für mich ist das auch im Alltag ein wichtiger Ausgleich und gerade nach meinem Abschluss freue ich mich umso mehr darauf, da es während der Ausbildung eher „daily business“ war und man die Stunden jetzt umso mehr zu schätzen weiß.

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich denke, dass Social Media heute schon fast zum „Gesamtpaket Musicaldarsteller/in“ dazugehört und es ist eine tolle Option, um sich zu präsentieren und Interessierte Up-to-Date zu halten. Ich finde aber auch, dass man nicht gezwungenermaßen auf allen möglichen Plattformen vertreten sein muss, um als Künstler/in bei den Zuschauern anzukommen – also alles mit Maß und Ziel!

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig sind Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Eine schwierige Frage, vor allem: Was ist die „richtige Vermarktung“ bzw. wo hört die Privatperson auf und wo fängt der Künstler an, wenn es um das Thema „Vermarktung der eigenen Person“ geht? Ich denke, was hier oder generell bei der Verwendung von sozialen Medien der Schlüssel zum Erfolg ist, ist: Authentisch und man selbst zu bleiben und das ist leichter gesagt als getan, denn man macht sich in gewisser Weise „angreifbar“, sobald man sich in irgendeiner Form in die Öffentlichkeit begibt – und dadurch ertappe ich mich selbst immer wieder dabei, wie ich 10 Mal darüber nachdenke, ob ich etwas posten soll, sei das jetzt ein Bild oder eine Gesangsaufnahme.

Ich denke generell, dass diese Ängste und Zweifel, die in mir und sicher auch in anderen jungen Künstlern aufkommen, heutzutage ein großes Thema sind und in dem Sinne auch mehr darüber gesprochen und einander aufgebaut werden sollte. Grundsätzlich finde ich es toll Menschen, die man mit dem, was man unglaublich gerne tut, begeistern und über diverse Plattformen mit ihnen in Kontakt bleiben kann und sie dich auf deinem Weg begleiten, sei das auf der Bühne oder über soziale Medien.

Das kann ein tolles Gefühl sein und ich hoffe ich kann davon zukünftig ein bisschen was in Form von Positivität, viel Musik und guter Laune auf meinen Kanälen zurückgeben.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Da ich ja noch ganz am Anfang stehe, habe ich bis jetzt noch nicht wirklich Erfahrungen mit Fans gemacht, ich denke bis jetzt sind meine „Number 1 Fans“ meine Familie und meine Freunde und es freut mich immer wahnsinnig, wenn sie zu Konzerten oder Vorstellungen kommen, bei denen ich beteiligt bin.

Fans im Allgemeinen finde ich für das Musicalbusiness sehr wichtig, da sie auch einen Teil dazu beitragen, weswegen man diesen Beruf überhaupt ausüben kann, denn was wäre denn ein Theater ohne Publikum, das bei den Geschichten, die Abend für Abend erzählt werden, mitfiebert?

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Du bist ja ein sehr aktiver Mensch. Wie wichtig sind dir Fitness und Ernährung – sowohl als Privatperson, aber auch in deinem Job als Künstlerin?

Natürlich ist es wichtig für den Beruf körperlich fit zu sein und mit Beginn der Ausbildung habe ich auch konsequent begonnen auch auf meine Ernährung zu achten – aber die gesunde Ernährung und der Sport sind längst nicht mehr Dinge, die ich „nur“ wegen des Jobs mache – es fühlt sich einfach toll an zu wissen, dass man seinem Körper mit der gesunder Ernährung und Sport etwas Gutes tut und über die letzten Jahre haben sich diese Dinge schon so in meinen Alltag integriert, dass ich es mir gar nicht mehr ohne sie vorstellen kann.

Hast du einen Lieblingsfilm oder gibt’s mehrere Filme oder Genres, die du besonders magst Und welcher ist dein Lieblingssong?

Ich muss ehrlich sagen ich habe nicht wirklich einen Lieblingsfilm oder Song. Ein Film, der mich schon lange und immer wieder aufs Neue begeistert und berührt ist sicherlich Terminal – also hier eine kleine Empfehlung von mir 🙂 Bei der Musik variiert das je nach Stimmungslage was mich gerade aufbaut oder pusht aber, wenn so ein richtiger Motivationssong im Radio gespielt wird, MUSS ich einfach die Lautstärke hochdrehen, das geht gar nicht anders!

Was ist dein Lebensmotto und warum?

Darüber habe ich lange nachgedacht – ein wirkliches Motto habe ich nicht, aber der kürzliche Verlust eines geliebten Menschen hat mich dazu gebracht vieles anders zu sehen und mich zum Nachdenken angeregt.

Daher habe ich beschlossen mir Folgendes vorzunehmen: ich möchte versuchen, jeden Morgen mit einem positiven Mindset zu beginnen, das Beste aus mir rauszuholen und öfters einfach auch mal dankbar zu sein. Das fasst es ganz gut zusammen 🙂

Wir Musical-Fans sagen „Danke fürs Gespräch“.

Mehr zu Amelie Polak auf Facebook und Instagram.

Amelie Polak - Credits: You & Me fotografie

Amelie Polak – Credits: You & Me fotografie

Agentur: die Kulturbrüder

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Wir Musical-Fans haben dem Musicaldarsteller Jesper Tydén ein paar Fragen gestellt.

Jesper Tydén wurde in Stockholm geboren.

Er studierte Gesang am Königlichen Musikkonservatorium Stockholm und anschließend Musical an der Theater- und Opernhochschule in Göteborg.

Schon während seinem Studium war er an der Stockholmer Volksoper, beim Eric Ericcson Kammerchor und beim Schwedischen Rundfundchor engagiert.

Jesper war schon auf vielen Bühnen und in bekannten und beliebten Musicals zu sehen – u.a. in „Der Glöckner von Notre-Dame“, in „Elisabeth“, in der Uraufführung von „Robin Hood“, in der Schweizer Erstaufführung von „Miss Saigon“, in der Europa-Premiere von „Dracula“, in „West Side Story“, in „Jesus Christ Superstar“, in „Les Misérables“, in „Sweeney Todd“, in „Aida“, in „Der Mann von La Mancha“ und in „Die 3 Musketiere“.

Jesper Tyden - Credits: Iris Camaa

Jesper Tyden – Credits: Iris Camaa

Im Frühjahr 2021 stand er beim Musicalfrühling Gmunden im Musical „Vincent van Gogh“ gemeinsam mit Elisabeth Sikora, Yngve Gasoy Romdal, Bruno Grassini und André Bauer auf der Bühne (Regie: Markus Olzinger / Musikalische Leitung: Caspar Richter).

Neben seiner künstlerischen Karriere hat Jesper auch ein Lehrerstudium mit Schwerpunkt Musik abgeschlossen.

Das Interview wurde im März 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattet du einen anderen Berufswunsch?

Mein Wunsch war es immer mit Musik zu arbeiten. Allerdings war der Weg zu Musicaldarsteller nicht vorgesehen.

Es war Zufall, daß ich entdeckt und in der Theater- und Opernhochschule in Göteborg aufgenommen wurde .

Ich hätte mich auch im klassischen oder im Pop- / Rock-Bereich gesehen.

Das Schöne am Musical ist, daß es so vielseitig ist und so viele Facetten hat.

Du hast eine Gesangsausbildung am Königlichen Musikkonservatorium Stockholm, ein Musicalstudium an der Theater- und Opernhochschule in Göteborg und auch ein Lehrerstudium mit Schwerpunkt Musik abgeschlossen. Was nimmst du aus deinen Ausbildungen mit?

Aus meiner ersten Ausbildung (Stockholm) habe ich hauptsächlich meine Vielseitigkeit als Musiker entwickelt. In Göteborg habe ich wirklich die Liebe zum Schauspiel entdeckt und gefördert.

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darsteller?

Schweden zu verlassen, in ein neues Land zu ziehen und die deutsche Sprache perfekt zu sprechen. Natürlich auch vor großem Publikum zu singen. Die erste Produktion war Disney und gleich mit jemanden wie James Lapine zu arbeiten war natürlich eine Herausforderung.

Was würdest du jemanden raten, der Musicaldarsteller/-in werden möchte? Eine gute Entscheidung oder lieber nochmals durchdenken?

Folge deinem Herzen. Tu was du liebst und glaube an dich!

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Ehrgeiz und einen starken Willen.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Jesper steckt in jeder Rolle?

Immer unterschiedlich, mal mehr, mal weniger von mir. Habe aber immer versucht einen Teil von mir miteinzubringen. Ich verwende immer meine persönliche Lebenserfahrung im Stück und wenn das nicht genug ist viel Phantasie.

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Nicht die Rolle des Liebhabers, oder Jünglings (die Zeiten sind vorbei 😉 Charakterstarke reifere Rollen. Bin da ziemlich offen.

Was möchtest du in 10 Jahren gerne machen? Bist du dann noch auf der Bühne oder machst du vielleicht einen komplett anderen Job?

Ich bin da sehr offen. Ich habe viel Unterricht gegeben und junge Menschen gefördert in Stockholm. Falls ich weiterhin Rollen annehme, bevorzuge ich Produktionen wie z.b. „Van Gogh“ in Gmunden die mit viel Herz produziert werden und auch Platz bleibt für ein Privat leben mit meiner Frau & Familie.

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Da bin ich sehr schlecht darin. Es fällt mir schwer mich immer zu präsentieren. Ich will mich nicht aufdrängen und in den Vordergrund stellen – das ist nicht so meine Art.

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarsteller?

Mir persönlich ist es nicht so wichtig. Wenn ich Angebote bekomme und Sie mir zusagen oder mich ansprechen, nehme ich Sie an.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Fans sind sehr wichtig und ich habe bis jetzt auch nur gute Erfahrungen mit ihnen gemacht. Schön, daß es Sie gibt.

Warst du früher auch mal Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Während meiner Ausbildung fand ich z.b. Anthony Warlow (Jekyll & Hyde) toll. Oder auch den Schweden Tommy Körberg, wie er „Chess“ gesungen hat.

Was ist dein Lebensmotto und warum?

Man muss die Dinge tun damit Sie geschehen.

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.

Mehr zu Jesper Tyden auf www.jespertyden.com

Jesper Tyden - Credits: Ola Gäfvert

Jesper Tyden – Credits: Ola Gäfvert

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„Wir Musical-Fans“ haben der Musicaldarstellerin Sarah Zippusch ein paar Fragen gestellt.

Sarah Zippusch wuchs in Mittertrixen bei Völkermarkt (Kärnten, Österreich) auf und schloss 2017 ihr Musicalstudium an der Performing Academy in Wien ab.

Schon während ihrem Studium war Sarah als Sängerin und Tänzerin im Einsatz – u.a. bei der „Eröffnung des Eurovision Song Contests 2015“ in Wien (ORF), in der Rolle der „Eva“ bei Tonstudioaufnahmen für das Musical „Jugend ohne Gott“, in der Operette „Im Weißen Rössl“ bei den Schlossfestspielen Langenlois und als „Gaby“ in „Papa schläft noch?“ (Musical frei nach „Die acht Frauen“).

Nach ihrem Studium hatte Sarah noch einige weitere Engagement – u.a. im Theater Akzent, beim Musicalsommer Winzendorf, im Theater in der Innenstadt oder an der Wiener Staatsoper. 2019 war bzw steht Sarah in „Kiss me Kate“ am Staatstheater Darmstadt und in „Carmen – Das Musical“ beim Musicalsommer Winzendorf auf der Bühne.

Sarah ist bei einigen A-Capella-Formationen dabei und tritt seit ihrer Schulzeit mit verschiedenen Bands auf. Seit 2018 ist sie auch Leadsängerin der Partyband „Meetu“.

Das Interview wurde im Dezember 2019 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattet du einen anderen Berufswunsch?

Tatsächlich wusste ich schon seit ich mein erstes Musical gesehen habe, dass ich irgendwann auch genau da oben stehen möchte. Dieses Genre hat mich vom ersten Moment an einfach so fasziniert. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auf die Aufnahmeprüfungen hingearbeitet und versucht genrespezifischen Unterricht zu nehmen, was ehrlich gesagt nicht ganz einfach war, wenn man aus einem sehr ländlichen Gebiet kommt.

Du hast 2017 dein Musicalstudium an der Performing Academy in Wien abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Aus der Ausbildung nehme ich enorm viel mit, dort habe ich erst gelernt was Musical wirklich ausmacht und dass man niemals aufhören darf an sich zu arbeiten, zu üben und für seine Träume zu kämpfen. Sowohl in Gesang, Tanz als auch Schauspiel habe ich dort extrem viel gelernt und ich bin sehr froh, dass ich so eine gute Ausbildung genießen durfte.

Sarah Zippusch - Credits: Sandra Lehrner

Sarah Zippusch – Credits: Sandra Lehrner

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin? 

Es war für mich anfangs sehr schwer mit dem Gedanken und der Situation klar zu kommen, dass man erst mal keinen Job hat und sich von Audition zu Audition durchkämpfen muss.

Durch die Rolle der Königin Anna in „Die 3 Musketiere“ fing es dann an langsam ins Rollen zu kommen und im Nachhinein weiß ich, dass die Zeit damals einfach noch nicht reif war.

Das wichtigste ist einfach nie aufzugeben und immer weiter zu kämpfen. Alles im Leben kommt zur richtigen Zeit.

Was würdest du jemanden raten, der Musicaldarsteller/-in werden möchte? Eine gute Entscheidung oder lieber nochmals durchdenken? 

Wenn man diesen Job von ganzem Herzen liebt und dies ganz genau der Traumjob ist, sollte man es auf jeden Fall probieren. Ob dieser Job dann wirklich zu einem passt oder man doch lieber etwas anderes machen sollte, merkt man meiner Meinung ziemlich schnell. Es ist kein Zuckerschlecken und verlangt viel Kraft aber ich persönlich bereue es keine Minute meines Lebens, dass ich mich für diesen Job entschieden habe.

Sarah Zippusch - Credits: Stefan Grauf-Sixt

Sarah Zippusch – Credits: Stefan Grauf-Sixt

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Ein großes Durchhaltevermögen und ganz viel Fleiß.

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

Das ist ganz schwer zu sagen, da ich immer versuche mir in jedem Bereich ein gutes Level aufzubauen und immer weiter daran zu arbeiten.

Jeder Bereich bringt soooo viele schöne Seiten mit sich, dass man sich gar nicht entscheiden kann.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Sarah steckt in jeder Rolle?

Natürlich steckt auch in jeder Rolle etwas von Sarah, da ich immer versuche Emotionen durch vergangene Situationen und Erlebnisse hervorzurufen.

Es macht mir auch Spaß immer wieder in ganz unterschiedliche Rollen einzutauchen und dem Alltag für eine gewisse Zeit zu entfliehen, man ist für diese Zeit einfach ein anderer Mensch. Wenn man lange genug sucht und recherchiert, wird man immer gewisse Parallelen zu sich selbst findenIn „Carmen – Das Musical“ beim Musicalsommer Winzendorf musstest du bei der Premiere ja recht kurzfristig die Hauptrolle von Ana Milva Gomes übernehmen.

Wie gehst du als junge Künstlerin mit solchen unvorhergesehenen Ereignissen um? Besonders große Aufregung vor dem Auftritt oder bleibst du da eher „cool“?

Ja das kann man so sagen, habe tatsächlich erst am Premierentag zu Mittag davon erfahren und mich eigentlich schon auf meine Rolle der Katarina vorbereitet.

Natürlich war ich im Vorfeld aufgeregt, aber ich war auch auf diese Rolle vorbereitet und musste nichts mehr neues kurzfristig einstudieren.

Es war für mich eine wahnsinnige Chance und ich habe diesen Moment und diese Rolle sehr genossen.

Da hofft man natürlich umso mehr, dass man immer wieder Hauptrollen spielen darf.

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Oh…. da gibt es so einige, wer mich aber näher kennt weiß, dass 2 meiner absoluten Traumrollen die Rolle der „Eva Peron“ in „Evita“ und „Magda“ in „Tanz der Vampire“ sind. Beide Rollen faszinieren mich schon eine lange Zeit und sind 2 sehr starke und interessante Frauen. Fingers crossed 😉

Charaktere in denen man so richtig die Sau rauslassen kann, machen natürlich einen riesen Spaß. Jedoch freue ich mich auch immer wieder neue und verschiedene Rollen kennen und lieben zu lernen.

Wie entwickelst du dich als Musicaldarstellerin weiter? Nimmst du Gesangs-, Schauspiel- und Tanzunterricht oder besuchst du Workshops?

Ich bin ein sehr ehrgeiziger und selbstkritischer Mensch, deshalb würde ich auch niemals aufhören weiter an mir zu arbeiten. Wenn es zeitlich möglich ist nehme ich nach wie vor Gesangs-, Schauspiel- und Tanzstunden. Auch von Kollegen kann man sehr viel lernen und so entwickelt man sich stets weiter.

Sarah Zippusch - Credits: rockaphilly art

Sarah Zippusch – Credits: rockaphilly art

Du bist ja auch Leadsängerin der Partyband „MeetU“. Wie wichtig sind für dich eigene Projekte neben deinem Job als Musicaldarstellerin?

Sehr wichtig!

MeetU ist mittlerweile wie eine zweite Familie für mich und ein super Ausgleich zum Musical.

Durch MeetU lerne ich sehr viel dazu, da wir eine große Bandbreite an Genres bedienen und ich auch die Zuschauer motivieren muss, was nicht immer so einfach ist.

Auch andere eigene Projekte sind derzeit in Planung und man darf gespannt sein.

Was möchtest du in 10 Jahren gerne machen? Bist du dann noch auf der Bühne oder machst du vielleicht einen komplett anderen Job?

In 10 Jahren möchte ich unbedingt noch auf der Bühne stehen.

Mein Ziel ist es so lange wie möglich als Musicaldarstellerin tätig sein zu können.

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

In der heutigen Zeit halte ich Social Media für einen Künstler für sehr wichtig. Es ist eine Möglichkeit mit vielen Freunden, Kollegen, Fans etc. Kontakt zu halten und andere an seinem Leben teil haben zu lassen.

Aber auch um Infos weiterzugeben wie z.B. neue Projekte, Cover Shows, Off Shows usw. und selbst Infos zu erhalten.

Sarah Zippusch - Credits: Sarah Zippusch

Sarah Zippusch – Credits: Sarah Zippusch

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Künstlerin?

Vermarktung und Kommunikation ist ein wichtiges Thema, denn nur so werden die verschiedensten Menschen auf einem aufmerksam und man lernt wieder neue Menschen kennen. Jedoch sollte man immer gut darüber nachdenken was und wie viel man von sich preisgibt – denn das Internet vergisst nichts.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Musicalfans sind ein sehr wichtiger Bestandteil des Musicalbusiness und ohne sie würde das Business nicht das sein was es ist. Meine Erfahrungen waren bis jetzt immer sehr gut, ich freue mich über jede einzelne Nachricht und versuche immer alle so schnell wie möglich zu beantworten.

Grundsätzlich bin ich sehr offen was dieses Thema angeht. Man kann mir immer schreiben und mich ansprechen. Das Schönste ist, wenn man sieht, dass man Menschen mit dem was man tut beeindrucken kann und ihnen eine Freude macht. Das gibt einem persönlich sehr viel.

Bist du auch Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Pia Douwes bewundere ich sehr und sie ist ein absolutes Vorbild für mich.

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.
Mehr zu Sarah Zippusch auf FacebookInstagram auf ihrer Website

Sarah Zippusch - Credits: Stefan Grauf-Sixt

Sarah Zippusch – Credits: Stefan Grauf-Sixt

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