Matthias Liener wurde im Weinviertel (Niederösterreich) geboren und startete im Alter von 8 Jahren bei den Wiener Sängerknaben, mit denen er Konzertreisen in Europa, Amerika und Asien machte.

Er startete ein Gesangsstudiums an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Julia Bauer-Huppmann, das er im Jahr 2019 abschloss und wirkte schon während des Studiums bei breit gefächerten Bühnenproduktionen von Operette, über Moderne Oper, sowie Sprechtheater bis hin zu Musical- und Pop-Shows mit.

Als Ensemblemitglied der „Neuen Oper Wien“ bekam Matthias Liener erste Engagements am Teatro Sociale Trient, bei den Bregenzer Festspielen, im Palast der Künste Budapest und an der Wiener Kammeroper. Es folgten Produktionen als Solist bei den Musikrevues der Sommerspiele Melk, ein Sprechtheater Solo-Stück (MARIE) im Wiener Ateliertheater und die Rolle des „John Buffy“ in DIE BLUME VON HAWAII im Stadttheater Murau.

Im Herbst/Winter 2023 gastierte Matthias Liener für über 40 Vorstellungen der Kult-Operette IM WEISSEN RÖSSL in der Hauptrolle des Oberkellner „Leopold Brandmayer“ im Züricher Bernhard Theater.

Als vielseitiger Sänger, Darsteller und Musiker (Klavier, Gitarre, Akkordeon) komponiert und produziert Matthias Liener deutschsprachige Hits und führt in Musikvideos Regie. Mit der A Cappella-Formation „Das wird Super“ tourt er u.a. mit „Pizzera & Jaus“.

Auf der Felsenbühne Staatz verkörperte er 2024 die Hauptrolle des „Che“ im Musical EVITA und 2025 den „John Utterson“ in JEKYLL & HYDE.

Dennis Henschel wurde 1984 in Gelsenkirchen geboren und absolvierte eine Ausbildung zum Polizisten.

Er nahm Gesangsunterricht bei Noelle Turner, Pamela Falcon und Christian Heckelsmüller, Schauspielunterricht bei Roland Riebeling und Tanzunterricht bei Nivaldo Allves. Erste Bühnenerfahrung sammelte er bei Zero Tolerance in Essen und war danach am Theater an der Niebuhrg in Oberhausen, im Movie Park in Bottrop und unter anderem auch in Jesus Christ Superstar, auf der Phantom der Oper Tour und in Into the woods in Aachen zu sehen.

In Fulda übernahm Dennis Henschel mehrere Rollen im Musical Die Päpstin und gehörte als Karl Wagner zur Cast der Uraufführung von Kolpings Traum.

Bei der Weltpremiere von Das Wunder von Bern stand Dennis auf der Bühne des eigens dafür errichteten Theater an der Elbe in Hamburg – zuerst im Ensemble und später dann in der Rolle des Helmut Rahn.

Außerdem war er im Theater an der Elbe im Udo Jürgens Musical Ich war noch niemals in New York als Kapitän und Axel von Staudach und danach als Riff in Bernsteins Musical West Side Story in Hannover zu erleben.

2018 und 2019 war Dennis Henschel in Fulda als Gerold im Musical die Päpstin zu sehen, spielte die Rolle des Gerold und Anastasius in Benjamin Sahlers Inszenierung von Die Päpstin in der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen und in Ludwigs Festspielhaus Füssen, wo er auch die Rolle des Auftragsmörders, den Schattenmann in Ludwig2 übernahm.

2022 und 2023 spielte Dennis in Fulda in Robin Hood – das Musical die Rolle Will Scarlett und war Cover Robin Hood und Guy von Gisbourne.

2023 tourte Dennis zusätzlich als Sam (alternierend) in Ghost – Nachricht von Sam mit Showslot durch Deutschland, Österreich und der Schweiz.

2024 ist er in Fulda in der Neuinszenierung der Päpstin als Cover Gerold und Walk In für alle männlichen Hauptfiguren zu sehen.

Die Sopranistin Judith Caspari wurde in Kassel geboren und schloss ihr Studium für Gesang & Musiktheater an der Folkwang Universität der Künste in Essen ab.

Eine Zeit lang war sie Mitglied des Jungen Ensembles in Gelsenkirchen, wo sie u.a. bei „Anatevka“ oder in der „Zauberflöte“ mitwirkte.

Im November 2018 übernahm Judith Caspari die Titelrolle des Musicals ANASTASIA im Stage Palladium Theater in Stuttgart, das ganze 376 Mal aufgeführt wurde und u.a. den beliebten Song „Im Dezember vor Jahren“, der im Vergleich zum Zeichentrickfilm textlich verändert wurde, beinhaltet.

Judith Caspari war bisher u.a. zu sehen in Spring Awakening (Frühlingserwachen), The Sound of Music, West Side Story und Cirque Du Soleil Paramour.

Bis August 2022 war Judith als Glinda und Nessarose in WICKED am Stage Theater Neue Flora zu sehen.

Seit März 2024 steht Judith Caspari im Stage Palladium Theater in Stuttgart als Jane im Disney Musical TARZAN auf der Bühne.

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Lisa Kimberly Schöppl absolvierte ein Musicalstudium an der Performing Academy Wien und stand bereits vor bzw. während ihrer Ausbildung im Stadttheater Mödling in OLIVER TWIST und ROMEO UND JULIA und im Theater Akzent Wien in XMAS INSIDE und DAS VERRÜCKTE LABYRINTH auf der Bühne.

Im Stadtsaal Pottendorf war sie als „Eva Gruber“ in CÄSAR UND DIE BEAUTYFARM, „Claudia“ in EINE SCHRECKLICHE FAMILIE und „Frau Meister“ in MORD AM MARKTPLATZ zu sehen. Im Theater im Park war Lisa Kimberly Schöppl in Michael Niavaranis SOMMERNACHTSTRAUM als „Puck“-Double auf der Bühne, trat in UNE MADAME im Das Muth in Wien als Solistin auf und war Teil des Ensembles in EINE NACHT IN VENEDIG bei den Herbsttagen Blindenmarkt.

Bei der Wiener Eröffnung von LUZIA – Cirque du Soleil war sie eine „La Catrina“-Tänzerin, wirkte beim Kabarett Pottendorf und beim Frühlingskonzert im Kulturzentrum Neufeld mit und lieh ihre Stimme dem „Ziegenpeter“ im Hörbuch MEIN GROSSES HEIDI WIMMELBUCH (Breitschopfverlag).

2024 wirkte sie bei den Herbsttagen Blindenmarkt in der Produktion MASKE IN BLAU als Tänzerin und im Ensemble mit und stand im Frühjahr 2025 am Theater an der Wien als Tänzerin in VERLOBUNG IM KLOSTER auf der Bühne.

Auf der Felsenbühne Staatz war sie 2024 in EVITA und 2025 in JEKYLL & HYDE zu sehen.

Wir Musical-Fans haben der Musicaldarstellerin Lisa Antoni ein paar Fragen gestellt.

Lisa Antoni wurde in Wien geboren und studierte Musical und Operette am Konservatorium der Stadt Wien.

Schon während ihrer Ausbildung war Lisa auf der Bühne zu sehen – u.a. in der Operette „Im weißen Rössl“ und in „Rocky Reloaded“.

In der Uraufführung des Musicals „Rudolf – Affaire Mayerling“ im Wiener Raimundtheater übernahm Lisa die Rolle der „Mary Baroness Vetsera“ und erreichte mit dem Castalbum und der DVD in Österreich Platin.

Lisa ist immer wieder auf Bühnen in Österreich, Deutschland und der Schweiz zu sehen – u.a. in „Die 3 Musketiere“ auf der Freilichtbühne Tecklenburg und beim Musicalsommer Winzendorf, in „Into the Woods“ am Staatstheater Kassel, in „Rebecca“, in „Artus-Excalibur“ und in der Weltpremiere von „Matterhorn“ am Theater St.Gallen, in „Das Phantom der Oper“ zum 25. Jubiläum des Orchesters der Vereinigten Bühnen Wien, in “How To Succeed in Business Without Really Trying” an der Staatsoper Hannover, in “The Addams Family” im Musicaltheater Bremen, in „West Side Story“ am Theater St.Gallen und an der Staatsoper Leipzig, in „Wie man Karriere macht, ohne sich anzustrengen“ an der Volksoper Wien, in der deutschsprachigen Erstaufführung des Green Day Musicals „American Idiot“ in der Batschkapp Frankfurt und im Admiralspalast Berlin. Außerdem war sie Ensemblemitglied am Landestheaters Linz (Musical).

Für den Disney-Film „Mary Poppins Rückkehr“ übernahm Lisa als „Mary Poppins“ die deutsche Gesangsstimme von Emily Blunt.

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2021 war Lisa in der TV-Serie SOKO Kitzbühel zu sehen und 2022 spielte sie im Giorgio Moroder Musical I Feel Love die Rolle der Philippa am Theater Bozen.

Im Jahr 2023 übernahm Lisa Antoni die Rolle der Sonja Rostova in Natascha, Pierre & der grosse Komet von 1812 am Landestheater Linz.

Das Interview wurdeim Februar 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattet du einen anderen Berufswunsch?

Ja das war immer mein Wunsch. Ich wollte erst Tänzerin, dann Schauspielerin und dann Musicaldarstellerin werden. Einen anderen konkreten Berufswunsch gab es nicht.

Du hast deine Musical- und Operetten-Ausbildung am Konservatorium der Stadt Wien gemacht. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Ich habe da sehr viel ausprobieren können und bereits erfahren, wie es ist, kritisiert und bewertet zu werden bzw in Schubladen gesteckt zu werden. Das hat in mir eine gewisse Resilienz und einen gewissen Willen herausgebildet. Ausserdem war es einfach toll mit so vielen begabten Leuten zusammen im Unterricht und in den Schulproduktionen zu spielen, und auch vom Zusehen bei den Kollegen zu lernen! Es war eine inspirierende Zeit für die ich sehr dankbar bin. Als junger Mensch sich so ausleben zu dürfen ist echt ein Geschenk und lässt einen sehr lebendig fühlen.

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?

Anfangs muss man meist lernen mit Zurückweisung und unzähligen „Neins“ umzugehen. Ich habe zum Glück direkt nach meiner Ausbildung meinen ersten Job bekommen, beim Musical „Müllers Büro“. Danach hatte ich aber auch eine Zeit wo ich viele Auditions gemacht und den Job nicht bekommen habe. Das ist natürlich nicht leicht, immer weiter zu machen und nicht aufzugeben! Aber ich war auch zu ehrgeizig und hab irgendwie gespürt ich werd das schon schaffen. Die ersten grossen Jobs wie RUDOLF waren dann auch eine (schöne) Nervenprobe, denn dann fühlt man den Druck und die Erwartungshaltungen. Da kann man sich schnell mal verunsichern lassen weil man noch jung und nicht so etabliert ist.

Was würdest du jemanden raten, der Musicaldarsteller/-in werden möchte? Eine gute Entscheidung oder lieber nochmals durchdenken?

Ich würde sagen, man spürt es wohl, ob man es UNBEDINGT will oder nur die Vorstellung cool ist im Rampenlicht zu stehen. Ich habe schon als Kind Kindertheater gespielt und war jahrelang bei der Kindermusicalcompany, sowie im Tanzunterricht. Da habe ich schon gemerkt wie unglaublich gern ich das mache und wie das meine Seele erfüllt Geschichten zu erzählen und in andere Rollen zu schlüpfen. Und es gab einfach auch keinen Plan B für mich. Daher sollte man am besten schon als Jugendlicher aktiv in den Beruf reinschnuppern, sofern das möglich ist. Und man muss sich bewusst sein, dass man ein Risiko eingeht. Aber ich denke, Garantien gibt es eh nie so wirklich. Dennoch- mein Rat ist: man muss es wirklich wirklich wollen. Und man muss zwar sensibel aber auch resilient sein.

Lisa Antoni - Credits: Jan Frankl

Lisa Antoni – Credits: Jan Frankl

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Man sollte natürlich so gut wie möglich an seinem Gesang, Schauspiel und Tanz arbeiten.

Man sollte ein guter Team Spieler sein. Pünktlich und verlässlich sein. Gesund leben schadet sicher nicht. Immer an sich weiterarbeiten. Kritisch mit sich sein aber dennoch an sich glauben. Und eine Portion Glück gehört wie immer im Leben auch dazu.

Und wenn man gut in viele Rollen rein passt ist das sicherlich nicht von Nachteil.

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

Das kommt auf die Rolle an. Manche Rollen sind schauspielerisch sehr herausfordernd, dafür gesanglich nicht so schwierig, und umgekehrt. Manche Sachen liegen einem sehr gut, und an anderen muss man mehr arbeiten. Nur Tanzen durfte ich all die Jahre leider sehr selten – daher könnte es sein dass ich mich da momentan am wenigsten „sicher“ fühle, obwohl es auch da nur eine Frage der Zeit und Arbeit ist die man ins Üben investiert. Also die Antwort ist: es kommt darauf an :).

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Lisa steckt in jeder Rolle?

Oh ich liebe es in Rollen zu schlüpfen! Da ich privat mir manchmal schwer tue mich in den Mittelpunkt zu stellen, mag ich es mich über eine Rolle ausleben zu können. Und ich habe bisher in praktisch allen Rollen eine Seite von mir selbst drin gehabt. Ich suche bei jeder Rolle diese Charaktereigenschaften in mir selber. Und dann geb ich den Fokus auf das. Und versuche die Welt durch die Augen der Rolle zu sehen. Man sollte keine grosse Distanz zur Rolle haben, sondern sie in sich suchen, finde ich.

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Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Mich haben immer starke Rollen interessiert bzw Rollen die einen Wandel durchmachen können. Oder Rollen die Charaktereigenschaften haben die ich bewundere, oder die etwas spannendes erleben. Ich wollte immer gern die klassischen oldfashioned Musicals spielen, so wie Guys and Dolls, She Loves Me, My fair Lady, Anything Goes, und so weiter. Die sind alle noch auf meiner Wunschliste!

Was möchtest du in 10 Jahren gerne machen? Bist du dann noch auf der Bühne oder machst du vielleicht einen komplett anderen Job?

Das ist eine gute Frage! Ich weiss es natürlich nicht, aber ich hoffe dass ich auf der Bühne stehen werde in schönen Rollen, und Fernsehen wollt ich auch immer mal machen! Idealerweise würde ich das beides kombinieren. Und könnte mir aber auch vorstellen einen dritten Beruf zu machen. Also ich bin offen für alles, solange es mich glücklich macht und ich davon Leben kann, haha!

Du bist sportlich recht breit interessiert – von Laufen über Radfahren und Schwimmen bis zu Tennis-Spielen und Bikram-Yoga. Wie wichtig ist Sport für dich als Person, aber auch in deinem Job als Künstlerin?

Ich glaub, da ich schon als Kind viel getanzt habe, brauch ich das irgendwie für mein Wohlbefinden, mich zu bewegen! Es gibt/gab natürlich Phasen wo ich weniger sportlich war, aber da fehlt mir dann doch was, und ich mag es, wenn ich mich „spüre“- körperlich und emotional. Ich denke es ist auch wichtig fit zu sein, um für den Beruf so gut wie möglich gerüstet zu sein. Ich kann jedem raten sportlich zu sein. Aber es nicht zu übertreiben! Ruhephasen sind auch notwendig, und viel schlafen, und natürlich gute Ernährung.

Lisa Antoni - Credits: Christoph M. Bieber

Lisa Antoni – Credits: Christoph M. Bieber

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich finde es ist ein tolles Tool um sich der Welt zu zeigen, wie man das gerne möchte. Wie mehrfache Homepages zu haben. Und sozusagen Werbung zu machen für die aktuellen Projekte oder zu zeigen was man schon gemacht hat.

Ich finde es schadet keinem Künstler das zu nützen. Mich wundert es, wenn manche Leute das nicht machen. Aber erfolgreich sein kann man im Zweifelsfall auch ohne! Man muss im Endeffekt ja persönlich zur Audition gehen und mit Leuten im echten Leben connecten.

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Mir geht das etwas gegen den Strich. Also mich als Person will ich eigentlich nicht vermarkten müssen. Ich möchte gerne dafür geschätzt werden was ich als Künstlerin mitbringe, und nicht zum Beispiel danach bewertet werden wie viele Instagram Stories ich für Fans mache oder eine Art Fake Persönlichkeit für Social Media aufbauen, wo ich immer gut gelaunt in die Kamera lächle. Ich freue mich sehr wenn ich mit Leuten über ein Stück, meine Rolle, oder den Beruf reden kann und Fragen beantworten kann! Ich lasse mich auch gerne bewerben im Rahmen von Promotion für Projekte oder so. Interviews machen mir sehr viel Spass!! Aber ich bleibe ansonsten gerne privat 🙂

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Ich habe bisher sehr gute Erfahrungen gemacht und freue mich über das Interesse der Fans oder einfach Theaterfreunde. Ich finde, ich mache den Beruf ja auch, weil ich hoffe, dass das Publikum eine gute Zeit hat oder sogar bewegt oder zumindest gut unterhalten wird. Also ist es mir nicht egal, wie es ankommt!

Warst du früher auch mal Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Ich bewundere ein paar Darsteller/innen vom Broadway. Und da kann man sagen ich bin ein „Fan“ in dem Sinne dass ich versuche mir da auch was abzuschauen- wie machen sie das, warum finde ich sie toll? Was haben sie für eine Energie? Was für ein Auftreten haben sie? Was sagen sie in Interviews über den Beruf oder ihre Berufsethik? Das finde ich sehr spannend und inspirierend. Ich finde es schön, Vorbilder zu haben!

Was ist dein Lebensmotto und warum?

Ein richtiges Motto habe ich nicht, aber ich versuche so gut wie möglich auf meinem Lebensweg zu bleiben. Wer weiss ob es so einen „richtigen Weg“ gibt, aber ich versuche so sehr meiner Seele treu zu bleiben wie es geht. Und dabei dennoch offen zu bleiben und zu lernen und optimistisch zu bleiben! Und eine weise Person hat mir vor einiger Zeit gesagt: „Wer ruhig bleibt, gewinnt“. Ich denke, das ist wohl ein gutes Motto!

WIR MUSICAL-FANS sagen „Danke für das Gespräch“.
Mehr zu Lisa Antoni auf Facebook und Instagram.

Lisa Antoni - Credits: Jan Frankl

Lisa Antoni – Credits: Jan Frankl

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„Wir Musical-Fans“ haben der Musicaldarstellerin Sarah Kornfeld ein paar Fragen gestellt.

Sarah Kornfeld wurde in Draßmarkt im Burgenland (Österreich) geboren und liebte die Musik schon in ihrer Kindheit und Jugend.

Sie tanzte Ballett, spielte Geige und nahm Gesangsunterricht.

2013 schloss Sarah ihr Musicalstudium am Vienna Konservatorium in Wien mit Auszeichnung ab und war schon während ihrer Ausbildung auf der Bühne – u. a. Der Mann von La Mancha, Leben ohne Chris oder Dolce Vita.

Weitere Engagements hatte Sarah u.a. bei den Luisenburger Festspielen in „Cabaret“ und „Cats“, in der Uraufführung von „Monster High Live“, in „Hair“ am Staatstheater Braunschweig, bei der Deutschland-Tour von „Dschungelbuch“, im Märchen-Musical „Das Zauberschloss“, bei der Deutschland-Tour von „Hairspray“ oder bei den Clingenburg Festspielen in „West Side Story“.

2019 stand Sarah in „Bat Out of Hell“ als Raven im Stage Metronom Theater Oberhausen auf der Bühne und war danach u.a. zu sehen als Twin auf der Europatournee von HEIDI, als Alex in FLASHDANCE bei den Gandersheimer Domfestspielen, in CABARET als Kit-Kat-Girl im Theater Hof und als Sally Bowles im kleines theater in Bad Godesberg, als Rena in ZEITELMOOS bei den Rena Luisenburg Festspielen, als Mary Roberts in SISTER ACT bei den Luisenburg Festspielen, als Sandy Cheeks und Cover Spongebob auf der SPONGEBOB-Tournee und als Jean McLaren in BRIGADOON im Theater Hof.

Aktuell steht Sarah Kornfeld in ROCK ME AMADEUS – DAS FALCO MUSICAL im Ensemble und als Cover Isabella im Ronacher in Wien auf der Bühne.

Das Interview wurde im Jänner 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattet du einen anderen Berufswunsch?

Tatsächlich hatte ich als ich klein war einen ganz anderen Wunsch und zwar wollte ich immer Polizistin werden! Aber dann hat es mich doch in eine ganz andere Richtung verschlagen

Du hast 2013 deine Ausbildung an Vienna Konservatorium abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Ich habe gelernt sehr konditioniert zu trainieren und vor allem wie hart das Business sein kann. Vor allem durften wir auch gleich Bühnenerfahrung sammeln während der Ausbildung, was für alle folgenden Jobs sehr geholfen hat!

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?

Ich glaube da geht es mir wie so vielen: Ich war bzw. bin immer viel zu nervös bei Auditions für neue Produktionen. Das gehört aber auch einfach dazu, denke ich. Und natürlich ist es oft schwer, wenn man ständig auf Reisen ist und in Zügen sitzt – da vermisst man das Zuhause dann doch oft sehr …

Was würdest du jemanden raten, der Musicaldarsteller/-in werden möchte? Eine gute Entscheidung oder lieber nochmals durchdenken?

Ich liebe meinen Job und bereue keine Sekunde, dass ich diesen Weg gegangen bin! Allerdings ist es auch kein einfaches Pflaster und ich glaube man muss auf alle Fälle für den Beruf „brennen“, damit man auf den großen Durststrecken nicht die Energie verliert und aufgibt.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Durchhaltevermögen, Power, regelmäßiges Training sowohl im Gesang, als auch Tanz UND eine große Liebe zur Musik!

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

Ich würde sagen, dass ich mich auf alle Fälle am Wohlsten im Gesang fühle.

Einer der Hauptgründe warum ich mich für das Musicalbusiness entschieden habe, ist aber eben weil es alle Sparten vereint! Ich finde es unfassbar spannend all diese Bereiche bedienen zu dürfen und immer wieder neue Herausforderungen zu bekommen, die mich in meiner kreativen Laufbahn weiterbringen.

Eigentlich fühle ich mich in allen drei Bereichen super wohl!

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Sarah steckt in jeder Rolle?

Ach, ein bisschen Sarah steckt in jeder Rolle. Ich glaube auf alle Fälle, dass die jeweiligen Kreativteams die DarstellerInnen auch wegen ihrer Persönlichkeit für diverse Rollen besetzen. Jedes neue Stück bringt ein paar neue Seiten von mir, zusammengewürfelt mit einer neuen Rolle.

Sarah Kornfeld - Credits: Markus Wagner

Sarah Kornfeld – Credits: Markus Wagner

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Ich darf bald in eine meiner absoluten Traumrollen schlüpfen und freue mich schon sehr darauf!

Mit dieser Rolle erfülle ich mir schon einen sehr sehr großen Traum der Rollen, die ich in Zukunft spielen wollte!

Ich hoffe, dass ich euch bald mehr sagen darf 🙂

Wie entwickelst du dich als Musicaldarstellerin weiter? Nimmst du Gesangs-, Schauspiel- und Tanzunterricht oder besuchst du Workshops?

Ganz besonders wichtig für mich ist, dass ich körperlich fit bin! Ich bin eine konditionierte Läuferin und stehe eigentlich fast täglich auf dem Laufband im Fitnessstudio.

In diesem Beruf darf einem einfach nicht die Puste ausgehen und das weder beim singen, noch beim tanzen.

Zusätzlich nehme ich Gesangsunterricht und schaue, dass ich in meinen Spielpausen so viele Workshops wie möglich mitnehmen kann!

Was möchtest du in 10 Jahren gerne machen? Bist du dann noch auf der Bühne oder machst du vielleicht einen komplett anderen Job?

Wenn ich es mir wünschen könnte, würde ich natürlich auch noch in 10 Jahren auf der Bühne stehen wollen, aber das kann man vorab ja nie wirklich wissen. Wenn aber jetzt eine Fee kommen würde und ich drei Wünsche frei hätte, dann wäre das definitiv einer der drei Wünsche!

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich mag Social Media sehr gerne, aber ich denke nicht, dass es zwingend notwendig ist. Ich kenne viele KollegInnen, die zum Beispiel gar kein Social Media nutzen und unglaublich erfolgreich in dem Business arbeiten. Es hat immer seine Vor- und Nachteile, aber natürlich kann man nicht leugnen, dass die Plattformen immer wichtiger werden.

Persönlich mag ich es sehr, da es einfach ein toller Weg ist um mit meinen Fans zu kommunizieren und auch Bescheid zu geben, wo ich zum Beispiel als Nächstes spiele. Es sollte aber nach wie vor die Entscheidung bei den KünstlerInnen liegen und es darf auf gar keinen Fall zu einem MUSS werden!

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Jeder Darsteller / Jede Darstellerin wird in meinen Augen mit jeder Produktion vermarktet. Sei es, dass wir eben zum Beispiel Interviews geben.

Die Frage ist immer, wo man hier die Grenze zieht und wie sehr man seine eigene Person vermarkten möchte. Es gibt einen immensen Unterschied zwischen der Vermarktung einer Produktion / einer Rolle und der Vermarktung meiner eigenen Person.

Persönlich würde ich mein Privatleben gerne auch für mich behalten und nicht grenzenlos freigeben bzw. vermarkten. Ein bisschen Privatsphäre bzw. ein kleines Stück Sarah hinter der Bühne, dass nicht jeder kennt, möchte ich einfach für mich behalten.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Meine Fans geben mir so unfassbar viel Kraft und es gibt nichts Schöneres als all ihre Nachrichten zu lesen und so viel Unterstützung zu bekommen. Wie vorhin schon erwähnt, gibt es in diesem Job einfach auch einige Durststrecken in denen man besonders viel Kraft braucht und gerade da helfen Fans einfach ungemein!

Ich habe bis jetzt nur die schönsten Erfahrungen machen dürfen und bin mir sicher, dass es dabei auch bleiben wird, denn ich habe einfach die BESTEN Fans der Welt.

Warst du früher auch mal Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Da muss ich fast wieder auf die 1. Frage zurückgehen: Mit dem Wunsch Polizistin zu werden, war mein Fokus nicht wirklich auf der Musicalwelt…Aber es gibt sehr viele Kollegen und Kolleginnen, die ich wahnsinnig bewundere und schätze und von denen ich definitiv ein Fan bin!

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.

Mehr zu Sarah Kornfeld auf Instagram.

Sarah Kornfeld - Credits: Markus Wagner

Sarah Kornfeld – Credits: Markus Wagner

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Matthias Trattner wurde in Oberösterreich geboren und spielte schon mit 5 Jahren Geige. Er war bei den ST. FLORIANER SÄNGERKNABEN und sammelte schon früh Bühnenerfahrung: Weihnachtsoper AMAHL UND DIE NÄCHTLICHEN BESUCHER (Landestheater Linz), Kammerspiele Linz (FRÜHLINGS ERWACHEN!, A CLOCKWORK ORANGE, JEKYLL & HYDE, LINIE 1), BREAKING FREE – A TRIBUTE TO QUEEN am Landestheater Linz & Stadttheater Bad Hall, JESUS CHRIST SUPERSTAR (Circus Krone München), THE DROWSY CHAPERONE & THE SOUND OF MUSIC (Prinzregententheater München) und CABARET (Sommerfestspielen Bad Hersfeld & Volksoper Wien).

Nach dem Abschluss seiner Ausbildung an der Theaterakademie August Everding in München war Matthias u.a. zu sehen in DON CAMILLO & PEPPONE am Theater St. Gallen (CH) und im Ronacher Wien, in I AM FROM AUSTRIA im Raimund Theater, in BLUTSBRÜDER bei den 1. Sommerfestspielen in Brunn am Gebirge und an der Bühne Baden.

Das Interview wurde im November 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du einen anderen Berufswunsch?

Ich denke, ich wurde dafür geboren um ehrlich zu sein! Mir war immer wichtig, dass zu tun was mir Spaß machte und ich versuchte immer schon herauszufinden was meine Berufung ist! Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es was ganz anderes hätte werden können. Ich koche gerne, bin gerne in den Bergen, etc … Es gibt so viel … aber für etwas Gewisses entscheidet man sich und die Challenge an einer Uni aufgenommen zu werden und in diesem ungewöhnlichen Job Fuß fassen zu können schien mir am spannendsten.

Du hast 2016 deine Ausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Die Ausbildung zum Musicaldarsteller ist an jeder Schule sehr intensiv und stellt einen andauernd auf die Prüfung! Ich nehme neben dem künstlerischem Aspekt, mehr Selbstbewusstsein und Reife, Ausdauer und auch Erfahrung mit. Ich kann diese Schule empfehlen! Ich sag nur gleich … man muss es wirklich wollen …

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darsteller?

Man fühlt sich so bisschen wie der Neue im Rudel. Man wird von allen Seiten beschnuppert. Regisseure, Choreographen, Agenten, Kollegen, usw … Bis auf Bellen tut hier aber keiner. Ich mag die Theaterleute!

Was würdest du jemanden raten, der Musicaldarsteller/-in werden möchte? Eine gute Entscheidung oder lieber nochmals durchdenken?

Wie schon gesagt, man sollte sich gut überlegen, ob das eine Phase ist, oder ob man das wirklich mag. Die meisten Leute, die auf Schulen aufgenommen werden, sind Menschen die auch schon vor dem Studium viel auf Bühnen, sei es auch im Amateurbereich, gestanden haben. Es gibt auch mehrere Vorbereitungsschulen die, wie das Wort schon sagt, auf eine Musical-Schule vorbereiten. Viele Theater haben aber auch eine „junge Bühne“ für Kinder und Jugendliche. Ich war da als Jugendlicher am Landestheater Linz sehr aktiv und es war für mich das Beste was mir passieren konnte. Eine Umgebung von professionellen Leuten, die Möglichkeit auf einer großen Bühne zu stehen … das war schon eine gute Vorausbildung

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Das ist keine leichte Frage. Es ist auch eine Entscheidung wie man sich präsentiert. Stichwort AUTHENTIZITÄT. Das sollte das Wichtigste sein. Das ist fürs Theater das Wichtigste. Das geht aber leider nicht immer mit Erfolg einher! Aber wenn wir mal sagen „Erfolg“ ist Arbeit zu haben und davon zu leben, dann ist es wichtig aktiv zu sein, immer wieder Unterricht zu nehmen, Leute zu treffen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und klar, man muss auch gut sein in dem was man tut!

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

Schauspiel und Gesang.

Wie ist es so, in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Matthias steckt in jeder Rolle?

Man lernt sehr viel über sich selbst. Ich versuche sehr viel von mir in eine Rolle einfließen zu lassen, denn das macht dann den Unterschied und die Einzigartigkeit aus. Ich bin ein facettenreicher Mensch und ich besitze Empathie mit der ich mich in die verschiedensten Rollen einfühlen kann oder mir vorstellen kann, was ihre Sorgen sind, woher sie kommen oder warum sie so oder so handeln – das beeinflusst dann natürlich den Charakter der Rolle. Das heißt, ja, ich bin das, der da auf der Bühne steht und aber auch nicht!

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Ich würde gerne in Zukunft auch Rollen im Film oder im Schauspiel am Theater spielen. Ich möchte nicht in eine Schublade geworfen werden. Es gibt aber im Moment nicht die EINE Rolle!

Matthias Trattner - Credits: Daniel Murtagh

Matthias Trattner – Credits: Daniel Murtagh

Wie entwickelst du dich als Musicaldarsteller weiter? Nimmst du Gesangs-, Schauspiel und Tanzunterricht oder besuchst du Workshops?

Ich besuche Workshops und ich nehme immer wieder Gesangsunterricht und versuche zu reisen – so gut es halt gerade geht in Zeiten von Corona.

Was möchtest du in 10 Jahren gerne machen? Bist du dann noch auf der Bühne oder machst du vielleicht einen komplett anderen Job?

Ich möchte so viel. Vielleicht manchmal zu viel!

Ich will die Welt, die Menschen, ihre Kulturen und Lebensmotive kennenlernen, deswegen kann ich nicht sagen wo ich in 10 Jahren sein werde. Ich will dort hin, wo es mir am Besten gefällt. Das kann überall sein.

Aber ich denke die Bühne und die Kunst wird mich lebenslang begleiten.

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich bin auf Social Media aktiv! Ich finde es ist ein Vorteil up to date zu bleiben, sich mit anderen Künstlern auszutauschen, aber auch auf sich aufmerksam zu machen. Ich besitze jedoch keine Website.

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarsteller?

Eben Social Media ist für mich wichtig. Ich poste jetzt aber auch nicht jeden Tag hundert Inhalte und geh den Leuten auf den Nerv! Aber ich treffe Leute und ich rede gerne mit ihnen.

Ich finde auch solche Interviews wie diese ganz toll!

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Meine Erfahrungen mit Fans sind toll und schön! Wenn man den Menschen in die Augen schaut und sieht, dass sie sich freuen und du ihnen einen tollen Moment geschenkt hast, dann ist das das Größte! Mir ist aber das Wort „Supporter“ lieber als „Fan“.

Warst du früher auch mal Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Haha, ja klar und ich durfte mit ihnen zum Teil schon auf der Bühne stehen. Da war ich dann schon stolz! Sind aber auch alles Menschen!

Du bist ja ein sehr aktiver Mensch. Wie wichtig ist dir Fitness und Ernährung – sowohl als Privatperson, aber auch in deinem Job als Künstler/-in?

Wichtig! Grade für mein aktuelles Stück muss ich in Form sein und täglich trainieren! Es werden Stock- und Schwertkämpfe zu sehen sein wie auch Sprünge, usw.. Es ist eine sehr aktive Rolle und der Regisseur, Robert Persche und ich entwickeln einen sehr körperlichen Robin.

Hörst du privat auch gerne Musicals oder gibt´s da andere Musikstile, die dir gefallen?

Manchmal höre ich Musical, aber nicht regelmäßig. Ich höre aber fast alles – je nach Stimmung. Tatsächlich höre ich aber viel Bluegrass. Das ist eine Abspaltung vom Amerikanischen Country. Also „Traditional American Folk Music“. Ich liebe Reggae oder auch Indie und Hip Hop. Also ja, … viel Musik!

Und welcher Song ist dein Lieblingssong?

Das wechselt ständig. Was ich aber sehr liebe ist „Suspended in Heaven“ von Mandolin Orange. Ist eine meiner Lieblingsbands.

Hast du einen Lieblingsfilm oder gibt´s mehrere Filme oder Genres, die du besonders magst?

Das ist wie bei der Musik. Ich liebe Herr der Ringe, Filme mit Di Caprio, Dokus, Historisches, Gesellschaftskritisches, …

Was ist dein Lebensmotto und warum?

„Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas Spiel!“

WIR MUSICAL-FANS sagen „Danke fürs Gespräch“.

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Matthias Trattner - Credits: Daniel Murtagh

Matthias Trattner – Credits: Daniel Murtagh

WIR MUSICAL-FANS haben der Musicaldarstellerin Anja Backus ein paar Fragen gestellt.

Anja Backus absolvierte nach dem Abitur ihr Studium an der UdK (Universität der Künste in Berlin und war währenddessen schon an der Neuköllner Oper in MEIN AVATAR UND ICH als Gretchen zu sehen. Bisher spielte Anja u.a. in EVITA, DER KLEINE HORRORLADEN, JESUS CHRIST SUPERSTAR, ELISABETH – DAS MUSICAL, DIRTY DANCING als Lisa, Leadsängerin und Marjorie auf Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, GHOST – NACHRICHT VON SAM im Stage Operettenhaus in Hamburg, ROCKY – DAS MUSICAL im Stage Palladium Theater Stuttgart und TITANIC in Bad Hersfeld. Bei THE VOICE OF GERMANY stand Anja 2015 im Team von Michi Beck und Smudo (FANTA 4).

Seit 2019 ist Anja Backus in der Rolle der Magda in TANZ DER VAMPIRE zu sehen – u.a. in Oberhausen, in Stuttgart am Stage Palladium Theater und im Stage Operettenhaus in Hamburg.

Im Jänner 2024 stand Anja Backus bei MUSICAL REVOLUTION, Deutschlands größtem Musical-Event, in der Jahrhunderthalle in Frankfurt auf Bühne – gemeinsam mit Jeannine Michèle Wacker, Nienke Latten, Sidonie Smith, Alexander Di Capri, Benét Monteiro, Philipp Büttner und Robin Reitsma.

Bei den Luisenburg‑Festspiele in Wunsiedel stand sie im Sommer 2025 als Lilly in SEELE FÜR SEELE auf der Bühne und ist in der Spielzeit 2025/26 am Theater Magdeburg in der Operette Clivia in der Titelrolle zu sehen.

Das Interview wurde im November 2019 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattet du einen anderen Berufswunsch?

Ich hatte als Kind und Jugendliche immer 24 Stunden am Tag Musik um mich rum mit verschiedenen Bands, Gesangsunterricht …. aber laut auszusprechen, dass ich etwas mit Musik beruflich machen möchte, hatte ich mich nie getraut, da ich eher ein Außenseiter war und das Feuer nicht noch weiter schüren wollte. Doch dann passierte alles ganz automatisch. Ich bewarb mich in München und Berlin, machte die Aufnahmeprüfung und ZACK bevor ich mich versah studierte ich in Berlin Musical und Show an der UdK. Das war einfach verrückt und wunderschön gleichzeitig

Du hast deine Ausbildung an der Universität der Künste in Berlin abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Arbeite hart, nimm Kritik an, aber nicht zu sehr zu Herzen, glaube an dich selber, the sky is the limit

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?

Nach meinem Abschluss an der UdK hatten alle meine Kollegen/-innen sofort super Jobs und bei mir wollte einfach nichts wirklich klappen, bis ich dann in Wien Elisabeth bekommen habe. Heute weiß ich, dass meine Zeit noch nicht reif war und klein Anja noch viel lernen musste. Man ist nach der Uni noch lange nicht fertig und mein Bühnentyp ist erst in den späten Zwanzigern mehr gefragt.

Was würdest du jemanden raten, der Musicaldarsteller/-in werden möchte? Eine gute Entscheidung oder lieber nochmals durchdenken?

Mhhhhhh, dass ist schwierig zu sagen, wenn man noch nichts von der Person gesehen hat. Ich würde mir zuerstmal was zeigen lassen, um ein Urteil zu fällen. Generell ist das Business harte Arbeit und das ständige umziehen und reisen schlaucht gewaltig aber es lohnt sich natürlich auch.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Durchhaltevermögen

Als Musicaldarstellerin bist du ja oft unterwegs. Ist das für dich eher ein Vorteil oder bevorzugst du einen fixen Wohnort?

Ich bevorzuge einen fixen Wohnort zu haben. Das ergibt sich im Alter von alleine, wenn man dann auch einen Partner hat, der nicht immer mitziehen kann.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Anja steckt in jeder Rolle?

Ich liebe es. Natürlich ist immer ein klein bisschen Anja in jeder Rolle, aber ich liebe es Sachen auf der Bühne zu tun, die Anja im wahren Leben NIEMALS tun würde. Magda ist da ein gutes Beispiel. Da kann ich mein Rocker-Ich einfach frei lassen.

Du stehst aktuell in der Rolle der „Magda“ in „Tanz der Vampire“ auf der Bühne. „Tanz der Vampire“ ist ein Musical, das viele Menschen zu tiefst fasziniert. Welche Faszination hat dieses Musical oder mögen Menschen einfach Vampire so gerne?

Vampire und das Mysterium des ewigen Lebens fasziniert jeden, da man natürlich für immer jung ist und stark und keine Angst hat.

Diese Eigenschaften will doch jeder haben und somit spricht dieses Material viele an.

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Elsa und Anna aus Frozen, da ich beide Charaktere liebe und ich ein Disneykind der ersten Stunde bin.

Starke Frauen sind so wichtig als Vorbilder für die nächsten Generationen und ich würde so gerne das Gesicht meiner kleinen Nichte sehen, wenn Tante Anja eine Disneyprinzessin wäre.

Wie entwickelst du dich als Musicaldarstellerin weiter? Nimmst du Gesangs-, Schauspiel- und Tanzunterricht oder besuchst du Workshops?

Ich nehme regelmäßig Gesangsunterricht und wenn die Zeit passt, versuche ich auch Schauspielunterricht zu nehmen. Wo ich persönlich aber am Meisten lerne ist beim Beobachten der Kollegen! Das gibt mir sehr viel Inspiration und man lernt einfach von erfahreneren Kollegen/-innen die guten Tricks und Kniffe.

Du warst 2015 bei „The Voice of Germany“ im Team “Michi & Smudo”. Wie war diese Erfahrung für dich und was war dabei dein persönliches Highlight?

Das Duett mit Steffi von Silbermond, welches wirklich ungeplant und improvisiert war.

Was möchtest du in 10 Jahren gerne machen? Bist du dann noch auf der Bühne oder machst du vielleicht einen komplett anderen Job?

Also ich wäre auf jeden Fall noch gerne auf der Bühne und über andere Jobs kann ich im Moment gar nicht nachdenken, da mein Traumjob nonstop vor meiner Nase ist. Zudem hätte ich gerne eine Familie und dann wird es erst recht super spannend dies unter einen Hut zu bringen, aber ich freue mich auf diese Herausforderung.

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich persönlich liebe Instagram und finde es toll mit den Leuten so in Kontakt zu bleiben. Es macht viele Sachen soviel einfacher, aber man ist natürlich auch der Masse mehr ausgesetzt und durch die Anonymität trauen sich viele Leute auch weniger nette Kommentare zu schreibe. Das ist dann schon heftig.

Anja Backus – Credits: Anja Backus

Anja Backus – Credits: Anja Backus

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Ich versuche immer allen zu antworten und zu reagieren, wenn mir jemand schreibt.

Es freut mich so sehr, wenn Leute an der Stage Door warten, um ein Foto oder ein Autogramm haben wollen. Dieses Vermarkten gehört zu unserem Job dazu.

Das ist so als, wenn ich wo einkaufen gehe und die Verkäuferin ist der Knaller, dann komme ich doch auch eher wieder zurück und kaufe mehr.

Wenn aber die Dame oder der Herr super blöd war, möchte ich keinen Fuss mehr in dieses Geschäft setzten.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Super wichtig, da sie über unsere Arbeit berichten und wenn dann ein netter Post veröffentlicht wird an einem Tag wo man nicht so gut drauf ist, dann hilft das einem enorm.

Warst du früher auch mal Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

Nicht wirklich Fan, aber wenn wir in einem Musical waren, hat meine Mutter immer die CD gekauft und ich habe jedes Wort auswendig gekonnt. Meine armen Geschwister die Nonstop JOSEPH oder DIE SCHÖNE UND DAS BIEST ertragen mussten 🙂

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.

Mehr zu Anja Backus auf Facebook und Instagram.

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

Anja Backus – Credits: Julian Freyberg

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Valerie Luksch wurde in Wien geboren und absolvierte ihr Studium in Gesang, Tanz und Schauspiel an der Theaterakademie August Everding in München.

Sie nahm als Kind schon Ballettunterricht an der Wiener Staatsoper und begann mit ihrer Klavierausbildung. Als Mitglied des Kinderchors der Volksoper Wien sammelte sie früh Bühnenerfahrung und wirkte dort in vielen Produktionen mit.

Valerie gehörte beim „Bundeswettbewerb Gesang“ in Berlin sowie dem „Heinrich Strecker Gesangswettbewerb“ an der Bühne Baden zu den Finalisten – und gastierte mehrmals als Solistin bei Musical Galas.

Während ihrer Musicalausbildung war sie u.a. in dem Musical „Into the Woods“ als Rotkäppchen im Deutschen Theater München zu sehen. Und es folgten Engagements am Gärtnerplatztheater, sowie dem Theater St. Gallen, wo sie unter anderem in „My Fair Lady“, „Jesus Christ Superstar“ und „On the Town“ mitwirkte. Darüber hinaus stand sie in ANATEVKA als Chava beim Operettensommer in Kufstein (Tirol) und am Stadttheater Baden (Bühne Baden) auf der Bühne.

In den letzten Jahren war Valerie u.a. zu sehen als Maria in WEST SIDE STORY bei den Seefestspielen Mörbisch im Burgenland, als Cinderella in INTO THE WOODS bei den Sommerfestspielen Brunn am Gebirge, als Sissy in SISSY auf Schloss Tabor, als Lucy in DRACULA am Deutschen Theater München und als Nannerl in MOZART bei den Freilichtspielen Tecklenburg.

Am Landestheater Linz war Valerie Luksch in STRIKE UP THE BAND, TOOTSIE und LIGHT IN THE PIAZZA zu sehen und steht in der Europapremiere des Musicals WONDERLAND auf der Bühne in Linz.

Das Interview mit Valerie Luksch wurde im Jänner 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du einen anderen Berufswunsch?

Ich würde sagen ja… Als Kind durfte ich in der Volksoper bereits sehr früh das Theaterleben kennenlernen. Auf der Bühne zu stehen war damals schon für mich das Aufregendste und Tollste überhaupt. Von da an war mir dann eigentlich klar, genau das ist mein Traumberuf!

Du hast deine Ausbildung an der Theaterakademie August Everding abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Unheimlich viel! Man hat uns im Studium bestmöglich auf die Musicalwelt da draußen vorbereitet. Wir haben sämtliches Basiswissen mit all seinen Techniken und Theorien gelernt, im Grunde alles was für den Beruf und seiner Ausführung notwendig ist. Auch viel über uns selbst. Ich glaube alles Weitere kann man nur in der Praxis erfahren …

Valerie Luksch - Credits: Gerhard Maly

Valerie Luksch – Credits: Gerhard Maly

Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?

Die größte Herausforderung rollentechnisch war für mich Magnolia in Showboat, da sie in den 2,5 Stunden um ganze 40 Jahre altert, also eine enorme Entwicklung von einer naiven 17 Jährigen bis hin zur reifen Dame durchmacht.

…und nicht zu vergessen die Herausforderung, dass man immer gesund bleiben muss!

Mit der ersten großen Rolle kommt eine riesen Verantwortung auf einen zu, ständig auf sich und seine Stimme aufzupassen, sich nirgends zu erkälten oder anzustecken, immer körperlich zu funktionieren und top fit zu sein … das ist gar nicht so einfach wie man denkt.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Liebe zum Beruf, Fleiß, Durchhaltevermögen und ein Quäntchen Glück.

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser drei Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

Gesang ist auf jeden Fall mein Favorit, wobei natürlich die Kombination aus allen drei Bereichen letztendlich die Faszination am Beruf ausmacht.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Valerie steckt in jeder Rolle?

Ich denke, dass in jeder Rolle sogar sehr viel von mir drin steckt. Ehrlich gesagt glaube ich, dass es nicht zu vermeiden ist, seine eigene Persönlichkeit einzubringen, da man ja in den meisten Fällen schon als bestimmter Typ entsprechend der Rolle gecastet wird. Im Endeffekt ist natürlich jede Rolle anders, wie viel man also letztendlich von sich selbst und seinen Charakterzügen in die Rolle steckt, ist genau die Art von „Spielerei“, die den Beruf reizvoll macht.

Valerie Luksch - Credits: Gärtnerplatztheater

Valerie Luksch – Credits: Gärtnerplatztheater

Welche Rollen würden dich zukünftig besonders interessieren und warum?

Ui da gibt es eine Menge schöne Rollen, die mich reizen würden.

Ein Beispiel ist Christine aus Phantom der Oper.

Konkret kann ich es aber gar nicht sagen, oft lerne ich Rollen auch erst so richtig kennen, wenn ich dafür besetzt werde und merke dann, dass diese definitiv eine Traumrolle war …

In deiner Kindheit und Jugend warst du ja auch als Pianistin sehr erfolgreich und u.a. auch Gewinnerin des Jugendmusikwettbewerbs „Prima la Musica“.

Warum dann doch die Entscheidung für Musical und nicht für die Karriere als Pianistin?

Ich habe sehr intensiv und vor allem gerne Klavier gespielt, das ist richtig … nichts desto trotz war eigentlich immer klar, dass ich keine Pianistin werden will.

Das Singen hat mich einfach mehr begeistert.

Heute hilft mir das Klavierspielen natürlich sehr in meinem Beruf und ist überdies ein großartiges Hobby.

Du sprichst neben Deutsch und Englisch zusätzlich auch Russisch. Hast du deine russischen Sprachkenntnisse schon mal auf der Bühne nutzen können?

Ja tatsächlich, jedoch nur bei Konzerten oder Wettbewerben, wo ich dann gerne russische Chansons eingebaut habe … die übrigens wirklich wunderschön sind!

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich glaube, dass wir in einer Zeit leben, in der es nur von Vorteil ist, wenn man sich auf Social Media einlässt. Es ist schlicht und einfach die heutige Kommunikationsform mit der größten Reichweite und zählt bestimmt zu einem der wichtigsten Präsentations- und Marketingkanäle für uns Künstler. Soziale Medien bieten uns Künstlern kostenlose Werbefläche und die Möglichkeit sich zu vernetzen.

Ob und wie intensiv man es dann tatsächlich anwendet bleibt meiner Meinung nach aber jedem selbst überlassen.

Valerie Luksch - Credits: Mark Noormann

Valerie Luksch – Credits: Mark Noormann

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig ist Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Wie schon vorhin erwähnt, denke ich, dass Marketing einen hohen Stellenwert für Künstler hat. Trotzdem sollte es nicht überbewertet werden, da im Endeffekt hoffentlich doch die Leistung zählt und nicht die Aktivität auf sämtlichen Social Media Kanälen, um erfolgreich im Beruf zu sein.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Viel Erfahrung mit Fans habe ich zwar noch nicht, trotzdem glaube ich, dass das Showbusiness ohne sie nicht leben kann … sie sind nun mal unser Publikum!

Warst du früher auch mal Fan von einer/m Musicaldarsteller/-in?

… doch da gab es schon einige, vor allem Broadwaydarsteller haben mich immer besonders inspiriert.

Was ist dein Lebensmotto und warum?

Lass die Dinge zu dir kommen.

„Wir Musical-Fans“ sagen „Danke fürs Gespräch“.

Mehr zu Valerie Luksch auf www.valerieluksch.com und Instagram.

Valerie Luksch - Credits: Mark Noormann

Valerie Luksch – Credits: Mark Noormann

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Amelie Polak wurde in Wiener Neustadt geboren und startete nach ihrer Reifeprüfung eine Musicalausbildung in Wien, die sie 2019 mit der Paritätischen Bühnenreife im Bereich Musical abschloss. 

Bisher spielte sie u.a. in DRACULA, DER KLEINE HORROLADEN, JESUS CHRIST SUPERSTAR, HONK!, LUNA, EIN SOMMERNACHTSTRAUM, AURADON und YELLOW BRICK ROAD.

2013 war sie Staatsmeisterin und Vizestaatmeisterin bei ASDU Sparte „Commercial“.

2023 war Amelie in FACK JU GÖHTE als Laura und Cover Lisi zu sehen und auch 2023/2024 mit FACK JU GÖHTE auf Tour.

Im Jahr 2024 stand sie als Iris im Musical WENN ROSENBLÄTTER FALLEN auf der Bühne des OFF Theater Wien und übernahm die Rolle der Mary Vetsera in ELISABETH vor der atemberaubenden historischen Kulisse des Schloss Schönbrunn in Wien und auf der VBW Tour in Asien. Außerdem war sie Teil des Ensembles von REBECCA auf der China-Tour der VBW.

Im Jahr 2025 stand Amelie Polak im Musical SKIVERLIEBT im Ensemble und Anna Maier (Cover) auf der Bühne des Landestheater Salzburg und ist seit Herbst 2025 in der Welturaufführung von MARIA THERESIA – DAS MUSICAL im Ronacher in Wien zu erleben. In MARIA THERESIA – DAS MUSICAL verkörpert Amelie Polak die Rolle der „Marie Christine“ – der Schwester von „Joseph“ (gespielt von Aeneas Hollweg) und ist außerdem als Cover der Titelrolle der „Maria Theresia“ (First Cast: Nienke Latten) zu sehen. als Marie Christine und als Cover der Titelrolle zu sehen.

Die beiden „Habsburg-Lothringen-Siblings“ Amelie Polak und Aeneas Hollweg präsentieren außerdem jeden Freitag um 17.45 Uhr die Instagram-Livestream-Serie „MT-TIME“ zu verschiedensten Themen – teils zu zweit, teils mit Gästen.

Die Mezzosopranistin beherrscht neben Deutsch, Englisch und Französisch auch Wiener Dialekt, spielt Ukulele und Klavier – und zählt Reiten zu ihren besonderen Fähigkeiten.

Das Interview mit Amelie Polak wurde im September 2020 geführt.

War es immer dein Ziel auf der Bühne zu stehen oder hattest du einen anderen Berufswunsch?

Kurz und knapp: Ja! Meine Mutter ist Ärztin und hat seit ich denken kann immer schon sogenannte „Theaterdienste“ gemacht, weil bei jeder Vorstellung ein Arzt für Notfälle anwesend sein muss. Dafür hat sie immer zwei Freikarten bekommen und ich hatte das große Glück, dass ich sie oft begleiten durfte und Stücke sogar mehrmals sehen konnte. Das hat mich sehr geprägt und ich bin ihr wahnsinnig dankbar, dass ich dadurch so früh schon so viele künstlerische Eindrücke sammeln durfte. Als sie mich in mein erstes Musical „Elisabeth“, damals noch im Theater an der Wien, mitgenommen hat, war für mich klar wo die Reise einmal hingehen soll.

Du hast 2019 deine Musicalausbildung in Wien abgeschlossen. Was nimmst du aus deiner Ausbildung mit?

Die Ausbildung war wortwörtlich ein „Selbststudium“. Man setzt sich tagtäglich mit sich und seinen Stärken sowie Schwächen auseinander und lernt sich dadurch sehr gut kennen. Meine Familie und enge Freunde wissen von mir, dass ich sehr ehrgeizig und perfektionistisch bin (was seine Vor- und Nachteile hat) und ich dementsprechend wahrscheinlich meine härteste Kritikerin bin.

In dem Zusammenhang auch mal die Geduld aufzubringen und nicht zu verzweifeln, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt, ist auf jeden Fall ein Punkt, den ich aus meiner Ausbildungszeit mitnehmen kann. Auch die paritätischen Prüfungen, die wir vor einer uns unbekannten Kommission absolvieren mussten, haben mich vieles gelehrt. Kritikfähigkeit und Selbsteinschätzung sind da zwei ganz wichtige Themen, sich über seine Stärken und Schwächen bewusst zu werden und vor allem das „Persönlichnehmen“ von Kritik ist sicherlich ein Punkt, an dem ich immer noch arbeite, aber das ist, wie vieles im Leben, ein Prozess und braucht seine Zeit.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der gerade in den letzten Monaten meiner Ausbildung kurz vor dem Abschluss immer wichtiger wurde, war, sich selbst und seinem Bauchgefühl zu vertrauen – wie eine tolle Dozentin zu mir gesagt hat: „Lass es einfach fliegen“ – gemeint war damit das hart erarbeite Repertoire aus Liedern, Monologen und Tänzen auch in gewisser Weise loszulassen, Spaß zu haben und einfach zu tun, was sich richtig anfühlt und seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Zu guter Letzt durfte ich meine Ausbildungszeit mit vielen wundervollen Menschen verbringen, die diese Zeit für mich zu etwas ganz Besonderem gemacht haben und die über diesen Zeitraum zu ganz tollen Freunden geworden sind, die ich heute nicht mehr missen möchte.

Amelie Polak - Credits: You & Me fotografie

Amelie Polak – Credits: You & Me fotografie

Was sind für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darstellerin?

Ich glaube, wenn man wie ich am Anfang steht, ist es erstmal wichtig einen „Fuß in die Tür zu bekommen“ – und das bedeutet eigentlich: Auditions, Auditions und nochmal Auditions. Das ist ein Schritt, der einerseits irrsinnige Vorfreude und Tatendrang, andererseits aber auch eine gewisse Nervosität und Unsicherheit in mir weckt.

Durch die Ausbildung erhält man eine gewisse Erfahrung an Casting Situationen, aber es war eben doch noch eine Art von „Safe-Zone“, auf die man sich jetzt nicht mehr verlassen kann. Die Menschen, die jetzt über deine berufliche Zukunft entscheiden, kennen dich oft nicht persönlich und wissen dadurch auch nicht, was deine persönliche Bestleistung ist. Da nicht nervös zu werden und trotzdem in jeder Tagesverfassung sein Bestes zu geben, ist keine leichte Aufgabe.

Allgemein sich im Musicalbusiness durchzusetzen und auch mit Ablehnung umzugehen, wird sicherlich eine der größten Herausforderungen, denen ich mich aber gerne stellen möchte – denn am Ende des Tages überwiegt dann doch die Vorfreude auf das was noch kommen kann.

Was braucht man aus deiner Sicht, um im Musicalbusiness erfolgreich zu sein?

Ich hoffe, diese Frage kann ich in ein paar Jahren besser beantworten, aber ich glaube es braucht eine gute Mischung aus Talent, Selbstvertrauen, Zuversicht, der Bereitschaft offen für Neues zu sein, dem Willen sich immer weiterzuentwickeln und dazuzulernen und einer Portion Glück, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein 🙂

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Musicaldarsteller vereinen ja den Mix aus Gesang, Schauspiel und Tanz. In welchem dieser Bereiche fühlst du dich am wohlsten?

Ich hatte während meiner Ausbildung immer schon sehr viel Spaß daran, die sogenannten „Song&Dance“ Nummern für Konzerte und Prüfungen einzustudieren, bei denen man Singen, Schauspielen und Tanzen vereint.

Also am liebsten alle drei in Kombination!

Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sagen, dass ich mich im Gesang am wohlsten fühle.

Wie ist es so in Rollen zu schlüpfen? Wie viel Amelie steckt in jeder Rolle?

In verschiedene Rollen zu schlüpfen ist ein tolles Gefühl, ich denke das kann jeder nachvollziehen, der sich schon einmal als Kind verkleidet und sich mit Geschwistern oder Freunden die tollsten Geschichten ausgedacht und nachgespielt hat.

Und ich denke ein Teil Amelie steckt immer mit drin, da es oft einen Charakterzug der Rolle oder eine erlebte Situation gibt, mit der man sich identifizieren und dadurch einen Teil von sich mit einfließen lassen kann – manchmal bewusst, manchmal eher unterschwellig.

Welche Rollen würden dich in Zukunft besonders interessieren und warum?

Es gibt viele tolle Musicals und Rollen, die ich sehr spannend fände und ich hoffe sehr, dass diese Stücke irgendwann den Weg auf die deutschsprachigen Bühnen finden.

Da wären z.B. Regina George aus Mean Girls, Veronica Saywer aus Heathers, Eurydice aus Hadestown oder auch Zoe Murphy aus Dear Evan Hansen. Aber auch in Stücken, die in Österreich oder Deutschland gespielt wurden oder in näherer Zukunft auf die Bühne gebracht werden, gibt es viele Rollen, die ich unglaublich gerne einmal spielen würde wie beispielsweise Ich aus Rebecca, Elsa aus Die Eiskönigin, Johanna aus Die Päpstin oder auch Ellen aus Miss Saigon. Ich finde Rollen über starke Frauen, die jedoch auf ganz unterschiedliche Weise ihre Stärke und auch den Mut zur Verletzlichkeit zum Ausdruck bringen irrsinnig spannend und würde mich freuen, irgendwann an solchen Rollen arbeiten zu dürfen.

Ich denke aber auch, dass meine Liste in den nächsten Jahren noch um einige Rollen erweitert wird, da man durch Ausschreibungen immer wieder auf neue Rollen stößt, die man bis dahin gar nicht im Kopf hatte.

Du spielst neben Klavier auch Ukulele. Hast du deine Ukulele-Fertigkeiten schon einmal in einer Rolle nutzen können?

Leider hat sich bis jetzt noch keine Gelegenheit dazu ergeben und die Ukulele und ich haben bis jetzt eher im Wohnzimmer zusammen „Couchkonzerte“ für meine Familie gegeben, aber wenn es mal dazu kommen sollte, bin ich auf keinen Fall abgeneigt von der Idee!

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Wie entwickelst du dich als Musicaldarstellerin weiter? Nimmst du Gesangs- Schauspiel- und Tanzunterricht oder besuchst du Workshops?

Für mich ist es total wichtig, auch nach der Ausbildung im Training zu bleiben – daher nehme ich auch weiterhin Tanz- und Gesangsstunden.

Für mich ist das auch im Alltag ein wichtiger Ausgleich und gerade nach meinem Abschluss freue ich mich umso mehr darauf, da es während der Ausbildung eher „daily business“ war und man die Stunden jetzt umso mehr zu schätzen weiß.

Was hältst du von Social Media? Zwingend notwendig für eine/n Künstler/in?

Ich denke, dass Social Media heute schon fast zum „Gesamtpaket Musicaldarsteller/in“ dazugehört und es ist eine tolle Option, um sich zu präsentieren und Interessierte Up-to-Date zu halten. Ich finde aber auch, dass man nicht gezwungenermaßen auf allen möglichen Plattformen vertreten sein muss, um als Künstler/in bei den Zuschauern anzukommen – also alles mit Maß und Ziel!

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Wie stehst du generell zum Thema „Vermarktung“ deiner Person? Wie wichtig sind Marketing und Kommunikation für dich als Musicaldarstellerin?

Eine schwierige Frage, vor allem: Was ist die „richtige Vermarktung“ bzw. wo hört die Privatperson auf und wo fängt der Künstler an, wenn es um das Thema „Vermarktung der eigenen Person“ geht? Ich denke, was hier oder generell bei der Verwendung von sozialen Medien der Schlüssel zum Erfolg ist, ist: Authentisch und man selbst zu bleiben und das ist leichter gesagt als getan, denn man macht sich in gewisser Weise „angreifbar“, sobald man sich in irgendeiner Form in die Öffentlichkeit begibt – und dadurch ertappe ich mich selbst immer wieder dabei, wie ich 10 Mal darüber nachdenke, ob ich etwas posten soll, sei das jetzt ein Bild oder eine Gesangsaufnahme.

Ich denke generell, dass diese Ängste und Zweifel, die in mir und sicher auch in anderen jungen Künstlern aufkommen, heutzutage ein großes Thema sind und in dem Sinne auch mehr darüber gesprochen und einander aufgebaut werden sollte. Grundsätzlich finde ich es toll Menschen, die man mit dem, was man unglaublich gerne tut, begeistern und über diverse Plattformen mit ihnen in Kontakt bleiben kann und sie dich auf deinem Weg begleiten, sei das auf der Bühne oder über soziale Medien.

Das kann ein tolles Gefühl sein und ich hoffe ich kann davon zukünftig ein bisschen was in Form von Positivität, viel Musik und guter Laune auf meinen Kanälen zurückgeben.

Wie wichtig sind „Fans“ im Musicalbusiness und wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit Fans?

Da ich ja noch ganz am Anfang stehe, habe ich bis jetzt noch nicht wirklich Erfahrungen mit Fans gemacht, ich denke bis jetzt sind meine „Number 1 Fans“ meine Familie und meine Freunde und es freut mich immer wahnsinnig, wenn sie zu Konzerten oder Vorstellungen kommen, bei denen ich beteiligt bin.

Fans im Allgemeinen finde ich für das Musicalbusiness sehr wichtig, da sie auch einen Teil dazu beitragen, weswegen man diesen Beruf überhaupt ausüben kann, denn was wäre denn ein Theater ohne Publikum, das bei den Geschichten, die Abend für Abend erzählt werden, mitfiebert?

Amelie Polak - Credits: Andrea Peller

Amelie Polak – Credits: Andrea Peller

Du bist ja ein sehr aktiver Mensch. Wie wichtig sind dir Fitness und Ernährung – sowohl als Privatperson, aber auch in deinem Job als Künstlerin?

Natürlich ist es wichtig für den Beruf körperlich fit zu sein und mit Beginn der Ausbildung habe ich auch konsequent begonnen auch auf meine Ernährung zu achten – aber die gesunde Ernährung und der Sport sind längst nicht mehr Dinge, die ich „nur“ wegen des Jobs mache – es fühlt sich einfach toll an zu wissen, dass man seinem Körper mit der gesunder Ernährung und Sport etwas Gutes tut und über die letzten Jahre haben sich diese Dinge schon so in meinen Alltag integriert, dass ich es mir gar nicht mehr ohne sie vorstellen kann.

Hast du einen Lieblingsfilm oder gibt’s mehrere Filme oder Genres, die du besonders magst Und welcher ist dein Lieblingssong?

Ich muss ehrlich sagen ich habe nicht wirklich einen Lieblingsfilm oder Song. Ein Film, der mich schon lange und immer wieder aufs Neue begeistert und berührt ist sicherlich Terminal – also hier eine kleine Empfehlung von mir 🙂 Bei der Musik variiert das je nach Stimmungslage was mich gerade aufbaut oder pusht aber, wenn so ein richtiger Motivationssong im Radio gespielt wird, MUSS ich einfach die Lautstärke hochdrehen, das geht gar nicht anders!

Was ist dein Lebensmotto und warum?

Darüber habe ich lange nachgedacht – ein wirkliches Motto habe ich nicht, aber der kürzliche Verlust eines geliebten Menschen hat mich dazu gebracht vieles anders zu sehen und mich zum Nachdenken angeregt.

Daher habe ich beschlossen mir Folgendes vorzunehmen: ich möchte versuchen, jeden Morgen mit einem positiven Mindset zu beginnen, das Beste aus mir rauszuholen und öfters einfach auch mal dankbar zu sein. Das fasst es ganz gut zusammen 🙂

Wir Musical-Fans sagen „Danke fürs Gespräch“.

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Amelie Polak - Credits: You & Me fotografie

Amelie Polak – Credits: You & Me fotografie

Agentur: die Kulturbrüder

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